Dit un Dat
Video vom Passat / Audi 80-B1-Meeting in den Niederlanden
Letzte Woche bekam ich von Ruud noch einen Link zu einem YouTube-Video. Ruud´s Bruder war beim dem Meeting mit der Kamera unterwegs und hat noch ein paar bewegte Bilder vom Passat / Audi-80-B1-Meeting in Bakkum festgehalten.
Hier ist auch noch mal zu sehen, wie Ruud seinen neuen Passat präsentiert hat.
Leider versteht man verständlicherweise nicht allzu viel. (mehr …)
Doppelzündung – War klar, daß am Freitag den 13. nicht alles klappt.
Letztes Jahr hatte ich auch schon so ein Pech. Da hat sich der Auspuff an meinem Volvo genau an einem Freitag den 13. verabschiedet. Dieses Jahr hat es mich schon wieder erwischt. Diesmal ist es allerdings ganz alleine meine eigene Dusseligkeit.
Für den frühen Nachmittag hatte sich Jörg bei mir in der Werkstatt angemeldet. Er hatte sich auch eine AccuSpark-Zündung besorgt und hätte es ganz gerne, wenn ich beim Einbau etwas hilfreich zur Seite stehe. Kein Problem, nichts leichter als das. Wir hatten uns drauf verständigt, daß wir die Sache durchziehen wenn mein Passat TS vom Lackierer zurück ist. Der sollte nämlich auch gleich seine Kontakte hergeben.
Nun war ich natürlich schon eine ganze Zeit vor Jörg bei mir in der Werkstatt. Ein bisschen was für den Doppelzündungseinbau vorbereiten und außerdem wollte ich vorher wenigstens noch die Drehmomentstütze an meinem Passat TS montieren. Die fehlte schon beim Kauf. Warum auch immer. Auch bei den ganzen Teilen war nichts dabei. Aber sowas hatte ich ja noch reichlich in der Werkstatt liegen. Bei der letzten Runde Pulverbeschichten habe ich einfach eine Stütze und den Topf am Frontblech aus der Teilekiste gegriffen und zu den restlichen Sachen gelegt.
Noch kurz die vier Schrauben zusammengesucht und die Stütze konnte an den Motor. Konnte sie nicht !!!
Ich Trottel habe nämlich eine Stütze vom Passat Zwischenmodell mit zum Pulverbeschichten gegeben. Die ist leider etwas länger und paßt nun so gar nicht. Ganz toll.
Schraubst Du halt eine von irgendeinem ausgebautem Motor ab. Wurde nicht draus. Entweder auch Zwischenmodellstützen oder sie waren schon weg.
Schnell bei Dirk angerufen. Er hat noch eine Neue und so werden wir wohl heute in Hildesheim tauschen. Da haben wir uns auf der Technorama verabredet.
Ich habe dann schon mal an meinem TS begonnen die AccuSpark einzubauen. Zuvor habe ich den Motor noch mal angeschmissen. So richtig schön lief der nämlich nicht mehr seit ich ihm vom Lackierer zurück habe. Mit der Zündlichtpistole bin ich dem Übeltäter dann auf die Spur gekommen. Beim 1.Zylinder setzte das Stroboskoplicht immer mal wieder aus. Hier kommt es also teilweise zu keiner vernüftigen Funkenbildung. Der Tausch von Verteilerkappe und Zündleitung brachte keinen Erfolg. Blieb also nur noch die Zündkerze.
Die hat es wohl hinter sich. Rabenschwarz. Eine gute gebrauchte Kerze brachte sofort den gewünschten Erfolg.
Jetzt lief der Motor auch schon wieder viel runder. Start frei für den Einbau der AccuSpark.
Gekauft wieder bei dem Teilehändler aus England auf der Classic Motorshow in Bremen. Zum halben Preis wie sie hier in Deutschland unter anderen Namen angeboten wird.
Verteilerkappe ab, Finger runter, Kontakte raus, Kondensator weg und rein mit dem Ding.
Auf die Verteilerwelle kommt noch der schwarze Ring. Da sind wohl vier Magneten drin, die den Impuls geben.
Jetzt bräuchte man nur noch die beiden Kabel anklemmen und Finger und Kappe wieder rauf, dann wäre es das gewesen. Aber daß ich ein kleiner Kabelfetischscht bin, habt Ihr ja sicher schon mitbekommen. Bunte Wäscheleinen gehören in den Keller und nicht ins Auto.
Die beiden losen Kabel bekamen noch eine Isolierhülle und die angecrimpten roten Quetschverbinder mußten einem vernüftigem Steckgehäuse weichen.
Für den Fortführung der Kabel im Motorraum habe ich einen kleinen Kabelbaum konfektioniert. Das originale grüne Kabel zur Kllemme 1 an der Zündspule bleibt dabei in voller Länge erhalten.
Erachte ich als recht recht sinnvoll, falls die Zündung mal ausfällt und man schnell zurückbauen muß. Bisher habe ich aber noch keine Ausfälle der AccuSpark zu verzeichnen. Im Rallye-Passat fahre ich sie jetzt schon das zweite Jahr.
Fertig!
Man sieht auf den ersten Blick nichts von dem Umbau. Auf den zweiten Blick sind aber alle nachträglichen Sachen zu erkennen. Oben links in der Ecke sieht man das rote Kabel zur Stromversorgung. Das greife ich mit einem unisolierten Abzweigverbinder am Thermoschalter der Startautomatik ab. Das grüne Kabel zur Zündspule hat jetzt halt eine Ummantelung bekommen und die Steckverbindug ist unter dem Wasserschlauch zu sehen.
Zeitaufwand für alles: Keine 45 Minuten. Läßt sich Anhand der gemachten Fotos immer wunderschön nachvollziehen.
Zeit für den zweiten Patienten des Tages. Der kam dann auch kurze Zeit später in die Werkstatt gerollt.
Jörg und sein miamiblauer Passat Variant von 1978.
Hier dann das gleiche Spiel. Auch Jörg hatte sich die AccuSpark in Bremen besorgt. Zeit, daß die jetzt mal ihrem Dienst verrichten darf.
Hier hat es dann allerdings etwas länger gedauert. Ungefähr 55 Minuten. 😉 Klar, daß man zwischendurch immer mal wieder etwas quatscht und außerdem war der Motor nach 20 km Autobahnfahrt auch wohltemperiert.
Den Umbau hat Jörg dann mehr oder weniger alleine gemacht. Den gleichen kleinen Kabelbaum habe ich dann fertig gemacht, während Jörg sich die Finger am Verteiler wärmte.
Alles angeklemmt und Start. Der Motor sprang sofort an und lief auch gleich viel geschmeidiger als vorher. Jörg kennt seinem Passat ja am bestem, aber der Unterschied wahr wohl sehr deutlich!
Der Umbau ist wirklich lohnenswert.
Jörg war erst etwas skeptisch ob die Motage wirklich so schnell geht. Erst wollte er sich einen ganzen Tag Urlaub dafür nehmen. „Maximal eine Stunde“, habe ich darufhin gesagt und so war es dann ja auch. Locker nach Feierabend durchzuziehen.
Darauf einen Dujardin! Nee, natürlicht nicht! Jörg hatte ein Six-Pack Astra mitgebracht und davon haben wir uns zum Abschluß noch jeder eins gegönnt. Prost!
12. Hamburger Stadtpark-Revival 2013 – Rückblick
Man hat ja sonst nichts um die Ohren. Obwohl eigentlich kam der Anruf von TrophyMichi genau zur richtigen Zeit. Er hat Freikarten fürs Hamburger Stadtpark Revival und suchte noch jemanden der mitkommt. Da bin ich doch dabei!
Gar nicht mal wegen der Freikarten, sondern viel mehr weil ich es in all den Jahren noch nicht einmal wieder geschafft habe hier vorbeizugucken. Immer wenn das Rennen im Stadtpark veranstaltet wurde, war ich nicht in Hamburg. Und das schon seit fast zehn Jahren. Ich glaube bei der ersten oder zweiten Veranstaltung war ich das letzte Mal an der Saarlandstraße.
Ich hab Michi morgens am Hauptbahnhof abgeholt. Ich bin extra mit meinem GLS gefahren, um auf die direkt an der Strecke liegenden Oldtimerparkplätze zu kommen. Das Umfeld bietet nämlich nur sehr eingeschränkt Parkraum, zumal viele bereich rund um den Stadtpark natürlich wegen des Rennes nicht zugänglich sind. Vor den Parkplätzen bildeten sich allerdings auch schon so komische Schlangen. Wieso stellen die sich immer alle hinten an, wenn man doch einfach links dran vorbeifahren kann? Mit einer passenden Erklärung waren wir dann auch ganz schnell, ganz weit vorne. 😉
Bis zur Rennstrecke und den Fahrerlagern waren es jetzt keine 100 Meter mehr.
Das Wetter zeigte mal wieder wo in Deutschland die Sonne lacht. Besser ging´s nicht.
Dementsprechend viel war hier dann los. Namenhaften Automobilhersteller hatten Ihre Zelte aufgeschlagen. Auch das Classic Parts Center war vor Ort und präsentierte unter ihrer Flagge den Rheila Golf und den Mille Miglia Brezelkäfer.
Audi war ebenfalls vertreten und natürlich war der Rallyequattro stets umlagert.
Gleich nebenan stand noch der V8, ein NSU Prinz und ein kleiner Flitzer aus den Anfängen der vier Ringe.
Aus einer anderen Ecke kamen dann auch schon erste Anzeichen von Rennaktivitäten. Die Zweiräder machten sich am Vorstart fertig für ihre Runden.
Um da hinzukommen war es allerdings ein weiter Weg. Aber es gab unterwegs genug zu sehen. Der es ging mitten durch Fahrerlager. Abgesperrte Bereiche gibt es hier beim Stadtparkrennen so gut wie überhaupt nicht.
Und oben fährt ganz selbstverständlich die U-Bahn. Man darf nicht vergessen, wir sind mitten Hamburg, auf einer Hauptdurchgangsstraße. Ist schon echt lobenswert, daß so was möglich ist.
Mit dabei auch das Prototyp-Automuseum. Im Gepäck wirkliche Kuriositäten aus dem Automobilbau.
Einige davon waren später sogar auf der Rennstrecke zu bewundern. Wie eigentlich fast alles was sich unter den Pavillons vor der Sonne versteckte.
Früher oder später kamen sie alle, mehr oder weniger laut brüllend, an einem vorbei.
Zu meiner Schande muß ich gestehen, dass leider viele meiner Bilder nichts geworden sind.
Da befindet sich so ein kleiner Schalter am Objektiv, AF und MF steht da drauf…
Aber auch das habe ich dann irgendwann mitbekommen. Insofern ist die Ausbeute doch noch ganz brauchbar. Eine Teile davon gibt´s wieder am Ende des bereichts in einer Galerie. Den Demonstrationslauf von Audi, mit dem Rallyequattro, dem V8 und dem Prinz hat es allerdinsg vollständig erwischt. Den gibts nur im Video.
Der Boxenstopp am Bierwagen ist dann etwas länger ausgefallen. War echt praktisch. Direkt an der Rennstrecke, guter Überblick und ein erfrischendes Getränk vor sich.
Irgendwann gegen 14:00 war dann eine kleine Mittagspause auf der Rundstrecke. Zeit für uns aufzubrechen. Wir waren einmal rum. Hatten viel gesehen und es wartete ja noch ein kleiner Fußmarsch zum Parkplatz auf uns. Der wurde dann ungeplant noch etwas länger.
Wir sind noch einmal die Alte Wöhr komplett rauf und runter. Alleine was hier vorstellig war, schlägt schon so manches Oldtimertreffen.
Mal gucken, wann es das nächste Mal in meinen Terminplan passt. Sollte man schon mitnehmen, wenn man in Hamburg ist.
Auch ein paar bewegte Bilder habe ich noch festgehalten. Das sind dann auch die Audi´s in Aktion zu erleben.
Und heute sitze ich dann wieder selber am Steuer. Es geht nach Hannover zur nächsten Oldtimer-Rallye. Da geht es dann aber etwas gemächlicher zu.
Zum Schluß noch die Ausbeute aus der Kamera.
Dem 474 geht es gut. Richtig gut!
Ich hätte auch nicht gedacht, daß dieser Passat mal eine nennenswerte Rolle im OST-Blog bekommen würde. Viele werden ja sicherlich schon mitbekommen haben, daß sich KLE von ihm getrennt hat. Gelandet ist er jetzt in meiner entfernteren Nachbarschaft. Am anderen Stadtrand von Hamburg, bei Kuddl.
Ich kenne den 474 ja schon viele Jahre, noch aus Zeiten weit bevor KLE ihn sich zugelegt hat. Schon damals konnte ich mich mit dem Zustand des Wagens nicht so recht anfreuden. Und schon damals wurde mir offeriert, daß er eine Komplettlackierung braucht. So verschwand er für lange Zeit wieder aus dem Sinn. Bis er dann plötzlich, vor gut fünf Jahren plötzlich beim KLE auftauchte. Oh nein, nicht der KLE! Ganz so schlimm kam es dann aber zum Glück nicht. Arbeiten, die er an dem Passat durchgeführt hatte, dienten alle nur der Instandhaltung oder Verbesserung. Nichts gefusselt, nicht verbastelt!
Und genau das, war wahrscheinlich auch der Grund, daß er mit dem 474 nie so recht etwas anfangen konnte. Bei diesem Passat bestand ein selbstauferlegtes Fusselverbot!
Einmal hat er dann allerdings doch gefusselt. Und ausgerechnet dabei habe ich ihn dann auch noch unterstüzt. Wer im April auf der Techno Classica in Essen war, weiß wovon ich spreche.
Ich spendente die Räder für diesen TC-Auftrtitt. Die sind jetzt mit dem 474 wieder zurück in den Norden gekommen.
Gestern habe ich sie bei Kuddl wieder in Empfang genommen. Ich hatte dem KLE damals eingestanden, die Felgen nach seinem Geschmack zu lackieren. Aber ich frage mich wirklich womit hast Du die lackiert? Die Farbe ist nach nicht mal einem halben Jahr übersät von Rissen. Wenn Du nichts kannst, aber das kannst Du auch nicht! 😉
Mir ist es aber wurscht. Sollten die Felgen jemals wieder zum Einsatz kommen, bedürfen sie sowieso einer Grundüberholung. Also kein Problem.
Der 474 stand dann nicht bei Kuddl zu Hause. Der steht zur Zeit in der Werkstatt seines Vertrauens und soll dort am Montag die H-Abnahme erhalten. Da sind wir dann aber natürlich auch noch mal eben hingefahren.
Ein bisschen neugierig war ich ja schon.
Und es hat sich einiges getan. Besonders im Innenraum.
Fast ein Woche hat Kuddl gebraucht um sich hier durchzukämpfen. Eine Arbeit die sich aber gelohnt hat.
Man munkelt, es wurden dabei sogar Kippen unter den Sitzen gefunden…
Wenn ich die Bilder so anschaue, sieht man dem Passat die Lackmängel überhaupt nicht an. Die Farbe macht im Sonnenlicht auch gleich einen viel freundlicheren Eindruck.
Natürlich habe ich mir den Passat auch noch mal etwas genauer angeschaut und bin dabei auf wirklich viele Sachen gestoßen, die ich so vorher noch nie gesehen hatte.
Zum Beispiel die abgerundeten Enden der Zierleisten um die hinteren Seitenfenster.
Das sah in der obern und hinteren Ecke genau so aus. Habe ich zuvor noch nie gesehen. Selbst beim Vorserienmodell im VW-Museum befinden sich in der oberen und hinteren Ecke die bekannten Eckstücke. Die gibt es hier überhaupt nicht.
Dann hatte Kuddl noch eine Frage zu zwei Löchern im Teppich und im Schweller. Hier einmal die Beifahreseite, auf der Fahrerseite sieht es identisch aus.
Beide Löcher, weder im Teppich noch im Schweller, sehen so aus als seien sie nicht nachträglich hier rein gekommen.
Darauf konnte ich ihm dann allerdings auch keine passende Antwort geben. Ich habe auch bis jetzt keine Idee, welche Zweck sie haben könnten. Vielleicht saß da einfach nur eine Klammer um den Teppich oben zu halten? Die Metallleiste oben auf dem Schweller, die den Teppich sonst in seiner Position hält, gibt es ja erst ab dem 75er Modelljahr. Allerdings habe ich dort trotzdem noch nirgends eine Klammer an dieser Stelle gesehen.
Wie dem auch sei. Alleine daran, daß Kuddl solche Kleinigkeiten ins Auge fallen, sieht man daß er sich wirklich mit diesem besonderen Passat auseinandersetzt. Ich denke er ist bei ihm in wirklich guten Händen.
Viel Erfolg bei der Abnahme am Montag!
Fotos vom Passat / Audi 80-B1-Meeting in den Niederlanden
Ich möchte Euch heute kurz ein paar Bilder zeigen, die mir von Ruud aus Holland zugespielt wurden. Am letzten Wochenende haben sich die Jungs aus der B1-Szene dort wieder zu Ihrem halbjährlichen Meeting zusammengefunden.
Mit von der Partie waren auch zwei Passat LX. Wenn ich es richtig sehe, beides 2-Türer mit großer Heckklappe.
Da das Treffen diesmal unter anderem von Ruud organisiert wurde und damit quasi vor seiner Haustür stattfand, konnte er ein ertes Mal alle seine eigenen Passat zusammen ablichten.
Alles Variant und alle gehören Ruud. Jeder hat halt seine eigenen Vorlieben. Mit zweien davon war er ja sogar schon mal auf unserem Passat-Treffen. Mit dem Marinablauen war er 2010 in Süllfeld und mit dem Marinogelben 2011 in Dormagen.
Der viperngrüne Vari ist ganz frisch fertig gestellt.
Der war komplett auseinander. Gekauft hat Ruud den Wagen mit einem Brandschaden. Der ganze Innenraum war verkohlt. Das Armaturenbrett war fast vollständig ein Opfer der Flammen geworden. Die Flammen schlugen dann auch durch den Gebläsemotorausschnitt bis in den Wasserkasten.
Davon ist nichts mehr zu sehen. Ganz im Gegenteil, er steht jetzt wahrscheinlich so gut da, wie nie zuvor.
Wirklich ein Traum. Das gebe ich offen und ehrlich zu.
Ich habe noch ein Bild vom Ausgangszustand gefunden. Das hatte mir Ruud gemailt, kurz nachdem er den Vari abgeholt hat.
Wahnsinn. Es ist wirklich der gleiche Wagen!
Auch wenn nicht mehr viel an die Basis erinnert. Nicht nur die Außenfarbe und die Innenausstattung hat sich verändert. Guckt Euch mal den Schalthebel an. Es war ein Schalter und Ruud hat den kompetten Tunnel umgeschweißt um ihn auf Automatik umzubauen.
Wenn mein viperngrüner Passat TS fertig ist, irgendwann nächstes Jahr, wollen wir uns irgendwo auf halbem Wege einmal treffen. Ich freue mich schon drauf.
Danke für die Bilder, Ruud.
Dunkelbraun ist out!
Wenn ich den Zahlen der Kiesow-Werbung glauben schenken darf und man weiß, daß ich gestern danach noch auf zwei weiteren Schrottplätzen unterwegs war, kann man wohl zurecht behaupten: Dunkelbraun ist out!. Aber sowas von out!
Der Start in den Tag begann bei Kiesow in Norderstedt. Eigenlich war es der Start in ein schwarzen, vielleicht noch grauen Tag.
Auch wenn ich hier wahrlich kein Stammgast mehr bin, habe ich eigentlich immer meinen festen Weg übers Gelände. Wo die Passat stehen weiß ich ja und daran hat sich auch seit 20 Jahren nichts geändert. Gestern wich ich von dieser bekannten Route allerdings komplett ab. Ich habe mir alle Autos angeguckt! Wirklich alle, egal welche Marke, egal welches Baujahr. Egal ob Kombi oder Limousine. Der Werbung nach müßen es am Ende des Besuchs also knapp 2500 Autos gewesen sein.
Ich hätte nicht gedacht, daß es der Beginn eines wirklich schrecklich erfolglosen Tages werden sollte. Dabei war ich doch einfach nur auf der Suche nach einem dunkelbraunen Stück Teppich für die Hutablage meines Passat TS.
Klar, dunkelbraun ist nun nicht mehr so angesagt, aber es ist ja nun auch keine so seltene Farbe gewesen. Ich hatte die Reihen eigentlich schon fast durch. Zig mal Tür auf, Blick rikiert und Tür wieder zu. 75 % haten schwarzen Teppich, bei 15% war er grau, 5% hatten irgendetwas in Richtung beige. 4,96% verteilten sich dann auch bunte Teppiche, wie rot oder blau.
Ganz bewußt habe ich eben 4,96% geschrieben. Denn auch meine gesuchte Farbe war dabei. Sage und schreibe 1 Fahrzeug hatte einen dunkelbraunen Teppich! Das sind dann die fehlenden 0,04%.
Der Teppich dieses Nissan Primera genau die gesuchte Farbe. Das würde wie die Faust aufs Auge passen. Das ich mit einem Teppich aus dem Inneraum nicht viel anfangen könnte war mir natürlich klar. Zuviele Löcher für Sitzbefestigung und Kabldurchführungen machen einen solchen Teppich für die Hutablage leider unbrauchbar. Aber ich hatte es auch mehr auf die Kofferräume abgesehen.
Die Heckklappe war zu und der wagen auch bisher recht wenig zerfleddert. Es kam der große Moment der Wahrheit. Klappe auf und siehe da:
Nein! Nicht schon wieder schwarz! Das darf doch nicht wahr sein! Ein ganz ordinärer schwarzer Filzteppich. Die Hoffnung war verfolgen.
Nach dieser Enttäuschung habe mich dann doch noch mal ganz gezielt in die Passat-Reihen begeben. Und hier stand immerhin noch ein 32er rum. Allerdings ein alter Bekannter und sogar mit einer gewissen Berühmtheit.
Der Passat steht nämlich schon seit 2010 bei Kiesow. Damals wurde dort auf dem Gelände ein kleiner Bericht für die „Gute Fahrt“ mit genau diesem Passat erstellt. Mit von der Partie war der damalige Presschef von Volkswagen, der in disem Passat ein paar Runden gedreht hat und sich danach zu mehr oder minder qualifizierten Aussagen hat hinreißen lassen.
Übrigens steht er nicht seit 2010 hier bei dem Schlachtwagen. Er war lange Zeit sichergstellt, da der damailge Verfasser des Artikels sich den Passat eigentlich selber wieder fahrfähig erhalten wollte. Daraus ist dann aber nichts geworden und seit gut einem Jahr steht er nun hier zur Auschlachtung bereit.
Dementsprechend geplündert steht er nun auch da. Ich habe nichts gefunden, was noch interressant sein dürfte. Wenn ich mich recht erinnere, müßte ich irgendwann mal die vordere Stoßstange vorbeigebracht kriegen. Die soll ich dann noch mal Zwischenlagern, bevor sie in den Süden der Republik verschwindet.
Dann standen da noch drei 32B in den Reihen. Nichts dolles, außer vielleicht der hier.
Ein Vergasermodell mit Automatik und Klimaanlage. Bis auf die Bedieneinheit schienen mir noch alle wichtigen Komponeten der Klimaanlage vorhanden gewesen zu sein.
Kennt Ihr eigentlich schon einen Smart in dem man aufrecht stehen kann?
Bitte schön! Da standen zwei Stück von rum. Das Papamobil vom Container Terminal Altenwerder. Damit wurden Container direkt auf den Güterzügen kontrolliert. Sie wurden auf Schäden und Sicherheitszertifikate überprüft und die Siegel auf den Türen kontrolliert. Der Job nennt sich übrigens Checker.
Ich schweife ab. Aber was soll ich sonst groß schreiben. Ich war noch auf zwei weiteren Schrottplätzen, dasselbe Spiel. Keine Chance. Nur weiß ich jetzt schon mal das der Teppich der Hutablage eine Jetta II zu schmal ist. Hätte ich jetzt nicht gedacht. Auch der Kofferraumteppich der alten S-Klasse (W126) eignet sich für mein Vorhaben nicht. Ebenfalls zu schmal.
Ich brauche ein Teppichstück in der Größe von 140x55cm. Wahrscheinlich ein hoffnungsloses Unterfangen. Als ich die Preise gehört habe die Sattler für diese knapp 0,75 m² haben wollen, bin ich fast hinten übergefallen…
Wenn das alles schon nicht geworden ist, wollte ich wenigstens noch mal nach dem Gummiprofil für den oberen Heckklappenabschluß gucken. Wir haben hier eigentlich einen gut sortierten Gummiwarenladen in Hamburg. Richtig alteingessen und auch mit richtig guten alten Katalogen ausgestattet. Natürlich wurde das auch nichts… So ein Profil hatte er noch nie gesehen.
Na gut. Um wenigstens nicht ganz mit leeren Händen nach Hause zu kommen, habe ich zum Schluß bei meinem Teilelieferanten völlig hemmungslos zu geschlagen.
Dafür schlägt man sich den ganzen Tag um die Ohren…
Nach der Kür, kommt die Pflicht
Natürlich hatte ich am Dienstag keinen Bock mehr, die ganze Teile noch auszuladen und einzusortieren. Dafür geht ja auch noch immer etwas Zeit bei drauf. Schließlich will ich die Sachen gleich einigermaßen vernüftig einsortieren.
Ist ja doch einiges zusammengekommen. Da ich diesmal überhaupt keinen Zeitdruck hatte, habe ich die Sachen nicht alle auf einmal aus dem Auto genommen und erst mal in die Ecke gestellt. Mittlerweile bin ich in der Werkstatt ja in der Lage schnell Etiketten auszudrucken.
Für die wichtigsten Sachen habe ich dann mal meine bewährten Anhänger fertig gemacht. Nicht für jede Zierleiste und jedes Kleinteil, aber zumindest für Teile die eine gewisse Größe oder einen gewissen Wert darstellen.
Mit den fertigen Anhängern bin ich dann an den Kofferraum und jedes Teil durfte diesen erst verlassen, nachdem es gekennzeichnet war.
Ich sollte das wirklich immer so machen. Man nimmt jedes Teil nur einmal in die Hand und es sofort vernüftig gekennzeichent und einsortiert. Soviel mehr Zeit hat das jetzt auch nicht in Anspruch genommen.
Irgendwie hat sich bei den ganzen Teilen auch ein Ölfilterschlüßel mit eingeschlichen.
Nach etwas Zugabe von Rostlöser war er dann auch wieder gelenkig. So´n Ding habe ich bisher noch nicht. Gefehlt hat er mir allerdings auch noch nie..
Der ganze Berg von Zierleisten ist ungekennzeichnet geblieben. Für jede einzelne jetzt extra ein Etikett zu drucken war mir dann doch zu viel Arbeit.
Die landeten sowieso auch nicht irgendwo im Regal. Ich hab sie erst mal zu den Sachen von meinem Passat TS gelegt. Da weiß ich ja immer noch nicht ob dafür alle Leisten vorhanden sind. Jetzt sollte ich auf jeden Fall gut gerüstet sein.
Mittlerweile kann ich auch verstehen, daß man so bescheiden an gute Sitz herankommt. Deren Lagerung ist wirklich extrem Platzraubend.
Das ist jetzt schon Sitz vier und fünf, die gleich am Eingang stehen.
Bei der schwarzen Sitzausstattung des Schlachters bin ich allerdings recht zuversichtlich, daß die hier nicht lange stehen werden. Es wurde bereits Interesse bekundet.
Und ein Teil habe ich dann gleich wieder mit nach Hause genommen.
Das Amaturenbrett lager ich dann doch lieber in der Klimakammer. Hier liegt es dunkel, staubfrei und bei gleichbleibender Luftfeuchtigkeit. Mehr kann man wohl nicht zum Erhalt tun.
Achso, eins noch zum Schluß. Die beiden Kotflügel sind nicht neu. Das habe ich auch nie geschrieben. Es sind „nur“ sehr gute gebrauchte, die neu lackiert wurden. Nur damit es keine Mißverständnisse gibt. 😉
Die ganze Geschichte der Passat-Schlachtung auf der Wiese
Angefangen hatte die Story bereits Ende Juni. Über den OST-Blog bekam ich folgende Nachricht:
Hallo, ich hätte noch einen Passat von 1977 abzugeben, der seit 1990 in der Garage so langsam vor sich hinaltert. Gruß Günter
Das konnte bei mir zunächst noch keinen erhöhten Adrenalinausstoß hervorrufen. Da will bestimmt wieder, sein völlig vergammeltes Zwischenmodell zu einem Liebhaberpreis an den Mann bringen. Nachdem ich dann rausbekommen hatte, das er auch nicht gerade um die Ecke steht, war erst Mal Funktstille. Günter fragte dann nach zwei Wochen noch mal nach ob Interesse vorhanden ist. Auf meine erneute Nachfrage wurde es dann, etwas interessanter:
Hallo Olaf, wenn ich mich recht entsinne hat er die Chromstoßstangen mit den Kunststoffkappen auf den Ecken. Evtl. komm ich nächste Woche dazu den Wagen mal freizuräumen, mal schauen wie er aussieht. Ich weiß nur noch nicht wie ich das Ding rauskriegen soll.
Im Vorwege konnte ich schon klären, daß er schwarz ist, eine große Heckklappe, ein Sonnendach hat und vorne durch einen Unfall lediert ist. Alles wirklich nicht so der Kracher.
In der ersten Augustwoche habe ich dann mal zwei Bilder bekommen.
Achtung! Ihr müßt jetzt ganz stark sein!
Halleluja! Was ist das denn? Nee, das ist nichts für mich. Das tue ich mir nicht an. Dafür mit einem Trailer von Hamburg bis ins Münsterland. Niemals! (mehr …)
OST-Blog on tour – Münsterland
Moin zusammen. Heute gibt es nur ein kleines Video. Zu mehr hat es leider nicht gereicht. Bitte noch ein wenig Geduld.
Sonst hat aber alles so geklappt, wie ich es geplant hatte!
Die ganze Geschichte mit vielen Bildern und weiteren Infos folgt dann am Donnerstag. So viel sei schon mal verraten. Ich war im Münsterland und hab mir noch einen 32er Passat gekauft…
Was dann allerdings passiert ist, habe ich in dieser Form selbst noch nicht durchgezogen. 😉
Sorry fürs Warten.
Ich hoffe das Video entschädigt ein wenig und macht Lust auf mehr.