Die Hamburger Saunatage sind eröffnet

Gestern war Saunatag bei mir in der Werkstatt. Dabei ging es zunächst mit einem Eimer kalten Wasser ans Werk.

Ich brauchte eine komplett sauberes Bodenblech und da war doch noch so einiges an Schleifstaub drauf vorhanden.

In Anschluss habe ich die Langlöcher im Längsträger wieder mit Klebeband verschlossen.

Damit war das Bodenblech jetzt soweit vorbereitet, um wieder die nötige Schwerschicht zu bekommen. Auf Bitumenmatten habe ich verzichtet und mich für eine EPDM-Mischung und mit rückseitiger Klebeschicht aus Polyamid entschieden.

Kleines Manko an der Sache: Das Zeug braucht Wärme. Mindestens 25°C soll es haben, bevor man die es abrollt. Ansonsten neigt es zum Brechen.

Aber genau dafür hatte ich mir ja die beiden Heizstrahler besorgt.

Die habe ich einfach mal an die Dachspanten gehängt. Die zu beklebende Fläche soll nämlich ebenfalls auf Temperatur gebracht werden.

Jetzt wurde mal so richtig eingeheizt. Nach gut 15 Minuten war die erste Rolle dann so weit gefügig, dass ich sie ausrollen konnte.

Kurz angezeichnet und dann auf der Werkbank zurecht geschnitten.

Als ich da so fröhlich am Schnibbeln war, roch es plötzlich doch sehr auffällig nach geschmolzenem Plastik.

Ein Heizstrahler streckte die Segel und war gerade dabei sich selbst zu vernichten. Tolle Wurst! Dabei hatte ich ihn noch nicht einmal auf voller Stufe laufen.

Er funktionierte zwar noch, aber ich hab dann mal lieber den Stecker gezogen. Von nun an ging es also nur noch mit halber Heizleistung und einem Strahler weiter.

Das langte aber immer noch um mir die Schweißperlen auf die Stirn zu treiben. Besonders wenn man dann beim Aufbringen immer schön unter dem Strahler umherkrabbelt und zusätzlich noch mit dem Heißluftföhn hantiert.

Der Föhn war nötig um den Schmelzkleber endgültig zu aktivieren und die Schwerschicht den Konturen anzupassen.

Nach den beiden hinteren Fußräumen war dann die Fahrerseite dran.

Derweil heizte der verbliebene Strahler immer noch munter weiter ein. Ich konnte ohne große Pause durchziehen. Die Rollen hatte ich zum Vorwärmen einfach vorne unter den Strahler gepackt. Die waren somit mittlerweile komplett geschmeidig.

Ich habe immer ein Seite angelegt, dort die Folie auf gut fünf Zentimetern abgezogen und die Matte somit fixiert. Danach einmal komplett umgeschlagen und den Rest der Folien in einem Stück abgenommen.

Und dann wieder mit der Birne unter den Strahler.

Fertig. Fix und fertig! Jetzt aber weg mit den Strahlern und dem Föhn.

Trotzdem lässt sich diese Schwerschicht wirklich gut verarbeiten. Wesentlich angenehmer als die klebrigen und stinkenden Bitumenmatten. Angeblich soll sie sich sogar rückstandslos wieder abziehen lassen. Das will ich aber ehrlich gesagt nie ausprobieren müssen.

Jetzt kann dann auch das Fett für die Hohlraumversiegelung folgen. Wäre blöd wenn da ein Fettfilm vor dem Verkleben der Matten auf dem Bodenblech gewesen wäre.

5 Comments

  1. GLI

    Sieht echt gut aus das Zeug und scheint auch zum vernünftigen Preis zu bekommen zu sein.

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    1. OST (Post author)

      Stimmt, das hatte ich ganz vergessen zu erwähnen: Deutlich günstiger als Bitumenmatten in dieser Größe.

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  2. MainzMichel

    Wann/wie schneidest Du die Matten zu? Erst angewärmt reinlegen, dann den Zuschnitt (Cutter?) und dann mit dem Föhn den Kleber aktiviert?
    Ich finde die Matten richtig klasse. Vorausgesetzt in Natura sieht das Ergebnis genausogut wie auf den Bildern aus.

    Adios
    Michael

    Reply
    1. OST (Post author)

      Erst auf Raumtemperatur bringen, ausrollen, dann mit einer normalen Schere zuschneiden. Anschließend auflegen und mit dem Heißluftföhn erwärmen.

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  3. Kai

    Einer meiner Lieblingsteile bei der Montage eines Autos.
    Alles neu und frisch und man hat noch nicht alles mit Fett versaut 🙂

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