Hohlräume gibt es reichlich. Zugänge zu diesen Hohlräumen noch viel mehr. Und wo etwas hinein kann, kann auch etwas wieder heraus.
Also müssen alle Löcher verschlossen werden, aus denen sich das Mike Sanders Fett wieder unkontrolliert verflüchtigen könnte.

An diese Sisyphusarbeit habe ich mich gestern mal gemacht.
Überall dort wo ich später mit der Sprühsonde rein will, habe ich zum Test mal einen Trockenlauf vorgenommen. Wie komme ich wo mit der Sonde hin?

Hier am Schweller konnte ich die Sonde ohne Probleme komplett einführen. Das Ende dürfte sich so gut 20-30 cm vor der A-Säule befunden haben. An der A-Säule befindet sich die nächste Öffnung von der ich die Sonde dann nach hinten und nach oben einführen werde.
Unter der Rücksitzbank konnte ich die nächste Öffnung herstellen. Unter einem, mit Karosseriedichtmasse und Lack überdeckten, Stück Klebeband befindet sich ein Zugang zum hinteren Längsträger. Passende Gummistopfen zum späteren Verschließen der Löcher hatte schon parat gelegt.

Hier konnte ich die Sonde jedoch in alle Richtungen nur gut zehn Zentimeter einführen. Das war noch nicht das, wonach ich gesucht hatte.
Aber direkt dahinter befand sich noch so ein übergekleisteter Flicken.

Hier gab es denn erhofften Zugang zum hinteren Längsträger. Die Sonde verschwand wieder auf voller Länge. Soweit, dass ich sie von hinten, durch die quadratische Öffnung im Heckblech, ertasten konnte.
Die Türen waren die nächsten Patienten auf der Beifahrerseite.

Die werde ich die kurze Hakensonde zum Versprühen des Hohlraumschutzes verwenden. Die großen Öffnungen können somit offen bleiben, da diese Sonde sehr gezielt und sehr nebelarm arbeitet.
Auf der linken Seite habe ich, nach der Erfahrungen auf der anderen Seite, gleich beide Öffnungen zum Längsträger aufgeschnitten. Erstaunt war ich dann allerdings, das sich hier an der vorderen Öffnung doch so allerhand Natur angesammelt hatte.

Das konnte hier ja nur hingekommen sein, wenn es hier ein Verbindung nach hinten gab. Die gab es dann auch tatsächlich. Entgegen der Beifahrerseite, gab es hier kein Blech zwischen den beiden Öffnungen. Theoretisch hätte es hier also gelangt, wenn ich nur eine Öffnung aufgeschnitten hätte. So bekommen jetzt beide Seiten je zwei Gummistopfen.
Die D-Säulen werde ich in einem Durchgang fluten können.

Die Länge der Sonde langt um oben eingeführt, unten an der Rückleuchte wieder heraus zu kommen. Das untere Ende der Säule, werde ich mit einem Putzlappen verschließen, damit mir das Zeug nicht die komplette Leuchte und den Kofferraum vollsaut.
Die Heckklappe werde ich werde ich mit beiden Sonden behandeln. Hier im Bild unten, werde ich die lange Sonde von der Mitte einmal nach links und einmal nach rechts durchziehen.

Den unteren Bereich der Klappe werde ich durch die großen Öffnungen mit der Hakensonde behandeln.
Schon im vorherigen Bilde ist Euch vielleicht dieser gelbe Sticker aufgefallen. Damit habe ich mir die Löcher markiert, in die ich mit der Sonde überall rein muss.

Hilfreich besonders dort, wo die Zugänge jetzt noch mit Klebeband verschlossen sind.
Diese Hilfsmarkierungen habe ich noch mehrfach angebracht.

So erwische ich auch wirklich jede Öffnung.
Auch wenn die obere Hälfte eines Autos erfahrungsgemäß weniger von Rost befallen wird, gibt es auch hier ein paar gezielte Sprühstösse.

Von hier erreiche ich zum Beispiel, durch den Spalt zwischen Dachhaut und Dachholm, den Falz der Windschutzscheibe. Da kann das Fett dann langsam aber stetig die Schweißpunkte des Windschutzscheibenrahmens von innen umhüllen.
Es ist angerichtet. Die Herdplatten können angeheizt werden.
Gute Idee mit den Trockenübungen! Bin ich noch nie drauf gekommen, obwohl es ja eigentlich naheliegend ist.
das nenne ich mal eine generalstabsmäßige Vorbereitung. Wieder mal: Hut ab!
Zum Längsträger kommst du aber doch auch von hinten.
Der geht vom Heckblech durch bis zum Bodenblech unter der Rückbank.
Und am Unterboden gibt es ja auch noch ein paar Längs- und Querträger.
Ansonsten: Gute Idee mit der Vorplanung.
Ja, aber ich komme von hinten nicht bis unter die Rücksitzbank.