Oldtimermarkt Bockhorn 2015 – Rückblick

Na klar! Ich war natürlich auch dieses Jahr in Bockhorn. Ist genauso eine Pflichtveranstaltung wie das Passat-Treffen. Um Punkt 15:30 Uhr haben wir am Freitag die Anmeldung passiert.

Bockhorn-Anmeldung

Ganz ohne lange Warteschlange an der Anmeldung. Alleine das ist es wert schon so frühzeitig vor Ort zu sein.

In Stuhr war wieder Treffpunkt. Da habe ich dann Dirk und Michael aufgesammelt und gemeinsam bewältigten wir die letzten knapp 80 Kilometer. Zu der Zeit machte mein 74er leider schon etwas Probleme. Im Leerlauf schüttelte sich der Motor, wenn er denn überhaupt anblieb. Im kurzen Stau bei Bremen ging er dann regelmäßig aus und ich habe ihn über die Kupplung wieder zum Leben erwecken müssen. Echt nervig! Zu allem Unglück hat es mir dabei auch noch eine der Schaltungsbuchsen zerlegt. Der Schalthebel klappert jetzt wie ein Schraubenschlüßel im Blecheimer, aber die Gänge lassen sich zum Glück trotzdem noch einlegen.

In Bockhorn habe ich dann mal geguckt was da los ist. Den Fehler habe ich dann recht schnell gefunden. Es war tatsächlich was los.

leerlaufabschaltventil-passat-b1

Das Leerlaufabschaltventil hing praktisch nur noch am Kabel und an dieser komischen Drillklammer. Ohne diese beiden Dinge hätte es wohl schon längst irgendwo auf der A1 gelegen. Ich frage mich nur wie sich das lösen kann. Ich war da vor 12 Jahren das letzte Mal dran. 2003, kurz nach dem Kauf, hatte ich den Vergaser mal runter um ihn neue Dichtungen zu spendieren. Irgendwie unerklärlich.

Die kleine Tour zum örtlichen Supermarkt habe ich dann gleich mal zur Probefahrt erklärt. Jetzt lief der Motor wieder wie eh und je. Mit den Einkäufen im Gepäck ging es zurück auf´s Veranstaltungsgelände. Der Pavillion stand bereits und es wurde Zeit den Grill anzufeuern.

elektrogrillen-nein-danke

Ganz getreu diesem Motto und nach guter alter Manier kamem dabei wieder Dirks Hebebühneklötze zum Einsatz.

hebebuehnenkloetze

Gut ist, was sich bewährt hat.

Nebenbei guckte man sich natürlich immer mal wieder in der Nachbarschaft um. Siehe da noch ein 32er. Dieses Jahr waren erstaunlich viele davon vor Ort. Selber gesehen habe ich aber auch nur noch zwei weitere. Ich weiß aber noch von mindestens fünf weiteren alten Passat die Samstag oder Sonntag vor Ort waren. Nicht das wir hier irgendwann noch ein Allerweltsauto fahren.

mikafa

Auf jeden Fall kein Allerweltsauto ist noch im Hintergrund zu sehen. Ein Mikafa-Wohnmobil auf Tempo Matador-Baiss. Sozuagen das Non Plus Ultra unter der den Möglichkeiten in den späten 50er Jahren mobil zu nächtigen.

Gut zwanzig Jahre später gab es dafür dann diese praktische Lösung.

audi-100-wohnaufbau

Auch nicht schlecht und auf jeden Fall ebenfalls alt genug um aufs Gelände zu kommen. Denn auch bei Wohnwagen, Wohnmobilen und ähnlichen gibt es eine Altersgrenze um aufs Gelände zu kommen. Diese Grenze lag nach wie vor bei Baujahr 80 und wurde somit auch dieses Jahr noch nicht weiter heraufgesetzt. Davon kann man halten was man will. Wir sind locker drüber, so mancher Fahrer etwas jüngerer Fahrzeuge findet es sicher weniger toll.

Ganz und gar nicht toll fanden wir die neue Erfindung, daß nach 20 Uhr niemand mehr aufs Gelände gelassen wird. Was ist denn das bitte für eine beknackte Regelung? Das war in den Vorjahren definitiv anders. Da fahren Leute am Freitag nach Feierabend los, haben 400 oder mehr Kilometer vor sich und werden dann auf den Besucherparkplatz geleitet. Das ist ganz großer Mist!

Und erst recht ganz großer Mist ist das wenn, dadurch unsere Biervorräte nicht ankommen! So ist es namlich uns nämlich ergangen. Die waren bei Björn im Bedford. Mit vier Fahrzeugen standen sie um 20:30 Uhr am Eingang und wurden umgeleitet. Was für ein Mist.

Der Abend war dann um kurz nach Mitternacht mangels Nachschub zu Ende. Am nächsten morgen, zum Frühstück, wurde sie dann aufs Gelände gelasen.

wetter-lala

Das Wetter zeigte sich am Samstag von allen Seiten. Zunächst trübe, wurde es im Laufe des Vormittags dann wieder richtig heiß. Zum Gang über die Teilestände hätte meinetwegen ruhig etwas bedeckt bleiben können.

teilesuche

Und wir wurden sogar recht schnell fündig. Allerdings ist bei mir nicht alles in die Einkaufstaschen gewandert, was mich anfangs anguckte. Ich habe da eine ganz klare Preisstrategie. Günstig muss es sein! Besonders wenn man die Teile nur so mitnimmt, weil man sie eventuell irgendwann mal brauchen könnte. Da können dann auch schon mal 10,- Euro schon viel zu viel sein. Ich habe da auch keine Skrupel den Verkäufern einen Preis an den Kopf zu werfen, der weit unter der Gürtellinie ist. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Ich bin dann aber auch niemanden böse wenn er mein Gebot ablehnt. Warum auch? Die müssen ihre Standgebühren ja auch irgendwie wieder reinholen.

Auch hier war ich eigentlich auf einem guten Weg.

IMG_2209

Dem genannten Preis von 45,- Euro habe ich einfach mal 10,- Euro entgegengeworfen. Er nahms mit Humor und rief dann noch hinterher „Komm´ Sonntag nachmittag noch mal wieder, da werde ich weich“
Dazu ist es aber leider nicht mehr gekommen. Erklärung folgt später.

Nach gut zweineinhalb Stunden hieß es für mich „Füße hoch“.

füsse-hoch

Ein kleine Pause im Schatten tat gut. Auch wenn ich mich ganz gut versteckt hatte, bleibt es natürlich nicht aus, daß man dann doch von dem einen oder anderen entdeckt wird. Ein Smalltalk hier, ein paar Fragen beantworten da. Das gehört dazu und macht die drei Tage so abwechslungsreich.

Interessant auch was da immer so für alte Passat auftauchen. Obwohl hier gur sichtbar das Kartei-Logo auf dem Kofferdeckel prangt, konnten weder Dirk noch ich den Wagen einordnen.

passat-l

Ein wunderschöner 74er in Moos Metallic. Haben wir beide noch nie gesehen. Leider war weit und breit kein Besitzer ausfindig zu machen.

Am Nachmittag zog dann doch noch die angekündigte Regenfront durch.

regen

Kurzzeitig waren die Plätze unterm Pavillion, der immerhin halbdicht war und unter Dirk´s Vorzelt, wo es gänzlich trocken blieb, sehr beliebt. Regen in Bockhorn hatten wir lange nicht mehr.
Lange hielt das aber auch nicht an. Nach gut einer Stunde war der Spuk vorbei und es klarte wieder auf.

Der Grill loderte schon längst wieder im Freien und wir haben neugierig dem Mikafa hinterher geguckt.

mikafa-wohnmobil

Schon ein ulkiges Gefährt. Von vorne sah es aus wie eine alte Straßenbahn.

Ich nutzte die Zeit um noch mal eine schnelle Runde über den Teilemarkt zu machen. Der Schauer hat doch für ordentlich Freiraum in den Gängen gesorgt. Eigentlich ist um 18:00 Uhr Marktende, da aber die meisten Verkäufer direkt an ihren Ständen campieren, geht auch danach noch was.

Danach ging dann aber noch viel mehr. Es ging zum gemütlichen Teil des Abends über.

feuer

Lagerfeuerromtatik bei Bier und Chips. Zumindest von ersterem war ja jetzt genügend da. Was eigentlich für zwei Abende reichen sollte, wurde jetzt eben an einem Abend aufgebraucht.

Mit Folgen die mir dann am nächsten Morgen doch mehr als bewußt wurden. Als ich meinen Schlafgemach verlassen hatte, waren die ersten unserer Truppe schon längst auf der Bahn.

Zu mehr als einer ganz kurzen Platzrunde hat es bei mir dann nicht mehr gelangt. Wenigstens den sonntäglichen Kofferaumverkauf wollte ich aber noch eben mitnehmen.

kofferaumverkauf

Der letzte Gang sollte dann auch nicht umsonst gewesen sein. Noch einmal 15 Euro geopfert und wieder war eine Stofftasche gefüllt. Knallhart verhandelt! Vielleicht hatten sie aber auch einfach nur Mitleid mit mir… Ich muss ziemlich zerzauselt ausgesehen haben und habe dann auch ziemlich schnell das Weite gesucht.

Auf jeden Fall stand ich um fünf vor Zwölf schon an der Avia in Borgstede.

avia-tankstelle

Warum ich überhaupt getankt habe, habe ich mich dann gefragt als die Zapfpistole nach 12 Litern abschaltete. Irgendwie war das jetzt ziemlich sinnlos. Wahrscheinlich bin ich aus Gewohnheit hier noch mal rangefahren.

Noch nicht mein Tag. Das habe ich dann auch auf der Autobahn ziemlich schnell gemerkt. Auf dem zweiten Parkplatz bin ich abgefahren und habe ein kleines Mittagsschläfchen gemacht. Zu Hause war ich dann irgendwann nach 18.00 Uhr. Allerdings nicht ohne einen versprochenen Kurzbesuch bei Matthias und Anja abzuhalten. Auch wenn mir eigentlich gar nicht danach war. Aber erst ankündigen und dann nicht auftauchen. Das ist nicht meine Masche. Nach den zwei Latte macchiato gings mir dann auch langsam wieder etwas besser. Danke.

2 Kommentare

  1. Nils

    Aus Studienzeiten weiss ich: „Be aware of ‚Druckbetankung’…

    Die MIKAFAS sind schon interessant. Soweit ich weiss, werkelt darin ein 30Ps-VW-Motor. Bei dem Leistungsgewicht dürfte die Region optimal sein, um einigermassen zügig vom Fleck zu kommen.

    Antworten
  2. eften

    also die blauen holzschuhe und die Leuchtschilder fürn lkw hätte ich sofort mitgenommen

    Antworten

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