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74er Passat TS in Bremen

Ich hatte ja versprochen noch mal ein paar Zeilen über die beiden alten Passat zu bringen, die ich mir letzte Woche auf dem Weg nach Bockhorn zusammen mit Dirk angeschaut hatte.

Los geht´s mit einem 74er Passat TS in Rallyegelb. Der steht bei einem Exporthändler in Bremen.

Passat-TS-1974

Etwas rallyemäßig kam er dann auch daher. Mit Dachgepäckträger, Reifen auf dem Dach und so etlichen Kampfspuren. Die Geschichte zu dem Fahrzeug war etwas undurchsichtig, wie auch der Händler selber.

Ein Schmuckstück hatte wir gar nicht erwartet, vielleicht etwas zum Schlachten. Je länger wir uns den TS betrachteten, je weniger interessant wurde er allerdings. Chromteile, wenn überhaupt noch vorhanden, allesamt tot. Egal ob Stoßstangen, Türgriffe oder Fensterzierleisten. Dafür lohnt sich eine Abholung nicht.

Etwas besser sah es da schon im Innenraum aus. Zumindest der Beifahrersitz wäre wohl noch brauchbar. Die alte TS-Mittelkonsole findet man auch nicht mehr an jeder Ecke.

Passat-TS-Sitze

Der walchholderfarbene Bezug vom Fahrersitz ist jedoch hinüber. Die Rückbank ging einirgermaßen, hatte jedoch auch schon kleinere Einschnitte. Die Umschäumung vom Lenkrad war auch nicht mehr so grifffest wie sie eigentlich sein sollte.

Ein Blick unter die Motorhaube war zum Glück möglich. Der Kofferaum blieb uns verschlossen. Der Händler hatte den Schlüßel verloren, Papiere wohl auch. Wir hatten ja zwei Schlüßel von unseren Fahrzeugen dabei, aber aufgekriegt haben wir ihn nicht.

Passat-TS-Motorhaube

Die Kotflügelkante hat es auch hinter sich. Was allerdings mit den Lüftungsschlitzen der Motorhaube passiert ist, wird wohl niemand mehr beantworten können.

Unter der Haube befand sich der 1,5l-85 PS-Motor. Laut Tacho nur 62.000 km gelaufen. Angeblich soll er noch gelaufen haben, bis die Schlüßel verschwanden. Na ja, das hätte ich jetzt wahrscheinlich auch gesagt.

Passat-TS-85PS

Motor und Getriebe wären also eine der wenigen interessanten Dinge. Das war dann aber eigentlich auch schon alles.

Das Dach war verbeult, die Heckklappe wurde auch schon mal erneuert. Zwei Typenschilder und eine geklebte Zierleiste machen das sofort deutlich.

Passat-1974-85PS

Die Felgen scheinen allerdings sehr interessant zu sein. Laut Anbieter kriegt er dafür locker 100,- Euro, wenn er sie bei ebay reinsetzt. Ja nee, iss klar.

Damit war ja auch schon ungefähr klar in welche Richtung die Preisverhandlung geht. Als dann noch der übliche Spruch kam, „Der Schrottpreis ist zur Zeit so hoch, dafür kriege ich locker 150,- Euro wenn ich den so beim Schrotti abgebe.„, war eigentlich schon alles klar. Und mir wurde es dann einfach zu blöd. Es gibt halt Träumer. Wenn man dann vom Gegenüber überhaupt kein Entgegenkommen erntet, nicht mal im Ansatz, dann rede ich mir nicht den Mund fusselig.
Mag sein, daß da andere Leute mehr Geduld haben. Ich mag es lieber kurz und knackig. Irgendwo muß sich so eine Aktion am Ende ja auch noch lohnen. Für beide Seiten!

Saisonbilanz 2012 – ´75er VW Passat TS

Saisonbilanz als Bezeichnung ist natürlich etwas hochgegriffen. Die Saison für meinen Passat TS lief schließlich fast nur bei mir in der Werkstatt ab. Trotzdem gibt es auch hier natürlich einen offenen und ehrlichen Rückblick.

Die Geschichte Begann Anfang April. Pizza hatte mich gebeten bei der Besichtigung eines 32er zu unterstützen. Dort angekommen standen da aber auf einmal zwei alte Passat in der Scheune.

Passat TS Entdeckung

Es kam so wie es kommen musste. Pizza kaufte den cliffgrünen und ich den viperngrünen. (mehr …)

Wie sieht der Passat TS eigentlich von unten aus?

Ganz ehrlich? Das wußte ich bis Mittwoch auch nicht! Kein Scherz !
Bisher hab ich da noch nicht druntergeschaut. Ich habe den sozusagen gegen alle Regeln einfach gekauft.

Durch den Schaden an der Schaltbetätigung kam ich jetzt nicht drumherum ihn einmal auf die Bühne zu nehmen.

Passat TS 1975 Unterboden

Was ich da zu sehen bekam, konnte ich selber kaum glauben. Klar alle Achsteile sehen nicht wirklich schön aus. Aber sonst ein absoluter Hammer.

Ungeschweisst ! Und dabei wird es wohl auch bleiben.

Ich habe bis jetzt keine Stelle gefunden, die auch nur annähernd Kopfzerbrechen bereitet.

In der angehängten Galerie gibt es nachher noch alle Bilder im größerem Format.

Hier nur ein paar Bereiche die normalerweise besonders neuralgisch sind.

Passat TS 1975 Heckblech

Von außen konnte ich ja schon kein Rost am Heckblech entdecken, aber auch von unten ist nichts zu sehen. Der eine dunkle Punkt in der Mitte der unteren Kante ist natürlich kein Rost. Das ist Hohlraumwachs.

Passat TS 1975 Endspitze

Die linke Endspitze zeigt sich ebenso unversehrt.

Passat TS 1975 Hinterachsaufnahme

Eine fast vollständig unversehrte Hinterachsaufnahme. Überall nur ganz leichter Rost an den Kanten.

Passat TS 1975 Laengstraeger

Auch an den vorderen Längsträgern ist nichts.

Ich glaub ich verkaufe mein Schweissgerät. 😉

Mir sind im Laufe der Jahre ja nun wirklich schon viele 32er Passat untergekommen. Sowas habe ich aber lange nicht mehr gesehen. Der Passat TS ist in seinem früheren Leben auch noch nicht einmal besonders geschont worden. Immerhin stehen auf dem Tacho auch schon über 100.000 km.

Für mich ist das ein absolutes Glücksgefühl. Dieser Passat TS ist schließlich als Ersatzteilträger zum Schlachten angeprisen worden. Und so wie der von oben aussah, konnte man das ja auch annehmen. In meiner Kaufberatung weise ich noch im ersten Absatz explizipt daraufhin: „Bitte nicht von einem glänzendem Lack oder geringer Kilometerleistung blenden lassen.“

Jetzt kauft man wirklich fast blind genau das Gegenteil und bekommt dann so ein gutes Exemplar. Ein Wahnsinn!

Ihr merkt schon das ich mich wirklich freue. Ich finde das darf ich dann aber auch mal zum Ausdruck bringen.

Neu im Fuhrpark: 75er Passat TS in Viperngrünmetallic

Natürlich habe ich die Farbe und die Ausstatttung des Scirocco aus dem gestrigen Bericht nicht so ohne Grund etwas hervorgehoben.
Natürlich wußte ich da schon, daß ich mir am Montag den viperngrünen Passat TS hole. Ich hatte ja schon mal leicht angedeutet, daß da eventuell etwas im Raum steht. Gut, da war er zwar noch blau und von TS war auch noch nicht die Rede. Aber bevor das nicht wirklich in trocknen Tüchern war, wollte ich natürlich keine schlafenden Hunde wecken.

Gestern gings dann mit einem Anhänger Richtung niedersächsische Nordseeküste. Nach gut zwei Stunden Fahrt konnte ich mir meinen neuen TS das erste Mal bei Tageslicht anschauen.

Passat TS Baujahr 1975

Ein paar Fakten: VW Passat TS, 1,5 Liter, 75 PS, EZ 03/75, viperngrünmetallic, nur ein Halter im Brief und der ist Baujahr 1923.

Der TS wurde im Mai 1995 abgemeldet und stand seit dem beim Verkäufer in der Scheune. Er hat mal angefangen ihn zu zerlegen, warum weiß er selber nicht mehr. Die komplette Inneneinrichtung, Front- und Heckscheibe, Stoßstangen, Scheinwerfer und Zierleisten waren demontiert. Es war aber alles vorhanden.

Passat TS Baujahr 1975 Anhänger

Also erst Mal rauf auf den Anhänger und dann angefangen die Teile zusammenzusuchen. Leider waren da viel mehr Teile, als zu dem Wagen gehören können.

Passat TS Teile

Passat TS Teile 1

Irgendwann hatte ich wohl so weit komplett. Da wurd´s dann aber auch eng im Innenraum.

Passat TS Verkleidungen

Rechts ein Berg von Innenverkleidungen und links dann die Stoßstangen, Scheinwerfer und Kleinkram.

Passat TS Stoßstangen

Ich war gestern natürlich nicht alleine vor Ort. Die ganzen Sachen hätte ich unmöglich alle mitgebekommen. Zu dem Gesamtpaket gehörten noch drei Motoren, unzählige Getriebe, Türen, Kotflügel und noch vieles mehr. Die Sachen gingen aber nicht mit nach Hamburg, sind aber für mich jederzeit abrufbereit. Das eine oder andere Teil wird mir für den TS sicher noch fehlen.

Motoren

Die beiden Motore sind auch nicht zu verachten: Motorkennbuchstabe XX. Das sind die 100PS-Vergasermaschinen aus dem Audi 80 GT. Die entsprechenden langen Getriebe für den kleinen Tunnel gabs noch obendrauf.

Aber noch mal kurz zurück zum TS. Leider hat er die eine oder andere Beule und auch einige Kratzer, einige Stellen sind auch schon mal nachlackiert worde. Was die Sache für mich aber wieder interessant macht, ist der überdurchschnittlich gute Zustand.

Passat TS Heckblech

Ein Heckblech in diesem Zustand ist nun wirklich nicht alltäglich. Die einzige Stelle, die nach einem Schweißgerät verlangt, wird wohl die linke Endspitze sein. Ansonsten ist der Blechmäßig top. Bisher konnte ich keine der typischen Schwachstellen mit Mängeln orten. Achsaufnahmen, Kotflügelkanten, Dreiecksbleche, Schweller innen und außen, A-Säulen sehen bis jetzt absolut brauchbar aus.

Passat TS Innenradhaus

Auch an den hinteren Innenradhäuser ist bis jetzt nichts zu finden. Vielleicht hat die nachträgliche Hohlraumkonservierung hier doch etwas geholfen.

Wie leider so oft sitzt einem Mal wieder die Zeit im Nacken. Ich mußte mich gezwungenermaßen auf den Heimweg machen.

Passat TS Volvo 940

Wenn das kein kultiges Gespann ist, dann weiß ich es auch nicht mehr.

In der Werkstatt hieß es dann nur noch schnell abladen.

Passat TS abladen

So wie es aussieht hat er rechts gerade erst eine neue Antriebswellenmanschette bekommen. 😉

Passat TS Front

Den Achsteilen und auch den Anbauteilen im Motoraum sieht man die lange Standzeit an. Aber das schränkt die Funktion ja nicht ein.

Passat TS zu Hause

Ich finde er fügt sich recht harmonisch in das Gesamtbild ein.

Mal sehen wie wild ich es mit ihm treibe. Auch wenn ich es eigentlich langsam nicht mehr hören kann, aber Patina ist ja mittlerweile salonfähig geworden. Ich will mich da aber heute noch nicht festlegen.

Erstmal will ich sehen, daß ich den Motor zum Laufen bekomme. Dann sehen wir weiter.

„Mein“ 74er Passat TS steht jetzt in der Autostadt Wolfsburg

passat TS 1974 zeithaus rechts

Gestern Abend erhielt ich von Michael aus Wolfsburg ein paar Fotos von „meinem“ 74er TS. Nachdem er jetzt fast zwei Jahre nicht mehr zu sehen war, sind das die ersten Lebenszeichen von ihm. Er steht jetzt in Wolfsburg im Zeithaus der Autostadt.

passat TS 1974 zeithaus rechts

passat TS 1974 zeithaus oben

passat TS 1974 zeithaus

Ihr fragt Euch jetzt vielleicht warum ich immer diese Anführungszeichen verwenden und warum ich noch nie von dem Passat TS berichtet habe.

Dazu mal eine etwas ausführlichere Geschichte:

Seit 2001 war ich an einem 74er TS aus erster Hand drangewesen. Der Passat war in erster Hand und gehörte einen älteren Mann, der sich zur Rente noch mal ein neues Auto gegönnt hatte. Zur gleichen Zeit, als bei mir das Passat-Treffen in Maschen stattfand, gab es auch noch ein Oldtimertreffen in Hamburg. Dort tauchte der damalige Besitzer mit eben diesem Passat auf und meine ehemalige Lebensgefährtin knüpfte erste Kontakte.

Über viele Jahre hatten wir dann immer wieder losen Kontakt. Es entwickelte sich eine wirklich lockere Bekanntschaft und ich habe ihm in der Zeit auch immer wieder mit Unterlagen und Infos rund um den Passat versorgt. So z.B. die Zulassungszahlen vom KBA und ähnlichem. Bis dahin hatte ich den Wagen nie selber gesehen, nur Christiane kannte ihn und schwärmte mir immer davon vor.
Im Jahr 2007 hatte ich das Vergnügen den Passat und dessen Besitzer das erste mal selber kennenzulernen. An meinem ´77er GLS hatte ich gerade die Restaurierung beendet und so fuhren wir dann mit ihm auf Einladung des Besitzers bei ihm vorbei. Bei Kaffee und Kuchen entwickelte sich ein lockerer Nachmittag. Um ein paar Einblicke in meine Passat-Vergangenheit zu geben, habe ich eine Reihe von Fotos meines Fuhrparks und insbesondere Fotos der gerade fertiggestellten Restauration am Mann gehabt.

Dann war es endlich soweit. Gemeinsam gingen wir zum Parkhaus, wo der TS gut behütet in einer verschließbaren Einzelbox einstand. Da stand er nun vor mir. Das erste mal durfte ich ihn mit eigenen Augen begutachten. Christiane hatte wirklich nicht zuviel versprochen. Nach 33 Jahren war der Passat natürlich nicht makellos, aber in einen hervorragenden Zustand. Besonders der Pflegezustand stach sofort ins Auge. Dreck war selbst an den Türholmen und unter der Motorhaube nicht zu finden.

Passat TS 1974

Passat TS 1974 heck

Der Besitzer ließ es sich nicht nehmen eine kleine rasante Tour durchs Parkhaus damit zu unternehmen. Seine Frau stand nebendran und schüttelte dabei nur mit dem Kopf.
Irgendwann hatten wir genug gesehen und spätestens auf dem Rückweg, habe ich beim Besitzer ganz deutlich Interesse an diesem Passat angemeldet, solle er dann irgendwann mal zum Verkauf stehen.
Der Besitzer versicherte mir auch mehr als glaubhaft, sich bei einem eventuellen Verkauf zuerst an mich zu wenden. Selbst der preisliche Rahmen wurde schon abgesteckt. Es wäre kein Schnäppchen gewesen, aber so ein seltenes Exemplar ist natürlich nicht für´n Appel und Ei zu haben. Das war mir klar.

Auch in der folgenden Zeit gab es immer wieder regelmäßigen Kontakt von beiden Seiten. Immer wieder war auch der Verkauf des Passat am Rande ein Thema. Und immer wieder machte ich ganz klar deutlich, daß mein Interesse nach wie vor vorhanden ist.

Im August 2008 erhielt ich dann wieder einen Anruf. Der TS machte merkwürdige Geräusche im Bereich der Schaltung. Der Besitzer bat mich um Rat und um Übersendung einer Zeichnung der Schaltung.
Kein Problem. Die habe ich ihm dann auch umgehend zugesandt. Er machte sich zunächst selbst ans Werk, wurde aber in Eigenregie nicht fündig. Er wolle den Passat lieber in die Werkstatt bringen.
Das hat er dann auch zwei Wochen später gemacht und mich darüber auch informiert. Es dauerte nicht lange, da kam der nächste Anruf. Eine Buchse am Schaltgestänge sei zerbrochen und die VW-Werkstatt bekäme keine Ersatzteile. Der Passat steht nun schon fast einen Woche auf der Bühne. Ich nahm daraufhin Kontakt mit dem Werkstattmeister auf und er schilderte mir das Problem.

Daraufhin bin ich kurz zu mir in die Werkstatt gefahren, habe so eine Buchse aus meinem Lager geholt und bin damit ab zu der VW-Werkstatt. Der Meister schaute erst etwas ungläubig, als ich ihm dann aber die richtige Buchse unter die Nase hielt, wurde er zutraulicher. So richtig glauben konnte er das wohl nicht.

Hier ein Foto, welches ich auf der Bühne in der VW-Werkstatt gemacht habe.

Passat 1974 Schaltung

Die hintere Buchse der Schaltstange hat sich verabschiedet. Blech auf Blech, kein Wunder das das klappert.

Noch auf dem Heimweg, teilte ich dem Besitzer mit, daß ich das benötigte Ersatzteile soeben bei seiner Werkstatt abgeliefert hatte und er den Wagen wohl am nächsten Tag wieder in Empfang nehmen könne. Wie glücklich er darüber war, brauche ich hier wohl nicht zu erwähnen.

Und tatsächlich bekam er seinen TS am nächsten Tag zurück. Er hat sich tausendmal bedankt und konnte es immer noch nicht glauben. Sein Passat läßt sich wieder ganz normal schalten. Wie am ersten Tag. Er weiß gar nicht wie er das wieder gut machen soll.

Ich wollte kein Geld für meinen Einsatz haben und auch die 5,- EUR für die Buchse hätte mich nicht wirklich reicher gemacht. Ich habe einfach gesagt, das ich nichts haben will und ich das gerne gemacht habe. Irgendwie kamen wir dann im Gespräch noch auf ein bald stattfindendes Oldtimertreffen in Hamburg zu sprechen. Ich wollte da auf jeden Fall hin. Er hätte auch große Lust sich sowas mal wieder anzuschauen. Aber aufgrund seines Alters traute er sich das alleine nicht so recht zu. Ich schlug ihm vor doch seine Frau zu fragen ob sie nicht mitfahren würde und versuchte ihm ein wenig die Angst zu nehmen. Ein wenig skeptisch war er aber trotzdem noch.

Am drauffolgenden Sonntag staunte ich dann nicht schlecht. Ich war schon recht zeitig bei dem besagten Oldtimertreffen und auf einmal sehe ich den weißen TS um die Ecke biegen. Voll besetzt mit vier Personen. Der Besitzer mit Frau, deren Tochter und der Schwiegersohn haben sich doch tatsächlich auf den Weg gemacht.

Passat GLS 1977 TS 1974

Das war eine Überraschung die gesessen hat! Der Besitzer war immer noch so glücklich, daß sein Passat wieder fährt und bedankte sich nochmals persönlich. Ein kleines Mitbringsel, welches sie extra besorgt hatten konnte ich da natürlich nicht ablehnen. Das wäre unhöflich gewesen.

Der Tag verging wie im Flug. Wir hatten uns viel zu erzählen und er war im nachherein so glücklcih, daß er diese Tour in Angriff genommen hatte. Er blühte an diesem Tag förmlich auf.

Am Nachmittag verabschiedeten sich die vier dann wieder und traten die Heimreise an.

In den folgenden Monaten gab es dann wieder den üblichen Telefonkontakt. Bei einem dieser Telefonate, erreichte ich nur seine Frau. Ihr Mann sei im Krankenhaus und es ginge ihm wohl nicht so gut. Ich bat darum, daß er sich bei mir meldet wenn ihm wieder danach ist und wünschte gute Besserung. Das tat er dann ein paar Wochen später auch. So wie es aussieht, müsse er das Autofahren wohl demnächst aufgeben und er erkundigte sich noch mal ob ich weiterhin Interesse an den Passat hätte. Selbstverständlich, erwiderte ich.

Danach hat er sich nie wieder gemeldet.

Dann kam der 10.März 2010.
Michael aus Wolfsburg rief mich an und erzählte mir, daß VW-Classic heute einen weißen Passat TS aus Hamburg abgeholt hätte. Michael war einer der wenigen, denen ich im Vorfeld von diesem TS erzählt hatte. Ich war erst mal wie vor den Kopf gestoßen. Trotzdem konnte ich mir nicht vorstellen, daß es wirklich der besagte TS sein soll.

Ein Anruf beim Besitzer brachte dann aber Gewißheit. Ich merkte schon, das er sich etwas reserviert gegenüber mir äußerte. Ich habe ihn dann nach einiger Zeit ganz direkt gefragt: „Was macht denn Ihr Passat?“
Darufhin druckste er schon etwas rum und dann zerschlug sich auch meine letzte, klitzekleine Hoffnung:
„Der wurde heute abgeholt.“

Als ich ihm dann sagte, daß ich das schon weiß, war erst mal eine ganze Weile Ruhe an anderen Ende.

Wir haben dann noch eine zeitlang gequascht. Wieso? Weshalb? Warum? Eine richtige Erklärung konnte oder wollte er mir nicht geben.

Und ziemlich zum Schluß kam dann die Frage von ihm: „Aber wir bleiben doch trotzdem gute Freunde?“

Was soll man darauf noch antworten?

Wie sich hinterher rausstellte, hat er VW-Classic angesprochen, ob sie nicht Interesse an einem ´74er Passat haben. Die Jungs von VW-Classic waren nämlich im Zuge der Oldtimer-Rallye Hamburg-Berlin Classic im September 2009 auf dem Hamburger Fischmarkt zu Gast. Und der ist nur wenige Minuten von dem Wohnort des Besitzers entfernt.

VW-Classic wußte nichts von der Vorgeschichte. Darüber hat der Besitzer nicht ein Wort verloren….

Jetzt wißt Ihr warum ich die Anführungszeichen verwendet habe.

Wir basteln uns ein Rallye-Auto – Teil 2

VW Passat TS automatic 75 1975

Schneller als gedacht, geht es heute schon mit dem zweiten Teil weiter. Ich habe gestern aufgehört, mit einem Teil, welches schon seit über 10 Jahren bei mir im Regal einstaubt. Genauer gesagt seit 1998.
Da habe nämlich meinen ´75er TS Automatic geschlachtet. Beim folgenden Bild ist eigentlich schon klar um welches Teil es geht.

VW Passat TS automatic 75 1975

Natürlich der Kamei-Frontspoiler. Den habe ich jetzt mal von seiner Staubschicht befreit und zur Montage vorbereitet. Rot kann der natürlich nicht bleiben. Außerdem trug er schon so einige Kampfspuren von damailgen Wintereinsatz.

passat 32 1976 kamei frontspoiler

Leider war das auch nicht alles nur Staub. Da klebten auch noch eine ganze Reihe Betonspritzer dran. Die galt es erst mal alle einzeln abzukratzen. Ganz tolle Arbeit…

passat 32 1976 kamei frontspoiler grundiert

Nach gründlicher Reinigung und einem feinem Anschliff, gab es für die schadhaften Stellen eine dünne Schicht Grundierung.

Dann gabs die abschließende Farbdusche. Nicht rot. Nicht marinogelb. Orange ist er geworden. Wie der Streifen in der Winschutzscheibe.

passat 32 1976 kamei frontspoiler lackiert

Lackiert habe ich den Spoiler schon am Sonntag. So konnte er in Ruhe trocknen und gestern konnte ich mich dann gleich an die Montage machen.

passat 32 1976 kamei frontspoiler montiert

Vorne war das auch alles kein Problem. Hier werden einfach die Löcher zur Befestigung des Kennzeichens genutzt. Seitlich suche ich noch nach der optimalen Lösung. Die Paßform an den Seiten ist ziemlich bescheiden. Er steht über 1cm ins Radhaus hinein.

passat 32 1976 kamei frontspoiler passform

Ich muß den Spoiler um dieses Stück nach vorne drücken. Meinen ursprünglichen Plan, die Seiten einfach mit doppelseitigen Karosserieklebeband zu fixieren, kann ich damit begraben. Das hält nicht, zuviel Spannung. Löcher möchte ich aber auch nicht in die Kotflügel bohren. Jetzt suche ich nach ein praktikablen Lösung zum fixieren. Mir schwebt da sowas wie die U-Klammern mit Schraube von den alten Schmutzfängern vor. Ich brauche allerdings eine lichte Weite von ca. 2,5 – 3 cm. Ich muß ja die abgewinkelte Kotflügelkante überbrücken.

Holländer können nicht nur Wohnwagen

youngtimer-magazin nl passat

Gestern bekam ich unerwartet Post aus den Niederlanden. Als ich „TNT“ auf dem großen Briefumschlag gelesen hatte, war mir schon fast klar, wem ich diese Sendung zu verdanken hatte. Und ich sollte mich nicht täuschen. Der Brief war von Ruud.
Ruud kennen viele von Euch ja bestimmt von den letzten beiden Passat-Treffen. In Sülfeld war er mit seinem ´74er Passat Variant TS und in Dormagen mit dem marinogelben ´78er Passat Variant vor Ort.
Wer vor Ort gewesen war, wird sich sicher an Ruud und Passate erinnern. Es sind wirkliche Schmückstücke.
Aber zurück zum Brief. In dem Umschlag stecke ein toller Bericht aus dem niederländischen Youngtimer-Magazine. Dieser Bericht ist in der aktuellen Ausgabe, der Nr. 8, im Mai erschienen.

youngtimer-magazin nl passat

Auf dem Passat-Treffen in Dormagen erkundigte sich Ruud noch bei mir, ob er wohl den ältesten bekannten Passat Variant besitzt. Ich mußte ihn leider entäuschen. Sein marinablauer Passat TS Variant hat noch mindestens drei ältere, noch existierende Brüder. Den TS als Variant hat es laut Ruuds Aussage in den Niederlanden übrigens wirklich gegeben. Es ist also keine Erfindung von ihm.

Nach dem Treffen teilte mir Ruud dann noch die Fahrgestellnummer von seinem roten Passat Variant LX mit. Daraufhin konnte ich ihm dann wenigstens die freudige Nachricht überbringen, daß ich keinen jüngeren Typ 32 oder Typ 33 kenne. Meine Angaben beziehen sich dabei immer auf die Fahrgestellnummer und die liegt bei seinem LX nur ganz, ganz knapp unter der 200.000er Marke. Das war für Ruud dann aber mindestens genauso erfreulich.

Leider verstehe ich längst nicht alles von dem Bericht, aber als Norddeutscher hat man mit dem Plattdeutsch ja ein gewisse Sprachverwandtschaft. So kann ich mir einige größere Passagen zusammenreimen.
Unter anderem erklärt er auch was es mit dem marinogelben ´78er auf sich hat. Diese Farbe hat es in diesem Modelljahr ja nicht mehr gegeben.
Sein erster Passat war marinogelb und er fand die Farbe immer so toll, daß er unbedingt wieder einen wieder haben wollte. So wurde der ursprünglich beige Variant einfach umlackiert.
Ich finde Marinogelb auch schöner als Dakotabeige. Ich kann Ruud verstehen. 😉

Am 18.September plant die hölländische 1er-Passat-Fraktion um Ruud übrigens einen Technical Day in Heemskerk. Ich hätte große Lust dort mal vorbeizuschauen. Ist für mich nicht viel weiter, als zum diesjährigen Passat-Treffen. Wer hat Lust mitzukommen?

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