Schnitzelfahrt 2.0 – Rückblick

Am Samstag vor Pfingsten war ich mit ein paar anderen Glücklichen wieder bei der Wattnschrauber Schnitzelfahrt am Start.

Den vereinbarten Treffpunkt erreichte ich leider erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung. Erst dicken Stau in Hamburg erwischt, dann dann noch verfahren und mich plötzlich schon vor den Toren von Büsum wieder gefunden und dann noch den falschen Parkplatz am Eidersperrwerk angesteuert.

Das waren ja gute Vorzeichen für eine Schnitzelfahrt.

Bis ich dann mal so richtig angekommen war, waren die meisten schon dabei sich über den Fragebogen herzumachen.

Die Schnitzelfahrt sei hier noch einmal kurz und knapp erklärt: Es gibt einen Fragebogen, diesmal mit fünfzehn Fragen, deren Antworten die anzufahrenden Streckenpunkte ergeben.
Aus diesen Streckenpunkten muss nun jeder selber eine Strecke basteln und dann versuchen das Ziel mit möglichst wenig gefahrenen Kilometern erreichen.

Das große Rätselraten hat begonnen und schon nach kurzer Zeit fuhr das erste Team vom Platz.

Das haben die bestimmt nur gemacht, um uns etwas unter Druck zu setzen. So schnell konnten die noch gar nicht alle Fragen beantwortet haben.

Bei mir bestanden zu dieser Zeit auf jeden Fall noch etliche Leerzeilen auf den Antwortbalken.

Gut zwanzig Minuten später fühlte ich mich dann auch so weit gewappnet und begab mich zum ersten Zielpunkt.

Weiter ging es entlang der Eider, auf teils richtig schnuckeligen Wegen.

In Groven dann der nächste Streckenpunkt, den es mit einem Foto zu dokumentieren galt.

In Schlichting sollte der Besuch mit einem Foto vom Ortschild nachgewiesen werden und an der Eiderschleuse in Neufeld dann die erste besetze Kontrolle.

Neben Kaffee und Kuchen gab es hier dann auch eine Sonderaufgabe zu absolvieren. Aus einen 20 Liter Sack Katzenstreu, waren genau 759 Gramm in eine Tupperschale abzufüllen. Ich habe mich als erster dieser Herausforderung gestellt, lag dann nur gut 30 Gramm daneben und das wurde später auch nicht mehr unterboten.

Nach der kleinen Pause ging es weiter Richtung Hennstedt.

Respekt übrigens an Daniel, der wirklich den ganzen Tag mit seiner David Hasselhoff-Perücke herumrannte.

Der nächste Punkt lag nur unweit weiter. Es ging zum Golf-Club Appel Dör. Hier hatte ich für lange Zeit das letzte Mal Kontakt mit irgendwelchen Mitstreitern, denn meine ausgearbeitete Route war irgendwie nicht so ganz richtig.

Anstatt nun nach Heide zu fahren, verschlug es mich zunächst nach Nordhastedt. Nachdem ich dann das Beweisfoto an Lars geschickt hatte, kam als Antwort dann prompt, „Warst Du schon in Hemmingstedt?“
Da wurde mir dann auch klar, das hier irgendwas faul ist. Denn die Mühle in Hemmingstedt war erst mein nächstes Ziel.

Von hier aus ging es dann nach Heide.

Andersherum wäre es eindeutig klüger und damit kürzer gewesen.

In Heide mussten wir dann doch tatsächlich wieder das Auto verlassen und ein Marsch durch die City machen.

Hut Lambrecht wollte dokumentiert werden.

An der Bushaltestelle in Odderade traf ich dann endlich auch mal wieder auf Mitstreiter.

Von nun an, war mein Weg dann wohl wieder richtig.

Unweit von Odderade ging es dann noch zur Fünffingerlinde und dort war wieder eine besetzte Kontrolle.

Neben kleiner Marschverpflegung stand auch hier wieder eine Sonderaufgabe auf dem Zettel.

Lars hatte in einem Querlenker ein Loch gebohrt und dort eine Schraube befestigt, die man nur durch ein gut 5cm großes Loch mit den Fingerspitzen so gerade eben von innen erreichen konnte. Dort sollten wir jetzt einfach eine Mutter aufdrehen.
Ich wollte erst gar nicht antreten, nachdem ich mal versucht hab, die Schraube irgendwie zu erreichen. Schier aussichtslos erschien mir dieses Vorhaben. Versucht habe ich es dann trotzdem und war plötzlich nach 16 Sekunden fertig.
Diese Zeit blieb wohl dann mit weitem Abstand die Bestzeit. – Sorry!

Und noch ein Sonderaufgabe galt es abzuarbeiten. Wir sollten und irgendwo unterwegs ein Eis holen und auch davon ein Beweisfoto abschicken.

Da kam die Eisdiele in Hanerau-Hademarschen doch gerade richtig.

Ein Stückchen weiter im Ort war dann auch noch der nächste Streckenpunkt.

Auch abgefrühstückt. Damit waren wir so gut wie durch.

In Bornholt gab es noch ein Foto am Ortsschild und dann ging es mit der Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal.

Auf der andere Seite haben wir dann auch schon das Tagesziel erreicht.

Der Biergarten vom Kanal 33, welcher tatsächlich nicht am Kanalkilometer 33 liegt. 😉 Bis Hohenhörn sind es tatsächlich erst 24 Kilometer.

Bei guten Wetter, einem kühlen Getränk und einem kleinen Snack ließen wir hier den Tag ganz in Ruhe ausklingen. Das war mal wieder ein rundum gelungener Ausflug.

Durch meine Irrfahrt vor Heide konnte ich meinen Sieg vom letzten Jahr leider nicht wiederholen, landete am Ende aber immerhin noch auf dem 3. Platz.
Ist aber eigentlich auch völlig wurscht. Auch wenn ich letzter geworden wäre, hätte ich mit Sicherheit genauso viel Spaß gehabt und würde jederzeit wieder mitfahren.
Lars, das hast Du wieder gut hingekriegt. Danke


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