Rundumschlag

Gestern ging es los. Ein kleiner Zwischeneinsatz am Volvo soll endlich das Klappern und Scheppern an der Vorderachse beseitigen.

Das Erste was mir allerdings auffiel, war eine offensichtlich undichte Bremsleitung.

Die Schläuche hatte ich ja vor anderthalb Jahren zur HU neu gemacht. Da war ich wohl etwas zu zaghaft beim Festschrauben. Eine knappe halbe Umdrehung war da locker noch drin.

Auch der Verursacher für dieses helle Klacken beim Bremsen war schnell gefunden.

Oben fehlte das kleine Blech zwischen Bremsbelag und Träger. Also schon wieder Pfusch am Bau.

Die Traggelenke auf beiden Seiten zeigten sich meiner Meinung nach unauffällig. Richtig stramm sind sie zwar nicht mehr, aber fühlbares Spiel konnte ich nicht feststellen. Die kommen aber trotzdem beide neu.

Blöderweise ist mir beim Ausbau eine Schraube abgerissen, mit der das Traggelenk unten im Federbein befestigt ist.

Jetzt wollte ich mir aber erst mal den Stoßdämpfer genauer angucken. Denn auch das Domlager hatte offensichtlich keinerlei Blessuren.

Da war dann auch endlich mal ein Hauch von Verschleiß zu finden. Wenigstens etwas, was die Geräusche eventuell erklären könnte. Die Kolbenstange hatte in der oberen Führung merklich Spiel.

Da es sich um Volvo-Stoßdämpfer handelte, gehe ich mal davon aus, dass es sich noch um die ersten Dämpfer handelt.

Damit hätten die jetzt knapp 330.000 Kilometer auf der Uhr.

Einen neuen Stoßdämpfer brauche ich in das Federbein allerdings erst reinstecken, wenn ich die abgerissene Schraube da irgendwie herausbekomme.

Die ist direkt hinterm Schraubenkopf abgerissen. Zum Glück. Denn nur so hatte ich die Möglichkeit auf den Stummel eine ordentliche Mutter aufzuschweißen.

Damit kam der gut vier Zentimeter lange Gewinderest dann sogar verhältnismäßig einfach heraus. Da hatte ich eigentlich mit mehr Gegenwehr gerechnet.

Es ging dann aber noch weiter mit dem Zerlegen. Bremsscheibe und Bremssattelhalter verschwanden auch noch.

Die Bremsscheibe habe ich runter genommen um mal einen vernünftigen Blick auf das Bremsstaubblech zu bekommen.

Das war nämlich an einer Stelle komplett durchgefault. Dabei sah es hier, am Federbein der Beifahrerseite, sogar noch verhältnismäßig gut aus. Links ist das Loch schon viel größer.

An die Bremsscheibe habe ich dann noch kurz den Meßschieber ran gehalten. Den Grat hatte ich zuvor mit der Flex entfernt.

Die habe ich bei 188.000 km im November 2011 erneuert. Von den ursprünglich 26 mm, sind jetzt noch 24 mm über. Verschleißgrenze liegt bei 23 mm. Die würden wohl noch etwas durchhalten, aber da ich schon mal dabei bin, mache ich sie jetzt auch gleich neu.

Um das Bremsstaubblech abschrauben zu können, muss die Radnabe runter.

Um die Radnabe allerdings abnehmen zu können, hätte ich eine 36er Nuss gebraucht. Hatte ich aber nicht! Was ist das eigentlich für eine Werkstatt?

Die wanderte dann neben den Bremsscheiben, den Bremsstaubblechen, einem Spurstangenkopf, Stabigummis und weiterem Kleinkram gleich noch mit auf die Bestellung.

2 Comments

  1. MainzMichel

    Kein „normaler“ Schrauber hat eine 36er Nuss. Ich musste mir die auch erst anschaffen, um damit am Wohnmobil den Ölfilter wechseln zu können.

    Reply
    1. GLI

      Wer an luftgekühlten VW schraubt, hat eine 36er Nuss. Da gibt es nämlich mindestens drei verschiedene Stellen wo SW36 eingesetzt ist.

      Reply

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