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2. Bauabschnitt: Hinterachse tauschen
So langsam wird es Zeit, daß ich auch mal mit dem Tausch der Hinterachse beginne. Die liegt schon seit Dezember frisch gepulvert bei mir in der Garage.
Gestern gings mit dem 2. Bauschnitt nun endlich los.

Zum Aushängen des Handbremsseils mußten die Trommeln runter. Wenn man sich nur die Belagstärke anguckt, ist es eine Schande die Backen rauszuschmeissen.

Man erkennt aber auch, daß der Radbremszylinder nach über 35 Jahren jetzt wohl fällig ist. So ganz dicht ist er nicht mehr. Der Grund für die Schleifgeräusche habe ich dann auch gleich ausmachen können.
Der innere Dichtring saß nicht mehr fest in der Trommel. Dadurch ist natürlich etwas Fett ausgetreten. Das, in Verbindung mit etwas Bremsflüssigkeit und reichlich Abrieb, der sich in der Trommel verteilt hatte, sorgte für die störende Geräuschkulisse aus dem Rückraum.
Vor dem nächsten Schritt hatte ich ehrlich gesagt etwas Bammel. Das Lösen des Bremsschlauchs von der fahrzeugseitigen Bremsleitung.

Völlig unbegründet, wie sich herausstellte. So leicht habe ich noch nie eine Verschraubung einer Bremse aufbekommen. Zwei Schlüßel rauf und los war sie. Ich war entzückt.
Jetzt waren es nur noch sechs Schrauben und die Achse lag auf dem Heber.

Als ich die Schrauben der Hinterachse aus der Aufnahme geschraubt hatte, war ich schon wieder entzückt. Wer weiß wie sensibel dieser Bereich beim 32er ist, kann das wohl nachempfinden.

Nicht den Hauch eines Rostansatzes konnte ich am Gewinde der Schraube finden. Weggefauelte Hinterachsaufnahmen waren der Tod unendlicher Passat der ersten Serie. In Extremfällen waren schon nach vier bis fünf Jahren die Hinterachsen herausgerissen.
So ganz jungfräulich sieht die bei meinen natürlich auch nicht mehr aus. Aber der Anblick gibt wirklich keinerlei Grund zur Sorge.

Damit das auch noch in Zukunft so bleibt, gab´s erst mal eine ordentliche Portion MIKE SANDERs Korrosionsschutzfett. Das sollte den bereits vorhandenen Rost im Zaum halten.
Jetzt fehlten zum Einbau der aufgefrischten Achse nur noch neue Gummilager.

Die ließen sich ohne Probleme im Schraubstock einpressen. Die Schlauchschelle dient nur zum Zentrieren der Nuß, die für den nötigen Freiraum sorgt.
Auf dem Heber gings dann wieder unters Auto.

Die Achse hängt jetzt erstmal mit einer Schraube am rechten Stoßdämpfer.

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Verglüht
Exakt 2 Jahre, 2 Monate und 11 Tage hat sie jetzt gehalten. Die Bosch Plus90-H4-Glühlampe auf der Fahrerseite meines Volvo. Jetzt ist der Faden verglüht.

Das Abblendlicht lieb dunkel. Im Januar 2010 hatte ich, trotz vieler negativer Berichte bezüglich der Haltbarkeit, diese helleren H4-Lampen eingebaut. Von der Lichtausbeute war ich wirklich begeistert. Eine wirklich lohnende Investition. Besonders fiel es mir auf als ich am Mittwoch Abend nach dem Ausfall, als Ersatz erstmal wieder eine “normale” Lampe zur Überbrückung eingesetzt hatte.
Danach stand für mich fest, die kommen da wieder rein.

Jetzt habe ich für den Fall der Fälle, auch gleich die richtige Ersatzlampe im Handschuhfach. Mal sehen wie lange die Beifahrerseite durchhält.
Für alle die jetzt sagen, etwas über zwei Jahre ist nicht sonderlich viel, gebe ich zu Bedenken, daß ich immer mit Licht fahre. Auch am Tag. Die Schaltung des Lichts beim Volvo ist nämlich extra dafür ausgelegt. Zündung aus, bedeutet Licht aus. Auch das Standlicht. Ich weiß gar nicht wann ich das letzte Mal den Lichtschalter betätigt habe. Der ist irgendwie überflüssig.
Raus auf die Straße
Was ich gestern im Handgepäck hatte, sollte wohl klar sein. Oder? Meine Kennzeichen natürlich!
Ich war natürlich heiß endlich mit dem Passat auf die Straße zu können. Erst mal checken ob alles funktioniert, was ich über den Winter zusammengestrickt habe, ob alles dicht ist und nichts klappert.
Dazu gings etwas raus aus Hamburg. Nicht weit, nur gleich hinter die Stadtgrenze. Hier ist man dann doch etwas ungestörter.

Die Fahrt dorthin verlief völlig unspektakulär. Alles funktionierte, der Motor läuft natürlich noch lange nicht so wie er mal soll, aber für´n Anfang bin ich mehr als zufrieden. Ich darf ja eh noch nicht ganz so sehr auf das rechte Pedal treten. Aber so ganz zügeln konnte ich mich natürlich auch nicht. Unmöglich. Ich habs versucht. Ehrlich!
Die Verlockung war einfach zu groß.
Drehzahlmesser hab ich ja (noch) nicht, aber ich denke, das waren nicht mehr als 3000 Umdrehungen.
Hier noch mal die selbe Strecke, diesmal aber von innen.
Dann gings noch mal eine Ecke weiter. Eine meiner Lieblingskurven und die anschließende Brücke. Da können die Räder schon mal den Bodenkontakt verlieren. Gestern aber nur ganz kurzzeitig.
Mein Fazit. Es hat Spaß gemacht. Ich bin froh daß bis hierher alles so reibungslos funktioniert. Es klappert nichts und alles scheint dicht zu sein. Die Wassertemperatur bleibt im Rahmen.
Die richtige Abstimmung des Vergasers und die Suche nach dem richtigen Zündzeitpunkt wird mich sicher noch einige Versuche kosten. Aber das war ja klar. Der Leerlauf ist noch etwas zu hoch, mal sehen ob ich damit noch etwas runtergehen kann. Die Gasananahme aus dem Drehzahlkeller ist natürlich etwas schlechter, aber hier ist sicher auch noch Potenzial. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob die zweite Stufe vom Vergaser überhaupt schon mal in Aktion war. Ich kenne das noch von früher, eigentlich hat man das sehr deutlich gemerkt. Ich weiß nur noch nicht wie ich überprüfen kann, ob die arbeitet. Vielleicht muß ich die Kamera mal im Motorraum platzieren.
Und der Ölkühlerthemostat gibt mir auch noch Rätsel auf. Selbst nach dem heutigen Ausflug war der Kühler noch kalt. Da ist noch kein Öl durchgegangen. Eine Anwort auf den Öffungszeitpunkt habe ich bisher noch nicht finden können. Wie warm das Öl gestern gewesen ist, kann ich aber leider ohne Anzeige sowieso noch nicht sagen.
Aber ich habe ja noch ein wenig Zeit. Immerhin brauche ich mich jetzt nur noch 950 Kilometer zügeln. Noch ist der Tank auch noch halbvoll mit Super 95. Das muß ich auch erstmal loswerden.
Wichtig ist, daß ich es ohne ADAC und Werkzeug wieder zurückgeschafft habe. Wer mich kennt, weiß, daß ich sowieso kein Werkzeug dabei gehabt hätte.
Veröffentlicht unter 76er L
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Erstes Rollout mit dem überarbeitetem Motor
Bevor es an die frische Luft ging, mußte aber erst noch der 2B2-Vergaser wieder zusammengebaut werden. Der Tausch der Dichtungen nahm ja doch mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich veranschlagt.
Zum Glück wehrten sich die Reste am Vergaserunterteil nicht so sehr, wie die am Oberteil.

Das einsprühen mit WD40 am Freitag war dabei sicherlich hilfreich. Immerhin konnte ich die Dichtung fast in einem Stück lösen. Natürlich waren auch hier noch einige Stücke, die einer Nachbehandlung bedurften, aber kein Vergleich zu der Sisyphusarbeit am Oberteil.
Auch die Dichtungen zwischen Drosselklappenteil und Vergasergehäuse gehörte zu dem Dichsatz.

Zum Trennen der beiden Teile muß nur noch eine weiter Schraube rausgenommen.
Dann gings auch hier an die Reinigung und die Entfernung der Dichtungsreste.

Nach dem Drosselklappenteil folgte dann der eigentliche Vergaser. Auch hier leistete das WD40 seit Freitag gute Arbeit.

Die ganzen Verkrustungen ließen sich ebenso problemlos entfernen, wie die Reste der alten Dichtung.
Mit neuer Dichtung habe ich die beiden Teile dann wieder zusammengefügt.

Für die Beschleunigerpumpe gab es einen neuen Filzring und für das Einspritzröhrchen einen neuen O-Ring. War auch beides in dem Dichtsatz enthalten.

Nach Kontrolle der Schwimmerstände und den Durchblasen einiger Düsen gings an die Zusammenfügung der beiden Häften.

Damit war das gröbste geschafft. Fehlen noch ein paar Anbauteile.

Als ich im Januar auf der Bremen Classic Motorshow die Betätigungsdose für die zweite Stufe ergattern konnte, wußte ich noch gar nicht, daß sie so schnell zum Einsatz kommt. Wäre sie nicht so saugünstig gewesen, weil der Verkäufer nicht wußte wofür sie ist, hätte ich sie wohl gar nicht mitgenommen. Nach nochmaliger Prüfung der vorhandene Dose, entschloß ich mich sie dann doch zu verbauen. Die alte Dose öffnete die Drosselklappe der zweiten Stufe zwar auch, aber trotzdem war sie leicht undicht. Die neue Dose hält den Unterdruck jetzt einwandfrei. Und das auch über längere Zeit.
Im Anschluß kam alles wieder zurück an den Motor.

Schnell noch die nötigen Anschlüße hergestellt und mal versucht zu starten. Nachdem der Vergaser mit mit Sprit gefüllt war, sprang er auf Schlag an. Als wäre nichts gewesen. Bingo.
Es konnte also an den weiteren Zusammenbau gehen. Sozusagen zum krönenden Abschluß des Projekts und für den damit den letzten Arbeitschritt, habe ich mir etwas ganz besonderes gegönnt.

Für die Befestigung des Luftfilters kamen vergoldete selbstsichernde Hutmuttern zum Einsatz.
Dann noch den Deckel drauf, damit die keiner klaut, den Motoraum von überflüssigen Werkzeug befreit und das Ladegerät beseite gelegt. Kühlergrill rein und Stoßstange wieder ran.

Das wäre erstmal geschafft ! Natürlich werden noch diverse Einstellarbeiten und Nachkontrollen erfolgen, aber der Passat konnte gestern aus eigener Kraft die ersten Meter absolvieren.
Leider hatte ich meine Kennzeichen nicht mit, so daß es bei wirklich wenigen Metern blieb. Außerdem war Sonntag und etwas lauter ist er schon geworden.
Daumen hoch !
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Unterwegs als Plakatierer
Bereits am Freitag Mittag war noch mal eben an der Oldtimer-Tankstelle um abzusprechen, wie es denn mit ein bisschen Werbung für das Passat-Treffen aussieht.
Plakate in verschiendenen Größen hatte ich schon mit.

“Kleb´ die doch einfach an den Pfeiler von der S-Bahn-Brücke, die Fläche wollen wir in Zunkunft sowieso für Bekanntmachungen nutzen”, bekam ich da zu hören.
Leichter gesagt als getan. Womit klebt man Fotopapier an einen rohen Betonpfeiler? Alex gab mit ein Rolle breites Klebeband, aber damit wurde das schon mal gar nichts. Der Beton war viel zu sandig. Auch vorheriges abwischen brachte nicht den gewünschten Erfolg. Erst mal Aktion abgebrochen.
Gestern habe ich mich dann mit einem Eimer Kleister bewaffnet und habe den zweiten Versuch gestartet.

Kleister ist für Fotopapier zwar auch nicht optimal, aber eine bessere Idee hatte ich auch nicht parat. Ich habe den dann mit extra wenig Wasser angerührt. Um eine bessere Haftung zu erzielen gab´s zunächst ein Lage Packpapier am Pfeiler. Erst dann kam das eigentliche Plakat.

Optimal ist das mit dem Fotopapier zwar nicht, aber das war die schnellste Möglichkeit an solche Plakate zu kommen.
Nachdem ich dann noch eine handvoll Flyer an der Tankstelle hinterlegt hatte, hab ich mich erst mal aus dem Staub gemacht. Spät abends bin ich dann noch mal kurz dort vorbeigefahren um zu sehen ob das Plakat noch hängt.

Es hing noch. Aber so richtig gefiel mir das noch nicht. Also habe ich kurzerhand noch zwei kleine Papierstreifen zurechtgeschnitten und die Kanten oben und unten zusätzlich überklebt. Da war vom Druck eh ein ca. 2 cm weißer Rand.
Wie abgesprochen habe ich den Eimer mit dem Kleister dann vor Ort gelassen. Ist nur Kleister, Jungs. Also nicht denken, da hat einer seinen Müll entsorgt.
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