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Schlagwort-Archive: 35PDSIT-Vergaser
Noch baue ich den Motor nicht aus
Mein für gestern geplanter Ausflug in die zur Zeit blühenden Rapsfelder fiel der fehlenden Sonne zum Opfer. Da habe ich doch lieber die Werkstattsonne angeknipst.
Der Motor in meinem GLS macht mir immer noch Kummer. Erst der nach dem Start fehlende Öldruck, der mich schon seit Jahren plagte und vor zwei Jahren eine neue Ölpumpe nötig machte. Dann noch direkt im Anschluß eine neue Kopfdichtung. Aber so richtig schön lief der Motor noch nie. Besonders im Leerlauf läuft er extrem unrund. Daß der erste Zylinder bei der Kompression etwas hinterher hinkt, ist mir zwar bewußt. Aber ich kann mir nicht vorstellen, daß sich das so drastisch auswirkt. Oder vielleicht will ich es auch einfach nur nicht wahrhaben.
Wenn ich die Fahrstufe einlege und die Drehzahl dadurch noch etwas abfällt, spürt man das Geruckel im ganzen Fahrzeug. Auch auf das zitternde Endrohr wurde ich schon mehrfach angesprochen.
Also noch mal alles systematisch durchchecken. Zur Sicherheit noch mal eben die Kerzen raus und noch mal die Kompression messen.

Bei der Zündkerze des 1.Zylinders sieht man schon, daß hier was im Busch ist. Besonders deutlich wird es, wenn man sich nur die eigentlich helle Isolation betrachtet. Am 1.Zylinder ist sie deutlich dunkler.
Kompessionstester raus und mal sehen ob sich da Unterschiede zur Messung von vor zwei Jahren zeigen.
Tendenziell würde ich sagen, da hat sich nichts verändert.

Der 1. Zylinder liegt bei 9 bar, alle anderen um die 10 bar. Der Abstand ist soger eher etwas geringer geworden.
Den 1.Zyilnder habe ich dann noch einmal gemessen, nachdem ich ein paar Spritzer Öl durch die Kerzenbohrung gespritzt hatte.

Auch hier, ist wie vor 2 Jahren, ein Anstieg des Wertes zu verzeichnen.

Damit ist eigentlich klar, daß es die Kompression im Bereich der Kolben verloren geht. Ventile und Kopfdichtung scheiden damit eigentlich aus.
Also keine neuen Erkenntnisse. Mit will aber immer noch nicht in den Kopf, daß ein Motor mit diesem Kompressionsbild so schlecht läuft.
Nächsten Punkt den ich ausschließen wollte war der Vergaser. Eigentlich unlogisch für diese Symptome, aber ist ja schnell geprüft.

Ich habe eben nur den Spitschlauch abgenommen und den Vergaser samt Wasserschläuchen und Gaszug zur Seite gelegt. Testweise kam der Vergaser von meinen marinogelben Passat, der jetzt ja den 2B2-Vergaser trägt, zum Einsatz.
Wie sehen, sehen sie nichts! Kein Unterschied.
Also kann der Vergaser auch als Ursache ausgeschlossen werden. Wieder zurück mit dem alten Teil.
Nebenbei ist mir dann noch aufgefallen, daß der Anschluß zum Taktventil der Kat-Regelung leicht undicht ist.

Dieser kleine durchsichtige Schlauch hat es hinter sich. Total hart. Die Unterdruckleitung konnte ich so rausziehen. Ein neues Verbindungstück brachte aber keinen spürbaren Erfolg.
Also noch mal ran an die Zündung. Als ich die Zündpistole angeschlossen hatte, war ich doch etwas erstaunt über die angezeigte Drehzahl.

Nur etwas über 750 Umdrehungen. Mein Drehzahlmesser zeigt fast 1000 1/min an. Das ist natürlich viel zu wenig. Ungefähr 150 Umdrehungen fehlen da.
Aber auch ein kleiner Dreh an der Leerlaufschraube ließ das Ruckeln nicht gänzlich verschwinden.
Der Zündzeitpunkt selber war fast genau auf OT. So wie es sein soll. Gemessen bei aufgesteckten Unterdruckschläuchen. Etwas merkwürdig fand ich den großen Korrekturwinkel der Spätverstellung.
Bei abgezogenem Schlauch schoß der Zündzeitpunkt gleich um 21° nach vorne. Die maximale Verstellung soll eigentlich nur bei 13° bis 15° liegen.
Obwohl das eigentlich nicht relevant sein kann, habe ich die Spätverstellung mal komplett außer Betrieb gesetzt.

Die Leitung abgezogen und den Anschluß blindgesetzt. Danach den Zündzeitpunkt wieder auf OT eingestellt. Am Leerlaufverhalten hat sich dadurch nichts verändert. Kann ja auch nicht. Ob nur Zündzeitpunkt mit Unterdruckverstellung auf OT oder ohne Verstellung auf OT. 0° ist 0°.
So wirklich schlauer bin ich also immer noch nicht. Das Ruckeln ist nach Anheben der Leerlaufdrehzahl zwar etwas besser geworden, aber schön ist anders. Vielleicht doch noch mal das Ventilspiel checken? Ich weiß es nicht.
Ich streube mich zur Zeit noch dagegen den Motor rauszureißen. Oder wirkt sich das 1 bar Unterschied so extrem auf die Laufkultur aus?
Eins will mir auch noch nicht aus dem Kopf. Was ist wenn die Auspuffanlage dicht ist?
Hinter dem Hosenrohr sitzt ja ein Kat, oder besser gesagt, ein Katgehäuse. Das Innenleben ist nämlich nicht mehr vorhanden. Und das gleich von zwei Katalysatoren. Einmal hatte ich den schon erneuert und jetzt ist er auch schon wieder leer. Die vertrugen wohl den unverbrannten Sprit aus der Warmlaufphase nicht. Startautomatik am 35PDSIT ist ja so eine Wissenschaft für sich.
Unter dem Fahrzeugboden sitzt ja sonst nur noch der Mittelschalldämpfer. Ich weiß allerdings nicht wie der innerlich aufgebaut ist. Ist es ein Absorptionsschalldämpfer, also ein durchgehendes Rohr mit Resonanzbohrungen? Dann dürfte es kein Problem sein. Was aber wenn es ein Reflexionsschalldämpfer ist, das Rohr also im Topf endet , die Abgase durch irgendwelche Kammern und Metallwolle müßen, bevor sie durch ein Ausgangsrohr wieder herauskönnen? Dann könnte ich mir vorstellen, daß die Reste von zwei Katalysatoren hier Probleme bereiten.
Fragen über Fragen. Vielleicht hat ja einer von Euch noch irgendwelche Ideen. Ich würde mich freuen. Vielleicht hat der Motor ja noch ein Chance.
Ansonsten fahre ich erst mal weiter. Noch bedeutet das Ruckeln ja keinen Stillstand.
Veröffentlicht unter 77er GLS Automatic
Verschlagwortet mit 35PDSIT-Vergaser, Kompression, Unterdruckleitung, Verteiler, Video, Zündkerzen
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Saisonbilanz 2012 – ´75er Passat TS
Saisonbilanz als Bezeichung ist natürlich etwas hochgegriffen. Die Sasion für meinen Passat TS lief schließlich fast nur bei mir in der Werkstatt ab. Trotzdem gibt es auch hier natürlich einen offenen und ehrlichen Rückblick.
Die Geschichte Begann Anfang April. Pizza hatte mich gebeten bei der Besichtigung eines 32er zu unterstützen. Dort angekommen standen da aber auf einmal zwei alte Passat in der Scheune.

Es kam so wie es kommen Mußte. Pizza kaufte den cliffgrünen und ich den viperngrünen.
Am 30. April war dann alles soweit abgesprochen und ich hab meinen Passat TS aufgeladen.

Der Innenraum war noch vollgestopft mit allerhand Ersatzteilen. Teils vom TS, teils aber auch von diversen anderen Wagen, die der ehemaliger Besitzter mal geschlachtet hatte. Pizza hatte noch die Ehre eine Caddy- und eine Anhängerladung an Teilen abzuholen und vorerst bei sich zu bunkern. Ob da aber wirklich alles dabei ist was ich zum Zusammenbau benötige, kann ich noch gar nicht überblicken. Das wird noch spannend werden.
Was stelle ich nun an mit dem Neuerwerb? Er stand die letzten 17 Jahre in der Scheune. Ob der Motor wohl noch läuft?
Bevor ich den ersten Versuch gestartet hatte, habe ich mal alle Kerzen herausgeschraubt und die Brenräume mit WD40 geflutet. Zur Sicherheit. Ein paar Tgae später, eine gebrauchte Batterie gab es für kleines Geld in der Nachbarschaft über ebay Kleinanzeigen, wurde es ernst.
Nach ein paar Versuchen lief er dann. Sogar die Startautomatik funtionierte. Ein echtes Novum bei den 35PDSIT-Vergasern. Ein paar mal hat er dann in der Anfangsphase noch zurückgeschoßen.
Das hatte sich aber sehr schnell erledigt. Er schnurrte wie am ersten Tag. Nur die Beschleunigerpumpe war leicht undicht. Die Membrane hab ich noch gegen ein Gebrauchtteil aus einem Schlachtvergaser getauscht.
Motor läuft also. Und er Rest? Naja, an meine Polierarien können sich die meisten von Euch sicher noch erinnern.

Ich habe den ganz Wagen in Ettappen durchpoliert. Der Lack war durchweg noch sehr gut erhalten. Wenn da nicht die ganzen Beulen und Macken wären. Die haben mir wirklich Kopfzerbrechen bereitet.
Exemplarisch mal hier das hintere linke Seitenteil.

Es gab nicht ein Karosserieteil, das nicht ähnlich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ich konnte einfach noch keine Entscheidung für mich treffen: So lassen oder komplett lackieren?
Was erwartet mich denn noch am Unterboden? Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich den noch gar nicht inspiziert. Vielleicht hilft das ja bei der Entscheidungsfindung.
Der Weg auf die Bühne war dann lang und schwer. Schwer für mich. Der Motor lief zwar, aber auf dem Hof angekommen versagte die Schaltung. Die erste Fahrt nach 17 Jahren endete nach 20 Metern. Es ging weder vor noch zurück. Jetzt war meine ganze Kraft gefordert.
Die Buchsen vom Schaltgestänge haben sich verabschiedet. Aber komplett. Die Reste habe ich später noch auf dem Hof aufsammeln können.
Aber zur Belohung gab es dann diesen Anblick. Denkt Euch mal die angerosteten Achs- und Auspuffteile weg.

Ich war sprachlos. Das hätte ich in dieser Form nun wirklich nicht erwartet. Kein Unterbodenschutz und trotzdem nahezu unversehrt. Der Wahnsinn !!!
Das war natürlich wieder ein eindeutiges Argument für eine neue Lackierung. Ich hab dann mal so langsam die Fühler ausgestreckt. Mit welchen Kosten muß ich überhaupt bei ein Ganzlackierung rechnen?
Die Antwort darauf dauerte noch etwas. Zeit sich erst mal um die Technik zu kümmern. Allen voran natürlich erstmal der Schaltung.

Einmal komplett neu Buchsen. Die Originalteile waren zwar nicht mehr alle lieferbar, aber mit ein paar Teilen aus einem 32B, für den noch alle Buchsen zu bekommen waren, klappte das dann auch.
Fürs Getriebe gab es noch neue Simmeringe an den Gelenwellenflanschen und an der Schaltwelle und frisches Getriebeöl.
Nächster Punkt die Bremsanlage. Hinten wollte ich mich zunächst nur auf den Austausch der Bremschläcuhe beschränken. Nachdem mir beim Entlüften aber ein Nippel abgerissen ist, mußte die Trommel runter und das war wohl auch mein Glück.

Hier rührte sich nichts mehr. Es mußten also auch noch neue Radbremszylinder rein.
Vorne gab es das Standardpaket: Scheiben, Klötze und Schläuche.

Nach dem Tausch des Bremsflüssigkeitsbehälters, da war irgendein Standardbehälter für waagerechte Hauptbremszylindermontage drauf, folgte das Entlüften.
Für den Motor gabs dann noch frische Riemen. So Keil-, als auch Zahnriemen sahen mir nicht mehr gerade sehr vertrauenserweckend aus.

Zahnriemen und Spannrolle machten mir den Eindruck, als wären sie noch nie getauscht worden.
Die Korkdichtung unterm Ventildeckel tauschte ich noch gegen eine Gummidichtung.

Zusätzlich gab es noch den Ölabweiser unterm Ventildeckel. Ist seit ca. Mitte der 80er Jahre bei jedem 827er-Motoren verbaut worden. Einfaches Teil mit großem Nutzwert.
Irgendwann fiel mir dann noch die totale rissige Manschette der Lenkung auf. Hilft ja nichts, die mußte also auch noch neu.

Das war´s dann mit der Technik für dieses Jahr. Es folgte nur noch Blech und Lack.
Die Entscheidung, daß der TS lackiert wird, war mittlerweile gefallen. Um nicht zentimeterdicke Spachtelschichten unterm neuen Lackkleid zu verstecken, hab ich noch mal kompetente Hilfe in Anspruch genommen.

Dirk hatte solche Ausbeularbeiten schon öfters durchgezogen und er bat sich an mir unter die Arme zu greifen. Michael kontrollierte die Arbeit von Dirk und ich hatte meine eigene Baustelle:
Den Wasserkasten.

Was hier zunächst noch so unscheinbar wirkt entpuppte sich als Grande Katstrophe.

Und wer war Schuld an diesem Dilemma? Fragt doch mal die Maus!

Die konnte ich zwischen den ganzen Filz- und Schaumstoffresten noch ausfindig machen.
Nun war guter Rat teuer. Wie soll ich dieser Rostwüste Herr werden? Doch Hilfe nahte recht bald in Form eines Rettungsblech. Das hat mir Andreas freundlicherweise aus einem verunfallten Audi 80 herauzsgetrennt und zugeschickt.

Was folgte waren fast eineinhalb Monate Arbeit am Wasserkasten.
Zwischendurch ergaben sich völlig neue Einblick in den Aufbau eines 32er Passat.

Ich will die ganzen einzelnen Arbeitsschritte hier jetzt nicht weiter aufzeigen. Ist ja alles fast noch tagesaktuell.
Nur noch ein Bild nach der Lackierung. Hier hat man vorher und nachher dann mal schön dicht beieinander.

Mittlerweile ist auch der Innenraum wieder soweit komplettiert. Pedale, Gebläsekasten und die Kabelbäume sind wird dort wo sie hingehören.
Und was gehört natürlich für immer zu der Geschichte meines Passat TS? Eine Maus.

Wenn sie sich so reinlich verhält wie zu zeit, darf sie da gerne drin bleiben. Wenn nicht werde ich sie Pizza wieder zurückschicken. Von ihm kam dieses kleine Gimmick nähmlich kurz vor Weihnachten.
Die erste Tour bei Eis und Schnee hat mein TS jetzt übrigens auch schon hinter sich.

Allerdings war die Tour recht klein. Ich habe da jetzt keinen Track für die gleich folgende Übersichtskarte aufgezeichent.
Zum Schluß noch wieder die Übersicht der gefahrenen Strecken: (Auch wenn es nur auf dem Trailer war)

Soweit die Erlebnisse dieser Saison, jetzt folgen noch die nüchternen Zahlen:
-
Gesamtfahrleistung: 40 m
Spritverbrauch: 10,05 Liter
Durchschnittsverbrauch: 25125 l/100km
Spritkosten: 17,07 €
Kosten für Kauf, Ersatzteile und Reparaturen: 1.445,52 €
Ich hoffe der Verbrauch wird sich noch etwas einpendeln.
Veröffentlicht unter 75er TS
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Kleider machen Leute – Räder machen Autos
Zehn Liter Super sollten für den zweiten Versuch aus der Werkstatt zu kommen eigentlich langen.

Der erste Versuch ist ja kläglich gescheitert. Schaltgestänge war auseinandergefallen und der Motor ließ sich auch nicht wieder starten. Das Schaltgestänge ist ja inzwischen instandgesetzt, der Testlauf stand jedoch noch aus.
Doch auch mit dem frischen Sprit sprang der Motor nicht an. Die Fehlersuche begann. Ein Spitzer Bremsenreiniger in den Vergaser und er schnurrte kurz. Zündungsseite scheidet als Fehlerquelle also aus. Mir fiel auf, daß sich im Kraftstofffilter nichts rührte. Kein Durchfluß erkennbar. Ansaugen konnte ich den Sprit aber. Pumpe kaputt? Ich war schon drauf und dran eine andere Förderpumpe einzubauen. Aber dann hatte ich noch eine Idee. Geht der Sprit überhaupt in den Vergaser? Ging er nicht !
Vielleicht ist das Schwimmernadelventil verdreckt. Dazu mußte das Vergaseroberteil kurz ab.

Zu meiner Verwunderung war der Schwimmer aber ganz oben und die Schwimmerkammer war vollständig mit Kraftstoff gefüllt. Dann kann die Pumpe ja auch nichts förden. Kein Bedarf.
Die Fehlerursache mußte also am Vergaser selber liegen. Also das Oberteil mal ganz zur Seite gelegt und den Sprit aus der Schwimmerkammer abgesaugt.

So kam ich mal an die wichtigsten Düsen heran. Auf dem Bild schraube ich gerade die Hauptdüse heraus. Gut zugänglich war dann auch die Luftkorrekturdüse. Die Leerlaufdüse kam auch noch raus, die wäre aber auch von außen zugänglich gewesen. Alle Düsen habe ich mit Druckluft durchgeblasen und danach wieder reingeschraubt.
Auffällige Verschmuzungen konnte ich zwar nicht feststellen aber nach der Prozedur lief der Passat TS wieder.
Jetzt hätte ich eigentlich meinen zweiten Versuch, aus eigener Kraft aus der Werkstatt zu kommen, starten können. Aber ich hatte da noch so eine Idee…

Den guten Uniroyal, mit einem fast durchgehenden Riß im Umfang, habe ich nicht mehr sehr viel zugetraut. Da noch Luft aufzupumpen wäre wohl das Ende gewesen.
Also runter mit den Rädern. Das war allerdings leichter gesagt als getan.
Rostlöser hatte ich schon reichlich durch alle Löcher eingesprüht. Vorne kamen die Felgen einfach nicht runter. Selbst, ohne Radschrauben, auf dem Boden stehend, rührte sich da nichts.
Zum Erfolg verhielf mir letztendlich der, zwischen Achse und Felge, eingeklemmte Hammer.

Dann die Lenkung eingeschlagen und langsam kam Bewegung in die Sache. Dasselbe Spiel nochmal 180° weiter und die Felge lag daneben.

Darunter kam erfreuliches zum Vorschein. Bremsbelagstäke noch ausreichend und die Scheibe hat nicht den Hauch einer Kante.
Ich brauchte also nur die Anlageflächen etwas entrosten.

Der Arbeitsschritt war wirklich nötig. Ich will die Felgen beim nächsten mal ja etwas leichter abnehmen können.
Um optisch mal wieder einen kleinen Schritt nach vorne zu machen, fiel meine Wahl auf die alten Räder vom Rallye-Passat. Die waren ja über, nachdem ich letztes Jahr auf die Rial-Kreuzspeichen umgerüstet habe.

Macht doch gleich ein viel besseren Eindruck.
Jetzt konnte es an die frische Luft gehen. Er fährt sogar wieder rückwärts. Und auch vorwärts ging ohne Probleme. Einmal raus und wieder rein war mir dann aber nicht genug. Ich bin noch mal wieder raus um bei der zweiten Runde schon mal sanft die Bremsen anzutesten. Irgendwie muß ich die Scheiben ja noch wieder blank kriegen.
Die Bremsen ziehen schon recht gleichmäßig.
Ich bin im Anschluß soagr noch mal rausgefahren. Ein Foto, ich hatte ganz vergessen ein Foto bei Tageslicht zu machen.

Ist schon ein gewaltiger Unterschied zu den verrosteten Stahlfelgen.
Veröffentlicht unter 75er TS
Verschlagwortet mit 35PDSIT-Vergaser, Alu-Felge, Bremsbeläge, Bremssattel, Bremsscheibe, Kraftstofffilter, Kraftstoffpumpe, Reifen, Rost, Schaltgestänge
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Erste Ausfahrt mit dem Passat TS endete vorm Blumenbeet
Es war mal an der Zeit den Passat TS einmal ans Tageslicht zu bringen. Mal sehen was meine Polierarien bisher so gebracht haben.
Zuvor mussten nur noch zwei kleine Sachen erledigt werden.
Beim ersten Testlauf nach dem Kauf war mir aufgefallen, dass aus Beschleunigerpumpe der Kraftstoff austritt.

Hier gab es eine andere Membrane aus dem Lager. Mit der Zeit haben sich so einige 35PDSIT-Vergaser angesammelt.
Dann gab es noch ein neues Stück Kraftstoffleitung. Die Druckseite hinter der Pumpe hatte ich damals schon wechseln müssen. Der ganze Sprit ergoss sich über dem Auspuffkrümmer.

Aber auch die Saugseite hatte die besten Tage hinter sich. Die Pumpe saugte doch teilweise mehr Luft als Kraftstoff. Fürs erste tat es hier auch ein gebrauchtes Stück Leitung. Da war sogar gleich ein Filter mit bei.
Dann kam der große Moment:
Auf zur ersten Fahrt aus eigener Kraft nach über 17 Jahren !
Die endete dann allerdings nach wenigen Augenblicken direkt vorm Blumenbeet.
Danach war meine ganze Kraft gefordert. Ich konnte keinen Rückwärtsgang einlegen. Der Schalthebel war total lose. Also hieß es schieben. Jetzt könnt ihr mich mal richtig kämpfen sehen. Es gibt die ungeschmikte Wahrheit.
Der erste Gang war drin. Ich konnte ihn nicht mal wieder rausbekommen.
Mit dem Holzklotz habe ich dann das Kupplungspedal unten verkeilt. Nur so ließ er sich überhaupt bewegen. Ich hoffe ihr könnt euch vorstellen wie sich ein Passat schieben läßt der 17 Jahre gestanden hat und nur wenig Luft auf den Reifen hat.
Zu allem Unglück war dann wohl auch noch der Sprit alle. Vorwärts fahren ging also auch nicht.
Zwischendurch brauchte ich mal eine kleine Pause und hab mir mal meine Kamera geschnappt.
Die ersten Bilder mit halbwegs gereinigtem Lack und bei Tageslicht.

Mir war eigentlich sofort klar was sich da zerlegt hat. Die Reste der Verursacher habe ich dann ja noch einsammeln können.

Die Kunstoffbuchsen der Schaltbetätigung haben die letzten 17 Jahre wohl nicht so gut überstanden.

Das Schaltgestänge ist komplett auseinandergefallen. Buchsen oben und unten sind total zerbröselt.
Das Ausbauen der Betätigung ist ja zum Glück ein Kinderspiel.

Zwei Schrauben raus und der ganze Salat liegt auf der Werkbank.
Ersatz hatte ich eigentlich ziemlich schnell zur Hand. Aber auch hier waren die Buchsen nicht mehr in Bestzustand.

Eine der kleinen Buchsen hatte ich dann auch gleich schon in der Hand. Die Teile sind wohl noch direkt bei VW zu bekommen, so macht es keinen Sinn hier zu improvisieren.
Heute wird sich zeigen ob ich die ganzen Teil wirklich noch bekomme.
Veröffentlicht unter 75er TS
Verschlagwortet mit 35PDSIT-Vergaser, Buchsen, Kraftstofffilter, Kraftstoffleitungen, Schaltgestänge
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Passat TS zum Leben erweckt
Ich wollte es gestern einfach wissen: Kriege ich den Motor vom TS zum laufen? Heute vor genau 17 Jahren ist er abgemeldet worden. Die Abmeldebescheinigung wirft den 9.Mai 1995 aus.
Für den ersten Startversuch waren noch einige Vorbereitungen notwendig. Zunächst mußte erst mal eine Lichtmaschine wieder an ihren Platz.

Als Stromlieferant war sie nicht unbedingt nötig, vielmehr wollte ich einen Keilriemen haben, der die Wasserpumpe antreibt.
Danach habe ich mich mal um die Schmierung gekümmert. Ölstand war in Ordnung. Es sah am Peilstab jedoch so aus, als ob sich etwas Feuchtigkeit auf der Oberfläche abgesetzt hatte.

Auch an der Nockenwelle waren leichte Rostspuren zu erkennen. In erster Linie zum Glück aber nur an den seitlichen Bereichen. Die Lauffläche sah noch ganz brauchbar aus. Das Öl habe ich dann natürlich abgelassen.

Es lief aber noch völlig normal ab. Keine Klumpen und auch eine, auf den ersten Blick, ganz brauchbare Konsistenz.
Aufgefüllt habe ich dann das gefilterte Öl aus dem Rallye-Passat. Das hatte ja erst 1000 Kilometer hinter sich und wird für diese Zwecke vollkommen langen.
Nächster Punkt, die Spritversorgung. Mal sehen ob überhaupt noch was im Tank ist.

Hier habe ich mit meiner Unterdruckhandpumpe mal versucht den Sprit vom Tank nach vorne zu befördern. Richtig gut sah das nicht aus. Ziemlich trübe Brühe. Mal gucken ob das Zeug überhaupt noch brennt.

Dazu hab ich mal einen Schluck in eine Blechdose gefüllt und angezündet. Sofort schoßen die Flammen hoch. Brennbar ist das Zeug also noch.
Jetzt könnte es eigentlich losgehen. Aber ohne Batterie wird das wohl nichts.
Daran habe ich aber natürlich im Vorwege schon gedacht. So blauäugig bin ich ja nicht. Bei ebay Kleinanzeigen gab es eine gebrauchte 36 Ah Batterie. Knapp zwei Jahre alt, original VW und das Beste, nur 4 Kilometer von meiner Werkstatt entfernt. Die galt es jetzt erstmal abzuholen. Der Verkäufer konnte leider erst am Nachmittag, daher diese notwenige Unterbrechung.

Ein bisschen mulmiges Gefühl hatte ich ja schon. Warum verkauft jemand eine 2 Jahre alte Batterie?
Meine Sorge war unbegründet. Das Teil war anscheinend voll geladen und tat völlig problemlos seinen Dienst.
Dazu das erste, von den heutigen fünf Videos.
Wie man sieht sprang er nicht an. Das wäre aber auch fast ein wenig zu viel verlangt. Der Motor muß ja nach 17 Jahren erstmal wieder lernen, wozu er gebraucht wird.
Außerdem gab es da noch ein ganz anderes Problem.

Der Schlauch von der Pumpe zum Vergaser war auf ganzer Länge undicht. Überall drückte der Sprit durchs Gewebe. Das sage noch mal einer, daß der alte Sprit die Schläuche nicht angreift.
Ein Stück neuen Schlauch konnte ich zum Glück noch finden und dann gings in Runde 2.
Mit etwas Bremsenreiniger konnte ich den Motor dann zum ersten Mal starten. Ich hab den Versuch dann aber ziemlich schnell abgebrochen. Sicherheitshalber mal schnell den Stecker vom Abschaltventil abgezogen. Man erkennt im Video zum Schluß noch die leichte Rauchentwicklung. Der Grund war klar.

Das war der Sprit auf dem Auspuffkrümmer. Eine Folge vom porösen Spritschlauch. Der Kraftstoff ist, durch den schon leicht angewärmten Krümmer, dann schnell verflogen.
Auf zur nächsten Runde.
Der läuft ganz schön gut. Und sogar die Startautomatik funktioniert. Eine absolute Seltenheit beim 35PDSIT-Vergaser.
Nach 3 Minuten wollte ich den Motor mal von seiner Kaltlaufdrehzahl runterholen. Das funktionierte sogar. Allerdings hat´s mich dabei etwas durchgeschüttelt.
Danach lief er fast so, als hätte es diese 17 Jahre nie gegeben.
Geil !!!
Veröffentlicht unter 75er TS
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