Mini-Alpentour 2017 – Rückblick

Ich bin Euch ja noch einen Beitrag schuldig, den ich im Rahmen des Rückblicks der Wörtherseetour bereits angekündigt hatte.

Eines war für mich klar: Wenn ich schon am Wörthersee bin, dann mache ich einen zweiten Anlauf zum Mangart. Bei unserer Alpentour im September 2015 haben wir hinter Regen und Wolken nicht viel sehen können. Ein Problem gab es allerdings. Am Mangart war die Wintersperre noch nicht aufgehoben. Die lief bis zum 31.05., wir hatten erst den 26.

Egal, ein Versuch ist es Wert. Das fand auch Michael, der sich mir spontan anschloss. Von Pörtschach sind es bis zur italienischen Grenze keine 50 Kilometer.

villach-arnoldstein

Über die Autobahn ein Katzensprung. Die Vignette hatten wir ja.

Bei Arnoldstein sind wir dann aber runter von der Autobahn. Einfach nur um die Maut in Italien zu sparen und zudem wurde an der grenze erhöhtes Verkehrsaufkommen angekündigt.

tarvisio-italy

Wir haben den schöneren, günstigeren und schnelleren Weg über die Landstraße genommen und sind bei Tarvisio über die Grenze.

Italien war jedoch nur für kurze Zeit unser Transitland. Keine zwanzig Kilometer waren es jetzt nur noch bis zur slowenischen Grenze und die erreichten wir am Passo Predil.

passo-predil

Auch hier war ich 2015 mit Johannes und Julian. Dass man allerdings von hier schon den Mangart, mit seinem charakteristischstem Gipfel und in der Tat noch mit Schneeresten, sehen kann, blieb uns damals ebenfalls verborgen.

Auf slowenischer Seite zweigt dann nach gut einem Kilometer die Mangartstraße vom Predilpass ab. Von hier geht es jetzt auf 12 Kilometern über 17 Kehren und durch 5 Tunnel bis auf über 2000 Meter Höhe. Eigentlich…

mangart-wintersperre

Denn es war tatsächlich noch Wintersperre.

Theoretisch zumindest. Nur weil da ein roter Balken auf dem Wegweiser prangt und so merkwürdige Verkehrsschilder stehen, heißt das ja nicht, dass man es nicht trotzdem mal versuchen kann. Die Schranke an der Mautstation war offen, also hoch da.

mangartstrasse-passat

Nach gut zwanzig Minuten hatten wie den Mangart dann zum ersten Mal so richtig vor den Augen. Bis hierhin war war von Schnee nicht viel zu sehen.

An dem Parkplatz kurz hinter der Berghütte und gut zwei Kilometer vor dem Ziel war aber Schluss.

mangart-wintersperre-schnee

Von hier an war die Straße dicht. Schade aber trotzdem bis hierher jeden Meter wert. Was für eine gigantische Aussicht. Nicht nur nach oben, sondern auch runter ins Tal. Diese Ausblicke waren für mich neu.

So blieb es paar ein paar Fotos auf dem Zwischendeck.

passat-mangart

Die Durchfahrts- und Fußgängersperre hat übrigens nichts mit der Wintersperre zu tun.

felssturz-mangart

Die wurde mal nach einem massiven Felssturz dort aufgestellt. Teile der weiter nach oben führenden Straße sind dabei abgerutscht und nur notdürftig wieder instandgesetzt worden. Befahrbar ist das Stück jedoch trotzdem und man kommt auch locker an der Sperre vorbei. Wenn da kein Schnee liegt.

Nachdem wir etwas die Aussicht genossen haben, ging es jetzt zwangsläufig wieder runter.

tunnel-mangart

Unterwegs wollte ich noch weiter Fotos in dieser herrlichen Kulisse machen und wählte dafür den hier gezeigten Tunnel. Ich wollte unter anderen aus dem Tunnel heraus fotografieren, so dass wir unsere Passat kurz vor der Tunneleinfahrt abstellten.

Bis es zu den Fotos kam verging allerdings ein kleiner Moment und ich glaube ich kann froh sein, dass mein TS so unbeschadet aus der Sache herausgekommen ist. Aber seht selbst.

Irgendwie hatte ich wohl weder einen Gang eingelegt noch an die Handbremse angezogen. Wozu auch? Der Wagen stand ja. Erst beim Aussteigen muss ich ihm einen Impuls mitgegeben habe und er machte sich auf in Richtung Tunnelwand.
Ich habe natürlich auch selbst noch versucht in zum Stehen zu bringen. Ein Griff von hinten an die B-Säule und mir wurde klar: Das schaffst Du alleine jetzt nicht! Ich habe meinen TS wirklich schon in der Tunnelwand gesehen. Michael stand weit hinter mir und konnte so schnell gar nicht eingreifen.
Welch ein riesiges Glück hatte ich da, dass ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt, genau in diesem Tunnel, ein Filmteam unterwegs war, dass dort Werbeaufnahmen von einem Porsche Panamera drehte. Ohne das beherzte Eingreifen wäre das nicht so glimpflich ausgegangen.

Die Fotos gab es dann natürlich trotzdem noch.

Passat-tunnel-mangart

mangartstrasse-tunnel

Nach dem kleinen Wachmacher gings es weiter Richtung Tal.

magart-kerhe

In einer dieser engen Kehren konnte ich dann Michael in mit seinem Passat erwischen.

mangart-mangart

Wieder Auf der Predilpassstraße angekommen ging es dann zunächst runter Richtung Bovec. Kurz vor Bovec nutzen wir dann den Abzweig nach Nordosten. Vor hier geht es durch das Tal der Soča im Nationalpark Triglav.

Soca-tal

Nur zu gerne wäre ich ja auf diese Brücke gefahren. Nur leider versperrte ein Auto, rechts im Schatten der Bäume, uns die Zufahrt. So blieb es nur bei dem tollen Ausblick ins Tal und einer kleine Pause.

passat-soca

Der eigentlich Pass beginnt im Dorf Trenta bei 651 Höhenmetern. Von hier geht es über 27, von der Nordseite her durchnummerierte, Haarnadelkurven bis auf 1611 m.

Und oben gibt es den Pass dann ebenfalls bei bestem Wetter.

Vršičpass

Michael hat sich hinter dem blauen T5 versteckt, aber ich habe ihn trotzdem erwischt.

passat-bus-passat

Irgendwie ein ganz anderes Gefühl, als beim letzten Besuch. Da waren wir hier zwei Stunden bei Dauerregen gefangen und konnte nicht nach Kranjska Gora hinunter, da die nördliche Passrampe wegen einer Radsportveranstaltung gesperrt war.

Das scheint allerdings öfter mal vorzukommen. Denn auch heuer waren hier wieder unzählige Radsportler unterwegs und unterwegs wurde mächtig gefilmt und Zeiten genommen.

radrennen-vrsic

Die 24 Kehren der Nordseite sind fast durchweg in Kopfsteinpalster ausgeführt, während die Strecken dazwischen immer asphaltiert sind.

Der schnellste Weg um jetzt von Kranjska Gora wieder nach Österreich zu kommen, wäre der Weg über den Wurzenpass. Der ist aber eher langweillig. Es gibt da allerdings noch den Loiblpass. Den kannte ich noch nicht. Also ging es zunächst etwas nach Osten. Das wurde dann allerdings die teuersten 30 Kilometer in meiner Zeit hinterm Steuer.

autobahn-jesenice

Plötzlich waren wir nämlich in Jesenice auf der Autobahn. Und Autobahn in Slowenien bedeutet Vignette. 10 Tages-Pickerl für 15 Euro. Für 20 Minuten Nutzungsdauer… Mist, wir hätten auch Landstraße fahren können.

Das dann alles um am Loiblpass gar keinen richtigen Pass vorzufinden.

loiblpass

Da gibt es nur einen langweiligen Tunnel. Die eigentlich Passhöhe existiert zwar auch noch, ist jedoch seit Eröffnung des Tunnels für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt.

Auf der anderen Seite vom Tunnel machten die Österreicher dann sogar Grenzkontrollen.

Grenzkontrolle-loibl

Ich hatte da wenig Probleme. „Haben Sie ihren Personalausweis dabei?“ – „Ja.“ – „Ok, dann können Sie weiterfahren.“ Sehen wollten sie ihn nicht.

Michael hatte da schon ein längeres Gespräch. Es dauerte eine ganze Weile bis ich ihn wieder im Rückspiegel hatte. Die Beamten haben ihn wohl über mich ausgefragt. Ob er mich kennt und ob wir zusammengehören und was für komische Nummernschilder ich da an meinem Auto habe. Merkwürdig, das hätten sie mich ja auch selber fragen können.

Unser Startpunkt am Wörthersee lag damit in greifbarer Nähe. Noch eben an Ferlach vorbei nach Klagenfurt und von dort kurz nach Pörtschach. Ein Klacks.

pension-ria

Pünktlich zum Abendessen wieder zu Hause.

250 Kilometer und sechs Stunden war die kleine Rundtour lang. Auch wenn der zweite Teil des Tages nicht mehr ganz so erlebnisreich war, ein sehr lohnender Ausflug.

4 Kommentare

  1. dette ecker

    ohoh!
    Glück gehabt.
    Du musst im Abspann noch den Stuntkoordinator benennen… 🙂

    Antworten
    1. OST (Beitrag Autor)

      Die Nennung des Stuntkoordinators wäre wirklich noch das i-Tüpfelchen gewesen. Nun ist es zu spät.

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  2. Julian

    Ich komm ins schwärmen… 😀

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  3. Steffen

    Super schöne Bilder.Da hast du echt Glück gehabt,und dann noch alles auf Band.

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