Tag Archive: Heckblech
Leute, so wird das nichts!
Leute, Leute. Ich bin wirklich etwas enttäuscht von Euch. Das muss eindeutig wieder besser werden.
Ihr habt wirklich geglaubt , dass ich jetzt plötzlich so einen Pfusch abliefere?
Die Schweißnähte nicht richtig verschliffen, die Reste vom Filzteppich einfach mit der Sprühdose überlackiert, die blind reingekloppte Auflage für den Heckklappenpuffer und überall rund um das neue Blech noch reichlich Gammel. (mehr …)
Erst einmal geht es hinten weiter
Pfusch ab Werk
Seitenwechsel
Wann hört das endlich auf?
Früher oder später musste die hintere Stoßstange ihren Platz ja mal verlassen. Nur so komme ich vernünftig an die beiden verfaulten Ecken vom Heckblech. Um von innen an die beiden Muttern zu gelangen war mal wieder etwas Filzteppich im Weg. Auch hier war wieder alles großzügig mit dem Zeug verkleidet.
Das hatte ich ja schon vor langer Zeit gesehen. Nicht gesehen hatte ich allerdings was sich unterm diesem Teppich verbirgt.
Das ist genau der Punkt, an dem der Gummipuffer von der Hecklappe auf dem Heckblech aufliegt. (mehr …)
Filzteppich ist ein geiles Zeug
Ich persönlich habe nie behauptet, dass der GT rostfrei ist. Einige Stellen habe ich ja schon gezeigt, andere nur leicht angerissen. Sicher hatte ich auch schon mal erwähnt, dass die Endspitzen nicht mehr so ganz taufrisch sind. Da ich mit meiner Baustelle im Übergang vom Schweller zum Radlauf noch nicht so richtig weiterkomme, habe ich mir mal eine neue Beschäftigung gesucht.
Mir war klar, dass es hier nicht nur um die Endspitze geht. Da wartet mehr Arbeit. (mehr …)
Die Fettküche ist aufgebaut
Natürlich bekommt der Passat TS auch noch eine ausgiebige Hohlraumversiegelung. Die werde ich Stück für Stück durchziehen. Immer dort wo es gerade sinnvoll ist. Entweder weil man gerade gut rankommt oder die Bereiche die konserviert werden müßen, bevor andere Bauteile den Zugang versperren.
Dafür brauchte ich zunächst einmal etwas Platz auf der Fensterbank um die ganzen Utensilien griffbereit zu plazieren.
Mehr braucht es nicht: Eine doppelte Heizplatte, ein Föhn mit einem langen Luftschlauch, eine Druckbecherpistole mit den Sonden, einen Topf und ein Thermometer. Da es sich bei mir bewährt hat und weil mir das Zeug auch nach mehreren Jahren bei meinem Passat GLS noch aus allen Ritzen kommt, bleibe ich dem Mike Sanders Fett treu.
Die Zubereitung ist denkbar einfach. Einfach die benötigte Menge in einen Topf geben und erhitzen.
Durch die Hitze wird das Korrosionschutzfett schnell flüssig. Lösungsmittel sind in dem Fett nicht enthalten. Das Zeug läuft also auf ewig und immer bei Hitzeeinwirkung in alle Ritzen und Hohlräume. Das langt es schon den Wagen im Sommer einmal in der Sonne stehen zu lassen. Schon sieht man wie es auf z.B. aus dem Ablaufbohrungen in den Türen nachtropft.
Für die Verarbeitung ist eine Temperatur von ca. 100°C ideal. Dabei wird das Fett dann ungefähr so flüssig wie Motoröl.
Das ich hier jetzt genau bei 100°C auf den Auslöser gedrückt habe ich allerdings Zufall. So genau braucht man sich da nun auch nicht dran halten.
Es folgt das Umfüllen in den, auf der zweiten Herdplatte, vorgeheizten Behälter der Druckbecherpistole. Dann noch das Aufschrauben der vorgeheizten Pistole mit mit Sonde. Gut fünf bis zehn Minuten kann man das Fett jetzt bei ungefähr 8 bar problemlos verarbeiten.
Angefangen bin ich mit dem Hohlraum hinter der Heckschürze. Hier gibt es auf der rechten Seite ein serienmäßige Bohrung im Holm. Die Sonde ist lang genug um ganz bis zur linken Seite vorzudringen.
Weiter gings dann in den beiden hinteren Längsträgern. Von hier gelangt man mit der Sonde fast bis zu den kritischen Achsaufnahmen.
Aus der Ablaufbohrung des Heckblechs ist das Fett derweil schon wieder unten herausgekommen. Ein gutes Zeichen, daß man wirklich alle Bereiche erwischt hat.
Auch durch irgendwelche kleinen Löcher im Bereich der Achsaufnahme kam das Mike Sanders Fett sofort wieder raus.
Ich wußte gar nicht, daß es hier überhaupt Löcher gibt. An drei Stellen gleichzeitig trat das flüssige Fett wieder aus.
Nachdem der Nebel sich aus den Längsträgern dann verzogen hatte, folgte die abschließende Kontrolle.
Wenn das jetzt fast 40 Jahre ohne Konservierung gehalten, sollte es wohl in den folgenden Jahren keine Probleme mehr geben. Die alten Stücke werden ja längst nicht mehr so hart rangenommen. Alltagsbetrieb und gelegentliche Bewegungsfahrten bei schönem Wetter sind schon ein erheblicher Unterschied.
So darf denn auch mal ein Regenschauer kommen. Überall eine ordentliche Schicht Mike Sanders Fett. Bestens gerüstet für ein langes Passat-Leben.
Hamburg ist grün
Ich brauche wohl nicht lange um den heißen Brei herumreden. Was gestern passiert ist, dürfte wohl klar sein. Die hinteren Radhäuser sind jetzt viperngrün.
Damit ist wohl die letzte größe Lackierarbeit von meiner Seite abgeschlossen.
In meiner Lackbar sieht es mitterlweile auch schon recht chaotisch aus. Wäre gut, wenn hier dann bald auch mal wieder etwas Ordnung einkehrt.
Größere Vorarbeiten standen nicht mehr an. Nur die Kante, die am Ablekeband enstand als ich den Steinschalgschutz aufgespritzt hatte, bekam noch mal einen letzten Schliff. Einmal mit dem Schleifer lang und der Absatz war annähernd verschwunden.
Angenehmer Nebeneffeffekt: Die Radlaufkante wird auch gleich unschöner Erhöhungen beraubt.
Dann ging´s los. Den Basislack hatte ich mir übrigens spritzfertig liefern lassen. Einfach rein in die Pistole und es kann losgehen. Sehr praktisch.
Eine zusätzliche Schicht Grundierung ist bei Steinschlagschutz nicht erforderlich. Der Abstand zwischen Auftragen und Überlackieren sollte nur nicht zu groß werden. Vierundzwanzig Stunden sind da kein Problem.
Was soll ich noch groß schreiben. Nach dem Basislack kam der Klarlack und das war´s.
Trotz der Panne mit dem Steinschlagschutz ist es ganz manierlich geworden. Ich hab mich auch bemüht etwas mehr Lack an die Innenseite der Radhäuser zu bekommen als da ursprünglich vorhanden war.
Im hinteren unteren Drittel hätte es etwas mehr sein können, aber dafür gab es eine Schicht Klarlack mehr. Und bei Metallicklack ist das ja genau diese Schicht vor Rost schützt. Der Basislack trägt zum Rostschutz so gut wie nicht bei.
Wichtig waren mir noch die unteren Kanten von Heckblech und Endspitzen. Ich hab da mal was munkeln hören: Angeblich bücken sich Lackierer nicht so gerne. 😉
Sollte dieses Gerücht stimmen, kann mir da wenigstens nichts passieren. Alle Kanten untenrum und auch die Radlaufkanten, erhielten von innen her einen vernüftigen Überzug.
Panne vom Sonntag ausgebügelt

Das war endlich mal wieder ein Tag ganz nach meinem Geschmack. Auch wenn ich zwischendurch einmal unfreiwillig in der Klemme steckte. Am Ende fand ich es einfach nur belustigend.
Gleich zum Tagesstart konnte ich zwei neue Dosen Steinschlagschutz in Empfang nehmen. Die hatte ich Sonntag Abend noch eben bestellt. Damit steht dem zweiten Versuch, den Steinschlagschutz in die Radhäuser zu bekommen, schon mal nichts mehr im Wege.
Kurz darauf schneite schon die nächste freudige Überraschung rein. Die Bronzecolor-Frontscheibe die später beim Passat TS zum Einsatz kommen soll.
Die habe ich von Blog-Leser Ralf aus Berlin. Im Gegenzug werde ich mich jetzt mal nach einem Teil für ihn umschauen, welches vor einem Jahr hier auch schon mal mehrfach thematisiert wurde. Einen Ölfilterhalter mit Thermostat und Ölkühleranschluß.
Dann gings vormittags noch mal wieder zum Hauptzollamt in die Hafencity. Ich mußte wieder eine Sendung mit NOS-Teilen aus den USA abholen und vor Ort versteuern. Diesmal war ich auch so schlau und bin gleich in die Tiefgarage vom Zollamt gefahren. Draussen sind nämlich nicht wirklich viele Plätze wo man sein Auto legal abstellen kann.
Direkt vor mir fuhr so eine neumodischer BMW-SUV in die Garage. Dem bin ich dann einfach immer gefolgt. Das war jetzt wohl nicht ganz so schlau, denn das war anscheinend ein Mitarbeiter vom Zollamt und die haben besondere Stellplätze. Und die Zufahrt zu diesen Plätzen ist eigentlich durch eine Schranke gesperrt. Nur eben nicht wenn man ganz dicht hinterherfährt. 😉
Leider war dann vorne Schluß, ich mußte also wieder zurück. Da war die Schranke aber schon wieder zu.
Und nu? Ich hab mein Volvo dann abschlossen und habe mir als erstes Mal meine Wartenummer für die Paketabholung besorgt. Jetzt konnte ich mich mal darum kümmern, daß mir jemand die Schranke wieder öffnet. Am Empfang wollte ich dann mein Problem schildern. „Ich stehe in der Tiefgarge und…“ Da drückte mir einer der Herren schon eine Wertmarke für die Ausfahrt in die Hand. „Danke, aber das ist noch nicht ganz mein Problem.“ Bis ich denen nun verklickern konnte, wie ich hinter die Schranke gekommen bin, hat es etwas gedauert. „Das geht gar nicht!„, erwiderete der eine immer nur. Irgendwoher besorgte er dann doch eine Funkfernbedienung und kam mit mir runter und öffnete mir die Schranke.
Nun dauerte es auch gar nicht mehr lange und ich konnte mein Paket in Empfang nehmen.
Später in der Werkstatt warf ich dann als erstes einen Blick in die Radhäuser. Viel von dem Steinschlagschutz ist zum Glück nicht mehr abgesackt.
Nur ein paar kleinere Bereiche, wie dieser hier, sind seit Sonntag noch dazugekommen. Die Flächen die ich mit dem Pinsel glatt gestrichen hatte, sahen alle noch gut aus.
Also ran an den Speck diesmal aber ein klein wenig vorsichtiger. Am Ende ist dann aber doch wieder fast eine ganze Dose Steinschlagschutz bei draufgegangen.
Die ausgepinselten Stellen sind so gut wie nicht mehr zu erkennen. Da muß man schon gezielt nach suchen. Das ist halt der Vorteil, wenn auch im Werk damals nicht so sauber gearbeitet wurde.
Der Übergang von den Endspitzen zum Heckblech ist mir allerdings nicht so ganz gelungen. Obwohl ich extra nicht ganz bis ans Klebeband ransprüht habe, ist mir der Übergang noch etwas zu hart.
Wenn das Zeug vernüftigt ausgehärtet ist, werde ich hier wohl noch mal etwas mit Schleifpapier zu Werke gehen.