Die ersten 4 Kilo Mike Sanders sind verarbeitet

Die erste Runde der Hohlraumversiegelung ist abgeschlossen.

Meine Herdplatten und der Föhn am anderen Ende des Luftschlauchs durften mal wieder ran.

Da es klar war, dass ich doch eine ganze Menge Mike Sanders Fett brauchen werde, habe ich gleich den ganzen Eimer auf die Herdplatte gestellt. Das brauchte natürlich seine Zeit, bis das Fett von unten her flüssig wurde. Zeit noch mal ein paar Klebestreifen nachzusetzen. Ein paar Löcher hatte ich dann doch noch vergessen.

Plötzlich hörte ich von der Fensterbank so ein merkwürdiges, rhythmisches Klackern. Ganz von alleine fing der Eimer an, auf der Herdplatte hin- und her zu wippen.

Keine Ahnung was da gerade für eine Reaktion stattfand, aber ich fand es lustig.

Irgendwann war es dann soweit. Das komplette Fett war flüssig und hatte eine gute Temperatur.

Mit einem gutem Stück oberhalb von 100°C hatte ich in der Vergangenheit immer gute Erfahrungen gemacht.

Was jetzt passierte kann ich Euch leider nur sehr bedingt zeigen. Mit einer Hand in einem dicken Handschuh und der anderer Hand an der Sprühsonde bleib nur bedingt mal Zeit für einen Griff zur Kamera.

Daher hier mal ein paar Zwischenschritte bevor es zum Endergebnis geht.

Wie gestern schon erwähnt, habe ich die Seitenteile und die D-Säule mit einem dicken Putzlappen zum Kofferraum hin abgedichtet.

An der Heckklappe ist mir dann einmal die Sonde während des Sprühvorgangs aus dem Loch geglitten.

Das brachte natürlich ein paar ungeplante Spritzer mit sich.

Das ist aber nicht weiter schlimm. Beim nächsten Einsatz in der Werkstatt schnappe ich mir einen Föhn und einen Lappen und wische das Fett einfach weg. Das ist der Vorteil von dem Mike Sanders Fett. Keine Lösungsmittel, also nicht aushärtend und ganz nebenbei auch keinerlei Geruchsbelästigung.

Nachdem ich beide Schweller, alle Säulen, die Dachholme, die hinteren Radläufe von innen und die Längsträger fertig hatte, ging mir an der Heckklappe dann das Fett aus. Ich musste den zweiten Eimer auf die Herdplatte stellen.

Der erste Eimer war nicht mehr ganz voll als ich begonnen hatte und nun fehlte mir noch genau eine Pistolenladung. Somit sind gestern gut 4 kg drauf gegangen.

Bis das Fett jetzt erhitzt war, dauerte natürlich wieder seine Zeit. Zeit schon mal an einigen Stellen das Klebeband zu lüften und zu checken, ob auch wirklich überall Fett angekommen ist.

Durch die Klebebänder ist das ganz einfach zu kontrollieren. Und es sah durchweg gut aus. Anscheinend habe ich nichts vergessen.

Somit ging die letzte Füllung nur noch für die Türen drauf.

Hier griff ich dann zur Hakensonde. Das ist bei den großen Öffnungen in den Türen doch angenehmer. Sonst wäre ich wahrscheinlich gleich mit versiegelt worden.

Auch hier am Ende gleich wieder der Blick unter die Klebebänder.

Diese Schraube vom Türgriff rostet schon mal nicht mehr fest.

Den kompletten Fensterschacht hatte ich ebenfalls abgeklebt. Gerade das äußere Blech rostet hier sehr gerne.

Auch das sollte jetzt kein Problem mehr werden.

Am allerwichtigsten sind aber die Türecken und die Unterkante. Wer kennt die Probleme nicht?

Ich hoffentlich ab sofort nicht mehr.

Das war Durchgang Nr.1 der Konservierung. Einen kleinen Nachschlag von oben gibt es noch an der Unterseite des neu eingeschweißten Windlaufblechs und die zweite große Runde folgt dann irgendwann von unten.

5 Comments

  1. Kai

    Top Arbeit!

    Da wird auch klar, weshalb VW sich damals bei der Produktion der Passats (und aller anderen Modelle) diese Schritte gespart hat. Mordaufwändig, potenziell Riesensauerei, und die Autos halten länger. Wozu bloß, wer soll denn dann bitte die neuen Modelle kaufen?

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    1. GLI

      Ich glaube nicht, dass man das bei den Autos aus der Zeit so sehen kann. Nach dem 32b kam der Golf II und der war ja nun für damalige Verhältnisse top konserviert.

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    2. Heiner

      Der 32B war auch schon Original sehr gut konserviert.
      Olaf, dass Mike Sanders kann man prima mit einem Lappen und ein paar Spritzer Autosmart Power HD entfernen, dass geht viel besser als mit dem erwärmen.

      Reply
  2. Tilo

    Sauber konserviert, ich habe mir bei der Hohlraumsonde ca 2cm nach der Düse einfach eine Markierung mit rotem Isolierband gemacht. Dann hat man eine Warnung beim raus ziehen.

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    1. OST (Post author)

      Sehr geniale Idee.

      Reply

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