Wie geplant ging es bereits am letzten Donnerstag auf den Weg zum Passat-Treffen.

Gemeinsam mit Rainer ging es bei mir in der Firma los. Die Autobahn liegt ja direkt vor der Tür und nach nicht einmal zweieinhalb Stunden war der Törn auch schon beendet.
Kurz vor Rechlin hatten wir noch eine Pinkelpause eingelegt und vom Parkplatz konnten wir Dirk an uns vorbeidüsen sehen. Gemeinsam trafen wir dann am Feriendorf „Müritzufer“ in Rechlin ein und standen dort zunächst etwas ratlos vor einer verschlossenen Schranke.

Auf Nachfrage öffnete Heiko dann mit seinem Schlüssel die Schranke für uns und wir konnten nach unten zum Treffengelände vorfahren.

Ein wirklich idyllisches Plätzchen hier. Heiko und Evy, die beiden Organisatoren, nahmen uns gleich in Empfang und versorgten uns mit ersten Infos. Daniel stand auch schon Gewehr bei Fuß. Für ihn hatte ich einen Kühlwasserschlauch mitgebracht, auf den er sehnsüchtig wartete.
Nachdem diese Formalitäten durch waren, war auch mal Zeit seinen Blick in die andere Richtung schwenken zu lassen.

Wir befanden uns hier direkt am Müritzufer. Ganz so wie es der Name des Feriendorfes versprach.
Gemeinsam mit Anja und Matthias habe ich mir die obere Etage in einem der Ferienhäuser geteilt.

Nach dessen Bezug war dann auch das Problem mit der Schranke gelöst. Der Schlüssel fürs Haus passte auch dort. Die Krux an der Sache: Ich habe die ganzen Tage wieder nie den Schlüssel für die Schranke gebraucht. Immer wenn ich die folgenden Male hier rein wollte, stand die Schranke offen.
Nach und nach füllte sich das Gelände.

Mich verschlug es noch mal nach Rechlin zum Einkaufen und zu einer kleiner Tour in die nähere Umgebung. Abends gab es dann eine große Runde am Grill und wir ließen uns gemeinsam von den Mücken pisacken.
Am Freitag stand eine Orientierungsfahrt auf dem offiziellen Programmzettel. Start war um 10 Uhr. Als ich dann um kurz vor 10 Uhr zum Frühstück erschien, hatte ich die Terrasse fast für mich alleine.

Ich habe die Fahrt nicht mitgemacht und hatte daher etwas mehr Zeit.
Den Tag habe ich mir komplett selber geplant und als ich um zwanzig nach zehn den Platz verlies, war das Gros der Teilnehmer schon auf ihrer Fahrt.

Für mich ging es auf eine große Schleife hoch bis Demmin und zurück über Stavenhagen, Neustrelitz, Wesenberg und Mirow.

Durch meine Windschutzscheibe hatte ich dabei sehr oft die typischen Alleen vor der Nase. Viel Land und wenig Leute prägen diesen Teil von Deutschland.
Pünktlich zur abendlichen Grillrunde war ich dann auch wieder zurück.

Michi hatte mal wieder eine reichhaltige Auswahl an Ketchup zur Verfügung gestellt.

Grillwaren hat sich jeder nach seinem Geschmack selber besorgt.
Um kurz vor zehn wurde es plötzlich merklich leerer in der Runde. Es zog die Massen zum Strand.

Die Sonne verabschiedete sich für diesen Tag.
Richtig dunkel war es danach aber noch lange nicht.

Bis zur völligen Dunkelheit vergingen noch einige Viertelstündchen und auch danach war noch lange nicht Schluss mit der geselligen Runde. Teilweise sieht man sich ja nur einmal pro Jahr und da gibt es natürlich immer viel zu erzählen.
Nach einer kurzen Nacht, war ich tatsächlich schon vor 8 Uhr auf den Beinen und hab mir erst mal einen Blick vom Balkon gegönnt.

Noch standen alle Motoren still und es herrschte ein herrliche Ruhe.
Beim Frühstück wurde es dann gleich etwas lebhafter.

Normalerweise gibt es hier gar kein Frühstück. Das hat das Restaurant „Toscana“ extra für uns inziniert und es ließ absolut keine Wünsche offen.
Für den Samstag stand ein Museumsbesuch, ein gemeinsames Mittagessen und eine kleine Ausfahrt auf dem Programm.

Pünktlich um 10 Uhr ging es los zum Museum, welches sich in unmittelbarer Nachbarschaft befand.
Es war wirklich nur eine kurze Passage innerhalb Rechlins.

Ziel war das Luftfahrttechnisches Museum Rechlin e. V.
Keine Viertelstunde später standen wir alle mitten auf dem Museeumsgelände.

Auch ein Privileg, das wir nur als Gruppe erhielten.

Zur groben Erläuterung sei gesagt, dass das gesamte Gebiet rund um Rechlin lange Zeit Sperrgebiet war und erst nach dem Abzug der sowjetischen Truppen im Jahr 1993 wieder für die Allgemeinheit zugänglich war.

Neben allerlei Fluggeräten, gab es auch schwimmende Gefährte zu sehen. Hier sogar ein schwimmender Trabbi.

Aufgeteilt in zwei Gruppen gab es eine sehr interessante Führung über die die Geschichte dieses Standortes und Entwicklung in der Luftfahrt.

Um 13 Uhr war dann Abfahrt zum gemeinsamen Mittagessen.

Auch die wurde nur ein kurze Überführung innerhalb Rechlins.

Nach nicht einmal zehn Minuten belagerten wir die Wiese vom Möwennest.

Von oben sah das dann so aus.

Nach dem Mittag hab ich mich dann ausgeklinkt und lies die anderen ziehen.

Ich brauche halt meine Freiheiten und wenn man schon mal in einer anderen Ecke von Deutschland ist, will man ja auch seinen eigenen Interessen folgen.
Pünktlich zur Vorstandssitzung war ich dann aber auch wieder mit dabei.

Im Anschluss folgte dann noch ein kleiner Schraubereinsatz. Rainers Passat ist während der Ausfahrt wohl etwas heiß geworden. Dabei soll der Motor sehr hoch gedreht haben und extrem geklingelt haben. Rainers erste Vermutung war, dass ich der Verteiler verdreht hatte.

Das würde dann auf meine Kappe gehen, denn ich hatte gerade erst den Zahnriemen erneuert. So ging meine erster Griff dann auch Richtung Verteiler. Der war bombemfest.
Als Fehler stellte sich dann aber etwas ganz anderes heraus: Das Heizungsventil war gebrochen und Kühlwasser war komplett weg.
Nachdem wir das provisorisch geflickt hatten ging es zurück zum Restaurant. Das hatte extra wegen uns seine Öffnungszeiten verlängert und wer wollte konnte noch das WM-Spiel von Deutschland gegen die Elfenbeinküste verfolgen.
Damit sind wir auch schon am Sonntag, dem letzten Tag angekommen.

Obwohl noch reichlich Programm angesagt war, stand für viele jetzt schon die Abreise auf dem Zettel.

Auch für mich war die für den heutigen Tag angesetzte Gutshaustour leider terminlich nicht passend. Obwohl sie mich wirklich gereizt hätte, war die geplante Endzeit gegen 16 Uhr dann doch etwas zu spät.
Ich bin dann nur noch einmal mit dem TS runter zum Strand um ein Abschiedsfoto zu machen.

Nach Räumung der Bude ging es für mich dann auf den Weg nach Hause.

Nichts deutete mehr auf ein Passat-Treffen hin.
Einen Spot, den die Gruppe am Samstag nach dem Mittagessen gemeinsam angesteuert hatte, hab ich mir noch mal für mich alleine vorgenommen.

Das Schloss Retzow lag ja praktischerweise gleich nebenan.
Von dort ging es dann in einem Rutsch nach Hause.
Vielen Dank auf diesem Wege noch mal an Evy und Heiko für das tolle Treffen.
