Monatliches Archiv: April 2011

Geeignetes Ersatzradio gefunden

Blaupunkt Coburg Stereo CR

Gezwungenermaßen mußte ich mich ja von dem ursprünglichen Plan, den Philips Selberfinder in den ´76er einzubauen, verabschieden. Dafür wird jetzt ein Blaupunkt Coburg Stereo CR Super-Arimat aus dem Jahr 1979 das Loch im Armaturenbrett stilvoll ausfüllen. Einen gewissen Standard wollte ich schon halten. Es gab daher drei Mindestanforderungen, die ich erfüllt haben wollte: Stereo, Kassettendeck und Stationstasten. Das Coburg ist eines von nur ganz wenigen Radios aus dieser Zeit, die das alles erfüllen. Gerade bei Skalengeräten gab es fast immer nur die Wahl zwischen Stationstasten oder Kassettendeck.
Wenn man sich die aufwendige Mechanik in dem Radio betrachtet versteht man auch warum. Ich bewundere die Entwickler dieser kleinen Kunstwerke. Jede Ecke ist bis ins kleinste, mit irgendwelchen Bauteilen ausgefüllt. Das größte Hindernis war wohl aber, neben dem platzraubenden Kassettendeck, auch noch die aufwendige Hebelage für die mechanischen Stationstasten in dem kleinen Gehäuse unterzubringen. Hier ist es mit wirklich beeindruckenden Mechaniken gelungen.

Blaupunkt Coburg Stereo CR

Hier ein Auschnitt aus dem Blaupunkt Autoradio-Katalog von 1980. Das Radio stand auch bei Fahrzeugen aus dem Premiumsegment, z.B. Porsche auf der Zubehörliste. Gerade gut genug für meinen Passat.

Bevor es an den Einbau geht, mußte ich aber noch ein paar Reparaturen durchführen. Es gab mal wieder die üblichen Verdächtigen: Skalenbeleuchtung, Kassettendeckriemen und Reinigung von Tonkopf und Frontblende.

Angefangen habe ich mit dem Einlöten von zwei neuen Glühlampen.

Blaupunkt Coburg Stereo CR skalenbeleuchtung

Danach kurz das Kassettenteil herausoperiert und einen neuen Riemen aufgelegt.

Blaupunkt Coburg Stereo CR riemen

Dann konnte die Reinigungskassette ihre Arbeit verrichten.

Blaupunkt Coburg Stereo CR reinigungskassette

In der Zwischenzeit habe ich mich ein wenig um die Frontblende gekümmert und den Dreck der letzten 30 Jahre beseitigt.

Im Anschluß an diese Arbeiten habe ich noch kleine technische Änderung an dem Gerät vorgenommen. Die rechte, von den vier UKW-Stationstasten, ist nicht ohne Grund mit einem orangefarbenen „U“ bedruckt. Auf dieser Taste lassen sich nur Sender abspeichern, deren Programm mit dem ARI-Verkehrsfunksignal unterlegt ist. Dieses Signal wird heutzutage jedoch nicht mehr von den Sendeanstalten mitgesendet. Im Zeitalter vom RDS, ist das ARI-Signal vor eingen Jahren zu den Akten gelegt worden.

Also hab ich mich auf die Suche gemacht, wie sich nun diese Sationstaste von den anderen unterscheidet. Da muß es ja irgendwo ein Signal geben, das meldet jetzt nur Verkehsfunksender zu empfangen.
Ich bin dann auch ziemlich bald fündig geworden.

Blaupunkt Coburg Stereo CR ari schalter

Ziemlich mittig, an unteren Bildrand, ist ein Messingkontakt zu erkennen. Bei nicht betätigter Taste, wird hier ein Massesignal auf das orange Kabel gegeben. Wird nun die Taste gedrückt, fällt das Signal ab und der Elektronik wird somit mitgeteilt, daß jetzt nur noch Verkehsfunksender zu empfangen sind. Ich mußte also nur das Kabel von dem Kontakt entfernen und nebenan direkt ans Gehäuse löten. So ist das Massesignal ständig vorhanden und die Taste funktioniert wie alle anderen auch.

So habe ich jetzt immerhin vier frei belegbare UKW-Stationstsaten zur Verfügung. Dann noch alles wieder zusammengesteckt, die beiden Deckel drauf und der abschließende Probelauf konnte erfolgen.

Blaupunkt Coburg Stereo CR frontblende

Jetzt muß das Teil nur noch ins Auto.

Golfrasen im Passat

Teppich

Am Sonntag habe ich Euch ja den Fahrersitzersatz in Form eine Postkiste, im marinogelben ´76er, im Bild präsentiert. Beim Betrachten dieses Bildes ist mir erst mal richtig bewußt geworden, wie verdreckt der ganze Innenraum eigentlich ist. Da sollte ich vielleicht mal etwas tun.

Also gings gestern Abend noch mal eben in die Garage. Eine bessere Gelegenheit um den Teppich mal so richtig abzusaugen, werde ich wahrscheinlich nicht so schnell wieder bekommen. Schließlich warte ich ja immer noch auf meine Sitzbezüge, damit ich die Sitze mal wieder einbauen kann. Ich habe übrigens die Tage noch mal bei Monsterbacke nachgehakt. Er sieht Chancen, daß ich sie in dieser Dekade noch wiederbekommen. 😉

Bewaffnet mit dem mir fast unbekannten Wesen, dem Staubsauger, machte ich mich ans Werk. Und das ausgerechnet am internationalen Tag gegen Lärm. Kein Witz der war gestern wirklich.
Zuvor flog aber erst mal alles was sich auf dem Fußboden so angesammelt hatte raus. Die WinFax-CD habe ich jetzt damit ebenfalls endgültig entsort. Die Nachfrage hielt sich in Grenzen.

Teppich

So sauber habe ich den Innenraum glaube ich noch nie gehabt. Ich bin selber erstaunt, wie gut mir das gefällt.

Bei dieser Gelegenheit habe ich noch etwas entdeckt, wofür ich selber keine Erklärung habe. Wofür ist dieser Ausschnitt im Teppich gedacht ? Er ist auf beiden Seiten vorhanden und im Träger darunter befinden sich jeweils zwei kleine Bohrungen. Wahrscheinlich Schraubenlöcher um irgendetwas zu befestigen. Aber was?

teppich ausschnitt

Sitzheizung, Gurtkontrolle, Bierdosenhalter??? Ich habe keine plausible Erklärung.

Problematik beim Selberfinder in Wort und Bild

leiterfolie

Für gewöhnlich bin ich der letzte, der bei Problemen den Kopf in den Sand steckt. Aber diesesmal habe ich absolut keine Idee. Aufgrund der vielen Tipps und sicher nett gemeinten Lösungsvorschlägen, die mich erreicht haben, möchte ich das Problem noch mal versuchen etwas deutlicher zu schildern. Natürlich kenne ich Leitsilber und auch Computerkabel und auch mit einem Lötkolben kann ich sehr gut umgehen.
Aber das hilft mir in meinen Augen alles nicht weiter. Daher bitte nicht wundern, daß ich mich bisher noch bei keinem zurückgemeldet habe.

Hier mal der Aufbau der Display-Tastatureinheit in einzelnen Bildern mit dem Versuch einer Beschreibung.

leiterfolie

Die komplett von der Platine abgelöste Leiterfolie.

leiterfolie1

So muß die Folie da ran. Die Kontaktseite der Folie zeigt zur Platine.

leiterfolie2

Dann wird von oben der Displayrahmen eingeschoben. Zwischen der Platine und diesem Rahmen ist nicht mal 1mm Platz. Da passen keine Kabel zwischen.

leiterfolie3

Dieser Displayrahmen liegt zum Schluß unten so dicht am Gehäuse an, daß auch hier keine Kabel mehr zwischenpassen.

leiterfolie4

Hier die Kontaktstelle der Folien zum Radio. Die 7 rechten Kontakte sind für die Displayleiterfolie.

leiterfolie5

So müßen die beiden Folien an die Platine vom Radio angelegt werden.

leiterfolie6

Der Kontakt zwischen den Folie und der Radioplatine wird zum Schluß nur durch eine Federleiste hergestellt. Hier wird überhaupt nichts gelötet. Kontakt ensteht nur durch das Andrücken der Folien an die Platine.

In meinen Augen habe ich ohne eine neue Leiterfolie überhaupt keine Chance. Und selbst wenn ich sowas irgendwo auftreiben könnte. Wie soll ich die Verbindung zur Platine herstellen? Löten geht nicht. Ich denke die Leiterfolie wurde damals unter kurzer Hitzeeinwirkung aufgepreßt.

Rial-Alufelgen montiert

rial montiert

Nach dem der Freitag so völlig in die Hose gegangen ist, brauchte ich irgendwie noch mal ein schönes Erlebnis an Ostern.
So habe ich einfach mal die Rial-Räder auf den ´76er montiert. Ich habe dafür sogar den unbeqeuemen Weg, ohne Hebebühne, in Kauf genommen.

rial montiert

Ohne Sitz habe ich den Wagen dann mal auf die Garageneinfahrt bugsiert. Das Foto gibt jedoch noch nicht so viel her. Also habe ich mir mal eine Kiste, als Fahrersitzersatz ins Auto gestellt.

sitzersatz

So konnte ich wenigstens mal eben kurz ins Sonnenlicht und konnte die Sache mal im Ganzen betrachten.

rial montiert 2

Mit Rallye-Streifen und dicken Puschen sieht selbst so ein Passat richtig sportlich aus. Der Anblick entschädigt mich auf jeden Fall etwas für die Radiomisere vom Freitag.

Der Traum ist schon vorbei

philips AC994 riemen

Für mich ist Ostern gelaufen !!!

Dabei hatte der gestrige Tag so vielversprechend angefangen. Ich habe am Karfreitag tatsächlich die beiden Riemen für das Kassettendeck auftreiben können.
Die waren auch schnell montiert und es schien alles nach Plan zu laufen.

philips AC994 riemen

War zunächst auch so. Das Kassetendeck funktionierte wieder einwandfrei.

Dann wollte ich mal nach der Displaybeleuchtung schauen. Ich konnte mir nicht vorstellen, daß es sowas bei diesem Radio nicht gibt. Ich habe dann auch ziemlich schnell eine Glühlampe gefunden. Mal wieder eine von diese anfälligen Microglühlampen. Alles klar. Schnell eine neue eingelötet. Aber es blieb dunkel. Was ist nun los? Da kommt ja gar kein Strom an.

Den Fehler habe ich dann aber auch ziemlich schnell gefunden. Ist ja offensichtlich…

philips AC994 beleuchtung

Auf der Leiterfolie zum Displayträger war eine Bahn durch.

Das alleine hätte ich wahrscheinlich noch noch irgendwie hinbekommen. Aber es kam viel noch dicker!

philips AC994 leiterfolie

Auf der Leiterfolie die zum Tatsenfeld geht, waren die Verbindungen fast komplett ab. Nur drei oder vier Bahnen haben noch Kontakt. Eine Reparatur scheint mir so gut wie ausgeschloßen.

Das ist wohl der Exitus vom Selberfinder. Finanziell wird mich das nicht aus der Bahn werfen. Die Riemen die ich gekauft habe, haben mehr gekostet, als das Radio bei ebay.

Aber ich hatte mich so auf dieses Teil gefreut. So ein seltenes Stück bekommt man nicht alle Tage.

Außerdem muß ich mich jetzt schon wieder auf die Suche nach einem adäquaten Radio machen.

„Der Selberfinder“ hat den Weg zu mir gefunden

philips AC994

Der alte Werbetitel „Der Selberfinder“ stammt aus dem Jahr 1981 und hat gestern bereits sein Können unter Beweis gestellt. Der Paketbote lieferte mir das Radio an, das jetzt in den Marinogelben ´76er soll.
Mit dem Titel „Der Selberfinder“ warb Philips damals für dieses Radio, welches unter dem Teilenummer Z 051 125 auch bei VW in der Zubehörpreisliste stand. Es lief zuvor wohl auch unter dem Namen „Neckarsulm“. Direkt von Philips wurde es unter der Bezeichnung AC994, angeboten. Ich habe nun diese Phillips-Version recht günstig bei ebay ersteigern können.

philips AC994

Hier auf meinem Autoradioprüfstand, so wie ich es heute erhalten habe. Ein wenig verschmutzt, aber bis auf den fehlenden Klangregler auf der linken Achse soweit komplett.

Warum aber nun ausgerechnet dieses Radio und warum so ein Brimborium um dieses Teil? Dazu versuche ich mal, ein paar, hoffentlich richtige, Hintergrundinfos aufzuführen.

Dieses Radio ist ein Wolf im Schafspelz. Äußerlich ist es absichtlich schlicht gehalten. Im inneren hat es das Teil aber faustdick hinter den Ohren hat. Und das hatte damals auch seinen Preis. Die Angaben schwanken etwas, aber der Preis für dieses Radio lag wohl bei ca. 1.500,- DM! Das waren fast 10% vom Neupreis eines Passat.
Somit ist auch verständlich, daß das Teil wirklich sehr, sehr selten ist. Zu der geringen Verbreitung trug sicher auch der Name Philips bei. Gegen die Deutsche Vorzeigemarke Blaupunkt, kamen die Holländer nur schwer an. Aber bei diesem Radio handelt es sich widererwartend auch um ein Produkt aus Deutschland. Entwickelt an der Universität München, wurde es in Wetzlar gebaut.

Was machte das Radio nun aber so teuer?
Es besitzt keine Stationstasten im herkömmlichen Sinne. Hierbei handelt es sich eher um Programmtasten. Hinter jeder Taste lassen sich 10 unterschiedliche Frequenzen eines Senders ablegen. Somit entfällt bei längeren Strecken, das manuelle Suchen, nach der jeweils stärksten Freuquenz. Heute ist uns das durch den Einsatz vom RDS schon gar nicht mehr geläufig. 10 Jahre bevor das RDS-Signal Einzug hielt, war es ein Novum.

Möglich wurde dies durch zwei separate Empfangsteile. Eins davon scannt ständig die 10 abgespeicherten Frequenzen, unter der jeweils gedrückten Programmtaste, ab. Das andere bringt das jeweils stärkste Signal zu den Lautsprechern. Durch den Einsatz eines 16Bit 8086-Mikroprozessors von Intel wurde dieses aufwändige Verfahren realisiert. Interessante Geschichte am Rande: Der 8086 wurde vor allem im IBM-PC und dessen Nachbauten eingesetzt, aber auch z. B. im Space Shuttle. Die NASA sucht noch immer regelmäßig den Restbestände-Markt nach einer bestimmten, heute nicht mehr hergestellten Spezialversion des 8086 ab, um das Shuttleprogramm wie geplant bis 2012 durchführen zu können. Diese Version des 8086 ist besonders unempfindlich gegen elektromagnetische Strahlung und wurde daher vom Militär bevorzugt verwendet. Vielleicht sollte ich das Radio mal bei der NASA anbieten. 😉
Der Aufdruck „MCC micro computer“ auf dem Kassettenfachdeckel, deutet auf den wertvollen Inhalt hin.
Die Datenspeicherung soll auch bei abgeklemmter Batterie mindestens 10 Jahre erhalten bleiben.

Ein automatischer Sendersuchlauf war natürlich auch mit inbegriffen. Genauso wie der Empfang von Lang- und Mittelwelle und sogar die Kurzwelle auf dem 49m-Band.
Das Kassetten-Deck passt sich automatisch an alle Band-Typen an, einschließlich Metallbändern.

Kurzum, ein Radio, das es dem Fahrer ermöglicht, sich auf die Straße zu konzentrieren.

Ein paar Kleinigkeiten muß ich an dem Radio noch machen. Das Display ist dunkel. Ich denke nicht, daß das bei einem Radio dieser Preisklasse so sein soll. Dann gibt es noch eine gründliche Reinigung der Front und die Riemen vom Kassettendeck müßen noch neu. Einer ist gerissen, der andere ist zwar noch ganz, aber auch nicht mehr richtig frisch. Das Deck brauche ich zwar eigentlich nicht, aber wenn schon, dann richtig. Wenn ich Glück habe und die Riemen auf Lager sind, kann ich die Riemen heute (Karfreitag!!!) abholen.

Dann muß ich mich noch darum kümmern, wie ich die ganzen Frequenzen eingespeichert bekomme. Das wird ohne Anleitung wahrscheinlich aussichtslos sein, aber ich habe da schon jemanden gefunden, der noch eine Bedienungsanleitung für den Selberfinder hat.
Die Frequenzen werde ich hoffentlich im Netz finden. Für mich Nordlicht, ist erst mal NDR 2 das wichtigste, eventuell noch Welle Nord, die haben immer so schöne Schlager….

Autoradio-Transport-Aufbewahrungs-Übersichts-Kiste

Radiokiste

Gestern hatte ich die Nase voll. Ewig dieses Gesuche. Ein paar Radios lagen im Schrank, andere auf der Werkbank und der Rest lag lose in einen Karton. Das mußte endlich ein Ende haben. Da blickte ja keiner mehr durch.
Eine vernüftige Kiste hatte ich noch und dann standen da noch so ein paar angeschnittene Laminatbretter in der Ecke. Mehr brauchte ich gar nicht.
Stichsäge marsch. Fünf lange und zwei kurze Trennwände waren schnell zurecht gesägt. Am längsten hat das Ausmessen und Aussägen der Schlitze für die Kreuzverbindungen gedauert.

Radiokiste

Das erste Einsetzten in die Kiste verlief ohne Probleme. Ich hatte extra nicht auf den Zehntelmillimeter gesägt. Durch die Kreuzverbindung ergibt sich sowieso genügend Stabilität. So kann ich jetzt 18 Radios sicher an einem Platz aufbewahren.

Natürlich habe ich die Kiste dann auch gleich bestückt. Vorher kam aber noch eine doppelte Lage Luftpolsterfolie in die Kiste.

radios in kiste

Nun ist die Kiste auch schon fast voll. Nur noch zwei Fächer sind frei. Die werden wohl aber auch bald gefüllt sein. Ich weiß, daß in meiner Werkstatt auch noch Radios in den Regalen schlummern.
Und eins weiß ich auch schon ziemlich sicher. Keines dieser Radios wird den Platz im Armaturenbrett vom Marinogelben bekommen. 😉

30 Jahre VW Santana – 10 Jahre SZBS – Rückblick

pc

Auf der Franfurkter IAA, wurde 1981 der VW Santana ertsmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein Auto, daß es in Deutschland eigentlich nie so richtig geschafft, dem ihm angedachten gehobenen Status, zu erfüllen. Zumindest die Verkaufszahlen blieben weit unter den ursprünglichen Erwartung von VW zurück. Der Name Volkswagen und ein „Luxusauto“ ließen sich vor 30 Jahren schwer unter einen Hut bringen.
Selbst heute ist VW der endgültige Durchbruch in dieses Segment noch nicht vollständig gelungen.
Es gibt aber zwei Personen, die sich sehr intensiv mit diesem Modell befassen. Tilman und Klaus. Gemeinsam gründeten sie vor 10 Jahren das SZBS. Viele bringen diese Abkürzung zunächst unweigerlich mit igrendwelchen TV-Shows aus dem Privatfernsehen in Verbidung. Aber weit gefehlt. Dechiffriert ergibt sich einfach: Santanazentrum Braunschweig

Soweit zur Vorgeschichte. Am Samstag luden Tilman und Klaus zu einem „Stammtisch außer Haus“, nach Wolfsburg ein, um diese beiden runden Geburtstage zu feiern.
Treffpunkt für alle Gäste war die Zentrale des Volkswagen Classic Part Center.

pc

Hier gab zunächst es eine exklusive Führung durch die Räumlichkeiten. Diese wurde von Jörn, seines Zeichens Pressesprecher vom CPC persönlich durchgeführt.

cpc1

War echt interessant hier einmal hinter die Kulissen blicken zu dürfen. Mittlerweile verlassen hier wohl rund 400 Sendung pro Tag das Lager.
Im Anschluß an den Rundgang, gab es noch die Möglichkeit, ausgewählte Teile für dem Santana/Passat 32B zu deutlich reduzierten Preisen zu bestellen. Diese wurden dafür extra in einer Nebenhalle präsentiert.

Nach dem Besuch dem Besuch beim CPC, ging es dann gemeinsam zum AutoMuseum. Hier gab es dann auch noch Zeit, sich auf dem Parkplatz etwas näher mit den eigentlichen Stars der Veranstaltung zu beschäftigen.

automuseum

automuseum santana

Nicht neu, ist ja die Erkenntnis, daß Autos die aus dem Rahmen fallen, besondere Blicke auf sich ziehen. So auch dieses Exemplar.

automuseum santana 1

Neben Santanas, waren aber auch diverse alte Passat vor Ort. So konnte ich zum ersten Mal das fertiggestellte Syncroprojekt von Johnson live in Augenschein nehmen.

syncro johnson

Es war seine erste größere Tour nach der Komplettrestaurierung. Ist wirklich sehr schön geworden. Die Arbeit hat sich gelohnt. Daumen hoch.

Auch vier 32er Passat waren vertreten.

automuseum 32er

Im Uhrzeigersinn: Michaels 76er LS, Dirks 74er L, mein 74er L und Christians 80er GLI Vari

Zur Feier des Tages bekamen die Santana natürlich auch im Museum einen Sonderplatz.

automuseum santana 2

Dabei auch der Santana 2000, wie er zur Zeit in China gebaut wird. Zwei Fahrzeuge stammten direkt vom SZBS.

Ich habe mich natürlich auch nochmal bei den richtigen Passats umgesehen.

passat gti

Der Passat GTI. Eine Studie, die es nicht zur Serienreife geschafft hat. In Natura hat es ja nur zum GLI gelangt.

Am frühen Abend ging es dann noch zum gemeinsamen Essen in die Wolfsburger Altstadt. Hier wurde der sehr abwechslungsreiche Tag abgeschloßen.
Auf diesem Wege noch mal einen herzlichen Dank an Tilman und Klaus für diesem wirklich gelungenen Geburtstag.

560 Kilogramm Passat 32/33-Reparaturbleche

beim Spediteur

Wenn es um die Beschaffung von Ersatzteilen geht, bevorzuge ich ja im Regelfall gerne die Paketdienste. Das hätte allerdings in diesem Fall nicht zum Erfolg geführt.

beim Spediteur

Bei dieser Gemeinschaftsbestellung mußte eine Spedition die Hauptarbeit verrichten. Die Abholung vom Speditionsplatz in Goslar, hat Dirk dann gestern Abend eigenhändig übernommen.

Hier noch mal ein bisschen Hintergrundinfo zu der Story. Ende letzten Jahres hatte Christian Aßmann einen Aufruf gestartet. Bei einem Reparaturblechproduzenten in Belgien, sollten die Reparaturbleche für den Typ 32/33 nun endgültig aus dem Programm genommen werden. Wer sich noch etwas eindecken wolle, sollte sich melden. Diese Gelegenheit durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Zumal es eh schon der letzte Hersteller war, der überhaupt noch Bleche für unsere Fahrzeuge im Programm hatte.
Am Ende waren wir zu fünft oder sechst und haben unsere Wunschlisten an Christian geschickt. Der hat diese dann an den Hersteller übermittelt. Dann hieß es warten , warten und nochmals warten. Ich hatte in der Zwischenzeit eigentlich schon gar nicht mehr damit gerechnet, daß der Deal noch zu Stande kommt. Es sah auch phasenweise nicht wirklich gut aus.
Auch wenn unsere Wunschliste sicher den Warenwert von einigen tausend Euro hatte, ist das für einen so großen Hersteller immer extra Arbeit, so eine Lieferung aus einem großen Haufen zusammenzustellen. Er bestand zunächst auf einer Komplettabnahme. Alles oder Nichts. Wir haben die Bleche schon in der Schrottpresse gesehen. Zumal der Preis für Altmetall gerade wieder in die Höhe geht und unser gemeinsames Budget für eine Komplettabnahme auch bei weitem nicht gereicht hätte. Zumal da dann auch immer Sachen bei sind, die man nur selten oder gar nicht braucht.

Anfang April kam dann doch noch die Zusage bei Christian an. Darauf folgen diverse Telefonate zwischen Christian, Dirk und mir. Die Abholung wollte organisiert werden. Am Ende entschieden wir uns dann für eine Spedition. Die hatte Dirk recht kurzfristig und zu einem fairen Kurs festmachen können. Wie hatten schon überlegt, ob wir zu dritt nach Belgien fahren und die Sachen persönlich abholen. Eine Gaudi wäre es sicher geworden. Aber Zeit ist kostbar und die wäre dabei reichlich draufgegangen. Auch hätten alleine die Spritkosten, wohl schon mehr ausgemacht, als daß, was wir für die Spedition nun berappen mußten.

Zum Schluß noch einge Einblicke in unsere Schatztruhe.

Schatztruhe02

Schatztruhe03

Schatztruhe05

Kenner der Materie werden sicher das eine oder andere brauchbare Teil erkennen können.

Ich freue mich auf jeden Fall riesig, daß es nun doch noch alles so reibungslos geklappt hat.

Danke an Christian, der so hartnäckig geblieben ist und bei den „Blechstanzern“ keine Ruhe gegeben hat!
Danke an Dirk, der sich bei der Suche nach einer Spedition und bei der Abholung von deren Platz so ins Zeug gelegt hat!

Leider ist damit nun aber auch die letzte Quelle für solche Reparaturbleche versiegt. Zum Glück mußten wir nicht mit ansehen, wie der Rest jetzt in die Presse wanderte. Es war noch ungefähr die vierfache Menge unserer Schatzkiste vorhanden. War….

Felgen mit Reifen sind zurück

Reifenanlieferung

Gestern war mein Reifendienst bei mir und hat mir die fertig montierten Räder angeliefert.

Reifenanlieferung

Es sind jetzt, wie angedacht, 185/60R13 geworden. Ich finde die Größe macht sich echt gut. Ist zwar nicht mehr sehr gängig und damit nicht die billigste Variante, aber Reifen kauft man sich ja nur alle Jubeljahre. Die werden eher hart oder rissig, bevor sie runtergefahren sind.

Rial mit Reifen

Als kleine Beigabe hat er mir auch noch gleich ein Säckchen mit den passenden Radschrauben mitgebracht. Vielen Dank.

Reifenvergleich

Hier mal die 185er im Vergleich zu den jetzt montierten 175/70R13. Ist zwar nur eine Nummer breiter, aber im Zusammenspiel mit der breiteren Felge, sieht das doch gleich nach viel mehr aus.

Jetzt muß ich die nur noch anschrauben. Dazu müßte ich allerdings in die Werkstatt und dazu fehlen mir aber noch die Sitze….

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