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Seine große Klappe stört

Am Dienstag habe ich mir mal wieder einen 32er Passat angeschaut. Das wollte ich eigentlich schon vor dreieinhalb Jahren gemacht haben. Leider hatte ich damals die Visitenkarte von dem Kontakt verbummelt. So wurde aus der ganzen Geschichte nichts und innerlich hatte ich mich damit abgefunden. Beim Oldtimertrefen in Ellringen konnte ich durch einen blöden Zufall jetzt wieder die Fährte aufnehmen.

Das einzige was ich noch wußte, viperngrün und Baujahr 1976 soll er sein. Dementsprechend gespannt war ich, nachdem sich das große Scheunentor öffnete. Zunächst fuhr der Besitzer noch sein Wohnmobil heraus, damit wir besseren Zugang zum Passat bekommen.

Da stand er nun.

Passat 1976 viperngrün

Seit zehn Jahren soll er hier nun schon stehen. Dafür hielt sich die Staubschicht wirklich in Grenzen.

Im Innenraum gibt es wenig zu mäkeln. Klar der übliche Riß im Armaturenbrett war vorhanden, aber kein Schimmel oder Spak.

Passat B1 1976 viperngrün

Das Spucknapflenkrad sitzt da nur provisorisch drauf. Richtig passen tut es auch nicht. Waren halt die ersten Versuche des Besitzers, als er noch voller Elan war. Der hat mittlerweile keine Zeit mehr um sich um den Passat zu kümmern. Daher soll er jetzt auch endlich weg.

Meine Hoffnung über diesen Passat vielleicht an dunkelbraune Sitze für meinen TS zu kommen, haben sich hiermit aber auch erledigt.

Auch sonst wartet einiges an Arbeit. Kotflügel und Auflagekanten müßen auf jeden Fall gemacht werden.

Passat L 1976 viperngrün

Natürlich ist auch untenrum einiges an Arbeit. Da der Passat ziemlich dicht an der Wand stand, konnte ich nur einen Blick auf die rechts Endspitze werfen.

Passat B1 1976 Endspitze

Da wartet die übliche Arbeit. Der rechte Schweller sah nicht besser aus. Im vorderen Bereich war er schon komplett durch.

Im großen und ganzen macht der Wagen aber keinen schlechten Eindruck. Ein Schlachter ist es in meinen Augen auf keinen Fall.

Passat L 1976 motorraum

Der Motorraum präsentiert sich original und in dem Alter entsprehenden Zustand. In ihm werkelte der gute ZA. Also 55 PS aus 1,3 Litern Hubraum. Auch das ist für mich bekanntlich kein NoGo.

Die Überschrift verrät aber schon, womit ich bei dem Passat die meisten Bauchschmerzen habe.

Passat L 1976 Heckklappe

Die große Heckklappe. Die ist nun sogar nicht mein Fall. Ich will nicht sagen, daß ich mir nie einen Passat mit einer großen Heckklappe kaufen würde, aber dann muß es schon etwas ganz besonderes sein. Und wenn ich mir nicht nun schon einen viperngrünen 32er gekauft hätte, würde die Sache vielleicht auch noch wieder anders aussehen.

So werde ich ihn wohl nicht aus seinem Dornröschenschlaf herausholen.

Etwas kurioses ist mir dann noch bei der Eingabe der Fahrzeugdaten in meine Access-Datenbank untergekommen. Ab und zu passiert das schon mal.

Access

Obige Fehlermeldung erschien als ich den Eingabevorgang abschließen wollte.

Das heißt nichts anderes, als das dieser Passat bereits in meiner Datenbank enthalten war. Die Passat-Welt ist halt klein.

Noch ein Passat GLI im Dornröschenschlaf

Viele aus der Passat-Szene werden es wahrscheinlich mitbekommen haben. Es stand mal wieder ein Passat GLI zum Verkauf. Inseriert wurde er zuerst im Martplatz der Passat-Kartei-Deutschland. Dort gab es dann den Verweis auf das Inserat bei mobile.de.

Passat GLI Inserat

Ich bin ehrlich: Das Inserat bei habe ich nicht auf Anhieb gefunden. Ist auch etwas tricky…

Trotzdem kam mir der Wagen nur nach dem Durchlesen des Inserats im PKD-Forum schon gleich bekannt vor. Hier fehlte allerdings eine Kontaktangabe und auch eine Standortangabe war nicht vorhanden. Schnell mal mein Outlook durchforstet und ich bin tatsächlich fündig geworden. Die jüngste Mail war von 2009, die ältetste von 2002. Mal sehen ob ich mit meiner Vermutung richtig liege.

Noch bevor ich nach Dänemark gefahren bin, hatte ich eine Antwort. Ich hatte tatsächlich ins Schwarze getroffen. Es ist der Passat GLI von Axel.

Den Wagen und Axel kenne ich schon über 20 Jahre. Es muß 1993 gewesen sein, da war Axel mit dem GLI sogar mal auf dem VW-Forum in Castrop-Rauxel. Axel wohnte zu dieser Zeit noch in unmittelbarer Nachbarschaft zu mir, in Seevetal. Er besitzt den Wagen seit 1988. Allerdings wurde er wegen Rostschäden 1995 abgemeldet. Seitdem hat Axel ihn in verschiedensten Hallen und Scheunen untergestellt gehabt. Irgendwann wollte er ihn wieder fertig machen. Ganz schön viel Ausdauer.

Jetzt ist aber der Zeitpunkt gekommen, wo er sich doch von dem GLI trennen muß.

Bevor er jetzt aus Norddeutschland verschwindet wollte ich mir den Passat GLi aber noch mal selber anschauen. Mein Kaufinteresse war eher gering.

Am Dienstag bin ich dann mal eben mit meinem Passat GLS nach Kiel gedüst. Gemeinsam sind wir dann zu dem Unterstellplatz gefahren.

Da stand er jetzt. Völlig eingestaubt, aber sofort wiederzuerkennen.

Passat GLI

Es sind halt einige typische Merkmale die einem irgendwie im Kopf hängenbleiben. Wie zum Beispiel das Schloß für die Bosch-Alarmanlage unterhalb des Türgriffs.

Passat GLI Front

Natürlich auch die Nebelscheinwerfer und selbst wenn jetzt noch Zweifel wären, das Kennzeichen verrät ihn endgültig.

Bevor jetzt die ersten Nachfragen kommen: Der Passat GLI ist bereits verkauft !

Axel hat wohl doch ein ganze Anzahl von wirklich enrstzunehmenden Interessenten gehabt.

Und ich denke der Wagen ist rettbar. Vor allem ist er bis auf den Fahrersitz wirklich komplett. Alleine das ist ja schon eine Menge Wert.
Natürlich wurde er nicht umsonst 1995 abgemeldet. Die bereits mehrfach geschweissten Hinterachsaufnahmen sind wieder fällig. Schweller und Endspitzen sind auf beiden Seiten fertig. Noch zwei neue Kotflügel und eine neue Hecklappe. Das übliche halt. Wir wissen doch alle, wo die Schwachstellen liegen.
Aber es gibt auch positive Sachen. Das Schiebe-Hubdach läßt sich aufstellen und öffnen. Die vorderen Längsträger sehen auf den ersten Blick noch richtig kernig aus. Das grüne Armaturenbrett ist nicht eingerissen. Verbaut ist ein AT-Motor, der erst 20.000 km gelaufen hat und sich per Hand einwandfrei drehen läßt. Der Tank wurde seinerzeit auch schon mal erneuert.

Ich denke es wäre schade ihn nur zu schlachten. Ich halte einen Aufbau durchaus für möglich.

Eine echt irre Begebenheit brachte die Besichtung dann auch noch ans Tageslicht.
Links unterhalb des Tacho, neben der Lenksäule, klebte so ein kleiner Zettelhalter auf der Verkleidung. „Was steckt da denn noch drin?“ fragte Axel sich und hielt mir dann ein alte Visitenkarte von mir unter die Nase.

Visitenkarte

Die trägt noch eine vierstellige Postleitzahl und noch nicht einmal den Zusatz „W“ und wohnen tue ich da auch schon fünfzehn Jahre nicht mehr.

Die Passat-Welt ist doch wirklich sehr klein.

Zum Schluß gibt es noch einmal einen ganzen Haufen Bilder. Es waren sehr schlechte Lichtverhältnisse. Ohne Blitz ging gar nichts. Ich denke man kann aber alles erkennen.

Containerfund: VW Passat Variant GLI

Passat GLI Container

Viele haben es am Samstag über Facebook mitbekommen. Ich habe immer wieder Fotos von Orten gepostet, die nun wahrlich nicht bei mir um die Ecke sind. Angefangen vom Autohof in Bremen, danach dann vom Ford Entwicklungszentrum in Köln, gefolgt von einem Richtungswegweiser bei Wittlich an der Mosel und dann noch ein Foto vom Nürburgring. Abends um 21.30 Uhr gabs dann noch ein Foto aus der Heimat. Da war ich wieder zu Hause.
Heute folgt die Erklärung für die kleine Deutschlandtour. Bereits Ende letzten Jahres wurde mir ein 33er Passat Variant GLI angeboten. Der steht seit über 10 Jahren in einem Container und muß dort nun verschwinden, da das Grundstück verkauft ist. Viel war dem Anbieter telefonisch nicht zu entlocken. Der Vari sei damals mit Motorschaden auf der A48 liegengeblieben und von dort direkt auf den Schrottplatz gegangen. Von hier hat ihn der Anbieter dann geborgen. Leider ohne jegliche Papiere. Marsrot sei er und er habe ein Schiebedach. Die Kotflügel sind zwar verrostet, aber insgesamt sei der Vari zu schade um ihn endgültig zu verschrotten. Soweit die Aussagen vom Verkäufer. Ach ja, den Motor habe er schon einmal angefangen zu zerlegen, aber irgendwann habe er einfach keine Zeit mehr gehabt.
Nun malt man sich ja so einiges aus. Besser ein Fahrzeug, daß wegen Motorschadens, als wegen starkem Rostbefall auf den Schrott geht. Da könnte die Karosse ja noch ganz brauchbar sein. Und ein Container ist auch nicht der schlechteste Aufbewahrungsort. Klingt also interessant und einen Vari GLI gibt es nun wahrlich nicht mehr an jeder Ecke.
So kam es dann, daß ich am Samstag gemeinsan mit Detlev nach Wittlich gefahren bin. Wir trafen uns in Bremen und von dort hat Detlef mich mitgenommen. Er mußte nach Köln um eine neue Heckklappe für einen 32er zu bergen. Gegen 14.30 Uhr sind wir dann gemeinsam vor Ort gewesen und nach einem kurzen Begrüßungsschnack wurde der Container geöffnet.

Passat GLI Container

Da stand tatsächlich ein GLI drin. Der erste Enthusiasmus ist bei mir jedoch schnell verflogen. Ich muß allerdings dazu sagen, daß meine Erwartungen schon erheblich heruntergeschraubt hatte, nachdem ich das Grundstück gesehen hatte.
Es half aber alles nichts, jetzt waren wir schon mal da, also ran an den Speck.
Das erste was natürlich sofort ins Auge fiel, war der erstklassig konservierte Motor.

Passat GLI motor

Das nächste was sofort ins Auge stach waren die Kotflügel, deren Auflagekanten und der Wasserkasten.

Passat GLI kotflügel

Alles mürbe. Vielleicht gibts ja in der anderen Blickrichtung erfreulicheres.

Passat GLI motorraum

Nicht wirklich. Aber dafür noch mal ein kleines Stileben vom linken Scheinwerfer.

Passat GLI scheinwerfer

„Hella in Rost“, ich habe genug von hier vorne gesehen. Wenden wir und dem Rest des Wagens zu.

Auf dem Weg nach hinten fehlte natürlich nicht der obligatorische Blick unter die Rücksitzbank.

Passat GLI hinterachsaufnahme

Auch schon geschweisst. Aber wie, grausam! Die Arbeit hätte man sich sparen können. Darunter und nebendran blüht es munter weiter. Die rechte Seite sah genauso berrauschend aus.

Passat GLI türen

Natürlich sahen die Türen nicht besser aus. „Das ist aber nur oberflächlich.“, kam da vom Anbieter.

Das es wirklich ein GLI ist konnte man ja schon an den Details im Motorraum erkennen. Trotzdem mußte ich natürlich auch das Typenschild noch mal auf den Chip bekommen.

Passat GLI heckklappe

Auch die Heckklappe hatte schon bessere Tage erlebt.

Schnell wieder raus hier. Aber nicht ohne noch einmal ein Blick auf die Schweller und den Unterboden zu werfen.

Passat GLI schweller

Das sah sogar noch halbwegs passabel aus. Obwohl am Ende auch schon der übliche Flicken sitzt.

Ich sags ganz erlich: „Ich bin raus!“

Das tue ich mir nicht an, das lohnt sich höchstens noch zum Schlachten. Einige Sachen können interessant sein. Wenn er bei mir in der Gegend stehen würde und der Verkäufer von seiner utopischen Preisvorstellung etwas herunterkommen würde, wäre es eine Option. Aber nicht bei einem Rostklumpen der 550 km von mir entfernt steht. Die Preisvorstellung wird dabei allerdings noch das geringste Problem sein. Ich habe vor Ort noch nicht durchblicken lassen, daß ich kein Interesse habe und habe einfach gesagt, daß ich ihm für das Auto nichts geben würde. Keinen Cent!
Er war nicht trotz anfänglich im Raum stehender vierstelliger Summe nicht sonderlich geschockt…

Fairerweise muß man dazu sagen, daß die Summe in Verbindung mit einem großen haufen Ersatzteilen gefordert wurde. Neue Konis, sehr gute Auspuffanlagen , diversen Türen und Innenausttattungsteilen.
Die Konis hat er dann nicht gefunden. Nur den leeren Karton. Die Türen waren soweit man das sehen konnte nicht viel besser, als die verbauten. Teilweise schon geschweisst oder verbeult von der Lagerung.
Die Auspuffanlagen waren unterster Durchschnitt, von GLI-Auspuffeilen habe ich allerdings nichts gesehen.
Das ist allerdings auch nicht weiter verwunderlich, denn das Lagerprinzip glich dem der Ludolfs. Aber schön mal gesehen zu haben.
Ach ja Wasserpumpen habe er auch noch einige und zeigte auf einen großen Haufen mit mindestens 40-50 vergammelten Pumpen. Irre der Typ!!!
Ich fragte ihn, ob er denn davon auch mal as verkauft hatte. „Nein, das habe ich nur für mich gesammelt“, war seine trockene Antwort.

Mitgenommen haben wir schlußendlich nur ein Teil. Und das will schon was heißen, wenn man 550 km für eine Tour unter die Räder nimmt.
„Ich habe hier noch einen nagelneuen Verteiler für einem Passat.“ Ich höre die Worte noch heute. Zum Glück haben wir nichts bezahlt. Zu Hause habe ich die Nummer dann mal überprüft.
VW LT 25 !!! Der wird zwar sicher sehr selten sein, aber ein LT mit Benzinmotor war schon zu Lebzeiten eine Rarität.

War aber trotzdem eine lustige Tour. Auf der Rücktour hat Detlev mir noch mal ein paar Interessanrte Ecken am Nürburgring nähergebracht. Ich bin da bestimmt schon zwanzig mal vorbeigefahren, aber nie wirklich angehalten.
Wir waren beim neu eröffneten historischen Fahrerlager, haben diese tolle Geldvernichtungs-Achterbahn ring°racer kurz angeschaut. Die Nordschleife war leider geschlossen, so haben wir am Rande das Fahrwerk von Detlevs Caddy eine kleinen Belastungsprobe unterzogen.

caddy nordschleife

Zum Abschluß des Tages gab´s in Adenau, bei der zweiten Nordschleifenauffahrt, erst mal was für unsere knurrenden Mägen. Danach gings wieder Richtung Küste. Da wo die Menschen anscheinend nicht so weit ab von der Realität leben, wie an der Mosel.

Passat 32B von Ex-Minister Stoltenberg noch zu haben

Ich habe eben gerade noch mal einen Anruf von Frau Stoltenberg bekommen. Der Passat ist noch zu haben und sie ist jetzt wieder erreichbar. Sie wird den Passat in den nächsten Tagen, bei einer Tankstelle um die Ecke zum Verkauf anbieten.

Hier noch mal der Link zu dem alten Beitrag:

Stoltenberg Passat

Interessenten sollten sich also sputen. Kontaktdaten gibts bei mir.

Passat vom Ex-Minister Gerhard Stoltenberg zu verkaufen

Ich habe mir heute den Passat vom unserem ehemaligen Forschungs-, Verteidigungs- und Finanzminister Gerhard Stoltenberg († 2001) angeschaut.

Der Wagen steht ab sofort zum Verkauf, da Frau Stoltenberg den Wagen nach dem Umzug von Bonn nach Hamburg nun nicht mehr benötigt.

Passat CL, 75 PS (MKB. DT), Automatik, Mod. 87, ca. 49.000 km

Sonderausstattung:

R01 Radio Alpha, M 183 Hüftgurt hinten mitte, M 186 Dreipunkt-Sicherheitsgurte hinten außen, M 657 Servolenkung, M 930 innenverstellbarer Außenspiegel links plan, M 931 innenverstellbarer Außenspiegel rechts plan, LP7Y Flashsilber metallic

Dazu kommen noch die Codes M197 und M701, die ich aber leider nicht umschlüßeln kann.

Der Wagen ist ein Erstbesitz und hatte bis vor ca. 10 Wochen immer einen Garagenplatz.

Leider sind im Laufe der Jahre ein paar Blessuren nicht ausgeblieben. Der Radlauf hinten rechts wurde nach einen Anfahrschaden schlecht instandgestzt und nachlackiert. Auch die untere rechte Heckklappenkante hat nach einen Rempler leichten Rostansatz. Beide Stoßstangen haben Anfahschäden. Auf der Motorhaube ist im vorderen rechten Bereich ebenfalls ein kleine Beule.

Das sind aber alles nur Schönheitsfehler, wirklich akuten Rostbefall konnte ich nicht entdecken. Insgesamt ist der Passat in einen überdurchschnittlich gepflegtem Zustand.

Ernsthafte Interessenten können bie mir per Mail die Kontaktdaten erfahren.

Der Wagen wurde auch schon bei VW in Wolfsburg angeboten, die jedoch noch unschlüßig sind.

Preislich dürfte sich das ganze so im Bereich von 1000-1500,- EUR ansiedeln.

Hier noch ein paar Bilder:







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