Etwas früher im Jahr als bei den vorangegangenen Törns ging es am Sonntag endlich wieder an die Nordseeküste.
Schon im Vorwege stand fest, dass es diesmal ein paar weniger Teilnehmer werden sollten. Ferienzeit im Norden und selbst das Wacken Open Air ließen einige altbekannte Teilnehmer in diesem Jahr vermissen.
Gut ein paar vielleicht, aber dass ich das Ganze dann so drastisch auswirkte hätte ich jetzt nicht gedacht.

Lediglich Johann und Stefan standen in ihrem Twingo auf dem riesigen Parkplatz am Eidersperrwerk.
Merkwürdig und lange Zeit blieben wir auch allein. Wir fragten uns, was hier falsch läuft. Zehn Minuten vergangen, zwanzig Minuten vergangen. Nichts passierte.
Dann endlich, um viertel nach zehn kam etwas Leben in die Bude. Jetzt aber auch gleich im Minutentakt.

Dann wird ja alles gut!
Spätestens als Gerlind dann wieder eine Spende von einem Bon Bon-Hersteller offenbarte, war doch eigentlich alles wie immer.

Diesmal waren so reichlich Dosen vorhanden, dass selbst nach dem jedes Auto mit drei Rationen bestückt war, noch reichlich Dosen übrig waren.
Nach einer kleinen Vorstellungsrunde und einigen letzten Instruktion von Lars ging es dann auf die Piste.

Eine Route brauchten wir uns wieder nicht erarbeiten. Es ging einfach immer hintereinander her.
Lars pflegt so schön zu sagen, „Der schönste Stau Deutschlands“.

Und damit hat er verdammt Recht.
Aber mit dem einfach nur hinterher fahren ist es dann doch nicht getan. Da gab es ja den bekannten Fragenkatalog abzuarbeiten. Gefühlt mindestens fünfzig Fragen gab es während des Törns zu beantworten.

So hatte ich mal wieder alle Hände voll zu tun. In einer Hand eine Kamera, in der anderen die Fragen, in der nächsten etwas zu trinken, um bei dem Bombenwetter einen kühlen Kopf zu bewahren und ab und zu musste ich ja auch noch eine Rauchen.
Gut die Hälfte der Fragen bezog sich wieder auf Punkte entlang der Strecke.

Hier wurde nach dem Namen einer bestimmten Kinderhörspielserie gesucht. Auch wenn ich 1980, zum Start der Serie, schon aus dem Gröbsten raus war, sagt mir Bibi Blocksberg natürlich trotzdem etwas.
Nach gut neunzig Minuten Fahrt durchs wunderschöne Eiderstedt wurde dann auch schon die Pause eingeläutet. Es ging an den Deich am Tümlauer Koog.

So viele schöne Autos, aber wo sind die Besatzungen dazu?
Nun die waren, mit Sack und Pack, auf dem Weg nach vorne.

Der kleine Mittagssnack wurde vorbereitet und dann auch ausgiebig genossen.

Herrlich.
Gut eine Stunde verweilten wir hier und dann ging es auf die nächste Etappe vom…

Jürgen lies da wieder keine Fragen offen, wo wir uns gerade befanden.
Fragen brachte dann wieder das nächste Objekt am Straßenrand. Irgendwo sollte ein Ford Sierra Pick-up am Wegesrand stehen und Lars wollte von uns wissen, unter welchen Namen dieses Unikum angeboten wurde.

Zu übersehen war er dann wirklich nicht. Aber es stand nichts dran. Die Lösung war Ford P100 und die hatte später jemand parat.
Und dann waren ja da auch noch diese wunderschönen alten Gehöfte.

Hier die Knutzenwarft in Westerhever, die bald stolze 400 Jahre auf dem Buckel hat. Ich mag diese alten Häuser.
Beobachtet wurden wir entlang der Felder und Wiesen natürlich auch wieder.

Wenn teils auch mit etwas argwöhnischem Blick. So einem Kumpel möchte ich glaube ich nicht unbedingt zu nahe kommen. Schon beeindruckende Tiere.
Unser zweiter Stopp war dann in Tetenbüll. Bestimmt schon zig Male dran vorbei gefahren, aber so richtig drin war ich noch nie.

Unser Anlaufpunkt hier war das Haus Peters. Ein alter Kolonialwarenladen, der heute als Museum fungiert.
Danach ging es zur letzten Etappe.

Über Garding ging es nach Tönning.

Hier hab ich dann leider vergeblich nach dem Parkhaus am Hafen gesucht, aber nichts gefunden, was auch nur im entferntestem nach einem Parkhaus aussieht. Wir sollten hier nämlich die Anzahl der Fenster zur Hafenseite nennen. Die Frage blieb also vorerst unbeantwortet.
Ich Trottel! Später, als ich mir die Fragen noch mal vorgenommen hab, ist mir dann auch auf gefallen, dass dort nicht Parkhaus, sondern Packhaus stand. Das ist das Gebäude am rechten Bildrand und zum Glück hab ich hier genügend Fotos gemacht und konnte die Antwort später noch ergänzen.
Unweigerlich näherten wir uns jetzt auch schon so langsam dem Ende des Törns.
In Uelvesbüll war noch der Name des ehemaligen Bäckers zu nennen.

Der Name prangte noch auf der weißen Fläche über dem Eingang: Hansen
Um Punkt 17 Uhr erreichten wir dann das Ziel.

Das befand sich, wie im letzten Jahr wieder am Roten Haubarg in Witzwort.

Alle wohlauf und alle ohne Panne angekommen. Sehr schön.
Bevor es für alle etwas zu essen gab, trat Lars noch mal kurz vor die Mannschaft und bedankte sich für den reibungslosen Ablauf und wünschte Guten Appetit.

Dabei sind wir es, die Dir danken müssen.
Vielen Dank für die erneut tolle Tour mit tollen Leuten, tollen Autos und tollen Aussichten.
Nach einer gemütlichen Runde, die sich erst so gegen 20 Uhr so langsam auflöste, stand nur noch ein Frage im Raum: Nach Hause oder noch mal an den Strand?

Gemeinsam mit Andrea und Klaus verschlug es mich dann tatsächlich noch an den Strand von St.Peter-Ording. Ein letztes Picknick vor der untergehenden Sonne.
Kann ein so toller Tag noch schöner enden? Nahezu unmöglich.
Nahezu, aber es gab noch das i-Tüpfelchen: Das Quiz habe ich doch tatsächlich als Sieger beendet.
