Siegerehrung ADAC Classic Revival Pokal 2018

Nach meinen samstäglichen Kurzeinsatz in der Werkstatt ging es direkt weiter nach Warstein.

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In der Warsteiner Welt fand die Siegerehrung des diesjährigen ADAC Classic Revival Pokals statt.

Ich habe mich in dieser bundesweiten Serie in diesem Jahr zum ersten Mal eingeschrieben und landete in der Endabrechnung auf dem 10. Platz. Eine Urkunde dafür kam die Tage schon mit der Post, aber die Siegerehrung wollte ich mir auch nicht entgehen lassen.

Da es für mich die erste Teilnahme war, wusste ich leider nichts von dem Shuttle-Bus, der die Gäste von ca. 15 Kilometer entfernten Hotel in Meschede zur Warsteiner Welt und zurück kutschiert.
In dem Hotel hatte der ADAC ein Anzahl von Zimmern geblockt. Von den Shuttle-Bus habe ich erst erfahren als ich mir schon selber ein Zimmer für de Nacht gesucht hatte. So ganz schlecht habe ich es dabei aber auch nicht getroffen. Ich habe mich direkt bei der Warsteiner Welt ins Gästehaus einquartiert. Autofahren brauchte ich dann auf jeden Fall nicht mehr.

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Beim Einchecken konnte ich dann schon mal einen ersten Blick auf das spätere Ambiente werfen. Nett.

Aber jetzt erst mal kurz aufs Zimmer, etwas frisch machen und das Outfit etwas anpassen. Natürlich war die Nähe zur Brauerei auch im Zimmer sofort erkennbar.

was-ist-hier-falsch

Aber irgendwie ist hier doch etwas völlig falsch. Warsteiner Tablett, Warsteiner Untersetzer, Warsteiner Kapselheber, Warsteiner Block, Warsteiner Kugelschreiber, Warsteiner Glas und eine Flasche Wasser…. Also wirklich.

Von meinem Hotelzimmerfenster hatte ich einen direkten Blick auf die Warsteiner Welt.

warsteiner-gaestehaus

Da brauchte ich wirklich nur einmal lang hinschlagen. Perfekt.

Bevor jetzt der Bus mit den ganzen anderen Gästen kam, nutzte ich die Gelegenheit mich schon einmal etwas mit den Örtlichkeiten vertraut zu machen.

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Ein wirklich gelungener Rahmen für so eine Veranstaltung.

Auch die Tische waren dem Anlass entsprechend eingedeckt.

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Ohne es zu wissen, habe ich dabei genau den Tisch in Bild festgehalten, an dem wir später mit unserer Gruppe unseren Platz fanden.

Wenig später wurde es dann auch schon voll. Der Bus brachte die weiteren Gäste und jetzt kam so langsam Stimmung in die Bude. Alle Platzierten aus dem Norden kennt man ja von den vergangenen Veranstaltungen. Dazu gesellten sich dann eben diesmal auch noch Teilnehmer aus dem Rest der Republik. Wobei, so ganz aus dem Süden waren da jetzt glaube ich gar keine Leute dabei. Das südlichste war wohl Frankfurt. Entweder gibt es dort nicht so viele Veranstaltungen dieser Art oder die Teilnehmer sind einfach nicht so gut. Wobei ich ja eher an Ersteres glaube.

Nach einen kleinen Begrüßungsschluck ging es dann auch schon direkt zur Brauereibesichtigung. Diese startete im Rotarium, einem Multimedia-Theater mit 360-Grad-Leinwand und elektronisch gesteuerter Drehplattform, tauchten wir ein in die Welt des Bierbrauens

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Nett und sehr lehrreich gemacht.

Im Anschluss an das Leinwandvergnügen führte die Besucherbahn alle Gäste in einer rund 60-minütigen Rundtour durch alle Prozesse des Brauvorgangs.

besucherbahn-warstein

Das war vom Prinzip her ja auch sehr interessant gedacht, nur wenn es draußen stockfinster ist, sieht man leider fast nix.

Und leider stand die Produktion auch komplett still.

warsteiner-brauerei

Von wegen 500.000 Kästen pro Woche. Nicht ein Kasten stand da auf dem Band. Alles menschenleer. Nur zwei, drei Techniker machten sich irgendwo an ein paar Anlagen zu schaffen. Für dieses riesen Gelände war das wirklich erstaunlich wenig. Ich hätte übrigens überhaupt nicht damit gerechnet, dass die Produktion hier am Wochenende komplett runtergefahren wird.

Die Ausmasse der Brauerei sind aber wirklich schon ganz schön beachtlich. Wie schon geschrieben, waren wir fast eine Stunde mit der Bahn auf dem Gelände unterwegs.

Jetzt aber zum Wesentlichen.

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Nach Reichung von etwas Fingerfood war jetzt aber auch mal ein Bier in aller Ruhe nötig.

Aber ausschließlich zum Biertrinken waren wir ja nun auch nicht hier.

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Nach einem kleinen Süppchen ging es zum eigentlichen Part unserer Zusammenkunft. Es ging los mit der Siegerehrung.

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Die jeweils zwanzig ersten Plätze in den Kategorien Motorrad, Automobile tourensportlich und Automobile touristisch waren geladen und wurden einzeln mit einer Medaille geehrt. Die ersten drei Plätze jeder Klasse bekamen dann noch riesige Pokale überreicht.

Für mich blieb es bei der Medaille.

showbuehne

Gefreut habe ich mich aber trotzdem. Der Moderator meinte noch, dass es schwierig sei für den ersten Passat überhaupt noch Ersatzteile zu bekommen. Ich erwiderete schmunzelnd nur kurz, „Stimmt, die liegen alle bei mir.“ Bisschen Spaß muss sein.

Alle Geehrten sammelten sich dann neben der Bühne fürs abschließende Gruppenfoto.

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Bestimmt zwei Drittel der Leute kamen hier aus dem Norden. Überwiegend also bekannte Gesichter.

Zurück am Tisch hatte ich jetzt mal Gelegenheit mir die Plakette richtig anzugucken.

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Sogar personalisiert sind die wirklich massiven Teile. Sehr schön. Ich freue mich.

Jetzt hatten wir aber so langsam alle richtig Kohldampf. Mittlerweile war es fast 21 Uhr und die meisten waren seit dem Morgen auf Achse. Also ran an den Speck.

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Schmorsteak vom Rind an Charlotten-Rotweinjus… Sehr lecker, aber für den Großteil von der Menge her etwas dürftig. Kein Problem, das wurde schnell erkannt und wir bekamen anstandslos nachgereicht. Wirklich sehr aufmerksamer Service, der im übrigen auch immer ein Auge auf den Füllstand des Bierglases hatte. 😉

Leckeren Nachtisch gab es auch noch und dann gab RIO THE VOICE OF ELVIS noch eine Kostprobe seines Könnens.

RIO THE VOICE OF ELVIS

Hörte sich wirklich sehr authentisch an. Der Junge hat es drauf.

So neigte sich der tolle Abend dann auch schon dem Ende entgegen.

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Den Ausflug nach Warstein habe ich wahrlich nicht bereut. Tolle Location und eine richtig tolle Veranstaltung mit sehr netter Atomsphäre. Hat Spaß gemacht.

Nachdem der Shuttle-Bus dann den Großteil der Gäste ins Hotel gebracht hatte, machte ich mich auf meinen eigenen langen Weg in mein Hotel.

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Ich musste doch tatsächlich für drei Schritte noch mal an die frische Luft…. Links raus und rechts wieder rein.

3 Kommentare

  1. Frank Schäfer

    Sehr schöner und ausführlicher Bericht. Glückwunsch zum 10. Platz, wir sind in unserer ersten Saison beim „Cup“ auf Platz 6 gelandet.
    Ein paar Anmerkungen:
    Der Cup enthielt 2018 laut Internetseite 43 Läufe in der touristischen Kategorie, die insgesamt doch sehr breit über das Bundesgebiet verteilt sind. Auch im Süden gab es da einige Veranstaltungen. Allerdings muss man sich ja als Teilnehmer fragen, in wieweit die dann lange Anfahrt sich lohnt. Das erklärt m.E. die geringe Zahl der TN aus dem Süden.
    Insgesamt hatten wir mit deutlich mehr Teilnehmern in Warstein gerechnet, es gab viele Absagen bzw. Nicht-Anwesenheiten auch von Plaketten-Gewinnern und auch die Tische waren nicht alle besetzt. Das lag auch daran, dass Termin und Ort erst sehr kurzfristig bekannt gegeben wurden. Ursprünglich sollte die Veranstaltung wohl im VW Werk in Osnabrück stattfinden, aber wegen der Musterfeststellungklage des ADAC hat VW dann lieber darauf verzichtet.
    Der Warsteiner Brauerei geht es aktuell wirtschaftlich nicht gut. Das mag die leeren Hallen erklären. Der gezeigte Film war erkennbar mindestens 10 Jahre alt und daher mit seinen ganzen Superlativen nicht mehr aktuell. Auch für uns war die Rundfahrt bei vollkommener Dunkelheit etwas skurril. Wer Brauereiführungen z.B. in Düsseldorf kennt oder Nürnberg in der Altstadt, der muss bei Warsteiner umschalten: das ist eine Werksbesichtigung im Industriepark. Ich fand´s interessant, aber auch kühl-technokratisch. Die Marke hat für mich keine Seele, ausser diesem Perfektionsanspruch.
    Die Siegerehrung selbst war für uns eher enttäuschend. Man sollte bedenken, über welche Möglichkeiten der ADAC verfügt! Dafür war das Gebotene eher peinlich. Null Prominenz vertreten, nur ein paar subalterne Abgesandte und ein sehr doch bescheidener Rahmen. Von den Veranstaltern war niemand dabei… auf die einzelnen Veranstaltungen wurde auch nicht eingegangen, etc. Das Essen war schlecht und war auch nicht Vor Ort gekocht worden, da mache ich aber Warsteiner keinen Vorwurf. Eine Elvis-Imitation aus Warstein ist sicherlich auch Geschmacksache, der DJ hat seine Sache sehr gut gemacht, aber so wenig Leute in so einer großen Halle, da kann einfach keine Stimmung aufkommen. Schade.
    Insgesamt habe ich den Eindruck, diese Serie hat beim ADAC null Priorität. Es gibt einzelne Rallyes, die in Sachen Professionalität und Ambiente deutlich besser sind. Die Plakette ist allerdings schon schön geworden.

    Antworten
    1. OST (Beitrag Autor)

      So unterschiedlich sind die Meinungen. Ich fand die Veranstaltung durchaus gelungen. Prominenz brauche ich nicht und auch wenn der RIO aus Warstein kommt, ist er durchaus eine Hausnummer auf seinem Gebiet. Was war an den Essen schlecht? Verstehe ich nicht.
      Wenn man sich die Ergebnisliste so anschaut sind da nur sehr wenige Starter, die aus südlichen Gefilden stammen. Ich finde das schon ganz schön Nord/Mitte-lastig.

      Antworten
  2. Frank Schäfer

    Ich darf mal konkretisieren…
    Mit „Prominenz“ meine ich (natürlich) nicht die Kinder von Boris Becker, Katharina Witt oder irgendwelche Vorstände von diversen Firmen, die gerne z.B. bei der Hamburg-Berlin Klassik dabei sind. Das war wohl missverständlich. Ich meinte damit Verantwortliche vom ADAC in München. Wäre der Regionalclub ADAC Westfalen nicht eingesprungen…. die waren nämlich vor Ort. Bitte mal einen Blick in die Ausschreibung werfen: Sponsoren sind u.a. VW-Autostadt (ok, aktuell bisschen verschnupft…), Sonax, DEKRA, Ravenol, Motorworld Classics, … – waren alle nicht vertreten. BMW Mobile Classics als ganz besonderer Partner?? Mhm. tja… auch nicht dort. Wäre doch mal einen Special-BMW-Pokal wert gewesen oder so.. Auch sollte es ja eine Verlosung geben. Siehe Vorjahre. Ich bleibe dabei, im Verhältnis zu den Potenzialen und Ressourcen des ADAC war das „nicht viel“.
    Zum Essen, jetzt wird es detailliert… Menuekarte klang gut.. aber…die Suppe war Wasser mit bisschen Geschmack. Sollte Rest von Gin enthalten… Konnten wir nicht feststellen… das Fleisch war, zumindest bei uns, wirklich extrem trocken. Diese Herzogin-Kartoffeln kamen aus der Tiefkühltruhe… sorry, vielleicht sind wir da verwöhnt, aber das war angeliefert und in der Mikrowelle warm gemacht. Egal, mal was Positives: die Unterkunft der Warsteiner Welt vor Ort war wirklich top: Altes Gebäude, aber sehr schön modernisiert und mit freundlichem Personal.
    Nur noch mal im Ernst: das ist DIE zentrale Veranstaltung der ADAC Klassik Serien? Dem Verein mit ca. 20 Mio. Mitgliedern und in der SE mit mehr als 1 Mrd. EUR Umsatz/p.a? Kienzle, noch Fragen? 🙂

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