Schlagwort Archiv: Heckblech

Filzteppich ist ein geiles Zeug

Ich persönlich habe nie behauptet, dass der GT rostfrei ist. Einige Stellen habe ich ja schon gezeigt, andere nur leicht angerissen. Sicher hatte ich auch schon mal erwähnt, dass die Endspitzen nicht mehr so ganz taufrisch sind. Da ich mit meiner Baustelle im Übergang vom Schweller zum Radlauf noch nicht so richtig weiterkomme, habe ich mir mal eine neue Beschäftigung gesucht.

passat-32b-endspitze

Mir war klar, dass es hier nicht nur um die Endspitze geht. Da wartet mehr Arbeit. (mehr …)

Die Fettküche ist aufgebaut

Natürlich bekommt der Passat TS auch noch eine ausgiebige Hohlraumversiegelung. Die werde ich Stück für Stück durchziehen. Immer dort wo es gerade sinnvoll ist. Entweder weil man gerade gut rankommt oder die Bereiche die konserviert werden müßen, bevor andere Bauteile den Zugang versperren.

Dafür brauchte ich zunächst einmal etwas Platz auf der Fensterbank um die ganzen Utensilien griffbereit zu plazieren.

fettküche

Mehr braucht es nicht: Eine doppelte Heizplatte, ein Föhn mit einem langen Luftschlauch, eine Druckbecherpistole mit den Sonden, einen Topf und ein Thermometer. Da es sich bei mir bewährt hat und weil mir das Zeug auch nach mehreren Jahren bei meinem Passat GLS noch aus allen Ritzen kommt, bleibe ich dem Mike Sanders Fett treu.

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Einfach die benötigte Menge in einen Topf geben und erhitzen.

mike-sanders

Durch die Hitze wird das Korrosionschutzfett schnell flüssig. Lösungsmittel sind in dem Fett nicht enthalten. Das Zeug läuft also auf ewig und immer bei Hitzeeinwirkung in alle Ritzen und Hohlräume. Das langt es schon den Wagen im Sommer einmal in der Sonne stehen zu lassen. Schon sieht man wie es auf z.B. aus dem Ablaufbohrungen in den Türen nachtropft.

Für die Verarbeitung ist eine Temperatur von ca. 100°C ideal. Dabei wird das Fett dann ungefähr so flüssig wie Motoröl.

mike-sanders-fett

Das ich hier jetzt genau bei 100°C auf den Auslöser gedrückt habe ich allerdings Zufall. So genau braucht man sich da nun auch nicht dran halten.

Es folgt das Umfüllen in den, auf der zweiten Herdplatte, vorgeheizten Behälter der Druckbecherpistole. Dann noch das Aufschrauben der vorgeheizten Pistole mit mit Sonde. Gut fünf bis zehn Minuten kann man das Fett jetzt bei ungefähr 8 bar problemlos verarbeiten.

Hohlraumkonservierung-Passat-TS

Angefangen bin ich mit dem Hohlraum hinter der Heckschürze. Hier gibt es auf der rechten Seite ein serienmäßige Bohrung im Holm. Die Sonde ist lang genug um ganz bis zur linken Seite vorzudringen.

Weiter gings dann in den beiden hinteren Längsträgern. Von hier gelangt man mit der Sonde fast bis zu den kritischen Achsaufnahmen.

Passat-ts-Hohlraumkonservierung

Aus der Ablaufbohrung des Heckblechs ist das Fett derweil schon wieder unten herausgekommen. Ein gutes Zeichen, daß man wirklich alle Bereiche erwischt hat.

Auch durch irgendwelche kleinen Löcher im Bereich der Achsaufnahme kam das Mike Sanders Fett sofort wieder raus.

Passat-Achsaufnahme

Ich wußte gar nicht, daß es hier überhaupt Löcher gibt. An drei Stellen gleichzeitig trat das flüssige Fett wieder aus.

Nachdem der Nebel sich aus den Längsträgern dann verzogen hatte, folgte die abschließende Kontrolle.

Passat-TS-Mike-sanders

Wenn das jetzt fast 40 Jahre ohne Konservierung gehalten, sollte es wohl in den folgenden Jahren keine Probleme mehr geben. Die alten Stücke werden ja längst nicht mehr so hart rangenommen. Alltagsbetrieb und gelegentliche Bewegungsfahrten bei schönem Wetter sind schon ein erheblicher Unterschied.

Mike-sanders-Passat

So darf denn auch mal ein Regenschauer kommen. Überall eine ordentliche Schicht Mike Sanders Fett. Bestens gerüstet für ein langes Passat-Leben.

Hamburg ist grün

Ich brauche wohl nicht lange um den heißen Brei herumreden. Was gestern passiert ist, dürfte wohl klar sein. Die hinteren Radhäuser sind jetzt viperngrün.

Damit ist wohl die letzte größe Lackierarbeit von meiner Seite abgeschlossen.

Lackbar

In meiner Lackbar sieht es mitterlweile auch schon recht chaotisch aus. Wäre gut, wenn hier dann bald auch mal wieder etwas Ordnung einkehrt.

Größere Vorarbeiten standen nicht mehr an. Nur die Kante, die am Ablekeband enstand als ich den Steinschalgschutz aufgespritzt hatte, bekam noch mal einen letzten Schliff. Einmal mit dem Schleifer lang und der Absatz war annähernd verschwunden.

Passat TS Radlaufkante

Angenehmer Nebeneffeffekt: Die Radlaufkante wird auch gleich unschöner Erhöhungen beraubt.

Dann ging´s los. Den Basislack hatte ich mir übrigens spritzfertig liefern lassen. Einfach rein in die Pistole und es kann losgehen. Sehr praktisch.

Passat TS Radhaus Basislack

Eine zusätzliche Schicht Grundierung ist bei Steinschlagschutz nicht erforderlich. Der Abstand zwischen Auftragen und Überlackieren sollte nur nicht zu groß werden. Vierundzwanzig Stunden sind da kein Problem.

Was soll ich noch groß schreiben. Nach dem Basislack kam der Klarlack und das war´s.

Passat TS Radhaus viperngrün

Trotz der Panne mit dem Steinschlagschutz ist es ganz manierlich geworden. Ich hab mich auch bemüht etwas mehr Lack an die Innenseite der Radhäuser zu bekommen als da ursprünglich vorhanden war.

Passat TS Radlauf viperngrün

Im hinteren unteren Drittel hätte es etwas mehr sein können, aber dafür gab es eine Schicht Klarlack mehr. Und bei Metallicklack ist das ja genau diese Schicht vor Rost schützt. Der Basislack trägt zum Rostschutz so gut wie nicht bei.

Wichtig waren mir noch die unteren Kanten von Heckblech und Endspitzen. Ich hab da mal was munkeln hören: Angeblich bücken sich Lackierer nicht so gerne. 😉

Passat TS Heckblechkante viperngrün

Sollte dieses Gerücht stimmen, kann mir da wenigstens nichts passieren. Alle Kanten untenrum und auch die Radlaufkanten, erhielten von innen her einen vernüftigen Überzug.

Panne vom Sonntag ausgebügelt

Passat TS Frontscheibe Bronzecolor

Das war endlich mal wieder ein Tag ganz nach meinem Geschmack. Auch wenn ich zwischendurch einmal unfreiwillig in der Klemme steckte. Am Ende fand ich es einfach nur belustigend.

Gleich zum Tagesstart konnte ich zwei neue Dosen Steinschlagschutz in Empfang nehmen. Die hatte ich Sonntag Abend noch eben bestellt. Damit steht dem zweiten Versuch, den Steinschlagschutz in die Radhäuser zu bekommen, schon mal nichts mehr im Wege.

Kurz darauf schneite schon die nächste freudige Überraschung rein. Die Bronzecolor-Frontscheibe die später beim Passat TS zum Einsatz kommen soll.

Passat TS Frontscheibe Bronzecolor

Die habe ich von Blog-Leser Ralf aus Berlin. Im Gegenzug werde ich mich jetzt mal nach einem Teil für ihn umschauen, welches vor einem Jahr hier auch schon mal mehrfach thematisiert wurde. Einen Ölfilterhalter mit Thermostat und Ölkühleranschluß.

Dann gings vormittags noch mal wieder zum Hauptzollamt in die Hafencity. Ich mußte wieder eine Sendung mit NOS-Teilen aus den USA abholen und vor Ort versteuern. Diesmal war ich auch so schlau und bin gleich in die Tiefgarage vom Zollamt gefahren. Draussen sind nämlich nicht wirklich viele Plätze wo man sein Auto legal abstellen kann.
Direkt vor mir fuhr so eine neumodischer BMW-SUV in die Garage. Dem bin ich dann einfach immer gefolgt. Das war jetzt wohl nicht ganz so schlau, denn das war anscheinend ein Mitarbeiter vom Zollamt und die haben besondere Stellplätze. Und die Zufahrt zu diesen Plätzen ist eigentlich durch eine Schranke gesperrt. Nur eben nicht wenn man ganz dicht hinterherfährt. 😉
Leider war dann vorne Schluß, ich mußte also wieder zurück. Da war die Schranke aber schon wieder zu.

Parkhaus Hauptzollamt

Und nu? Ich hab mein Volvo dann abschlossen und habe mir als erstes Mal meine Wartenummer für die Paketabholung besorgt. Jetzt konnte ich mich mal darum kümmern, daß mir jemand die Schranke wieder öffnet. Am Empfang wollte ich dann mein Problem schildern. „Ich stehe in der Tiefgarge und…“ Da drückte mir einer der Herren schon eine Wertmarke für die Ausfahrt in die Hand. „Danke, aber das ist noch nicht ganz mein Problem.“ Bis ich denen nun verklickern konnte, wie ich hinter die Schranke gekommen bin, hat es etwas gedauert. „Das geht gar nicht!„, erwiderete der eine immer nur. Irgendwoher besorgte er dann doch eine Funkfernbedienung und kam mit mir runter und öffnete mir die Schranke.
Nun dauerte es auch gar nicht mehr lange und ich konnte mein Paket in Empfang nehmen.

Später in der Werkstatt warf ich dann als erstes einen Blick in die Radhäuser. Viel von dem Steinschlagschutz ist zum Glück nicht mehr abgesackt.

Passat TS Steinschlagschutz abgesackt

Nur ein paar kleinere Bereiche, wie dieser hier, sind seit Sonntag noch dazugekommen. Die Flächen die ich mit dem Pinsel glatt gestrichen hatte, sahen alle noch gut aus.

Also ran an den Speck diesmal aber ein klein wenig vorsichtiger. Am Ende ist dann aber doch wieder fast eine ganze Dose Steinschlagschutz bei draufgegangen.

Passat TS Steinschlagschutz neu

Die ausgepinselten Stellen sind so gut wie nicht mehr zu erkennen. Da muß man schon gezielt nach suchen. Das ist halt der Vorteil, wenn auch im Werk damals nicht so sauber gearbeitet wurde.

Passat TS Steinschlagschutz Radhaus

Der Übergang von den Endspitzen zum Heckblech ist mir allerdings nicht so ganz gelungen. Obwohl ich extra nicht ganz bis ans Klebeband ransprüht habe, ist mir der Übergang noch etwas zu hart.

Passat TS Steinschlagschutz Endspitze

Wenn das Zeug vernüftigt ausgehärtet ist, werde ich hier wohl noch mal etwas mit Schleifpapier zu Werke gehen.

Das ging voll in die Hose

Gestern wäre ich mal lieber im Bett geblieben. Dann wäre der Tag wahrscheinlich zufriendenstellender verlaufen. So kann ich den Sonntag in die Schublade der unliebsamen Erfahrung stecken.

Dabei lief es anfangs richtig rund. Der Lack war trocken und ich habe mich daran gemacht die Karosseriedichtmasse aufzutragen.

Passat TS Dichtmasse

Ich habe mit die Dichtmasse mit Verdünnung wieder etwas geschmiediger gemacht und sie mit dem Pinsel verstrichen. Diese Methode hat sich echt bewährt.

Passat TS Karosseriedichtmasse

Sie wird so wunderbar glatt und zieht nicht so häßliche Fäden.

Dann galt es alles zu schützen, was nicht mit Steinschlagschutz überzogen werden sollte.

Passat TS Abgeklebt

Um ein einheitliche Aussehen zu erhalten, habe ich das Heckblech gleich mit in den folgenden Arbeitsschritt einbezogen.

Passat TS Heckblech abgeklebt

Dann gings los. Zuerst mit dem Steinschlagschutz, den ich noch vom Vorderwagen übrig hatte. Das langte allerdings nicht ganz. Ich habe eine neue Dose angestochen und die noch mal eine Lage aufgebracht. Die beiden einzelenen Sorten kann man gut unterscheiden. Die zweite Durchgang war der mit dem grauen Zeug.

Dann kam die böse Überraschung.

Passat TS Steinschlagschutz rutsch

Die ganze Mumpe lief munter nach unten. Per Föhn versuchte ich dem Unheil noch Einhalt zu gebieten. Vergeblich. Zumal es nicht bei dieser einem Stelle blieb.

Wenig später ging es auf der linken Seite auch los.

Passat TS Steinschlagschutz rutscht

So eine Scheiße!!!

Wahrscheinlich war das einfach zu viel des Guten. Immer mehr Stellen sackten ab. Nun war guter Rat teuer. Wenn das so antrocknet sieht das richtig daneben aus.

Ich entschloß mich dann für eine großflächige Vorgehnsweise.

Passat TS Steinschlagschutz verstrichen

Mit einem in Verdünnung getränkten Pinsel habe ich versucht das Deasaster in Schach zu halten. Ich hoffe das trocknet jetzt so durch und fängt nicht wieder an zu rutschen.

Auf der rechten Seite rächte sich dann noch der Einsatz des Föhns. Dadurch bildete sich an der Oberfläche bereits eine Haut, die sich nicht mehr so schön verschmieren ließ.

Passat TS Steinschlagschutz verschmiert

Den Schritt darf ich also noch mal wiederholen. Damit habe ich mal wieder einen Tag verloren.

Zum Glück sind wenigstens die kleineren Stellen vernüftig geworden.

Passat TS Steinschlagschutz Heckblech

Damit dürfte die Tagesplanung für den heutigen Tag festehen. Ich bin mal gespannt was mich da erwartet. Hoffentlich ist nicht noch mehr abgerutscht.

Fehlfarben

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht – es geht voran.
Nun gut, „Geschichte wird gemacht“ ist wahrscheinlich etwas übertrieben, der Rest der ersten Zeile paßt schon ganz gut. Auch der Bandname spiegelt den gestrigen Tag ganz gut wieder.

Es stand die Vorlackierung der Radhäuser auf dem Programm. Dabei war mein neues Fahrwerkskit, auf ungeplante Weise, auf einmal sehr hilfreich.

Passat TS Hebebühne

Ich konnte jetzt nämlich den Passat TS mit meinem Getriebeheber an der Achse anheben und so den Arm der Hebebühne zur Seite schwenken.

Der war mir zum vernüftigen Abschleifen am Schweller nämlich immer irgendwie im Weg.

Passat TS Schweller geschliffen

Jetzt konnte ich hier auf ganzer Länge den Schleifteller rotieren lassen. Die Kleinen Roststellen sind weg und der Steinschlagschutz wurde auch gleich angeglichen. Da ist jetzt kein grober Absatz, der sich später abzeichnen würde, mehr fühlbar.

Jetzt konnte ich mit dem Schritt weitermachen, den ich Freitag wieder verworfen hatte.

Passat TS Lackiervorbereitung

Die umliegenden Bereiche wurden mit Abdeckpapier geschützt. Das Papier ist übrigens immer noch aus den Lieferungen der Lacke. Die haben das Papier einfach als Füllmaterial in den Paketen verwendet. Gute Idee.

Der Rest ist schnell erzählt. Rechts gab es für Schweller, Radhaus und Endspitze eine Lage Epoxygrundierung.

Passat TS Epoxygrundierung Trocknung

Den dann notwendige Trocknungszeit habe ich per Föhn etwas verkürzt. Schließlich wollte ich ja auch noch die näcshte Schicht aufbringen.

Links hat es nur das Radhaus und die Endspitze erwischt. An der Endspitzte mußte ich ja ein kleines Blech einschweissen. Der Schweller zeigt sich in recht brauchbaren Zustand. Ich guck mir den aber noch mal genau an.

Passat TS Epoxygrundierung

Voerst blieb der mal unangetastet.

Jetzt kam die Fehlfarbe ins Spiel.

Passat TS Fehlfarben

Wie schon im Vorderwagen habe ich für die Vorlackierung wieder den Uni-Lack in RAL 6018 versprüht. Wie man sieht hat die unteren Kante der Reserveradmulder auch gleich noch etwas abbekommen. Jetzt wo der Tank raus ist, wollte ich die kleinen Rostansätze hier auch gleich entfernen.

Auf der linken Seite habe ich den Lackierbereich noch etwas um die Ecke gezogen.

Passat TS Fehlfarben Heckblech

Im Zuge der Arbeiten an der Endspitze hatte ich hier ja auch noch etwas unschöne Stellen abgeschliffen.

Das ist jetzt also meine Basis. Wenn das durchgetrocknet ist kommen Karosseriedichtmasse und Steinschlagschutz zum Einsatz.

Passat TS Basis Steinschlagschutz

Insofern ist es ganz hilfreich Fehlfarben zu verwenden. Man kommt einfach erst gar nicht auf die Idee es so zu lassen. 😉

Mist, die neue Concord ist ganz schön groß

Sie war ganz schön lange unterwegs. Fast 14 Tage hat es nun gedauert bis ich gestern meine „neue“ Concord in Empfang nehmen konnte.

Concord CA50 2i

Irgendwie habe ich auf diese Marke eingeschworen. Warum weiß ich auch gar nicht so genau. Etwas kleinere Exemplare verrichten schon in meinem GLS und im Rallye-Passat ihre Dienste.
Diesmal ist meine Wahl auf die Concord CA50 2i gefallen. Auch wieder so ein altes Stück, daß schon locker 20 Jahre auf dem Buckel hat. Laut Amp-performance.de bringt diese Concord satte 2×65 Watt an die Lautsprecher. Und das sind gemessene Werte! Nicht irgendwelche Phantasieangaben der Hersteller.
Ist ´ne ganz interessante Seite. Wer beabsichtigt sich einen Verstärker anzulegen sollte hier mal vorher einen Blick rein werfen. Ich hab mich da schon des öfteren mal rumgetrieben und komme bei einigen Endstufen aus dem Lachen nicht mehr raus. Am besten schneidet hier wohl noch die First Austria 1800W ab. Herstellerangabe bzw. Aufdruck auf der Endstufe: 1800 Watt. Die gemessene Gesamtleistung beträgt gerade mal 56 Watt! Irre wie die Hersteller hier die Kunden verarschen. Für echte 1800 Watt-Nennleitung, wären bei einem schon recht ordentlichen Wirkungsgrad von 66%, übrigens 200 Ampere nötig.
Da kann man sich mal ausrechnen wieviel Watt aus Autoradios herauskommt, die so vollmundig mit 4×40 Watt prahlen. Abgesichert sind die meistens mit maximal 8 Ampere. Und 8 A x 12 V ergibt halt nur 96 W. Bei einem 2/3-Wirkungsgrad bleiben dann noch maximal 60 Watt. Selbst das ist allerdings immer noch viel mehr, als da wirklich rauskommt.

Soviel mal ein bisschen Theorie als aus dem Elektrobereich.
Natürlich möchte ich, wenn ich schon eine Endstufe verbaue, auch etwas mehr Bumms aus den Lautsprechern bekommen. Aber das ist nicht der einzige Grund für eine Endstufe. Netter Nebeneffekt, der allerdings bei aktuellen Endstufen fast überall entfällt: Der HiLevel-Input.
Damit kann ich die Lautsprecherausgänge eines alten Radios verwenden und über den Cinch-Eingang ganz einfach einen MP3-Player laufen lassen.

Etwas erschrocken war ich dann als ich die Concord heute zum ersten Mal in den Händen hielt. Die ist doch ganz schön groß. Mal sehen wo ich die verschwinden lassen kann.

Passat TS Concord CA50 2i

Einziger Platz wäre eigentlich nur wieder hintern Handschuhfach. Das klappt beim Öffnen allerdings auch immer ein Stück nach hinten weg. Ich muß noch mal gucken ob es hier wirklich klappt.

Auf dem Weg zur Werkstatt habe ich dann noch einen kleinen Zwischenstopp beim Baumarkt eingelegt. Soviel Leistung erfordert im Gegenzug natürlich auch eine stabile Befestigung der Lautsprecher.

Passat TS MDF Platten

Mir schwebt eine Lösung mit 19mm MDF-Platten vor. Die brauchen allerdings noch einiges an Bearbeitung, bis meine Hirngespinnste hinhauen. Wenn´s denn überhaupt hinhaupt. Ich hab mir da schon wieder was ganz komisches ausgedacht…. Die dazu erforderliche Oberfräse soll ich diese Woche noch leihweise bekommen.

Eigentlich habe ich für solche Spielerein überhaupt keine Zeit. Der Passat TS soll schließlich zügig zum Lackierer.

Also habe ich die wenige Zeit, die ich gestern nur hatte, auch noch mal für die wirklich wichtigen Dinge inverstiert.

Mit dabei hatte ich diesmal auch den Hartmetallfräser. Der fehlte mit ja vor ein paar Tagen.

Passat TS Hartmetallfräser

Damit konnte ich nun die Schweißnaht am Innenteil der Endspitze glätten.

Passat TS Endspitze

So is gut.

Was mir dann allerdings dabei noch ins Auge gesprungen ist, war die angerostete Reserveradwanne und die untere Heckblechkante um den Auspuffauschnitt.

Passat TS Reserveradwanne

Das geht natürlich gar nicht. 😉

Passat TS Heckblech

So is schon besser.

Passat TS partiell grundiert

Zum Schluß gab es für das eingestezte Blech an der Endspitze und den Rest noch etwas Brantho-Korrux mit dem Pinsel.

Der Passat TS gibt mir immer wieder neue Aufgaben auf.

Mal wieder Zeit sich ein wenig um mein Sorgenkind zu kümmern. Am Dienstag Abend wollte ich mir mal eben alles notwendige zusammenstellen um die Bremsen auf Vordermann zu bringen.
Für hinten war´s easy. Hier will ich vorest nur neue Bremsschläuche einbauen. Die richtigen Sachen für vorne herauszufinden, war nervenaufreibend. Ich bin fast irre geworden. Vier verschiedene Bremssättel, zwei unterschiedliche Bremsscheiben, zwei unterschiedliche Bremschläuche und drei verschiedene Satz Bremsklötze. Bis ich mir hier wirklich sicher war, mußte ich etliches an alten Katalogen und Werkstatthandbüchern wälzen. Selbst der Teilekatalog von VW war nicht eindeutig. Schlußendlich habe ich noch Telefonsupport von Dirk erhalten.

Eigenlich wollte ich gestern schon loslegen, aber gleich morgens bekam ich einen Anruf von meinem Teilelieferanten. Die Bremsklötze kommen erst am Freitag mit.

Passat 32 Bremsenteile

So ist die gestrige Ausbeute leider nicht ganz vollständig.

Aber es gibt ja noch genug zu tun. Zum Beispiel der Kofferraum.

Passat 32 Kofferraum voll

Der war noch randvoll mit irgendwelchen Teilen gefüllt. Was das alles genau war, wußte ich bis gestern noch nicht einmal.

Ich hatte nach der Abholung zwar ab und zu mal reingeschielt, aber genaueres wußte ich nicht. Mir ist nur aufgefallen, daß da Teppiche in unterschiedlichen Farben drinlagen. Ich bin bisher immer davon ausgegangen, das die unterschiedliche Farbe nur Verschmutzungsgründe hatte bzw. ein Stück davon stark ausgeblichen ist. Pustekuchen!

Passat 32 Teppich

Da lagen zwei komplette Sätze drin. Einer in grün und einer in braun.
Außerdem auch noch zwei Sätze Seitenverkleidungen. Wieder einmal grün und einmal braun. Da kann auf jedenfall nicht schaden. Die Sitze sind braun, sodas ich mal denke, daß ursprüngliche auch braune Teppiche und Seitenverkleidungen montiert waren.

Dann kamen da auch noch große Blechteile zum Vorschein.

Passat 32 Blechteile

Ein rausgetrenntes, komplettes Radhaus mit Federdom und anscheinend neu eingeschweisstem Stehblech für die linke Seite und ein komplett neues Stehblech für die rechte Seite. Das nehm ich doch mit.

Dann war der Kofferraum zugänglich. Zum Vorschein kam dann noch das jungfräuliche Ersatzrad.

Passat 32 Ersatzrad

Die ganze Ausräumaktion hatte natürlich einen tieferen Sinn. Meinetwegen hätte der ganze Kram da noch drin bleiben können. Allerdings bat mich Ruud aus den Niederlanden um einen kleinen Gefallen.
Er baut sich gerade einen neuen Passat auf und möchte ihn anschließend in viperngrün lackieren. Da der Wagen vorher eine andere Farbe hatte, bat mich Ruud doch mal ein Foto von dem Aufkleber mit der Lackbezeichnung in der Reserveradwanne zu machen. Er möchte den Aufkleber später bei seinem Passat möglichst genau reproduzieren.

Passat 32 vipergrün l98B

Das Foto habe ich ihm gestern Abend schon per Mail geschickt, aber ich möchte Euch das nicht vorenthalten. Fällt Euch was auf?
Das steht vipergrün ! Ich war mir eigentlich ziemlich sicher das es viperngrün heißt. Alles wieder sehr rätselhaft.
Auch in allen einschlägigen Unterlagen steht überall viperngrün.
Die Farbe gibt es übrigens mit zwei unterschiedlichen Lacknummern. Im Modelljahr ´75 war es 98B und ab Modelljahr ´76 dann 96N. Merkwürdigerweise trägt die Farbbezeichnung lt. VW-Unterlagen ab 1976 den Namen „Viperngrün-Metallic 75“. Irgendwie unlogisch. Die Verkaufskennziffer hat sich nie geändert. Das war durchgehend die Y5. Auf jeden Fall ist das frühe viperngrün eine kleine Nuance dunkler.

Nun aber genug mit der Theorie. Widmen wir uns der Farbe mal wieder am lebenden Beispiel.

Passat 32 Heckblech

Am Heckblech war noch Handlungsbedarf.

Passat 32 Heckblech poliert

Nach einer Stunde Arbeit das Ergebnis. Am längsten hat es gebraucht den Dreck aus den Poren des Steinschlagschutzes zu bekommen. Politur war hier nicht geeignet. Das gab an den erhöhten Stellen ganz schnell weisse Flecken. Der Lack war runter und in den Vertiefeungen saß noch der Dreck. Zum Schluß hab ich ein kleine Bürste genommen. Damit ging das recht gut.

Passat 32 Laengstraeger

Ich werde von Tag zu Tag unsicherer was ich mit dem Passat TS mache. Ich habe jetzt doch schon mal die Fühler nach einem Preis für eine Lackierung ausgestreckt. Bei der Substanz hat das Blechkleid es eigentlich verdient vernüftig auszusehen. Andererseits wären die ganze Kratzer und Beulen auch ein Teil seiner Geschichte. Wenn es bloß nicht so viele wären….

Ich bin hin- und hergerissen. Es würde mich irgendwie reizen, ein Auto zu nehmen, daß 17 Jahre in der Scheune stand, einmal kurz polieren und technisch das nötigste zu machen und dann ab damit auf die Straße. Andererseits würde mich die ganzen Lackmacken wahrscheinlich ewig angucken. Und noch ist der TS ziemlich nackt…

Ich weiß es nicht !!!

Wie sieht der Passat TS eigentlich von unten aus?

Ganz ehrlich? Das wußte ich bis Mittwoch auch nicht! Kein Scherz !
Bisher hab ich da noch nicht druntergeschaut. Ich habe den sozusagen gegen alle Regeln einfach gekauft.

Durch den Schaden an der Schaltbetätigung kam ich jetzt nicht drumherum ihn einmal auf die Bühne zu nehmen.

Passat TS 1975 Unterboden

Was ich da zu sehen bekam, konnte ich selber kaum glauben. Klar alle Achsteile sehen nicht wirklich schön aus. Aber sonst ein absoluter Hammer.

Ungeschweisst ! Und dabei wird es wohl auch bleiben.

Ich habe bis jetzt keine Stelle gefunden, die auch nur annähernd Kopfzerbrechen bereitet.

In der angehängten Galerie gibt es nachher noch alle Bilder im größerem Format.

Hier nur ein paar Bereiche die normalerweise besonders neuralgisch sind.

Passat TS 1975 Heckblech

Von außen konnte ich ja schon kein Rost am Heckblech entdecken, aber auch von unten ist nichts zu sehen. Der eine dunkle Punkt in der Mitte der unteren Kante ist natürlich kein Rost. Das ist Hohlraumwachs.

Passat TS 1975 Endspitze

Die linke Endspitze zeigt sich ebenso unversehrt.

Passat TS 1975 Hinterachsaufnahme

Eine fast vollständig unversehrte Hinterachsaufnahme. Überall nur ganz leichter Rost an den Kanten.

Passat TS 1975 Laengstraeger

Auch an den vorderen Längsträgern ist nichts.

Ich glaub ich verkaufe mein Schweissgerät. 😉

Mir sind im Laufe der Jahre ja nun wirklich schon viele 32er Passat untergekommen. Sowas habe ich aber lange nicht mehr gesehen. Der Passat TS ist in seinem früheren Leben auch noch nicht einmal besonders geschont worden. Immerhin stehen auf dem Tacho auch schon über 100.000 km.

Für mich ist das ein absolutes Glücksgefühl. Dieser Passat TS ist schließlich als Ersatzteilträger zum Schlachten angeprisen worden. Und so wie der von oben aussah, konnte man das ja auch annehmen. In meiner Kaufberatung weise ich noch im ersten Absatz explizipt daraufhin: „Bitte nicht von einem glänzendem Lack oder geringer Kilometerleistung blenden lassen.“

Jetzt kauft man wirklich fast blind genau das Gegenteil und bekommt dann so ein gutes Exemplar. Ein Wahnsinn!

Ihr merkt schon das ich mich wirklich freue. Ich finde das darf ich dann aber auch mal zum Ausdruck bringen.

560 Kilogramm Passat 32/33-Reparaturbleche

beim Spediteur

Wenn es um die Beschaffung von Ersatzteilen geht, bevorzuge ich ja im Regelfall gerne die Paketdienste. Das hätte allerdings in diesem Fall nicht zum Erfolg geführt.

beim Spediteur

Bei dieser Gemeinschaftsbestellung mußte eine Spedition die Hauptarbeit verrichten. Die Abholung vom Speditionsplatz in Goslar, hat Dirk dann gestern Abend eigenhändig übernommen.

Hier noch mal ein bisschen Hintergrundinfo zu der Story. Ende letzten Jahres hatte Christian Aßmann einen Aufruf gestartet. Bei einem Reparaturblechproduzenten in Belgien, sollten die Reparaturbleche für den Typ 32/33 nun endgültig aus dem Programm genommen werden. Wer sich noch etwas eindecken wolle, sollte sich melden. Diese Gelegenheit durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Zumal es eh schon der letzte Hersteller war, der überhaupt noch Bleche für unsere Fahrzeuge im Programm hatte.
Am Ende waren wir zu fünft oder sechst und haben unsere Wunschlisten an Christian geschickt. Der hat diese dann an den Hersteller übermittelt. Dann hieß es warten , warten und nochmals warten. Ich hatte in der Zwischenzeit eigentlich schon gar nicht mehr damit gerechnet, daß der Deal noch zu Stande kommt. Es sah auch phasenweise nicht wirklich gut aus.
Auch wenn unsere Wunschliste sicher den Warenwert von einigen tausend Euro hatte, ist das für einen so großen Hersteller immer extra Arbeit, so eine Lieferung aus einem großen Haufen zusammenzustellen. Er bestand zunächst auf einer Komplettabnahme. Alles oder Nichts. Wir haben die Bleche schon in der Schrottpresse gesehen. Zumal der Preis für Altmetall gerade wieder in die Höhe geht und unser gemeinsames Budget für eine Komplettabnahme auch bei weitem nicht gereicht hätte. Zumal da dann auch immer Sachen bei sind, die man nur selten oder gar nicht braucht.

Anfang April kam dann doch noch die Zusage bei Christian an. Darauf folgen diverse Telefonate zwischen Christian, Dirk und mir. Die Abholung wollte organisiert werden. Am Ende entschieden wir uns dann für eine Spedition. Die hatte Dirk recht kurzfristig und zu einem fairen Kurs festmachen können. Wie hatten schon überlegt, ob wir zu dritt nach Belgien fahren und die Sachen persönlich abholen. Eine Gaudi wäre es sicher geworden. Aber Zeit ist kostbar und die wäre dabei reichlich draufgegangen. Auch hätten alleine die Spritkosten, wohl schon mehr ausgemacht, als daß, was wir für die Spedition nun berappen mußten.

Zum Schluß noch einge Einblicke in unsere Schatztruhe.

Schatztruhe02

Schatztruhe03

Schatztruhe05

Kenner der Materie werden sicher das eine oder andere brauchbare Teil erkennen können.

Ich freue mich auf jeden Fall riesig, daß es nun doch noch alles so reibungslos geklappt hat.

Danke an Christian, der so hartnäckig geblieben ist und bei den „Blechstanzern“ keine Ruhe gegeben hat!
Danke an Dirk, der sich bei der Suche nach einer Spedition und bei der Abholung von deren Platz so ins Zeug gelegt hat!

Leider ist damit nun aber auch die letzte Quelle für solche Reparaturbleche versiegt. Zum Glück mußten wir nicht mit ansehen, wie der Rest jetzt in die Presse wanderte. Es war noch ungefähr die vierfache Menge unserer Schatzkiste vorhanden. War….

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