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Von fliegenden Startnummern, verölten Motoren, stilechter Pannenhilfe und großen Pokalen

Ja, ich bin einen Tag zu spät dran. Aber da dieser Artikel etwas umfangreicher wird, habe ich es gestern einfach nicht mehr zum gewohnten Erscheinungstermin geschafft. Videos schneiden und hochladen, Fotos sichten, bearbeiten und hochladen und dann noch das ganze versuchen in Worte zu fassen. Das war am Sonntag Abend einfach nicht mehr drin.

Wie angekündigt stand am Sonntag die letzte Rallye dieser Sasion auf dem Programm. Es ging zur 21. „Rund um Rotenburg“ nach Rotenburg an der Wümme.

Rund um Rotenburg 2012 Startnummer

Guckt euch das Schild noch einmal genau an. Das wird wohl niemand mehr jemals wieder zu Gesicht bekommen. 😉

Startnummer 92 deutet schon auf ein rechts großes Starterfeld hin. Am Ende gingen 125 Teams an den Start. Da ich wieder ziemlich spät gemeldet habe, sprang zum Glück wieder diese relativ hohe Startnummer heraus. Damit dann auch eine Startzeit, die die Nacht von Samstag auf Sonntag nicht ganz so kurz werden läßt.

Bis 10.00 Uhr war die Anmeldung und Dokumentenausgabe besetzt. Das war also die Zeit bis zu der ein Eintreffen im Rathaus von Rotenburg erforderlich war. Kein Problem.

Rund um Rotenburg 2012 Start

Um 10.00 Uhr war auch Start der Teilnehmer. Wir hatten noch Zeit bis 11.32 Uhr. Genügend Zeit also um noch unser Frühstück zu genießen. Es gab Schnittchen…

Rund um Rotenburg 2012 Startaufstellung

Auch unsere Unterlagen konnten wir schon in Empfang nehmen. Peter nimmt sich die in der Regel zuerst vor. Zeit für mich noch ein wenig durch die Reihen zu schlendern.

Rund um Rotenburg 2012 Einfahrt

Die letzten Teilnehmer trudelten wirklich erst auf den letzten Drücker ein. Wahrscheinlich alles alte Hasen, die sich mit den Gegebenheiten vor Ort schon besser auskennen. Wieder mit von der Partie war auch wieder Heinz Krock mit seinem ADAC Passat Variant. Natürlich kamen wir auch wieder ins Gespräch. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein.

Danach war quasi Wachablösung. Peter war mit den Unterlagen soweit durch und ich habe mich mal über die Aufgaben hergemacht.

Rund um Rotenburg 2012 Bordbuch

Ich schnappte mir die Unterlagen und versuchte einen ersten Überblick zu erhalten. Die Aufgabenstellung scheint auf den ersten Blick recht einfach. Man erhält Kartenauschnitte auf denen die Fahrtstrecke einfach rot markiert ist. Natürlich ist es nicht so einfach, wie es sich anhört. Teilweise sind da kleine Gemeinheiten versteckt, die sich beim groben Überfliegen nicht erkennen lassen.

Auch die Vorgaben für die Gleichmäßigkeitsprüfungen sind interessant. In der Regel wird ein Schnitt und eine Wegstrecke vorgegeben, manchmal gibt es auch Zeitvorgaben und die dazugehörige Wegstrecke. In Rotenburg gibt es nur eine Schnittvorgabe und das…

Rund um Rotenburg GP1

Auf der Karte sind Start und Ziel der GP markiert. Aber nur wenn ich eine Streckenlänge habe, kann ich mir die dafür erforderliche Zeit aurechnen. Die Streckenlänge gilt es also aus der Karte herauszumessen.
Peter und ich haben getrennt voneinander gemessen und wir sind annähernd zu dem gleichen Ergebnis gekommen. Geinigt haben wir uns dann bei der GLP1 schlußendlich auf genau 4000 Meter. Das entspricht bei dem vorgegebnen Schnitt von 27 km/h einer Zeit von 8 Minuten und 53,3 Sekunden. Sollte die Strecke in Wahrheit jetzt aber 4100 Meter lang sein, würde sich die Fahrzeit gleich um 13,3 Sekunden erhöhen.
Pro Sekunde Abweichung erhielt man 0,1 Fehlerpunkte. Man wäre dann also schon mit 1,3 Punkten dabei.

Soviel noch mal zur Theorie.

Es wurde Zeit das es los ging. Kurz vorher rollten wir zum Start.

Und pünktlich um 11.32 gingen wir dann auf die Strecke.

Wie waren kaum raus aus Rotenburg und ich hab meinen Passat das erste Mal etwas rollen lassen, schepperte es auch schon. Pling ! Was war das?
Irgendetwas ist gegen die Antenne geflogen. Ich konnte sie im letzten Moment noch zittern sehen. Peter gefragt, er hat nichts gesehen. Kein Wunder, meistens hängt er ja auch über der Karte.
Ich habe meine Augen immer am rechten Straßenrand um die Kontrollschilder aufzuspähen, auch nichts gesehen.

Egal, weiterfahren.

Des Rätsels Lösung ereilte und dann an der ersten Durchgangskontrolle.
„Habt ihr keine Startnummer?“ – „Doch, da vorne auf der Motorhaube“

Da war aber keine mehr… Jetzt war mir klar, was da gegen die Antenne geflogen ist.

Peter versuchte den Fahrtleiter ans Handy zu kriegen. Ohne Erfolg. Und nun?

Rund um Rotenburg 2012 Startnummer Ersatz

Selbst ist der Mann ! Kurz improvisiert und wir waren wieder zu identifizieren.

Vor den Zeitkontrollen gibt es in der Regel immer ein paar Minuten Wartezeit. Um fehlerpunktfrei zu bleiben muß man extakt auf die vorgegebene Minute vorfahren.

Rund um Rotenburg 2012 Zeitkontrolle

Das gab dann mal wieder etwas Zeit sich unter VW-Sportcoupefahrern auszutauschen. Oli war mit seinem 77er Scirocco am Start.

Die Anfahrt zur Zeitkontrolle gibts wieder in bewegten Bildern. Kurz vor der ZK habe ich noch einen Nachzügler vorgelassen. Der hatte irgendeine Startnummer im 80er-Bereich. War also schon etwas über der Zeit.

Am Ende verliere ich nicht meine Tür, sondern ich hab lediglich den Camcorder wieder reingeholt. Für sowas Anhalten kostet Zeit.

Kurz danach war Mittagspause. Auf dem Hof eines Autohändlers wurde es auf dann doch ziemlich eng.

Rund um Rotenburg 2012 Startnummer Mittag

Aber alle fanden Platz und wir holten uns erstmal unsere Portion Gulasch ab. Nachdem Mittag hab ich mal rumgefragt ob noch einer eine blanko Startnummer hätte. Ohne Erfolg. Wie sich nur wenig später raustellte, hab ich einfach nur den falschen gefragt.
Ich bin dann aber selber fündig geworden. Woher ich die habe, verrate ich hier aber nicht. 😉

Rund um Rotenburg 2012 Mittag

Hier klebt sie schon wieder auf der Haube. Die Nummer habe ich mit einem Filzstift selber reingeschrieben.

Auf diese Idee, ist aber noch jemand gekommen. Achtet im Video mal auf den Mann in dem hellblauen Polo-Shirt am rechten Bildrand.

Hier hatten das Veranstalterteam doch tatsächlich schon eine Ersatznummer für mich parat liegen. Unser Mißgeschick ist wohl schon irgendwie bis zum Re-Start durchgedrungen. Tolle Organisation.

Weiter gings über eigentlich normal zu fahrende Nebenstrecken. Eigentlich.

Rund um Rotenburg 2012 Platttenweg

Wenn man mit einem Fiat 500 unterwegs ist, kann das schon mal Probleme aufwerfen. Der Fahrer nahm es aber mit Humor.

Kurz vor dem Ziel, galt es nochmal eine von den eingangs erwähnten kleinen Gemeinheiten zu entdecken.

Rund um Rotenburg 2012 Kontrollschild

Dieses Kontrollschild befand sich in einer überdachten Durchfahrt auf einem Betriebsgelände. Auf der Streckenskizze verlief der rote Strich an diesen Punkt eben mal 1 mm neben der Straße.
Man könnte meinen, es wurde etwas unsauber eingezeichnet. Aber das war so gewollt.

Das war die letzte Nummer auf der Bordkarte, es folgt nur noch eine Stempelkontrolle und dann ging es schnurstracks dem Ziel entgegen.

Peter meinte dann, das mein Passat irgendwie nach Öl riechen würde. Ich hab es dann auch gerochen, es aber auch den vor uns fahrenden VW-Porsche geschoben. Der produzierte nämlich schon die eine oder andere Ölwolke beim Schalten. Öldruck und Öltemperatur waren auch völlig unauffällig. Weiter gings, war ja nicht mehr weit.

An der Zielkontrolle gab dann noch das übliche Foto unserer Bordkarte.

Rund um Rotenburg 2012 Bordkarte

So sieht eine mustergültig ausgefüllte Bordkarte aus! Bis zum letzten Feld gefüllt.

Jetzt noch schnell den Passat abstellen und dann erstmal etwas relaxen.

Aber was kommen da für Rauchwolken unter meiner Motorhaube hervor? Muß ich wohl doch mal gucken.

Auf den ersten Blick sah es gar nicht so wild aus. Ein paar Ölspritzer. Halb so wild. Aber dann. Die ganze Getriebeglocke war voller Motoröl und von da tropfte es dann auf den Auspuff. Ich konnte aber nicht erkennen wo es herkam.
Schnauze voll, Klappe zu.

Nebenan winkte schon Günther ganz aufgeregt. Er war mit seinem Ferrari 308 GTB am Start und hatte ebenfalls die Motorhaube auf. Na, gut erst Mal gucken was da los ist.
Nun weiß ich auch, daß unter der hinteren Haube nicht nur der Motor, sondern auch noch ein kleines Gepäckfach Platz findet. Und in dieses Gepäckfach paßt wie angegossen… Eine Kühlbox.
Es gab eine Runde Alsterwasser. Geile Idee. Das kam jetzt gerade richtig!

Irgendwie ließ mir mein Ölverlust dann aber doch keine Ruhe. Schließlich wollten wir ja auch noch wieder zurück nach Hamburg.

Ich hatte noch eine Hoffnung, das es doch nur eine Kleinigkeit ist. Haube wieder auf, Peter hat geguckt und ich hab den Motor angeworfen.

Rund um Rotenburg 2012 Oeldruckschalter

Man kann es hier zwar nicht erkennen, aber das Öl tropfte nur so aus dem Öldruckschalter.

Toll, Problem lokalisiert und nu?

Da war doch noch wer. Richtig? Heinz mit seinem ADAC Passat Variant. Das könnte die Lösung sein.

Peter lief schon mal runter, um zu schauen ob er ihn findet. Ich habe inzwischen die Telefonnummer von Heinz gefunden und ihn angerufen. Problem geschildert und er sagte nur: „Peter ist schon hier. Irgendwo müßte ich so einen Schalter haben“

Als ich dann unten ankam, hatte Heinz schon sein halbes Auto ausgeladen.

Rund um Rotenburg 2012 ADAC Heinz

Wahnsinn, was er alles dabei hat. Und auch den passenden Schalter hat er dann irgendwann gefunden. Unter, vor der grünen Plastikbox liegt er bereit.

„Ich packe noch eben wieder zusammen und dann schraub ich Dir den Schalter rein“ Ich habe gesagt, wenn er mir den passenden Schlüßel gibt, kann ich das auch alleine. Darauf ließ sich Heinz aber nicht ein. Er bestand aber darauf, ihn selber einzubauen.

Rund um Rotenburg 2012 ADAC Passat Variant

Dafür bestand ich dann darauf, daß er mich in seinem Vari mitnimmt. Kein Problem.

Rund um Rotenburg 2012 Pannenhilfe

Wenn das keine stilechte Pannenhilfe ist! Einfach genial.

Was hätte ich ohne Heinz bloß gemacht? Ich glaube nicht, daß ein heutiges ADAC-Fahrzeug einen solchen Schalter noch an Bord hätte. Ich war Happy !!!
Ein ganz dickes Dankeschön an Heinz !!!

Der ganze Einsatz hat natürich nicht lange gedauert. Insgesamt vielleicht eine halbe Stunde. Also noch rechtzeitig zur Siegerehrung fertig geworden.

Rund um Rotenburg 2012 Siegerehrung

Und das war auch gut so. Denn da bahnte sich noch was richtig positives für uns an. Die ersten Zwischenerbenisse hingen bereits aus.

Bordkarte 1: 0 Punkte.
Bordkarte 2: 0 Punkte.
Auch sonst keine Strafpunkte.
GLP1: 0 Punkte, unsere aus der Karte gemessene Streckenlänge und auch die danach gefahrene Zeit stimmte also auf den Punkt. Wahnsinn !!!

Fehlte nur noch die GLP2. Wenn die ähnlich gut ausgefallen ist, sind wir diesmal wieder ganz oben mit dabei.

Dann kam die letzte Aktualisierung der Ergebnislisten.

GLP 2: 0,6 Punkte.

Irre. Damit haben wir nun wirklich nicht gerechnet.

Das hieß am Ende Platz 2 in unserer Klasse und dafür gab es dann zur Belohnung auch wieder einen Pokal. Und was für einen Klopper.

Rund um Rotenburg 2012 Pokal

Da bog sich selbst mein Gurkenhobel etwas durch.

Was für ein Tag !!!

Nach diesem XXL-Bericht und den ganzen Ereignissen, habt ihr hoffentlich Verständis für meine 24-stündige Verspätung.

Was fehlt ist noch die abschließende Gallerie.

7. ADAC Drostei Classic – Sehr positiver Rückblick

Mit einem Tag Verspätung, gibt´s heute natürlich auch noch einen Rückblick von der Rallye am Samstag. Und der ist durchaus positiv.

Drostei Classic 2012 VW Passat

Das lief, bis auf drei kleine Fehler, richtig rund. Am Ende freuten wir uns über den 7.Platz in der Klasse und den 14.Platz in der Gesamtwertung.

Drostei Classic 2012 Starterfeld

Das Starterfeld bestand diesmal aus 65 Teams. Wie immer wieder alles bunt durchgemischt.

Drostei Classic 2012 Starterfeld gemischt

Unterschiedlicher könnten die Fahrzeuge gar nicht sein: Caddilac de Ville, Ferrari 308 GTB und VW K70. Netter Kontrast.

Netter Zwischenstopp auf der Tour war die Besichtigung der Hallen von Beckbye Racing.

Beckbye Racing

Hier gab´s mal einen Einblick in richtige Rennsporttechnik.

Beckbye Racing GT40

Die beiden GT40 sind übrigens Nachbauten. Aber sehr gut gemacht und bei nur 124 gebauten Exemplaren wären zwei echte an einem Platz wohl auch schon eine kleine Sensation.

Nach der kleinen Ruhepause gings wieder auf die Strecke und es folgte auch gleich die erste Sollzeitprüfung.

Drostei Classic 2012 Sollzeitprüfung

Davon gab´s am Samstag zwei Stück. Auf beiden SZP wurden an je 3 Punkten die Zeiten per Lichtschranke gemessen. Und diesmal klappte das richtig gut. In Addition aller sechs Zeiten haben wir nur eine Abweichung von insgesamt 2,1 Sekunden. Macht einen mittlere Abweichung von nur 0,35 Sekunden. Das ist absolute Spitzenklasse und eigentlich kaum noch zu verbessern. Von den 65 Teams waren nur vier noch einen kleinen Tick besser.

Gegen 13.00 Uhr haben wir dann die Mittagspause bei der DEKRA in Norderstdt erreicht.

Hier gab´s dann auch schon den ersten Blechschaen zu verzeichnen. Zum Glück nicht bei uns.

Drostei Classic 2012 VW Käfer

Ein VW Käfer hatte leichte Feindberührung. Das Team konnte die Rallye aber bis zum Ende fortsetzten.

Hier hatte ich dann auch noch mal Zeit ein paar Fotos quer durchs Fahrerlager zu schießen.

Drostei Classic 2012 Mittagspause

Drostei Classic 2012 Mittagspause

Drostei Classic 2012 Mittagspause

Frisch gestärkt gings dann auf die zweite Etappe. Noch gut drei Stunden lagen vor uns.

Von Norderstedt gings kurz in den Norden von Hamburg, um dann über einen kleinen Schlenker durch den Kreis Stormann wieder Richtung Ziel zu navigieren.

Gespickt wieder mit einigen kleinen Gemeinheiten. Hier machen sich die Veranstalter immer wieder Kartenfehler zu nutze. Kleines Beispiel:

So sieht ein Ausschnitt der Karte auch unserem Fahrauftrag aus.

Drostei Classic 2012 Kartenausschnitt

Und so sieht das ganze im Luftbild aus.

Drostei Classic 2012 Luftbild

Die blaue Linie ist der aufgezeicnete Track aus meinem Navi und die grüne Linie wäre der richtige Fahrweg gewesen.
Der Bogen der Hauptstraße ist in der Karte nicht eingezeichnet. Wenn man auf der aber von Süden kommen unterwegs ist, muß man schon verdammt spitzfindig sein, das sofort zu erkennen.
So fehlte uns am Ende die Kontrolle mit der Nummer 57 auf unserer Bordkarte.

Gegen 17.00 Uhr erreichten wir dann das Ziel.

Drostei Classic 2012 am Ziel

Peter erholt sich erstmal von den Strapazen und genießt die Sonne.

Manchmal waren die Wege der Rallye schon etwas abenteurlich. Davon zeugen auch die Kampfspuren an unserem Rallye-Passat.

Drostei Classic 2012 Kampfspuren am Passat

Aber gerade das macht die Sache immer schön abwechslungsreich. Einige der Teilnehmer fanden nicht so lustig wie wir….

Dann ging das übliche Warten los. Ziemlich schnell wurde klar, daß wir diesmal wohl bis zur Preisverleihung da bleiben sollten. Die Ergebnisse der Vormittagsbordkarte hingen schon aus und das sah richtig gut aus.

Das Ergebnis habe ich ja schon am Anfang erwähnt. Dafür gab´s am Schluß dann auch noch einen schönen Pokal. In der Regel bekommen immer die besten dreißig Prozent pro Gruppe so ein Mitbringsel.

Drostei Classic 2012 Pokal

Jetzt hat sich die Montage des Gurkenhobels also schon bezahlt gemacht. 😉

Wer Lust hat kann sich die Ergebnisse auch schon online angucken. Sie wurden gestern schon veröffentlicht: Gesamtwertung der Drostei Classic 2012

Saisonbilanz 2011 – ´76er VW Passat L

In chronologischer Reihenfolge folgt heute der zweite Teil meines Jahresrückblicks. Der ´76er Passat ist an der Reihe.

Hier ging es bereits im Februar so richtig zu Sache.

Passat 76 Sitze

Die Sitze flogen raus und wurde einer kleine Frischzellenkur unterzogen. Neues Schaumstoffpolster für den Fahrersitz und Absteppen der Bezüge mit neuer Kaschierung war nach 35 Jahren mehr als überfällig. (mehr …)

Wir basteln uns ein Rallye-Auto – Teil 4

passat 32 1976 rallye namensschild

Zur Zeit wird mein Briefkasten jeden Tag sehr anständig gefüllt. Jeden Tag kommen neue Aufkleber für das Rallye-Auto-Projekt. Die werde ich aber alle erst ganz zum Schluß aufkleben. Ich muß erst mal sehen, was ich bis zum Stichtag noch alles ergattern kann. Gestern waren allerdings zwei Aufkleber dabei, für die es bereits einen fest vorgesehenen Platz gab.

passat 32 1976 rallye namensschild

Die Namensaufkleber mit Fahrer- und Beifahrername. Auf der Beifahrerseite sind die Namen natürlich andersrum angeordnet. Hierfür ist der Platz an den hinteren Seitenscheiben oder auf den vorderen Kotflügeln festgeschrieben. Bei mir sind sie auf den Scheiben gelandet.

Das war schnell erledigt, es konnte also mit dem nächsten Stück weitergehen. Nicht unbedingt typisch für ein Rallye-Fahrzeug aber wo, wenn nicht hier, soll ich das Teil sonst mal verwenden.

passat 32 1976 weyer aussenjalousie halter gurkenhobel

Na, schon eine Idee was das wird?
Es wurde ja in einem Kommentar bereits sehnsüchtig erwartet.

Nein, das ist keine CB-Funk-Antenne. Das ist die Halterung der legendären Weyer Außenjalousie.

passat 32 1976 weyer aussenjalousie montiert gurkenhobel

Nicht unbedingt schön, aber äußerst selten. Und zeitgenössisch ist sie auf jeden Fall. So kommt der Gurkenhobel wenigstens mal ans Tageslicht und verstaubt auch nicht über Jahre im Regal.

Zum Abschluß des Tages ging es noch mal an die endgültige Montage des Frontspoilers. Mit einem kleinen Trick konnte ich dessen Sitz wesentlich verbessern.
Bei den beiden vorderen Schrauben, mit denen der Spoiler und das Kennzeichen befestigt wird, habe ich mit zwei Distanzstücken, den Abstand zwischen Fontblech und Spoiler etwas vergrößert.
Der Spoiler sitzt somit jetzt ein Stück weiter vorne und damit konnte er auch noch ein kleines Stück weiter nach oben rücken.

passat 32 1976 kamei frontspoiler montiert fertig

Dadurch konnte ich auch gleichzeitig den seitlichen Überstand ins Radhaus egalisieren. Seitlich kann ich den Spoiler dadurch jetzt, wie ursprünglich geplant, mit doppelseitigem Karosserieklebeand am Kotflügel fixieren. Im Bild ist noch die Schraubzwinge zu erkennen, mit der jetzt mal etwas Druck ausgeübt wird. Ich denke über Nacht kann sich das jetzt schön verbinden.

Außerdem habe ich noch die gelben Bereiche der Frontschürze, rund um die beiden Lufteinlässe, mit Resten der orangen Folie beklebt. Das Marinogelb der Schürze stach mir da vorher immer sofort ins Auge. Ihr könnt das Bild ja mal mit einem der vergangenen Tage vergleichen. So sieht das auf jeden Fall geschmeidiger aus.

Feuertaufe bestanden und Oldtimertreffen Bad Oldesloe

schellen unterdruckschlauch

Bereits am Samstag habe ich mich noch mal um den GLS gekümmert. Seit ich die Lagerschalen und die Kopfdichtung im Januar erneuert hatte, bin ich mit dem noch überhaupt nicht unterwegs gewesen. Nach dem Zylinderkopfdichtungswechsel hatte es ja noch das Heizungsventil erwischt. Wurde mal Zeit endlich die Restarbeiten abzuschließen. Viel war eigentlich für die erste Probefahrt nicht mehr zu machen. Den Motorraum habe ich noch etwas von den ganzen Kühlwasserresten befreit, Luftfilter wieder montiert und die Schellen vom Unterdruckschlauch zum Bremskraftverstärker habe ich noch erneuert.

schellen unterdruckschlauch

Die alten Schellen waren nicht mehr besonders ansehnlich.

motorraum GLS

Die Zahnriemenverkleidung kommt später noch rauf. Erst mal gucken ob er vernüftigt läuft. Dann gibts auch noch die Kühlerverkleidung zurück.

Nachdem dann die Stromversorung auch noch wieder hergestellt wurde, gings auf die erst kleine Testfahrt. Mal sehen ob der Motor auch nichts verlernt hat.
Die Testfahrt hätte allerdings fast ein abruptes Ende gefunden. Irgendwie war ich wohl mal wieder, vom Kippen suchen, etwas abgelenkt und übersah wohl einige Verkehrsschilder, die auf eine Vollsperrung der Straße wegen Bauarbeiten, hingewiesen hatten. Hab ich echt nicht gesehen….
Da mir die Strecke sehr geläufig ist, wußte ich wann ich am Ortsende wieder aufs Gas treten kann, 80 bis 90 Sachen hatte ich wohl schon drauf, als da hinter einer Kurve, auf einmal eine Armada von Absperrzäunen, quer über die Straße verteilt, die Weiterfahrt unterband. Das half nur eins: Vollbremsung.

Mit quietschenden Reifen, kamen wir ca. 2m vor der Absperrung, quer, mitten auf der Straße zum stehen. Durch die nicht unerhebliche Geräuschkulisse, hatten wir die Blicke der Anwohner auf jeden Fall auf unserer Seite. Mein Beifahrer hatte eine ganz komische Gesichtsfarbe, aber sonst gings es ihm wohl gut.

Uns blieb jetzt keine Wahl. Wir mußten umdrehen. So traten wir wieder den Rückweg zur Werkstatt an. Nach der Ankunft, gab es noch mal einen kurzen Blick unter die Haube. Nichts außergewöhliches festzustellen.

Gestern gab es dann eine längere Bewährungsprobe für den Motor. Die Strecke Hamburg – Bad Oldesloe – Lübeck – Hamburg stand auf dem Programm.

In Bad Oldesloe fand eine Autoaustellung mit kleinem Oldtimertreffen statt, welches ich mal so im Vorbeifahren mitgenommen habe. War nicht so viel los, so daß ich mich da nach einer knappen Stunde schon wieder auf die Weiterfahrt gamacht habe.

Oldtimertreffen Bad oldesloe

Schöner BMW 323i im Alpina Design.

Oldtimertreffen Bad oldesloe 1

Einen Gurkenhobel auf der Heckscheibe kenne ich ja. Aber an den Seitenfenster? Da ist ja mal richtig fies.

Oldtimertreffen Bad oldesloe 2

Wenigstens hatte ich standesgemäße Nachbarn.

In Lübeck war ich dann mal wieder viel zu früh. So blieb noch etwas Zeit für ein paar Fotos vor historischer Kulisse.

Passat GLS automatic Lübeck

Am Abend ging es dann wieder zurück nach Hamburg. Auf dem Heimweg bekomme ich des öfteren mal einen schweren rechten Fuß. Die A1 war leer, die Luft war abgekühlt, also gab es auch mal einige Vollgaßpassagen. Ich muß ja schließlich wissen ob der Motor auch solche Strapazen ohne Mucken mitmacht.

Ich habe gestern Abend nicht mehr unter die Haube geguckt, aber das Lauf- und Leitungsverhalten des Motors ist völlig in Ordnung. Öldruck ist ausreichend vorhanden, Temperatur ist im normalen Bereich. Die ganzen Reparaturen scheinen erfolgreich gewesen zu sein.

Saisonbilanz 2010 – ´74er VW Passat L

Nun der letzte Teil meiner Saisonbilanzen. Heute ist noch der ´74er an der Reihe. Diese Bilanz fällt allerdings sehr kurz aus. Ich bin den ´74er nämlich dieses Jahr nur zweimal gefahren. Einmal von seinem Stellplatz links in der Werkstatt, auf die Bühne rechts in der Werkstatt und wieder zurück.
Diese große Reise wurde für die §23-Oldtimerabnahme erforderlich.
Nach der Abnahme stand der Wagen noch auf der Bühne, so daß ich wenig später die Wechselhalterung für die Kennzeichen montieren konnte.

Hier ist diese Halterung einmal im Detail zu sehen. Eine wirklich praktische Sache. Das 07er-Kennzeichen wird auf einer Gegenplatte montiert und diese wird einfach in die seitlichen Bohrungen eingespannt. So kann ich die Schilder ohne Probleme zwischen den Fahrzeugen hin- und hertauschen. Komplett ohne Werkzeug und in sekundenschnelle. (mehr …)

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