Schlagwort Archiv: Motorraum

Etwas schrauben, etwas sortieren, etwas entmüllen

Bloß kein Streß am Sonntag. Ich habe mal ganz bewußt nicht die Terminkalender nach irgendwelchen Treffen in der Nähe abgesucht. Ich hatte mit fest vorgenommen den Sonntag in der Werkstatt zu verbringen. Hier türmen sich mittlerweile in allen Ecken irgendwelche Teile die ich von diversen Teilemärkten mitgebracht oder bei ebay geschoßen habe. Und ab und zu muß meine Bestandslist halt auch mal wieder auf einen aktuellen Stand gebracht werden.

Teileliste

Die Bestandaufnahme mache ich bei solchen Mengen mittlerweile direkt am Werkstattrechner. (mehr …)

Zum Abschluß die Geräuschdämmung der Motorhaube

Theoretisch könnte ich die Motorhaube jetzt schließen. Bis auf die Scheinwerfer, den Kühlergrill und die obere Kühlerpappe gibt es hier nichts mehr zu tun. Gestern erhielten die letzten fehlenden Teile im Wasserkasten wieder Einzug.

Abdeckung-Geblaesemotor

Die Abedeckung des Gebläsemotor erhielt vor der Montage noch neue Dichtstreifen aus Schaumstoff.

An den Platz direkt neben der Abdeckung kam dann der Inhalt dieses Kartons. (mehr …)

Der erste VW Passat TS mit Vorglühsicherung

Am Sonntag gab es ja den unfreiwilligen Zwischenstopp mit dem phosphorisierten Batteriekasten. Nachdem der nun lackiert ist, konnte es gestern mit dem geplanten Programm weitergehen.
Die Verlegung der Stromversorgung für die Endstufe konnte ich jetzt beginnen. Ich hatte ja schon erwähnt, daß ich diesen vergoldeten Sicherungshalter, der in dem Kabelset enthalten war, nicht verwenden werde. Das wäre ein Anschlag auf meine Sehnerven.
Als Absicherung der Versorgungsleitung dient ab sofort eine Vorglühsicherung aus einem Passat Diesel.

Passat TS Vorglühsicherung

Ich mußte damit allerdings auf die Innenseite des Batteriekastens ausweichen, denn Zündspule und Vorglühsicherung paßt irgendwie nicht so recht zusammen. An den Sicherungskasten bin ich durch ein Tauschgeschäft mit Günter gekommen. Hat mich also nur einmal Briefporto gekostet. Na gut, 50 Cent für eine andere Blattsicherung habe ich auch noch investiert. Die 80A wären dann doch etwas zu heftig. Ich hab jetzt mal eine 30A Sicherung montiert.

Wie für meine Idee gemacht war übrigens der Ausschnitt unten im Batteriekasten. Die Kabel erhielten nich einen Überzug mit einem Isolierschlauch und so geht das eine Ende jetzt, paralell zum vorhandenen Kabel, zum Pluspol der Batterie und das andere Kabel entlang der Spritzwand Richtung Fahrerseite

Passat TS Kabel Endstufe

In den Innenraum geht es durch die originale Kabeldurchführung. Hier waren noch einige Plätze frei.

Passat TS Kabelverlegung

Damit alles wieder so aussieht wie vor der Lackierung der Trennwand, mußte nur noch der Wischwasserbhälter zurück an seinen Platz.

Passat TS Wischwasserschlauch

Hier gab es noch neue Schläuche. Die alten waren hart und brüchig. Extrem hart war die Ansaugseite, die immer im Wischwasser hing.

Passat TS Schlauch Wischwasser alt

Der Schlauch ist hier schon zu einem Platikröhren mutiert und ganz blau ist er auch schon geworden. Oder war das immer so? Ich weiß es nicht. Einen Übergang von Schlauch auf Rohr konnte ich aber auch nicht finden. Von daher vermutet ich, daß die Lösungsmittel im Wasser ganze Arbeit geleistet haben.

Außerdem habe ich gestern natürlich noch eine erste Anprobe des Doorboards vorgenommen.

Passat TS Doorboard

Jetzt kann man auch nachvollziehen wofür die Nut und die abgerundete Kante notwendig sind. Es sind aber noch so einige Anpassungen notwendig. Für das Zahnsegment vom Fensterheber nuß ich die Rückseite noch etwas ausarbeiten.
Wo sich jetzt die beiden provisorischen Schrauben befinden kommen später die Clipse der Türverkleidung rein. Hier brauche ich in der MDF-Platte noch kleine Ausarbeitungen und natürlich später ein ausreichend großes Loch.

Besonders heikel wird es an der vorderen Kante. Hier ist das Blech an zwei Stellen doppellagig. Das ist allerdings noch das kleinere Problem. Die auf der Oberseite markierten Stellen werden ich einfach um ca 5mm vertiefen.

Passat TS Doorboard anzeichnen

An der Strinseite sind aber auch nooch Markierungen. Wo ganz rechts der Punkt ist, sitzt die obere Schraube vom Türfangband. Links daneben, das angedeutete Quadrat, ist der Eintritt des Türfangbands selber. Hier muß ich tricksen.

Meine erste Idee, das Türfangband zu verbiegen und damit in gebogener Form in die Tür eintreten zu lassen sah anfangs recht vielversprechend aus. Das würde mir zumindest die Möglichkeit geben mehr Material von der MDF-Platte zu erhalten.

Passat TS Türfangband

Im Schraubstock, zwischen einer etwas abenteuerlicher Konstruktion, bog sich das Türfangband anfangs auch recht gleichmäßig.

Bis es einen Knall gab. Dann war es abgebrochen.

Passat TS Türfangband gebrochen

Allerdings ziemlich aussen. Wahrscheinlich durch die Kerbwirkung der eingestanzten Teilenummer, war das Material an dieser Stelle besonders anfällig. Mal gucken wie ich weitermache. Entweder starte ich einen neuen Versuche mit offener Flamme oder ich schlitze das Band mehrfach ein, um es dann in einem Bogen wieder zusammenzuschweissen.

Edit 10:00 Uhr : Bin jetzt auf der Suche nach zwei vorderen Türfangbändern vom Golf 3. Die sind von Haus aus gebogen. Wer welche hat, darf sich gerne melden.
Edit 13:15 Uhr : Erledigt, Danke!

Das war wohl der letzte große Brocken

Ich hoffe mit den gestrigen Samstag habe ich den letzten großen Brocken aus dem Weg räumen können. Was jetzt noch kommt dürfte alles im überschaubaren Rahmen bleiben.

Als allererstes ging es aber noch mal der Endspitze an den Kragen.

Passat TS Endspitze gespachtelt

Die bekam eine Lage Spachtel und der konnte dann in aller Ruhe aushärten.

Der nächste Schritt war nahm nämlich einige Zeit in Anspruch. Das Lackieren der Innenradhäuser, der Federbeindome und der Trennwand zum Wasserkasten.

Richtig praktisch ist es übrigens, wenn man sich den benötigten Lack bei jemanden bestellt, der zum Einpacken der ganzen Artikel frisches Abdeckpapier verwendet. Von den Papier war nach zwei Sendungen reichlich vorhanden.

Passat TS Motorraum lackieren

So habe ich erst mal ein wenig davon über alle Bereiche gelegt, die nichts von dem Viperngrün abbekommen sollen.

Passat TS Lackiervorbereitungen

Der Rest ging dann wie üblich in zwei Ettappen über die Bühne. Zuerst den Basislack. Im Motorraum und in den Radhäusern stand ja nur ein Teillackierung auf dem Programm. Die vermeintlichen Übergänge habe ich im Vorwege noch gesäubert und mit ganz feinem Schleifvlies mattiert.

Passat TS Federbeindom Basislack

Ich konnte die Übergänge nach dem Basislackauftrag selber kaum noch wahrnehmen. Der Farbton scheint also wirklich zu passen.

Während der Trocknungsphase habe ich die Endspitze noch mal kurz verarztet. Erst den Spachtel abgeschliffen und dann eine Schicht Grundierung hinterher.

Passat TS Endspitze grundiert

Die Grundform stimmt, aber ein paar Löcher bliebn noch sichtbar. Da muß ich noch mal etwas nacharbeiten.

Dann gings an den Klarlacküberzug. Geizig war ich mit dem Zeug nicht. Immer rauf damit.

Was natürlich beim Beilackieren nicht ausbleibt, sind die Übergänge mit Sprühnebel. Hier links am Federdom kann man so einen Bereich gut erkennen.

Passat TS Federbeindom Sprühnebel

Den Nebel versuche ich noch wegzuschleifen und die Übergange dann zu polieren.

Passat TS Radhaus lackiert

Es ist immer wieder fazinierend was so ein bisschen Farbe ausmacht. Zuvor noch das Bild eines Abwracksopfers, wird nach dem Lackieren da fast ein Neuwagenfinish draus. Mal abgesehen von den ganzen dreckigen Motorteilen. 😉

Die A-Säule habe ich nur ansatzweise mitlackiert. Den Rest soll der Lackierer machen. So braucht er sich aber wenigstens nicht mit den ganzen Ecken und Kanten im Vorderwagen rumzuärgen. Ist schon wesentlich einfacher wenn der Passat dafür auf einer Bühne steht.

Passat TS A-Säule lackiert

Im Radkasten kann man durch den Kamerablitz jetzt auch gut erkennen bis wohin ich nachlackiert habe. Bei der normalen Hallenbeleuchtung hatte ich das garnicht erkannt.

Ein bisschen hier, ein bisschen da

Ein paar Tage Pause habe ich mir einfach mal gegönnt. Auch wenn die eigentlich gar nicht drin sind. Normalerweise sollte der Passat TS schon längst beim Lackierer stehen. Aber noch wird deswegen nicht gepfuscht.

Zunächst habe ich gestern mal die unteren Ende der A-Säulen endlich weiter bearbeitet.

Passat TS Schweller

Hier kam ich vorher nicht so recht ran, da die Teller von der Hebebühne im Weg waren. Da ich mit dem TS kurz vor Weihnachten aber sogar schon mal wieder an der frischen Luft war, der Volvo brauchte langsam mal seine Winterreifen, konnte ich die Teller danach anders plazieren.

Passat TS Brantho Korrux

Viel Arbeit wartete da nicht mehr auf mich. Leichter Flugrost war mit der Drahtbürste schnell weg und dannach gab es eine Schicht Brantho-Korrux mit dem Pinsel. Natürlich auf beiden Seiten.
Das kann jetzt in Ruhe trocknen, dann kann ich die A-Säule endlich vorlackieren, die Falze abdichten, Steinschlagschutz aufbringen und die Endlackierung vornhemen. Sind also noch ein paar Schritte.
Durch die Trocknungszeiten dauert das leider ziemlich lange.

Aber ich hab ja noch ein paar andere Ecken, die mir noch ein Dorn im Auge sind. Als da wären: Das Trennblech zwischen Motorraum und Wasserkasten…

Passat TS Trennblech

… der rechte Federbeindom…

Passat TS Federbeindom rechts

… und der linke Federbeindom.

Passat TS Federbeindom links

Alles keine wilden Sachen, aber ich konnte sie einfach nicht so lassen. Das Trennblech hatte ich schon von vorneherein auf dem Zettel. Das muß ja gemacht werden. Die beiden Dome haben mich aber immer wieder angeguckt.

Passat TS Federbeindom Rost

Die Dichtmasse auf der rechten Seite konnte ich in einem Stück abziehen. Der Streifen hatte gar keinen richtigen Kontakt zum Blech. Kein Wunder das da dann auch etwas Rost zum Vorschein kam.

Ich habe allerdings schon 32er gesehen, die hier etwas mehr Rost hatten. 😉
Hier ließ er sich schon fast wegwischen. Den Rest erledigte der Drahtbürstenaufsatz.

Passat TS Federbeindom blank

Dann gab es auch hier eine Schicht Brantho-Korrux.

Links hatte ich Anfangs die Befüchtung, daß der Rost von untem kommt. Dem war aber zum Glück nicht so. Ich denke das kommt von der miserablen Fertigungsqualität des Bleches.

Passat TS Federbeindom entrostet

Quer zur Fahrtrichtung sind da deutlich sichtbare Querrillen mit eingestanzt worden. Die gehen bis zum Kragen des Federbeinauschnitts hoch. Von hier wird sich die Feuchtigkeit wohl ihren Weg gesucht haben.

Passat TS Federbeindom Brantho Korrux

Auch hier habe die Grundierung wieder mit dem Pinsel verarbeitet. Geht einfach schneller und das lästige Abkleben entfällt. Leider verläuft das Brantho-Korrux nicht sehr schön. Es trocknet ziemlich schnell an und die Pinselspuren sind deutlich sichtbar. Aber hier komme ich zum Schleifen ja gut hin. Ganz anders sah das dann am Trennblech aus.

Passat TS Trennblech grundiert

Um hier gleich von vorneherein ein bessere Oberfläche zu erhalten, habe ich das dann wieder lackiert. Die Grundierung brauch ich vor der Endlackierung dann nur leicht anschleifen.

Eigentlich war mein Soll für gestern damit erreicht, aber ich habe mich noch etwas um die spätere Beschallung des Passat TS gekümmert.

In den Türen waren ja nachträglich Lautsprecher eingebaut worden. Da die Türverkleidungen damit also schon gelocht sind, müssen da natürlich wieder welche rein. Was mich aber richtig störte war der Übergang der Lautsprecherkabel von der A-Säule zur Tür. Sowas blindes habe ich echt selten gesehen. Ein Stück über dem Türkontaktschalter wurde anscheinend wahllos ein Loch gebohrt und die Kabel wurden somit immer zwischen Tür und A-Säule eingequetscht. Da waren echte Profis am Werk.

Das vorhanden Loch habe ich jetzt zugeschweißt und seitlich ein neues Loch gebohrt. Das sollte ziemlich genau die Stelle sein, an der auch die Kabel werksmäßig die A-Säule verlassen.

Passat TS Lautsprecherkabel

Probehalber habe ich die Kabeldurchführung dann mal montiert. Das hat Gesicht!

Bleibt noch die Frage nach der Wahl der neuen Lautsprecher. Verbaut waren immerhin schon 13cmm-Chassis. Aber eventuell geht da sogar noch ein bisschen mehr.

Passat TS Lautsprecherschablone

Lautsprecher mit 16cm Durchmesser sollten vielleicht auch gehen. Dazu muß ich aber wirklich erstmal die Gegebenheiten genau checken. Oben links in dem Ausschnitt brauche ich noch etwas Platz für das Zahnsegment vom Fensterheber und von rechts kommt noch das Türfangband. Nicht außer Acht lassen darf ich auch die Einbautiefe.
Und natürlich soll man diese moderne Teufelstechnik hinterher von aussen nicht sehen.

Von fliegenden Startnummern, verölten Motoren, stilechter Pannenhilfe und großen Pokalen

Ja, ich bin einen Tag zu spät dran. Aber da dieser Artikel etwas umfangreicher wird, habe ich es gestern einfach nicht mehr zum gewohnten Erscheinungstermin geschafft. Videos schneiden und hochladen, Fotos sichten, bearbeiten und hochladen und dann noch das ganze versuchen in Worte zu fassen. Das war am Sonntag Abend einfach nicht mehr drin.

Wie angekündigt stand am Sonntag die letzte Rallye dieser Sasion auf dem Programm. Es ging zur 21. „Rund um Rotenburg“ nach Rotenburg an der Wümme.

Rund um Rotenburg 2012 Startnummer

Guckt euch das Schild noch einmal genau an. Das wird wohl niemand mehr jemals wieder zu Gesicht bekommen. 😉

Startnummer 92 deutet schon auf ein rechts großes Starterfeld hin. Am Ende gingen 125 Teams an den Start. Da ich wieder ziemlich spät gemeldet habe, sprang zum Glück wieder diese relativ hohe Startnummer heraus. Damit dann auch eine Startzeit, die die Nacht von Samstag auf Sonntag nicht ganz so kurz werden läßt.

Bis 10.00 Uhr war die Anmeldung und Dokumentenausgabe besetzt. Das war also die Zeit bis zu der ein Eintreffen im Rathaus von Rotenburg erforderlich war. Kein Problem.

Rund um Rotenburg 2012 Start

Um 10.00 Uhr war auch Start der Teilnehmer. Wir hatten noch Zeit bis 11.32 Uhr. Genügend Zeit also um noch unser Frühstück zu genießen. Es gab Schnittchen…

Rund um Rotenburg 2012 Startaufstellung

Auch unsere Unterlagen konnten wir schon in Empfang nehmen. Peter nimmt sich die in der Regel zuerst vor. Zeit für mich noch ein wenig durch die Reihen zu schlendern.

Rund um Rotenburg 2012 Einfahrt

Die letzten Teilnehmer trudelten wirklich erst auf den letzten Drücker ein. Wahrscheinlich alles alte Hasen, die sich mit den Gegebenheiten vor Ort schon besser auskennen. Wieder mit von der Partie war auch wieder Heinz Krock mit seinem ADAC Passat Variant. Natürlich kamen wir auch wieder ins Gespräch. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein.

Danach war quasi Wachablösung. Peter war mit den Unterlagen soweit durch und ich habe mich mal über die Aufgaben hergemacht.

Rund um Rotenburg 2012 Bordbuch

Ich schnappte mir die Unterlagen und versuchte einen ersten Überblick zu erhalten. Die Aufgabenstellung scheint auf den ersten Blick recht einfach. Man erhält Kartenauschnitte auf denen die Fahrtstrecke einfach rot markiert ist. Natürlich ist es nicht so einfach, wie es sich anhört. Teilweise sind da kleine Gemeinheiten versteckt, die sich beim groben Überfliegen nicht erkennen lassen.

Auch die Vorgaben für die Gleichmäßigkeitsprüfungen sind interessant. In der Regel wird ein Schnitt und eine Wegstrecke vorgegeben, manchmal gibt es auch Zeitvorgaben und die dazugehörige Wegstrecke. In Rotenburg gibt es nur eine Schnittvorgabe und das…

Rund um Rotenburg GP1

Auf der Karte sind Start und Ziel der GP markiert. Aber nur wenn ich eine Streckenlänge habe, kann ich mir die dafür erforderliche Zeit aurechnen. Die Streckenlänge gilt es also aus der Karte herauszumessen.
Peter und ich haben getrennt voneinander gemessen und wir sind annähernd zu dem gleichen Ergebnis gekommen. Geinigt haben wir uns dann bei der GLP1 schlußendlich auf genau 4000 Meter. Das entspricht bei dem vorgegebnen Schnitt von 27 km/h einer Zeit von 8 Minuten und 53,3 Sekunden. Sollte die Strecke in Wahrheit jetzt aber 4100 Meter lang sein, würde sich die Fahrzeit gleich um 13,3 Sekunden erhöhen.
Pro Sekunde Abweichung erhielt man 0,1 Fehlerpunkte. Man wäre dann also schon mit 1,3 Punkten dabei.

Soviel noch mal zur Theorie.

Es wurde Zeit das es los ging. Kurz vorher rollten wir zum Start.

Und pünktlich um 11.32 gingen wir dann auf die Strecke.

Wie waren kaum raus aus Rotenburg und ich hab meinen Passat das erste Mal etwas rollen lassen, schepperte es auch schon. Pling ! Was war das?
Irgendetwas ist gegen die Antenne geflogen. Ich konnte sie im letzten Moment noch zittern sehen. Peter gefragt, er hat nichts gesehen. Kein Wunder, meistens hängt er ja auch über der Karte.
Ich habe meine Augen immer am rechten Straßenrand um die Kontrollschilder aufzuspähen, auch nichts gesehen.

Egal, weiterfahren.

Des Rätsels Lösung ereilte und dann an der ersten Durchgangskontrolle.
„Habt ihr keine Startnummer?“ – „Doch, da vorne auf der Motorhaube“

Da war aber keine mehr… Jetzt war mir klar, was da gegen die Antenne geflogen ist.

Peter versuchte den Fahrtleiter ans Handy zu kriegen. Ohne Erfolg. Und nun?

Rund um Rotenburg 2012 Startnummer Ersatz

Selbst ist der Mann ! Kurz improvisiert und wir waren wieder zu identifizieren.

Vor den Zeitkontrollen gibt es in der Regel immer ein paar Minuten Wartezeit. Um fehlerpunktfrei zu bleiben muß man extakt auf die vorgegebene Minute vorfahren.

Rund um Rotenburg 2012 Zeitkontrolle

Das gab dann mal wieder etwas Zeit sich unter VW-Sportcoupefahrern auszutauschen. Oli war mit seinem 77er Scirocco am Start.

Die Anfahrt zur Zeitkontrolle gibts wieder in bewegten Bildern. Kurz vor der ZK habe ich noch einen Nachzügler vorgelassen. Der hatte irgendeine Startnummer im 80er-Bereich. War also schon etwas über der Zeit.

Am Ende verliere ich nicht meine Tür, sondern ich hab lediglich den Camcorder wieder reingeholt. Für sowas Anhalten kostet Zeit.

Kurz danach war Mittagspause. Auf dem Hof eines Autohändlers wurde es auf dann doch ziemlich eng.

Rund um Rotenburg 2012 Startnummer Mittag

Aber alle fanden Platz und wir holten uns erstmal unsere Portion Gulasch ab. Nachdem Mittag hab ich mal rumgefragt ob noch einer eine blanko Startnummer hätte. Ohne Erfolg. Wie sich nur wenig später raustellte, hab ich einfach nur den falschen gefragt.
Ich bin dann aber selber fündig geworden. Woher ich die habe, verrate ich hier aber nicht. 😉

Rund um Rotenburg 2012 Mittag

Hier klebt sie schon wieder auf der Haube. Die Nummer habe ich mit einem Filzstift selber reingeschrieben.

Auf diese Idee, ist aber noch jemand gekommen. Achtet im Video mal auf den Mann in dem hellblauen Polo-Shirt am rechten Bildrand.

Hier hatten das Veranstalterteam doch tatsächlich schon eine Ersatznummer für mich parat liegen. Unser Mißgeschick ist wohl schon irgendwie bis zum Re-Start durchgedrungen. Tolle Organisation.

Weiter gings über eigentlich normal zu fahrende Nebenstrecken. Eigentlich.

Rund um Rotenburg 2012 Platttenweg

Wenn man mit einem Fiat 500 unterwegs ist, kann das schon mal Probleme aufwerfen. Der Fahrer nahm es aber mit Humor.

Kurz vor dem Ziel, galt es nochmal eine von den eingangs erwähnten kleinen Gemeinheiten zu entdecken.

Rund um Rotenburg 2012 Kontrollschild

Dieses Kontrollschild befand sich in einer überdachten Durchfahrt auf einem Betriebsgelände. Auf der Streckenskizze verlief der rote Strich an diesen Punkt eben mal 1 mm neben der Straße.
Man könnte meinen, es wurde etwas unsauber eingezeichnet. Aber das war so gewollt.

Das war die letzte Nummer auf der Bordkarte, es folgt nur noch eine Stempelkontrolle und dann ging es schnurstracks dem Ziel entgegen.

Peter meinte dann, das mein Passat irgendwie nach Öl riechen würde. Ich hab es dann auch gerochen, es aber auch den vor uns fahrenden VW-Porsche geschoben. Der produzierte nämlich schon die eine oder andere Ölwolke beim Schalten. Öldruck und Öltemperatur waren auch völlig unauffällig. Weiter gings, war ja nicht mehr weit.

An der Zielkontrolle gab dann noch das übliche Foto unserer Bordkarte.

Rund um Rotenburg 2012 Bordkarte

So sieht eine mustergültig ausgefüllte Bordkarte aus! Bis zum letzten Feld gefüllt.

Jetzt noch schnell den Passat abstellen und dann erstmal etwas relaxen.

Aber was kommen da für Rauchwolken unter meiner Motorhaube hervor? Muß ich wohl doch mal gucken.

Auf den ersten Blick sah es gar nicht so wild aus. Ein paar Ölspritzer. Halb so wild. Aber dann. Die ganze Getriebeglocke war voller Motoröl und von da tropfte es dann auf den Auspuff. Ich konnte aber nicht erkennen wo es herkam.
Schnauze voll, Klappe zu.

Nebenan winkte schon Günther ganz aufgeregt. Er war mit seinem Ferrari 308 GTB am Start und hatte ebenfalls die Motorhaube auf. Na, gut erst Mal gucken was da los ist.
Nun weiß ich auch, daß unter der hinteren Haube nicht nur der Motor, sondern auch noch ein kleines Gepäckfach Platz findet. Und in dieses Gepäckfach paßt wie angegossen… Eine Kühlbox.
Es gab eine Runde Alsterwasser. Geile Idee. Das kam jetzt gerade richtig!

Irgendwie ließ mir mein Ölverlust dann aber doch keine Ruhe. Schließlich wollten wir ja auch noch wieder zurück nach Hamburg.

Ich hatte noch eine Hoffnung, das es doch nur eine Kleinigkeit ist. Haube wieder auf, Peter hat geguckt und ich hab den Motor angeworfen.

Rund um Rotenburg 2012 Oeldruckschalter

Man kann es hier zwar nicht erkennen, aber das Öl tropfte nur so aus dem Öldruckschalter.

Toll, Problem lokalisiert und nu?

Da war doch noch wer. Richtig? Heinz mit seinem ADAC Passat Variant. Das könnte die Lösung sein.

Peter lief schon mal runter, um zu schauen ob er ihn findet. Ich habe inzwischen die Telefonnummer von Heinz gefunden und ihn angerufen. Problem geschildert und er sagte nur: „Peter ist schon hier. Irgendwo müßte ich so einen Schalter haben“

Als ich dann unten ankam, hatte Heinz schon sein halbes Auto ausgeladen.

Rund um Rotenburg 2012 ADAC Heinz

Wahnsinn, was er alles dabei hat. Und auch den passenden Schalter hat er dann irgendwann gefunden. Unter, vor der grünen Plastikbox liegt er bereit.

„Ich packe noch eben wieder zusammen und dann schraub ich Dir den Schalter rein“ Ich habe gesagt, wenn er mir den passenden Schlüßel gibt, kann ich das auch alleine. Darauf ließ sich Heinz aber nicht ein. Er bestand aber darauf, ihn selber einzubauen.

Rund um Rotenburg 2012 ADAC Passat Variant

Dafür bestand ich dann darauf, daß er mich in seinem Vari mitnimmt. Kein Problem.

Rund um Rotenburg 2012 Pannenhilfe

Wenn das keine stilechte Pannenhilfe ist! Einfach genial.

Was hätte ich ohne Heinz bloß gemacht? Ich glaube nicht, daß ein heutiges ADAC-Fahrzeug einen solchen Schalter noch an Bord hätte. Ich war Happy !!!
Ein ganz dickes Dankeschön an Heinz !!!

Der ganze Einsatz hat natürich nicht lange gedauert. Insgesamt vielleicht eine halbe Stunde. Also noch rechtzeitig zur Siegerehrung fertig geworden.

Rund um Rotenburg 2012 Siegerehrung

Und das war auch gut so. Denn da bahnte sich noch was richtig positives für uns an. Die ersten Zwischenerbenisse hingen bereits aus.

Bordkarte 1: 0 Punkte.
Bordkarte 2: 0 Punkte.
Auch sonst keine Strafpunkte.
GLP1: 0 Punkte, unsere aus der Karte gemessene Streckenlänge und auch die danach gefahrene Zeit stimmte also auf den Punkt. Wahnsinn !!!

Fehlte nur noch die GLP2. Wenn die ähnlich gut ausgefallen ist, sind wir diesmal wieder ganz oben mit dabei.

Dann kam die letzte Aktualisierung der Ergebnislisten.

GLP 2: 0,6 Punkte.

Irre. Damit haben wir nun wirklich nicht gerechnet.

Das hieß am Ende Platz 2 in unserer Klasse und dafür gab es dann zur Belohnung auch wieder einen Pokal. Und was für einen Klopper.

Rund um Rotenburg 2012 Pokal

Da bog sich selbst mein Gurkenhobel etwas durch.

Was für ein Tag !!!

Nach diesem XXL-Bericht und den ganzen Ereignissen, habt ihr hoffentlich Verständis für meine 24-stündige Verspätung.

Was fehlt ist noch die abschließende Gallerie.

VDO minicockit im ersten Testlauf

Das VDO minicockpit habe ich gestern noch abschließend verkabelt und die Mittelkonsole wieder endgültig an ihrem Platz verankert.

Dafür mußten noch zwei Kabel vom Motorraum nach innen und zwei Kabel von innen in nach außen. Dabei war mir wieder meine bewährte Messingstange ein große Hilfe.

Messingstange mit angelötetem Kabel

Zunächst vom Beifahrerfußraum in den Motorraum geschoben, hier dann ein zweipoliges Kabel angelötet und dieses dann nach innen durchgezogen.

Kabelzugstange

Das zweipolige Kabel ist für das Geschwindigkeitssignal vom neulich montierten Reed-Schalter. An diesem Kabel habe ich dann die beiden Leitungen für das Drehzahl- und Außentemperatursignal mit ein paar Lagen Tesa-Film befestigt.

Kabel einziehen

Dann das zuerst eingezogene Kabel wieder soweit zurückgezogen, daß ich die beiden einzelnen Kabel im Motorraum greifen konnte.

Anschluss Zündspule

Das grüne Kabel für den Drehzahlimpuls wanderte dann auf Klemme 1 der Zündspule. Immerhin farblich passend. Der Kabel für die Außentempratur habe ich nicht weiter angeschloßen. Die Anzeige brauche ich nicht.

Den ganzen Kabelsalat habe ich dann hinter der Mittelkonsole zusammengestrapst.

Mittelkonsole Passat 1976

Zum Abschluß noch wieder alles zurück an seinen Platz und das war´s mit der Montage.

VDO minicockpit im Passat 32

Die Drehzahlanzeige ist, wie eigentlich erwartet, nicht gerade das Highlight. Sie zählt lediglich hunderter Schritte.

Drehzahlanzeige VDO minicockpit

Zum Glück hielt sich der Aufwand dafür in Grenzen. Das eine Kabel an die Zündspule, ist den Aufwand gerade noch Wert.

Gefahren bin ich jetzt noch nicht. Aber ich gehe mal davon aus, daß auch das Geschwindigkeitssignal oben ankommt. Ich werde wohl heute mal eine kleine Runde drehen und die Werte mal mit dem Fahrradtacho abgleichen.

Ein Blick unter die Motorhaube vom TS

Unter die Motorhaube vom Passat TS hatte ich bisher nur bei der ersten Begutachtung Anfang April einen flüchtigen Blick geworfen. An dem Tag der Abholung blieb sie geschloßen.
Nun wollte ich doch noch mal etwas genauer schauen was mich hier erwartet.

Motorraum Passat TS 1975

Schön ist anders, aber das ist erstmal Nebensache. Bis auf die Lichtmaschine ist soweit alles komplett. Das sollte also kein großes Hindernis darstellen. Bei den ganzen Teilen die es dazugab, waren irgendwo ein paar Lichtmaschinen dabei. Auch ein Anlasser gab es noch dazu. Da hing ein Zettel dran: „Passat TS 75“. Der Verkäufer meinte daß, der dann wohl auch noch zum Auto gehört. Klar hab´ ich den dann noch mitgenommen. Nun hätte ich vermutet, daß der hier fehlen würde. Dem war aber nicht so. Der Anlasser sitzt dort wo er hingehört.

Für mich war dann erstmal wichtig, ob sich der Motor noch durchdrehen läßt. Dazu habe ich mal die Kerzen rausgenommen und die Brennräume mit reichlich WD40 geflutet.

WD40 Zündkerzenbohrung Passat TS 1975

Das konnte jetzt erstmal in Ruhe einwirken.

Ruhe haben wohl auch ein paar Bewohner im Wasserkasten die letzten 15 Jare gehabt.

Wasserkasten Passat TS 1975

Sieht jetzt allerdings nicht so aus, als ob da jetzt noch jemand wohnt. Ich habe zumindest keine neuen Haustiere entdecken können.

Dann war es an der Zeit mal die Knarre an der Kurbelwelle anzusetzen.

Motor durchdrehen Passat TS 1975

Ich hätte jetzt ja zumindest mit einer kleinen Gegenwehr gerechnet, aber nichts da. Ohne jeglichen Widerstand konnte ich den Motor drehen. Nur ein paar merkwürdiges Rascheln kam mir entgegen.
Wie sich raustellte, waren das einige Blätter und anderes kleines Gestrüpp welches sich hinter der Zahnriemenverkleidung versteckte.

Technik en Detail

Nachdem ich die ersten 200 km am Sonntag ohne Ausfälle hinter mich gebracht habe, war es gestern noch mal Zeit für eine kleine Nachkontrolle.

Ich verzichte heute mal auf viele Worte und lasse in erster Linie mal die Bilder sprechen.

Passat 32 1976 Motorraum

Passat 32 1976 Kühlwasser

Passat 32 1976 Ölstand

Passat 32 1976 Zündkerze Bosch W5DC

Passat 32 1976 Vergaser 2B2

Passat 32 1976 Zenith Vergaser 2B2

Das Fazit fällt sehr kurz aus:

    Wasserstand – OK
    Ölstand – OK
    Kerzenbild – OK
    Vergaser – fast OK

Mit dem Vergaser bin ich noch nicht ganz zufrieden. Laufen tut er wunderbar, da fehlt nur noch etwas Feinabstimmung. Aber trotz neuer Dichtung ist er nicht ganz trocken. Ist jetzt nicht viel, aber die Dichtung ist stellenweise leicht feucht. Das muß ich auf jeden Fall noch weiter im Auge behalten.

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