Schlagwort Archiv: Nockenwellenrad

Zylinderkopf ist drauf

Endlich mal wieder ein Tag der keine unerwarteten Überraschung bereit hielt. Es flutschte alles wunderbar, bis auf leichte Probleme ganz zum Schluss. Die waren aber eher auf meine eigene Unerfahrenheit zurück zu führen.

Weiter ging es zunächst mit dem Einschleifen der restlichen Ventile.

Passat-b1-Zylinderkopf

Sechs Stück waren noch nach und die waren jetzt keine besondere Herausforderung mehr. (mehr …)

Alle Ventilschaftdichtungen getauscht

Gestern gings an die restlichen sechs Schaftdichtungen. Sehr hilfreich dabei war der Hinweis, den Stan gestern in einem Kommentar hinterlassen hat. Einfach mal mit weniger Druck versuchen. Das war eine Wohltat für Ohren und Kompressor. Ich habe den Druckregler mal auf ungefähr 2 bar runtergedreht. Funktionierte einwandfrei. Danke.

Allerdings hatte ich gleich beim Ausbau der ersten Ventilfeder etwas Pech. Irgendwie ist mir der Teller und einer von den Keilen weggehüpft. Der Teller ist links in den Zwischenraum vor der Zylinderkopfschraube gefallen. Den Keil konnte ich dort allerdings nicht finden. Wohl aber die diese dicke Ölrücklaufbohrung in der Ecke…

suchbild-mit-keil

Na toll, dachte ich. Der Keil liegt wohl jetzt in der Ölwanne. (mehr …)

Ich bin Ressourcensparer

An mir soll es nicht liegen, wenn die Erdölvorräte plötzlich erschöpft sind. Zudem wird es meinem Geldbeutel schonen und es ist einfach beruhigender nicht bei jedem starken Bremsen von der Öldruckkontrolleuchte daran erinnert zu werden, daß es mal wieder Zeit ist etwas Motoröl nachzufüllen.

Peilstab-passat

Soweit war es nämlich in der Zwischenzeit schon wieder. Anfang Juni hatte ich zuletzt mal nach dem Ölstand geguckt. (mehr …)

2B2-Vergaser funktioniert, ist aber undicht.

passat_32_1976_startautomatik

Als erstes stand noch die Einstellung der Startautomatik auf dem Zettel. Dafür mußte der Motor kalt sein. Nur so bringt es die Bimetallfeder überhaupt fertig die Starterklappe zu schließen und damit die Stufenscheibe so zu drehen, daß die Einstellschraube auf der höchste Raste anliegt.

passat_32_1976_startautomatik

Die Feder war natürlich nach 30 Jahren schon etwas ausgeleiert. Ein wenig mußte ich den Deckel also verdrehen. Dann lag die Schraube sicher auf und das auch noch nach ein paar beherzten Gasstößen.
Die Schraube habe ich noch ein Stückchen weiter reingedreht und die Kaltleerlaufdrehzahl damit ein wenig angehoben. So sollte es erstmal funktionieren.

Um das nun mal zu testen und auch um mal zu sehen ob der Nockenwellendichtring jetzt das tut was er soll, mußte die Lima wieder rein.

passat_32_1976_generator

Dann gabs mal wieder einen längeren Probelauf. Nach einiger Zeit bin ich mal hinten am Wagen gewesen und mußte sehen, daß das Tor doch schon arg gelitten hatte. Der bläßt ganz schon hinten raus.
Das Tor hatte ich dann schon wieder etwas saubergewischt und zum Schutz mal ein Lappen hintergehängt.

Ich habe ja schon viele Wagen auf der Bühne gehabt, aber soweit hat bisher noch keiner hinten raus gerotzt.

Nach dem Testlauf stand fest:

Der Simmering der Nockenwelle ist dicht!

passat_32_1976_zahnriemen

Der Vergaser leider nicht !

passat_32_1976_2b2_vergaser

Der drückte den Sprit schon ganz schon stark an der Deckeldichtung raus. Selbst oben in den Vertiefungen sammelte sich der Sprit.

passat_32_1976_2b2_vergaseroberteil

Nun gut es war ein Versuch: Den Vergaser so zu nehmen und zu montieren. Ging halt in die Hose. Ich habe mir gestern abend dann noch schnell den kleinen Dichtsatz bestellt. So kann das natürlich nicht bleiben. Nachher fackelt mir noch die ganze Karre ab.

Zum Abschluß flog die Lima dann wieder raus und der Zahnriemenschutz versteckt nun endlich dieses hübsche grüne Nockenwellenrad.

passat_32_1976_zahnriemenschutz

Urs, guck Dir mal den Öldeckel an… 😉

Ölverlust beseitigt, Vergasercheck und den GLS gestartet

passat_32_1976_simmering

Gestern habe ich mich noch mal um ein paar Kleinigkeiten gekümmert, die bisher immer hinter wichtigeren Dingen zurückstehen mußten.

Zum einen war da der Ölverlust vorne am Zylinderkopf. Leider hat man durch das verstellbare Nockenwellenrad jetzt keinen direkten Durchblick mehr auf den Bereich.
Das Rad mußte also wieder runter und dann war die Sache auch gleich klar.

passat_32_1976_simmering

Eindeutiger gehts kaum. Der Nockenwellensimmering ist inkontinent. Vielleicht war ich beim Einbau etwas zu rabiat, vielleicht taugte der auch einfach nichts. An der Zwischenwelle habe ich die slebe Marke verbaut. Da gibts es bisher kein Problem.

Ist jetzt auch egal. Durch den alten Ring eine Blechschraube gejagt und ihn damit dann rausgeholt.

passat_32_1976_simmering_raus

Den neuen habe ich dann mit dem alten Ring und einem alten Nockenwellenrad reingedrückt.

passat_32_1976_simmering_rein

Nach dem Einbau habe ich den Motor kurz angeschmissen. Bisher siehts gut aus. Ich mußte aber wieder relativ schnell abstellen, da jetzt zwar Wasser drauf ist, aber die Lima noch daneben liegt. Der Keilriemen somit zwangsläufig auch.

Nächster Punkt waren die Kabel für für die Druck- und Temperaturanzeige vom Öl. Die lagen auch noch so halbfertig im Wasserkasten rum. Entlang des original Kabelbaums gings Richtung Kabeldurchführung in der Spritzwand.

passat_32_1976_kabelbaum

Vom Motorraum aus schob ich die Kabel dann durch die Kabeldurchführung nebem dem Hauptbremszylinder. Zu meinem Glück lagen die Kabel danach schon griffbereit im Fußraum.

passat_32_1976_kabelbaum_innenraum

Innen gehts dann weiter wenn der Wagen von der Bühne ist und ich die Türen vernüftig aufmachen kann.

An der Kühlerpappe hatte sich beim Ausbau ein kleine Ecke verabschiedet. Die habe ich fachmännisch wieder an ihren Platz zurückgebracht.

passat_32_1976_kühlerpappe

Dann gings noch mal an den Vergaser hier wollte ich noch mal so einige Sachen checken, die für die die einwandfreie Funktion später wichtig sind.

Dazu gehörte die Prüfung der Pull-Down-Membrane und die dazugehörige Überprüfung des Starterklappenspalts.

passat_32_1976_pull_down

Mittels Unterdruckpumpe die Membrane betätigt und das entsprehende Maß eingestellt. Der Sollwert lag bei genau 4,5 mm, sodaß ich einen normalen Bohrer als Lehre nehmen konnte.

Gut das mich noch mal um dem Vergaser gekümmert habe. Ich wäre wohl sonst mit ziemlich bedröppelten Gesicht von der ersten Probefahrt zurückgekommen.

passat_32_1976_zweite_stufe

Die Drosselklappe der zweiten Stufe ging nämlich überhaupt nicht auf. Die Membrane war in Ordnung, aber die Klappe war total verharzt. Die Kraft der Dose langte nicht um sie zu öffnen.
Mit etwas Rostlöser und mehrmaligen Betätigen per Hand ging sie hinterher wieder so leicht, daß sie auch mit der geringen Kraft des Unterdrucks nun wieder einwandfrei öffnet.
Da ist der letzte Besitzter dieses Vergaser wohl immer nur auf Sparflamme gefahren.

Die Einstellung der Startautomatik muß ich noch mal checken. Dafür war der Motor gestern aber nach dem kurzen Probelauf schon zu warm. Muß ich noch mal machen, wenn er vorher nicht gelaufen hat.

Damit war in der Werkstatt erstmal Feierabend. In der heimischen Garage gings dann aber noch mal kurz weiter. Falls heute wieder so schönes Wetter wird, will ich auf jeden Fall vorbereitet sein.
Also noch mal sehen ob der GLS nach der Winterpause anspringt. Natürlich nicht. Batterie war fast leer. Was nützt das beste Erhaltungsladegerät wenn man es nicht benutzt…..

passat_32_1977_starthilfe

So mußte ich doch wieder, das große Ladegerät mit der Starthilfefunktion anschließen. Nach dem üblichen georgel wegen fehlendem Sprit ist er dann aber einwandfrei angesprungen.
Mal sehen ob´s morgen eine kleine Tour gibt. Das Erhaltungsladegerät ist jetzt auf jeden Fall angeklemmt.

Wasser marsch!, Feuer frei! und Prost!

passat_32_1976_lüfterblech

Gestern vormittag habe ich endlich meine langersehnte Lieferung erhalten. Das Lüfterblech für den Kühler und die Ölkühlerhalter sind zurück vom Pulverbeschichten.

passat_32_1976_lüfterblech

Damit war meine zunächst angedachte Tagesplanung natürlich sowas von hinfällig. Alles andere abgesagt bzw. verschoben und ab in die Werkstatt zum Endspurt. Endlich Kühlwasser auffüllen und den ersten richtigen Probelauf durchziehen.

Ich habe mich mittlerweile entschloßen den Messingkühler nicht wieder zurück ins Regal zu legen. Vielleicht hat er ja tatsächlich eine etwas bessere Kühlleistung.

passat_32_1976_Kühler

Also die ganzen Kühlerpappen und den Thermoschalter vom alten Kühler umgebaut. Das Lüfterblech mit dem Lüftermotor und dem Gummilappen bestückt und dann beides zusammengeschraubt.

Dann die ganze Einheit ins Fahrzeug. Unten festgeschraubt, Thermoschalter angeschloßen und unteren Kühlerschlauch ran.

passat_32_1976_Kühlerschlauch

Oben und seitlich befestigt, oberen Kühlerschlauch ran und ab zu Teil 1 der Überschrift: Wasser marsch!

passat_32_1976_wasser_marsch

Jetzt stand dem ersten längeren Testlauf nur noch der Stecker des Lüftermotors im Weg. Der alte Kabelbaum und der stärke Lüftermotor wollten nicht so recht zueinander passen.

passat_32_1976_stecker_lüftermotor

Ich hatte jetzt aber keine Lust mehr nach einem passenden Stecker zu suchen und habe die Kabelschuhe aus dem Steckgehäuse herausgeholt und sie erstmal so am Motor angeschloßen.

Jetzt wurde es Zeit für Teil 2 der Überschrift: Feuer frei!

Zunächst zickte er noch ein bisschen. Er ging immer wieder aus und ich mußte den Motor zunächst mit kleinen Gastößen am Leben halten. Wie schon vermutet, habe ich bei dem ganzen Gewurschtelt rund um dem Öldruckgeber, den Verteiler wohl etwas verdreht. Nach einer kleinen Korrektur gings dann aber los.

Noch einmal kurz die Zündung abgeblitzt, den Luftfilterdeckel rauf und dann hieß es: Prost!

Zur Feier des Tages habe ich mir ausnahmsweise wirklich mal ein Bierchen gegönnt. Kommt ja selten vor, aber gestern war mir einfach danach. Verständlich, oder?

Einen kleinen Wehrmutstropfen hatte ich dann aber doch noch zu verzeichen: Vorne an der Kopfdichtung hingen ein paar Öltropfen….

passat_32_1976_ölverlust

Allerdings entpuppte sich die Sache als nicht ganz so tragisch wie zunächst vermutet. Wie auf dem Bild, konnte man es auch in natura zunächst nur sehr schwer Eingrenzen. Das frische Öl erschwerte die Sache. Es kommt aber von weiter oben. Entweder der Nockenwellensimmering oder die Ventildeckeldichtung, die ich noch nicht erneuert hatte, sind schuld.
Wenn das alles ist, kann ich darüber nur lächeln. Daß bei so einem umfangreichen Projekt, irgendwo etwas nachgearbeitet werden muß, hatte ich eingeplant.

Das konnte mir den Tag aber natürlich in keinster Weise vermiesen.

Reaktor hängt wieder am Haken

ventilspiel pasat 32 1976

Am Samstag habe ich die restlichen kleinen Arbeiten am Motor abgeschlossen. Er ist jetzt soweit vorbereitet, daß er wieder zurück in den Motorraum kann.

Los gings es zunächst mit dem abschließenden Einstellen des Ventilspiels.

ventilspiel pasat 32 1976

Danach noch die Steuerzeiten exakt eingestellt und den Ventildeckel wieder drauf.

ventildeckel passat 32 1976

Fehlten nur noch die beiden Wasserflansche am Kopf und die Spritpumpe.

motor passat 32 1976

Den Rest montiere ich erst im Fahrzeug. Gerade die montierten Riemenscheiben störten doch sehr beim Ausbau des Motors. So nackt wird er hoffenlich besser flutschen.

Neben dem neuen Ausrücklager, welches ja im Kupplungskit enthalten war, habe ich mir auch noch ein neue Führungshülse für´s Lager besorgt.

aurücklager passat 32 1976

Die alte Hülse war aus Kunststoff und hatte doch schon arg gelitten.

Zum Abschluß des Tages gabs dann noch die Übergabe vom Motorständer an den Kran.

motor kran passat 1976 32

Hier konnte ich dann den rechten Motorhalter montieren und die beiden neuen Motorlager links und rechts an die Halter schrauben.

Wenn er Strom und Sprit hätte, würde er laufen!

Nockenfreigängigkeit passat 32 1976

Endlich kann ich einen Schlußstrich unter das Kapitel Nockenwelle machen. Die Welle ist drin, die Plättchen bleiben liegen und drehen tut sie sich auch.

Bevor es gestern allerdings soweit war, mußte ich noch ein wenig mit dem Dremel hantieren.

Nockenfreigängigkeit passat 32 1976

Was eine Sauerei. Mir wäre wohler gewesen, wenn der Kopf noch auf der Werkbank liegen würde. Die Ölbohrungen habe ich alle mit Putzlappen verschlossen. Man beachte den gelben Lappen oben links auf dem Bild. Der wird am Ende des Artikles noch eine ganz besondere Rolle spielen.

zylinderkopf gereinigt passat 32 1976

Ich war so vertieft in die Arbeit, daß ich erst wieder ein Foto gemacht habe, als die ganze Späne weggeblasen und die Ventile schon wieder montiert waren.

Schrick passat 32 1976

Jetzt ist ausreichend Platz zwischen Nocken und Kopf vorhanden. Zeit mal den Riemen auf die Orgel zu legen. Ich brauchte endlich mal wieder einen Anblick an dem ich mich berauschen konnte.

Zahnriemen passat 32 1976

Den Motor habe ich dann mehrfach durchgedreht. Nach soviel Stolpersteinen ein wahrlich geiles Erlebnis. Endlich am Ziel.

Warum ich ohne verstellbares Nockenwellenrad keine vernüftige Steuerzeiteneinstellung hinbekomme, sieht man hier.

Verstellbares Nockenwellenrad passat 32 1976

Die waagerechte Markierung an der Stirnseite der Nockenwelle fluchtet genau mit der Kopfoberkante und das Nockenwellenrad muß fast einen halben Zahn ausgleichen. Der Riemen kommt aber noch mal wieder runter. Ich muß noch die Ventile einstellen und der Simmering für die Nockenwelle ist auch noch nicht wieder drin.

Zum Schluß wie versprochen noch mal etwas zu den gelben Putzlappen vom ersten Foto. Den habe ich nämlich beim Ausblasen des Kopfes mal eben locker in der Bohrung versenkt. Weg war er, irgendwo in den Tiefen des Motors verschwunden. Mir war das zunächst egal. Gestern war die Nockenwelle dran und davon ließ ich mich auch nicht abbringen.

Ich war schon wieder umgezogen und hatte die Suche nach dem Lappen eigentlich schon auf einen der folgenden Tage verschoben, da packte mich doch noch der Ehrgeiz. Bewaffnet mit einer Taschenlampe machte ich mich auf die Suche. Nichts zu finden. Also noch mal die Luftpistole in sämtliche Öffnungen reingehalten, damit das Stück sicher in der Ölwanne liegt. Den Motor noch ein paar Mal auf dem Motorständer in alle Richtungen gedreht, bis ich mir sicher war: Er muß jetzt in der Ölwanne liegen!

Und tatsächlich. Nach nur wenigen Versuchen, ihn mit einem Greifer durch die Ölablaßbohrungen zu erwischen, hatte ich ihn am Haken.

Putzlappen Ölwanne passat 32 1976

Es gibt halt auch Tage, an denen gelingt einfach alles. Zum Glück.

Kopfarbeit

Zylinderkopf Passat 32 1976

Gestern bekam ich die Info von meinem Motoreninstandsetzer, daß Block und Kolben wohlauf sind. Einer Weiterverwendung spricht nichts entgegen. Das Kolbenspiel beträgt im Mittel 0,035mm. Das ist also voll im Rahmen. Der Block ist auch schon um 1 mm geplant und in der nächsten Woche will er die Zylinder noch einmal durchhonen. Super, läuft alles wie geplant.
Dann konnte es also mit dem Kopf weitergehen. Zuerst versuchte ich mal rauszubekommen um wieviel der Kopf eigentlich schon geplant ist. Ich konnte mich da beim besten Willen nicht mehr dran erinnern.

Zylinderkopf Passat 32 1976

Dabei war es sehr hilfreich, daß ich noch einen neuen Kopf im Lager liegen hatte. Denn das Normalmaß für den Kopf konnte ich nirgendwo in Erfahrung bringen. Also einfach mittels Meßschiebers die beiden Köpfe verglichen. Das Resultat: neuer Kopf 133,2 mm, alter Kopf 132,7 mm. Das klingt auch logisch, denn zwischen den beiden Maßen liegen genau 0,5mm. Ein plausibles Maß. Viel darf vom Kopf jetzt also nicht mehr runter. Mein Ziel sind 0,8 mm weniger als im Originalzustand. Fehlen also nur noch 0,3 mm.
Im Zusammenspiel mit dem geplanten Block und einer dünneren Kopfdichtung fehlen nachher also 2,25 mm. Die Verdichtung steigt dabei von 8,5 auf 10,25. Super Plus wird dann wohl Pflicht.
Wahrscheinlich wird der Motor danach auch kein Freiläufer mehr sein. Die Nockenwelle wird die Ventile den Kolben ja auch noch ein Stückchen näher bringen. Das wäre aber zu verschmerzen. Ein Zahnriemen ist mir zumindest bisher noch nie gerissen.

Dann gings an den Ausbau der Ventile. 8 Muttern unter die Ventile, damit die sich nicht herunterdrücken und den Kopf mit einer großen Schraubzwinge auf der Werkbank fixiert.

Zylinderkopf ventildemontage Passat 32 1976

Dann den Ventilniederdrücker auf die Stehbolzen der Nockenwellenlagerschalenstehbolzen (geiles Wort) aufgedreht und los gings. Im Anschluß dann noch eben die Ventilschaftdichtung herausgezogen.

Zylinderkopf Ventilschaftdichtung Passat 32 1976

Ich mach das nun auch nicht jeden Tag, aber trotzdem ist das keine große Sache. Da ich den ganzen Arbeitschritt aufgenommen hatte, wußte ich hinterher auch die Zeit: 7 Minuten.

Keine Angst das Video habe ich auf knapp 4 Minuten eingekürzt.

Die Ventile kamen in ein vorbereitetes Holzbrett. Um die werde ich mich später noch mal kümmern.

Zylinderkopf Ventile Passat 32 1976

Zunächst wollte ich mich jetzt erst mal mit der Schrick-Nockenwelle beschäftigen. Die hat ja etwas mehr Ventilhub als die Serienwellen und da besteht dann leicht mal die Gefahr, daß die Nocken nicht mehr freigängig sind.

Schrick Nockenwelle Passat 32 1976

Die Welle legte ich einfach lose im den Kopf und nahm nur die hintere Lagerschale, die die Axiallagerung der Welle herstellt, zur Fixierung.

Schrick Nocke Passat 32 1976

Viel Platz ist da nicht mehr. Mehr Hub geht ohne Bearbeitung des Kopfes wohl nicht. Zur Sicherheit habe ich mal ein Stück Papier genommen und das Spiel an allen Stößelführungen überprüft.

Das Ergebnis fiel positiv aus. Das Stück Papier wurde nirgends eingeklemmt. Den Punkt kann ich also auch ad acta legen.

Viel mehr habe ich dann gestern auch nicht mehr gemacht. Nur noch die Dichtflächen für die Wasserstutzen von den Dichtungsresten befreit und dann noch ein bisschen aufgeräumt.

Das Ergebnis nach 40 Sekunden harter Arbeit.

Zylinderkopf Dichtfläche Passat 32 1976

Habe ich schon gesagt, daß dieses Teil einfach nur genial ist. 😉

Auf der Suche nach scharfen Kurven und dem G-Punkt

Passat GLI Motor Nockenwelle

Wenn Ihr jetzt hergekommen seid und nackte Haut erwartet, muß ich Euch leider entäuschen. Der OST-Blog bleibt natürlich beim Thema und beschäftigt sich allerhöchstens mit nacktem Stahl.
Trotzdem ist die Überschrift natürlich nicht gänzlich aus der Luft gegriffen.
Ich hatte die Tage mal etwas Zeit und erste Nockenwellen mal ein wenig unter die Lupe zu nehmen. Neben der mir noch unbekannten Welle, wollte ich doch gleich mal mit einem oft verwendetem Stammtischthema auf dem Grund gehen.

Passat GLI Motor Nockenwelle

Dafür mußte zunächst einmal ein Motor aus einem geschlachtetem Passat GLI dran glauben. Schon seit langen fehlt ihm der Abgaskrümmer und die Aluölwanne, nun mußte auch die Nockenwelle noch dran glauben.
Das Thema ist die sagenumwobene G-Nocke. Die wird immer wieder so hoch angeprießen und nur wenige wissen, was es wirklich mit dieser Nocke auf sich hat. Ich will nicht lange um den heißen Brei herumreden. Die sogenannte G-Nocke ist die Standarnockenwelle aus dem 1,8 Liter GTI-Motor mit Hydrostößeln beim Golf II. Und das G steht weder für den G-Punkt, noch hat es etwas mit G-Lader oder GTI zu tun. Es ist einfach der Buchstabe hinter der VW-Teilenummer: 026 109 101 G. Zu Erkennen ist diese Welle an einem relativ großem, eingegossenen „G“, ohne eine Zahl davor.

Dann gibt es aber noch eine ähnliche Welle die mit 049G gekennzeichnet ist. Diese Welle wurde in den 1,6l-Einspritzern ab 8.79 verbaut, aber auch noch in den ersten 1,8 Ltr 112PS (MKB: DZ). Sicher im GTI (MKB: EG) und im Audi 80 GTE (MKB: YZ), beim Passat GLI (MKB: YS) bin ich mir noch nicht sicher. Diese Welle hat einen Ventilhub von 10,8mm. In meinem Motor war sie leider nicht drin.

Ich habe die Nockenwelle aus meinen Schlachtmotor mal auf dem Prüfstand vermessen.

Nockenwellendiagramm passat GLI ys

Die rote Kurve ist die Welle aus dem GLI-Motor. Und die ist bei 10,3mm Ventilhub am Ende.
Die Welle ist von der Nockenform und vom Ventilhub übrigens völlig identisch mit der Nockewelle aus den ganz normalen 75PS- und 85PS-Motoren. Der Öffnungswinkel beträgt 230° und die Spreizung 10°. Nur der Schlitz für die Fixierung des Nockenwellenrades ist um 1,5° versetzt, was 3° an der Kurbelwelle entspricht. Alle Nocken kommen bei dieser Welle eben 3° später. Das Einlaßventil öffnet z.B. bei 1° vor OT und nicht bei 4° wie bei den leistungsärmeren Varianten.

Das bringt mich auf der Suche nach mehr Leistung für den Motor des ´76ers also nicht weiter. Die 3° könnte ich auch mit den verstellbaren Nockenwellenrad herbeizaubern.

Für die Nockenwelle, die die blaue Kurve symbolisiert habe ich noch keine Herkunft finden können. Von den Öffnungszeiten, würde sie der Welle eines DS-Motors entsprechen. Auch die Kennzeichung mit 049J spricht eigentlich dafür, den die DS-Welle hat die Nummer 049 109 101 J. Die hat aber nach meinen Unterlagen ebenfalls einen Hub von 10,3mm.

Die Gradzahlenangaben sind übrigens auch so ein Thema für sich. Mittlerweile habe ich herausgefunden, daß die Angaben von VW sich auf einen Ventilhub von 1mm beziehen. Das Ventilspiel wird dabei nicht berücksichtigt. Bei den ganzen Tuningwellen werden zur Verkaufsförderung natürlich möglichst große Gradzahlen angegeben. Schrick bietet für die Motoren mit Tassenstößeln z.B. ein Welle mit einen Öffnungswinkel von 276° an.
Diese Werte sind aber überhaupt nicht miteinander zu vergleichen, da sich die Gradangaben bei Schrick auf einen Hub von 0,5mm beziehen. Würden sich die Angaben für die GLI-Welle aus dem Diagramm auch auf 0,5mm beziehen, hätte sie einen Öffnungswinkel von 256° (statt 230° bei 1mm). Damit ist der Unterschied dann schon gar nicht mehr so gewaltig.
Wie bei der heutigen Überschrift: Alles eine Sache der Aufmachung. 😉

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