Eigentlich wollte ich schon letzten Freitag meinen offiziellen Saisonstart einläuten.

Die Batterie war nach ein paar Monaten natürlich nicht mehr richtig fit. Also tagsüber schon mal das Ladegerät rangehängt.
Aber auch mit voller Batterie wollte der Motor einfach nicht anspringen. Er drehte, machte aber keine Mucks. Die Spritpumpe konnte man deutlich hören und Kraftstoffdruck lag auch an.

Kurz die Leitung am Kaltstartventil gelöst und schon spritze der Saft hinaus. Damit sollte die Spritseite eigentlich nicht der Verursacher sein.
Zur Sicherheit noch mal einen kräftigen Schuss Bremsenreiniger in die Ansaugbrücke.

Nichts. Also liegt der Fehler mit ziemlicher Sicherheit auf der Zündungsseite.
Aber was soll da jetzt auf einmal den Geist aufgegeben haben?
Verteilerkappe und Finger sahen auf jeden Fall gut aus. Da war nichts.
Aber was ist das?

Die Kerze war oben am Kontakt völlig verrostet. Das würde das Problem ja erklären. Zumal alle Kerzen so aussahen.
Aber wie kann das passieren? Etwas ratlos war ich zunächst dann doch. Erst als ich mir die Kerzenstecker mal von innen angesehen hatte, fiel der Groschen. Das sind Kerzenstecker, für die man diesen kleinen Adapter auf die Kerzen hätte schrauben müssen.
Das ist nur passiert, weil ich damals erst nur die Kerzen ausgetauscht hatte um den Motor überhaupt zum Laufen zu kriegen. Da waren noch die originalen einfachen Stecker ohne Funkenentstörung verbaut. Die brauchen keinen Schraubadapter. Die Zündkabel hab ich dann irgendwann später erneuert.
Ich bin jetzt also gut fünf Jahre mit losen Kerzensteckern gefahren, die einfach nur oben auf den Kerzen drauflagen. Richtiger Kontakt kann da nie gewesen sein. Trotzdem gab es nie Probleme.
Gestern bin ich dann mal dazu gekommen und hab sämtliche Kerzen ausgetauscht.

Diesmal dann mit den kleinen Schraubadaptern.
Schlüssel rumgedreht und schon lief das Ding.

Es gab dann noch den obligatorischen Liter Motoröl und ab ging die Fahrt.
Mein Weg führte mich als Erstes gleich mal in die Waschanlage.

Nun kann das losgehen.
