Carfreitagsbraterei

Eines habe ich mir am gestrigen Carfreitag fest vorgenommen: Nicht eher aufhören, bis das Blech sitzt!

Das ist halt die Strafe für zu schnelles Fahren. Andere machen sich einen lauen Lenz und ich muss die Zeit nutzen um etwas zu schaffen.

passat-blech

Die Zeit habe ich aber auch gebraucht.

Von innen hatte ich mir die Umrisse des Ausschnitts ja neulich schon auf das Blech übertragen. Das war aber nur ein grober Anhaltspunkt. Bis ich alleine die linke Seite so weit hatte brauchte es fast eine Stunde.

Damit hatte ich jetzt aber eine richtig sitzenden Kante auf die ich immer wieder zurückgreifen konnte. Die nächste Stunde ging dann für die rechte Seite drauf.

passat-b1-blecharbeiten

Auch hier überlappte das Blech immer noch. Millimeter für Millimeter wurde das Blech zu Staub.

So ziemlich der letzte Punkt war dann der Bereich unten an der Schwellerkante.

passat-32-schwellerfalz

Nachdem die Schräge dort hergestellt war, konnte ich den letzten Rest der Kabelkanalrundung anpassen. Das war dann die nächste abgelaufene Stunde.

Nach drei Stunden war ich dann endlich soweit. Das Blech sitzt, hat rundherum etwas Luft und das Schweißgerät liegt griffbereit.

blech-vorderes-radhaus

Mit einzelnen Punkten an den kritischen Stellen habe ich es dann zunächst rundherum fixiert.

Um dann den Spalt rundherum zu verschweißen.

Schweissen-passat

Vorsichtshalber habe ich mir mal ein nasses Handtuch griffbereit auf den Schweller gepackt. Besser ist das. Die Flammen im Inneren hielten sich aber im Rahmen und ich konnte sie jedes mal einfach auspusten.

Fehlt noch der Punkt, den wohl jeder hasst: Das Glattschleifen der Schweißnähte.

schweissnaht-putzen

Es gibt wohl kaum eine stupidere Arbeit.

Deswegen habe ich zwischendurch auch öfters mal eine kleine Pause eingelegt. In eine dieser Pausen habe ich eben die noch fehlende Verbindung zum Bodenblech hergestellt.

Schwellerkante-passat-b1

Da ich beim Abbohren mehrfach komplett durchgeschossen bin, musste ich das teilweise von unten durchführen.

Zusätzlich gab es dann noch ein paar weitere Punkte von der Vorderseite.

a-saeule-passat

Als sehr hilfreich erwies sich dabei der Überstand des neuen Blechs. Den habe ich zunächst bewusst erhalten um die Hitze beim Schweißen besser loszuwerden. Direkt am Rand brennt man sich ja sonst gerne mal die Abschlusskante kaputt. Die endgültige Form brachte dann ein waagerechter Schnitt mit der Trennscheibe.

Noch ein paar kurze Wischer mit der Schleifscheibe und das Blech ist soweit drin.

blech-sitzt

Das Endfinish fehlt noch. Mitunter muss ich noch mal etwas nachschweissen. Ein paar kleine Lücken in der Schweißnaht sind beinahe unvermeidlich. Die sieht man wenn man sich die Sache von innen betrachtet und der Strahler durchscheint. Von innen hatte ich auch keinen Bock mehr die Schweißnähte zu abschleifen. Zum Glück gibt es hier aber nicht ganz so viel zu tun, da ich ja nur von außen geschweißt habe. Dicke Schweißraupen sind hier nicht vorzufinden. Höchstens mal ein paar kleine Berge von einigen Durchschüssen.

Etwas Zeit hatte ich dann sogar noch. Da kann ich ja gleich eine Etage höher weitermachen.

blech-oben

Zumindest schon mal raus mit den Blech.

An der eigentlichen A-Säule waren dann noch zwei Schweißpunkte die ich aufbohren musste.

A-saeule-abbohren

Hier sitzt direkt unter der mittleren Kotflügelschraube noch eine innenliegende Verstärkung.

Dann war Feierabend. Das Blech, was hier jetzt reinkommt, ist gegen das untere Stück ein Kinderspiel. Das geht schnell. Bis auf eine leichten vertikalen Knick birgt das keine Gemeinheiten.

blech-a-saeule

In diesem Sinne: Frohe Ostern

4 Kommentare

  1. Günter

    Glückwunsch !!!

    Ich wußte vor ein paar Wochen schon, daß du das perfekt beherrschst
    Nur deine Flex ……

    Antworten
  2. Harald

    Schön gelöst Olaf ! In meiner Garage hängt gut sichtbar ein Spruch: „die Zeit der Beschäftigung mit einer Sache, ist der Schlüsselfaktor zum Gelingen“.
    Trifft auch auf diese Arbeit wieder voll zu !
    Gruß
    Harald

    Antworten
  3. Ingo

    Ohne klugscheißen zu wollen(!): guck Dir mal die Einstellungen Deines Schweißgeräts an. Da ist noch Optimierungsbedarf.
    Und dann hält sich or allem die Flexerei auch in Grenzen.
    Du hast ja bis ins gesunde Blech geschnitten, besser kann man das ja gar nicht machen. Wenn Du da nicht riesige Spalte überbrücken musstest, evtl. den Drahtvorschub minimal runter und auch die Leistung höher stellen. Dann nicht zu kurz punkten, um nicht nur Berge aufzubrutzeln, sondern auch durchzuschmelzen.
    Ansonsten fein gemacht!
    Frohe Ostern!

    Ingo

    Antworten
    1. OST (Beitrag Autor)

      Du hast ja so Recht! Mit den Nähen bin ich in der Tat selber nicht glücklich. Irgendwie kriege ich keine bessere Einstellung hin.

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