Mal ehrlich, wer an Volkswagen der 70er und 80er Jahre schraubt, kann sich doch in der Regel wirklich glücklich schätzen. So ziemlich alles, was wir da in die Finger kriegen, ist doch durchaus mit Verstand konstruiert und gebaut.
Aber es gibt dann doch so Sachen, da packe ich mir einfach nur an die Birne.

Die Umlenkung, für die Öffnungsgestänge in der Heckklappe, gehört definitiv dazu.
Am Dienstag stand ich ja noch wie der Ochs vorm Berg. Wie kriege ich die ab?
Mittlerweile, weiß ich, dass dies auch ein Art Spreiznietbefestigung ist. Also muss der Stift in der Mitte raus. An dieser Stelle schönen Dank an Günter für den Tipp.
Das geht aber nicht, da der nach gut 5 mm hinten am Blech der Klappe anliegt. Wie schlau ist das denn?
Also hängen die Teile vorerst immer noch in der Klappe und zur Not klebe ich sie zum Lackieren ab. Obwohl ich sowas, wie die Pest hasse.
Beim linken Kabelbaum in der Heckklappe droht mir wohl ähnliches.

Den kriege ich auch nicht raus. Ich würde zwar die beiden Leitungen aus dem Isolierrohr herausziehen können, was in diesem Fall allerdings der Super-GAU wäre. Die würde ich da nie wieder rein gezogen bekommen.
Der Isolierschlauch selber bewegt sich leider keinen Millimeter. Weder hoch noch runter.
Die „neue“ Heckklappe ist natürlich auch nicht ganz rostfrei. Diese Stelle ist aber schon, der am stärksten angegriffene Bereich und das war auch die einzige Stelle, die man gesehen hat, als die Scheibe noch drin war.

Leichte Pickel zogen sich allerdings einmal komplett um den Ausschnitt herum.

Also rundherum blank schleifen und dann mit Brunox einpinseln.
In der alten Heckklappe ist die Scheibe ja noch montiert und ich möchte jetzt ehrlich gesagt gar nicht wissen, wie es dort unter der Dichtung aussieht. Ich kann nur sagen, dass dort auch nach Monaten immer noch braunes Rostwasser unter der Dichtung herauskam, wenn man mal aus Versehen mit der Luftpistole unter die Dichtung gepustet hat.
Der Grund für den Tausch lag allerdings an den kleinen Rostblasen an der Unterkante.

Natürlich wieder genau im Falz. Der Rost sah anfangs gar nicht so schlimm aus, allerdings hat sich das Blech an den Pickeln schon deutlich nach außen gewölbt. Als ich die Rostblasen dann weggeschliffen hatte, hatte ich vier Löcher.
Apropos vier Löcher. Die fehlten noch für den Spoiler.

Den habe ich mit zwei Streifen Klebeband fixiert und die Position der Schrauben mit einem Lackstift angezeichnet.

Gebohrt habe ich noch nicht. Vorher will ich den Abstand zur Kante noch mal an der alten Klappe abgleichen.
Letzter Akt war der zweite Durchgang Brunox für den Scheibenausschnitt.

Heute noch die vier Löcher, dann bin ich mir der Klappe soweit durch und kann mich den Türen und sonstigem Kleinkram widmen.
Hi Olaf,
Bohr den niet doch aus und ersetz ihn durch einen Metallstift. Den kannst du sogar so lang lassen, dass du ihn beim nächsten Mal mit der Zange raus ziehen kannst.
Schönen Gruß
Hallo Olaf, an der Stelle habe ich damals auch geflucht. Du kannst den Stift von der Seite mit einem Schraubenzieher in die Ursprungslage zurückdrücken. Und dann habe ich ihn mit einem 90 Grad „gebogenen Spezialwerkzeug“ von innen nach außen gedrückt. Stelle dich danach aber darauf ein, daß dir beim Entfernen des großen Teils eine Nase bricht. Das Plastik ist schließlich beinahe 40 Jahre alt.
Und mit dem Kabelstamm hatte ich damals absolut keine Probleme. Man kann aber neben der Scheibe einen Draht oder Einzugspirale durchfädeln und den Kabelstamm nachziehen. So wie es ausschaut, hast du ja 2 Kabelstämme, falls du einen zerstörst.
Viel Erfolg
Günter