Das Domlager hat es hinter sich.

Jetzt war ich aber neugierig. Was ist denn da nun mit den Domlagern passiert?

Raus mit den Federbeinen. War noch alles gut gangbar, die sind ja jetzt noch nicht mal einen Monat drin.

Federbeinausbau-passat

Bremssattel ab, Spurstange ab, Antriebswellenmutter runter, dann unten aus dem Traggelenk gehebelt und oben die beiden Muttern von Federbeintpf runter.

Dann in den Schraubstock damit und die Federn leicht entspannt.

federbein-passat-b1

Die Kolbenstange saß jetzt schon wieder mittig im Topf. So schlimm kann das also alles gar nicht sein.

Auch nach der Demontage sah das auf den ersten Blick bei weitem nicht so schlimm aus wie ich es befüchtet hatte.

domlager-passat-b1

Der Gummi sitzt noch vollständig im Topf. Das ist nichts rausgerutscht.

Aber trotzdem stimmt da irgendwas nicht. Sieht man besonders gut in der Seitenansicht.

passat-b1-domlager

Der kleine Topf steht total schief im Gummi. Wieso, weshalb, warum? Ich weiß es nicht. Das wird wohl als Rätsel für die Nachwelt erhalten bleiben.

Was mir erst etwas später aufgefallen ist und wahrscheinlich eine Folge des Defektes ist, zeigt das nächste Bild. Hier sind die Schläge von der Fahrbahn wohl voll durchgegangen.

lager-gebrochen

Das eigentliche Lager ist an zwei Stellen gebrochen. Das hat es definitiv komplett hinter sich.

Also Schlußstrich unter dieses Kapitel. Ich rüste jetzt um auf die PU-Lager.

pu-domlager

In den Topf passen sie auf jeden Fall schon mal hinein. Auch der Lagertopf paßt und sitzt richtig satt im PU-Ring.

Etwas stuzig machte mich sofort der große Überstand des Ringes. Das war aber zunächst sekundär. Sieht zwar etwas komisch aus, beeinträchtig aber die Funktion in keinster Weise.

Auch von der anderen Seite sieht das alles sehr vernüftig aus.

pu-federbeinlager

Aber es gibt trotzdem ein Problem.

Zwischen dem Distanzring der im eigentlich Kugellager steckt und der oberen Kappe, verbleiben etwa 3-4 mm Luft.

lagerspalt

Ich habe die Kolbenstange des Stoßdämpfer jetzt mal durch eine Schraube ersetzt und richtig schön zusammengezogen.

Passat-Domlager

Da offenbart sich das Problem. Die obere Kappe liegt jetzt richtig stramm auf dem weißen Kunstoffring auf. Verdrehen, also lenken, ist so unmöglich.

Allerdings fehlt jetzt natürlich das Fahrzeuggewicht. Wenn man ein Auto auf der Bühne hat, fällt das Federbein ja auch runter und der obere Teller liegt ebenfalls auf. Um das also abschließend beurteilen zu können, muss das Federbein wieder zurück in den TS. Vielleicht setzt sich die Einheit ja noch, so daß im belasteten Zustand wieder etwas Spiel vorhanden ist.

passat-b1-federbeinlager

Also das Federbein wieder zusammen und wieder rein ins Radhaus.

Passa-TS-federbein

Zunächst nur provisorisch. Bremsattel hängt noch daneben, Antriebswelle steckt nur lose drin und das Rad ist auch nur eben mit zwei Schrauben fixiert.

Den vielleicht erhofften, aber eigentlich doch für unmöglich gehaltenen Erfolg gab es dann leider nicht.

Lager-zu-stramm

Lenken kann man zwar, aber hier oben dreht sich nichts mit. So wird das nichts!

Jetzt heißt es forschen. Wo liegt der Hund begraben? Daß die PU-Lager eigentlich nicht für einen 32er Passat vorgesehen sind, hatte ich ja schon gestern erwähnt. Gedacht sind die Teile für den Golf 1. Der hatte bis ´77 aber vollkommen identische Domlager. Das ist wirklich alles gleich. Der große Topf, die Distanzhülse, der kleine Topf unten in dem das Lager sitzt und auch die obere Teller. Müßte also passen. Selbst die ürsprüngliche Gummieinlage wäre identisch.

Im Prinzip habe ich jetzt drei Möglichkeiten:

– Den PU-Lagereinsatz oben kürzen, daß der weiter in den Topf hinein geht.
– Eine längere Dinstanzhülze auf der Kolbenstange verwenden.
– Oben einen Teller montieren, der etwas höher gebaut ist.

Mal gucken, was es wird. Längere Hülsen gibt es beim Passat bei Verwendung eines Schlechtwegefahrwerks. Diese Lösung ist also nicht aus der Luft gegriffen. Allerdings habe ich oben an der Kolbenstange nicht mehr sehr viel Gewinde über. Könnte knapp werden.
Ein anderer oberer Teller wäre wohl am einfachsten zu realisieren. Aber woher?
Den PU-Lagerring etwas bearbeiten ist wohl das aufwändigste. Allerdings sieht es mit fsat so aus, daß er ob sowieso weiter rein soll. Wozu sonst der kleien Rand am unteren Ende. Der würde wunderbar zu der Form des Lagertopfes passen. Auf den Bild mit den auf dem Federbein montierten Lager, kann man das gut erkennen.

4 Kommentare

  1. andreas

    moin…
    kürzen an der rundmachmaschine kann ich dir machen
    solltest du dich dafür entscheiden
    das bisschen plastik is fix weg

    Antworten
    1. OST

      Danke für das Angebot. Ist aber PU kein Plastik. soll sich auf der Maschine nicht so gut machen?

      Antworten
      1. andreas

        ich dreh dir fast alles auf ner drehmaschine
        is mein jop

        Antworten
  2. Heiner

    sieht doch eigentlich tatsächlich so aus, dass das PU weiter in den Teller rein muss.
    Warum rutscht es jetzt nicht weiter, oben liegt es ja auch nicht an.
    Vielleicht mal mit Silikonöl probieren und dann einpressen?
    Vorher vielleicht noch Durmesser vom Teller und PU Ring messen..

    Grüße

    Antworten

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