Schlagwort Archiv: Werkzeug

Ich habe ja doch eine Werkbank

Da müsst Ihr jetzt durch! Ich werde Euch die Tage immer mal wieder mit interessanten Details meiner aktuellen Aufräumaktion belästigen. Ich hab´ schließlich das Vergnügen mich durch den ganzen Wust aus Werkzeug, Ersatzteilen und Müll durchzuarbeiten. Ich muss da durch, also kommt Ihr gefälligst mit!

Werkbank

Nur ein Genie beherrscht das Chaos! Das soll mal wieder eine Werkbank werden… (mehr …)

Ohne McDonald´s wäre der Schweller jetzt nicht lackiert

Es hat halt auch sein Gutes wenn man zwischendurch immer mal wieder bei McDonalds ranfährt, um sich nach dem Schrauben sein Abendessen zu holen. Ich wollte gestern eben schnell den Schweller mit Klarlack überziehen und stand dann gleich am Beginn vor einem Problem: Keine Mischbecher mehr vorrätig!

Jetzt kommt McDonald´s ins Spiel. In den letzten Wochen gab es zum Menü immer ein Coca-Cola Glas dazu. Davon hatte ich noch so ein bis zwei im Auto.

Coca-Cola-Glas

Die haben zwar keine Skala, aber eine 2:1 Mischung kriegt man ja auch so noch ganz gut hin.

Die Lackierung selber war dann in wenigen Minuten durch.

Schweller-Klarlack

Vom Glanz her ist es super geworden. Ob die Farbe jetzt auch besser paßt, wird sich nach kurzer Trockungsphase zeigen.

In der Zwischenzeit habe ich mal etwas Werkzeug zusammenpepackt und in meinem Volvo verstaut.

OST-Blog

Mit dabei ist auch mein Magnetschild. Den Rest Werkzeug werde ich heute noch bei mir zu Hause dazupacken und dann kann es losgehen zu einer Tour, die ich so auch noch nicht durchgezogen habe.
Ich schraube ja nun schon vielen Jahren, aber es ist schön, daß es immer wieder noch Sachen gibt die man so bisher noch nicht gemacht hat. Ich freu mich drauf. Ich hoffe es klappt alles so, wie ich es geplant habe.

Jetzt war ich aber neugierig. Das Abdeckpapier mußte weg. Mal gucken ob sich mein kleiner Lackiereinsatz gelohnt hat.

Abdeckpapier

Das sah jetzt im erstem Moment noch nicht so toll aus. Allerdings täuscht das hier nur. Man sieht es auf dem Foto schlecht, die Tür steht einen Spalt auf damit ich das Klebedand gefahrlos abziehen kann.

Als das Klebeband dann weg war und ich die Tür wieder zumachen konnte, sah das schon viel besser aus.

Viperngruen

Ich würde sagen: Volltreffer!

Um endgültige Gewißheit zu bekommen habe ich dann noch den Kotflügel angehängt und mit einer Schraube fixiert.

Passat-viperngruen

Paßt! Jetzt ist auch der Schweller vom meinen Passat TS im richtigen Viperngrün gelackt.

Zum Abschluß noch einmal die schonungslose Seitenansicht mit direktem Blitzlichteinfall.

Kotflügel-Passat-B1

Gefällt mir! Der Einsatz hat sich gelohnt. Jetzt kann ich auch wieder ruhig schlafen.

Manchmal bin ich einfach zu geizig

Es gibt Dinge, die kosten nun wirklich nicht die Welt. Trotzdem kann ich mich einfach nicht dazu durchringen sie mir zu kaufen.
Eine Halter für Schlagschrauber und Stecknüße ist so ein Beispiel. Wäre schon eine prima Sache. Endlich alles griffbereit an der Bühne.
Im Netzt kosten die Dinger so ab 25,-€ plus Versand. Zu teuer !

Das kann ich mir auch selber bauen.

Schlagschrauberhalter

Entstanden aus Sachen, die nicht mehr gebraucht werden: Ein Stück Flachstahl, ein Stück Rundstahl, fünf Schrauben, eine alte Schlauchschelle und zwei Magneten.
Zwei Löcher bohren und die Einzelteile zusammengeheftet. Fertig !

Schlagschrauberhalter bestückt

Fehlte nur noch etwas Farbe. Ein paar alte Dosen habe ich auch immer im Regal stehen.

Schlagschrauberhalter lackiert

30,- Euro gespart.

Ventile eingeschliffen und montiert

Ventile einschleifen passat 32 1976

Langsam fügt sich das Puzzel wieder zusammen. Gestern gings los mit dem Zusammenbau des Zylinderkopfes. Erster Schritt war das Einschleifen der Ventile.

Ventile einschleifen passat 32 1976

Ein Arbeit die ganz schön Zeit kostet. Ich mußte immer wieder mal eine kleine Pause einlegen, weil mein Arm vom Kurbeln lahm war. Einen Durchgang habe ich mal im Video festgehalten.
Das ist übrigens keine gewöhnliche Handbohrmaschine. Das ist ein extra Ventileinschleifgerät. Die Welle dreht sich nicht kontinuierlich in eine Richtung, sondern immer eine halbe Umdrehrung nach rechts und danach sofort wieder eine viertel Umdrehung nach links. Dann wieder halbe Umdrehung nach rechts, viertel Umdrehung nach links.

Den Durchgang habe ich pro Ventil mindestens 3 Mal wiederholt. Wenn das Tragbild mir noch nicht gefiel, mußte ich sogar noch ein paar Extrarunden drehen.

Ventile einsgeschliffen passat 32 1976

So muß das zum Schluß aussehen. Auf der gesamten Fläche ein gleichmäßig matter Schimmer.

Nach fast zwei Stunden war ich dann durch mit den acht Ventilen.

8 Ventile einsgeschliffen passat 32 1976

Zum Abschluß dann der Test, ob alle Ventile auch wirklich sauber Abdichten.

Ventile Dichtheitsprüfung passat 32 1976

Normalerweise macht man das mit Benzin, aber ich hatte gerade nichts zu Hand. Geht aber auch mit Wasser. Man muß dann nur sehen, daß man die Oberflächenspannung zerstört. Dazu habe ich einfach einen Schuß Scheibenreiniger ins Wasser gesprüht.
Alle Ventile waren absolut dicht. Nicht ein Tropfen Wasser ist aus den Kanälen gekommen.

Damit konnten die Ventile dann wieder montiert werden. Dafür kamen dann wieder acht 8er-Muttern zum Einsatz um die Ventile oben zu halten.

Ventile einbauen passat 32 1976

Als erstes folgte dann die Montage der neuen Ventilschaftdichtungen. Vorher allerdings nicht vergessen die unteren Ventilfederteller einzulegen.

Ventilschaftdichtungen passat 32 1976

Vor der Montage wird auf das jeweilige Ventil eine dünne Kunststoffkappe gesteckt. Die verhindert, daß die Dichtlippe der Schaftdichtung an den Rillen des Ventils beschädigt wird.

Es folgte das Einsetzen der Ventilfedern und schließlich das Einsetzen der beiden kleinen Keile.

Ventilkeile passat 32 1976

Damit ist der Kopf jetzt soweit, daß er wieder auf den Block kann.

Zylinderkopf passat 32 1976

Die Nockenwelle montiere ich erst wenn der Kopf wieder drauf ist. Ein geöffnetes Ventil würde nämlich über die Dichtfläche hinausragen. Das würde zu diesem Zeitpunk nur stören.

Die Lager-mit-Fett-auspressen-Methode

Pilotlager passat 32 1976

Nach der Veröffentlichung des gestrigen Artiklels, kam gleich von zweiten Seiten die Frage auf, wie das mit dem Pilotlager und dem Fett genau funktioniert.
Ich gebe zu, nur Anhand des einen Fotos ist das auch ein wenig schwer vorstellbar. Auf dem Foto ist nämlich der Absatz der sich im Dorn befindet nicht ersichtlich.

Daher hier noch mal eine kleine Erklärung.

Das Lager und der darunter befindliche Hohlraum wird zunächst komplett mit Fett ausgefüllt.

Pilotlager passat 32 1976

Dann kommt der Dorn und der Hammer zu Einsatz. Der Dorn sollte möglichst ohne viel Spiel in das Lager passen. Geeinget hierfür ist z.B. ein Zentrierdorn für die Kupplung, welchen man z.B. aus einer alten Getriebeeingangswelle anfertigen kann.
Den Dorn dann ins Lager einführen und dann mit ein paar wirklich beherzten Hammerschlägen das Fett verdrängen. Die Kraft hat dann nur eine Möglichkeit zu entweichen: Sie drückt das Lager heraus.

Pilotlager

Ich hoffe anhand meiner Skizze kann man das Prinzip nachvollziehen.
Ist der Zapfen, wie hier zu sehen, relativ kurz, muß man eventuell nach den ersten Schlägen noch mal etwas Fett hinzugeben.

Zylinder vermessen, Kolbenringe abgenommen und ab zum Motorinstandsetzer

Kolbenringe passat 32 1976

Weiter gehts mit der Motorüberholung. Als erstes standen gestern die Kolben auf dem Programm.

Kolbenringe passat 32 1976

Zunächst nahm ich mal die Kolbenringe ab. Die kommen auf jeden Fall neu. Nach über 100.000 km sind die reif fürs Altmetall.

Dann startete ich mal meine persönlich Testreihe in Sachen Ölkohleentfernung.

kolben reinigung passat 32 1976

Als Testflüssigkeiten nahm ich Terpentinersatz, Petroleum und Kaltreiniger. Jeweils ein Kolben kam in einen Becher und sollte darin etwas einweichen. Von zu Hause hatte ich mir noch Backofenreiniger mitgebracht. Leider kam aus der Dose nichts mehr raus, obwohl sie bei weiten noch nicht leer war. Stand wohl doch schon zu lange herum.

Während die Kolben jetzt schön einweichen konnten, gings weiter mit der Vermessung der Zylinder. Mal sehen ob es überhaupt noch Sinn macht diesem Block weiter zu verwenden.

bügelmeßschraube 75mm

Welch ein Zufall. Das Prüfmaß zum Justieren der Bügelmeßschraube war exakt 75mm lang. Das ist genau der Bohrungsdurchmesser des 1,3er-Motors.

Abgleich innentaster 75mm

Nachdem das Maß an der Bügelmeßschraube eingestellt war, mußte ich noch die Skala des Innentasters darauf abgleichen.

Dann gings ans Objekt. Jeder Zylinder einmal oben, mittig und unten und jeweils längs und quer vermessen.

zylinder vermessen passat 32 1976

Das Ergebnis war zwar nicht optimal, aber besser als ich nach den Blick auf die Laufflächen erwartet hatte.
Hier mal die abgenommen Maße in einer Übersicht.

messprotokoll zylindervermessung passat 32 1976

Das maximale Verschleiß liegt somit bei 3/100 mm. Es sind auch keine außergewöhnlichen Kanten oder Sprüngen festzustellen gewesen. Alles sehr gleichmäßig. Das könnte also noch klappen.

Da ich den Kolben noch ein bisschen Zeit zum Einweichen geben wollte, habe ich mich in der Zwischenzeit mal damit beschäftigt die ganzen Dichtflächen am Block zu säubern.

luftschleifer

Wenn es dieses Teil nicht schon geben würde, müßte es erfunden werden. Ich möchte den Koffer nicht mehr missen. Ein kleiner handlicher Luftschleifer mit allen erdenklichen Schleifaufsätzen. Die besten sind aber diese bürstenartigen Kunststoffaufsätze. Die holen alte Dichtungreste ganz problemlos runter und sind dabei absolut schonend zur Dichtfläche.

Das Ergebnis ist ein fast polierte Oberfläche.

Dichtfläche Ölwanne Passat 32 1976

Bei einem Blick auf die Uhr stellte ich danach fest, daß ich ja noch richtig gut in der Zeit liege. Wenn ich mich ein wenig beeile schaffe ich es sogar noch zu meinem Motorinstandsetzer.
Also wurde das Einweichen der Kolben nach knapp 2 Stunden einfach abgebrochen. Was nützt es mir wenn die Kolben sauber sind, aber irgendetwas die Weiterverwendung verhindert. Das soll doch lieber erst mal der Fachmann ein Auge drauf werfen.

kolben gereinigt passat 32 1976

Einer Unterschied in der Reinungswirkung konnte ich aber trotzdem schon deutlich festellen. Klarer Sieger ist der Kaltreiniger (rechts), danach folgt der Terpentinersatz (links) und den letzten Platz belegt der Kolben aus dem Petroleumbecher in der Mitte.

Also den Block und die Kolben ins Auto und ab zum Motorinstandsetzer.

Motorverladung passat 32 1976 volvo 940

Den habe ich dann zum Glück auch noch angetroffen. Seine erste kurze Bilanz fiel ebenfalls besser aus als befürchtet. Meine Messung der Zylinder hat er noch mal kurz mit seiner eigenen Uhr überprüft und für´s erste bestätigt. Der Block wirft wohl kein Problem auf. Er will das aber noch mal nachmessen wenn der Block Raumtemperatur angenommen hat. Die Kolben machen für ihn auf den ersten Blick auf einen vernüftigen Eindruck. Er will sie sich heute aber auch noch mal genauer anschauen und auch hier mal die Maße nehmen. Ich bin auf das Ergebnis gespannt.

Wenn alles glatt geht, wird er den Block dann um 1mm planen. Als ich ihm diesen Wunsch mitgeteilt habe, sagte er nur: „Du wirst auch nie erwachsen!“ Ich glaube sowas sagte er auch schon vor 12 Jahren, als ich den Kopf zum ersten Mal zum Planen bei ihm hatte und ich hoffe er behält recht. 😉

Aufräumen und dann mit Vollgas ans Winterprojekt

Werkstatt Chaos

Ich bin im Jahr 2012 angekommen. Vorbei die faule Zeit mit feiern, futtern und Weihnachtsmarktbesuchen.
Bevor es mit meinem Winterprojekt so richtig losgehen konnte, war es aber erst mal wieder an der Zeit für etwas Ordnung in der Werkstatt zu sorgen.

Werkstatt Chaos

Die Auspuffanlage vor der Werkbank lag da jetzt bestimmt schon 1 1/2 Jahre rum. Die leeren Ölkanister werden auch nicht weniger. Das Starkstromkabel hinter dem 75er Passat liegt seit dem Einzug in die Werkstatt auf dem Fußboden. Allerdings an wechselnden Orten.

Die Werkbank sah nicht besser aus.

Werkbank Chaos

Da war überhaupt kein Arbeiten mehr möglich. Das Getriebe liegt da seit 2008! Das ist ein Reservegetriebe für den Volvo. Das hatte ich damals günstig bekommen und dann noch komplett neu abgedichtet.
Seit dem schiebe ich es von links nach rechts.

Gestern war dann große Aufräumaktion. Danach war der Kofferaum voll. Kartons und Mülltüten bis unters Dach.

Aber es hat sich gelohnt.

Werkbank aufgeräumt

So sieht das doch schon gleich viel besser aus. Außerdem findet man auch mal wieder sein Werkzeug.

Werkstatt aufgeräumt

Auf einmal hat man sogar wieder richtig Platz. Wahnsinn. Wenn ich das doch nur mal so beibehalten könnte.

Dann kribbelte es aber in der Fingern. Ran an Winterprojekt. Schließlich wartet da schon etwas auf der Bühne.

Passat 1976 Hebebühne

Auf dem Programm steht die Motorüberholung, welche auch gleich noch ein paar verstecke PS an Tageslicht bringen soll und dann noch der Austausch der Hinterachse samt Erneuerung der Bremse.
Ich denke da werden noch ein paar Kleinigkeiten dazu kommen. Aber das ist erstmal der Plan.

Los gings dann auch gleich mit dem Ausbau des Motors.

Passat 1976 Motorausbau

Dafür flog als erstes der Kühler raus. Um den Kühlergrill auszubauen, mußtes erst mal die Stoßstange weichen. Irgendwie waren die Zusatzscheinwerfer im Weg.

Weiter gings mit den ganzen Anbauteilen.

Passat 1976 motor anbauteile

Ansaugbrücke samt Vergaser, Auspuffkrümmer und Hosenrohr und der Anlasser verschwanden auf der rechten Seite.

Passat 1976 Motor links

Links mußte das komplette Zündgeraffel, die ganzen Wasserschläuche und der Kupplungszug dran glauben. Dann noch ein paar Halter und die Schrauben zwischen Motor und Getriebe.

Passat 1976 Anbauteile Motor

Da liegt das ganze Gedöns. Einige Sachen werden definitiv nicht wieder zurück in den Motorraum wandern. Andere kriegen ein kleine Frischzellenkur.

Dann war Feierabend.

Passat 1976 Feierabend

Draußen war es schon dunkel und ich will ja nicht an einem Tag fertig werden. Der Motor schwebt dann als nächstes raus.

Nockenwellenprüfstand jetzt voll einsatzfähig

Mail Schrick

Die Sache mit der unterschiedlichen Kurvencharakteristik ließ mir keine Ruhe. Wer, wenn nicht AVL Schrick, kann mir da weiterhelfen? Also kurz ´ne Mail verfasst und die Antwort ließ auch nicht lange auf sich warten.

Mail Schrick

Das bestätigt immerhin meine Vermutung, daß wenn möglich die Ventilerhebungskurve dargestellt wird. Also mußte ich einen Stößel simulieren. Ich hab´s zwar versucht, aber ehrlich gesagt auch nicht dran geglaubt, daß es klappt: Ein 2,5 mm Loch in das Ventileinstellplättchen zu bohren. Ich habe dann auch ziemlich schnell aufgegeben. Außer ein paar Kratzern war der Scheibe nicht viel anzuhaben. Ist wohl doch etwas härter.
Ich habe mir dann aus einem Alu-Blech eine leichter zu bohrende Scheibe gefertigt. Das Loch war dann auch ganz schnell gebohrt. Fehlte nur noch eine passende Schraube. Das Gewinde in der Meßuhr hat übrigens die sehr gängige Größe von M2,5. Und diese Größe ist wirklich sehr gängig, ohne Flachs. Ich wette, fast alle von Euch haben schon mal an so einer Schraube gedreht. Guckt Euch mal die Abdeckkappe Euer Telefondose an. Die Befestigungschraube hat M2,5.

meßuhr stößelattrappe passat 32

Das Loch in der Scheibe mußte ich natürlich noch etwas ansenken, damit der Schraubenkopf verschwindet.

So sieht die Stößelattrappe jetzt in Aktion aus:

Fehlt noch eine Markierung zum genauen Ablesen der Gradzahl. Im Prinzip wäre es egal wo ich diese Markierung anbringe. Ich habe mich aber dazu entschieden, den identischen Punkt wie am Zylinderkopf zu verwenden.

Zeiger Nockenwellenskala

Genauso liegt die Welle im Motor wenn er auf OT steht. Warum die Gradscheibe dabei jetzt aber auf 180° steht, findet Ihr bestimmt selber heraus. Viel Spaß beim Rätseln. 😉 Bin mal gespannt wer die Lösung als erster geben kann.

Nockenwellenprüfstand vw tassenstößel

Damit wäre der Prüfstand jetzt wohl voll einsatzfähig. Ich hoffe ich habe nicht doch noch irgendwas versgessen. Jetzt muß ich noch mal sehen wie ich die Kurven später am besten auf den Bildschorm gezaubert bekommen. Erste Schritte sind hier aber auch schon gemacht.

Stolperfallen ohne Ende

Gradscheibe Nockenwelle

Ich habe mich gestern mal daran gemacht die Werte einer Nockenwelle abzunehmen. Dabei bin ich ich gleich in mehrere Fettnäpfchen getreten.
Meine bestellte Gradscheibe war zwar noch nicht in der Post, aber ich habe mir erstmal eine auf Papier ausgedruckt und mit Tesa-Film am Nockenwellenrad befestigt.

Gradscheibe Nockenwelle

Für den Anfang wollte ich mir mal etwas ganz einfaches vornehmen. Über wieviel Grad ist ein Ventil geöffnet?
Nichts einfacher als das. Dachte ich. Als Anhaltspunkt hatte ich je Werte aus dem Werkstatthandbuch. Auslaßventil öffnet 44° vor OT und schließt 6° nach UT. Das ergibt zusammen 230°. (44°+180°+6°)
Ich bin aber ums Verrecken nicht annähernd auf diesen Wert gekommen. Daß die Nockenwelle nur halbsoviel dreht wie die Kurbelwelle, hatte ich dabei aber schon berücksichtigt. Troztdem hatte ich Werte die ungefähr 100° höher lagen. Nach mehrmaligem Messen standen immer wieder 330°KW Öffnungswinkel auf meinem Zettel. Das kann doch nicht sein.
Irgendwann dämmerte mir das, was ich gestern noch ganz schlau selber geschrieben hatte. Das Ventilspiel. Das hat natürlich nicht nur Auswirklung auf den Ventilhub, sondern auch auf die Öffnungszeiten.
Daß es allerdings so gravierende Auswirkungen hat, hätte ich beim besten Willen nicht gedacht.
Ich habe es dann einfach noch einmal mit gedachten 0,3mm Ventilspiel gemessen. Dazu habe ich die Meßuhr so eingestellt, daß sie bei -0,3mm anfängt und die Gradzahl dann genau auf dem Nullpunkt notiert. Und siehe da, schon komme ich auf einen Wert von ungefähr 260°. Das klingt doch schon viel besser. Das ist also der richtige Ansatz. Ich finde das aber trotzdem schon heftig. Im Umkehrschluß heißt das, daß 0,1 mm weniger Ventilspiel ungefähr 30° mehr Öffnungswinkel bedeuten.
Die Messungen sind noch ziemlich ungenau, da ich mir noch ein Zeiger zum genauen ablesen der Gradzahl fehlt. Den muß ich noch mal irgendwie nachrüsten. Aber ich bin so langsam wieder drin in der Materie.

Dann schwirrte mir noch was im Kopf rum. Die Auflägefläche des Nockens im Zusammenspiel mit dem Stößel. Unterscheiden sich die Werte, wenn ich sie direkt mit der dünnen Spitze der Meßuhr abnehme oder den späteren Stößelhub messen würde? Auch das weiß ich jetzt. Sie unterscheiden sich!

Dazu mal zwei Bilder, die das verdeutlichen.

Nockenwelle Meßuhr

Nockenwelle scheibe Meßuhr

Der Beginn und das Ende des Hubes, sowie die Größe des Hubes bleiben gleich. Was sich jedoch ändert ist der Verlauf der Kurve. Sie wird durch das Aufflaufen des Nocken auf eine Fläche wesentlich runder, als beim Auflaufen auf einen Punkt. Könnt Ihr noch folgen? Hat bei mir auch einige Zeit gebraucht bis mir das wirklich bewusst wurde.
Hier noch mal ein Versuch der Erklärung mit Hilfe des zweiten Fotos. Hier habe ich einfach mal eine Einstellscheibe zur Hilfe genommen. Man kann gut erkennen, daß mit der Scheibe nicht der Punkt direkt unter der Uhr, sondern die Höhe weiter rechts abgenommen wird. Mit Scheibe (Stößel) wird also früher, ein größerer Hub erreicht.

Logisch ? Logisch ! Muß man sich nur erstmal bildlich vor Augen führen.

Es bleibt also spannend. Um die wahren Ventilwege zu ermitteln müßte ich mir jetzt also was einfallen lassen. Ich könnte z.B. eine Scheibe, anstelle des Punkttasters an der Uhr befestigen. Das wird allerdings ´ne ganz schöne Fummelarbeit. Unten an der Meßuhr ist zwar ein Gewinde, das dürfte allerdings so im Bereich von M2 liegen. Wenn es denn überhaupt metrisch ist.

Interessant zu wissen wäre jetzt auch noch, wie die Kurven der Nockenwellenhersteller dargestellt sind. Direkt gemessen oder mit Stößel gemessen? Vielleicht nehme ich die ganz Sache auch zu genau.

Erster Einsatz vom Nockenwellenprüfstand

Nockenwellenprüfstand erweitert

Bevor es losgehen konnte, mußte ich den Nockenwellenprüfstand aber erstmal noch mal etwas erweitern.

Nockenwellenprüfstand erweitert

Er erhielt seitlich noch eine recht massive Stahlplatte. Die brauchte ich noch, um dem Magnetfuß des Meßuhrenhalters einen stabilen Platz zu bieten.

Nockenwellenprüfstand Meßuhr

So präsentiert sich der Prüfstand jetzt fast voll einsatzfähig. Eine wichtige Kleinigkeit fehlt allerdings noch: Eine Gradscheibe. Die sollte aber die Tage mit in der Post sein.

Blieb mir vorerst also nur ein erster Probedurchgang. Immerhin kann ich jetzt schon mal den Hub der Welle ermitteln. Das sind bei dieser Welle 9,4mm. Dieser Wert ist allerdings nicht gleichzusetzten mit Hub des Ventils im Motor. Der wahre Ventilhub verringert sich immer noch um das jeweilige Ventilspiel.

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