Schlagwort Archiv: GLI

Passat-Treffen Finkenweiler 2014 – Rückblick

Unsere Päße-Sternfahrt hatte natürlich einen tieferen Sinn. Im Prinzip war es nichts anders als die Anreise zum diesjährigen Passat-Abschlußtreffen in Finkenweiler.

Passat-finkenweiler

Die Südfraktion der Passat-Kartei-Deutschland veranstaltet dieses Treffen, welches eigentlich mehr eine gemütliche Zusammenkunft mit Grillen ist, nun schon zum 9. Mal. (mehr …)

Saisonbilanz 2012 – ´77er VW Passat GLS Automatic

Es folgt Teil zwei meiner Jahresrückblicke. Diesmal die Saisonbilanz vom meinem 77er Passat GLS Automatic.

Ich nehme es gleich mal vorweg, glauben konnte ich es selber kaum: Außer Sprit hat er mich in diesem Jahr nicht einen Cent gekostet!
Keine Reparaturen, keine Umbauten! Nichts, einfach nur gefahren.

Ein Vorteil von den 07er-Kennzeichen ist ganz klar die zeitliche Unabhängigkeit. Wenn das Wetter es zuläßt kann es losgehen. So begann die Sasion für den GLS dann auch schon am 17.März.

Oldtimertankstelle Hamburg

Hier war ich im Laufe des Jahres natürlich noch mehrfach. Wenn´s gerade paßt, ist es immer ein lohnendes Ziel für einen kurzen Abstecher. (mehr …)

Abgrillen im Auetal

Was für ein Kaiserwetter gestern! Perfekt für das Abgrillen bei Christian im Auetal.

Abgrillen

Das An- und Abgrillen bei Christian hat schon Tradition unter uns Passat-Fahrern. Wie lange es das schon gibt weiß ich gar nicht ganz genau. Die ältesten Bilder die ich gefunden habe sind von 2005.

Christian fährt auch schon seit Urzeiten alte Passat. Mit seinem Passat GLI Variant nimmt er schon seit einigen Jahren an den Läufen zum Historic-Rallye-Cup teil.

Passat Variant GLI

Anfangs wurde er mit dem Vari noch müde belächelt. Mittlerweile sind Spötter aber verstummt. Die guten Ergebnisse tragen natürlich ihr übriges dazu bei.

Außerdem hat der Vari einen entscheidenden Vorteil.

Passat Variant GLI Rallye

Er hat viel mehr Fensterfläche. 😉

Geschont hat Christian den GLi bei den Rallyes nun wirklich nicht. Krumme Achsen, verbeuelte Felgen. Alles schon da gewesen. Trotzdem ist ihm der Passat GLI für einige Einsätze dann doch zu schade.

Dafür hat er sich dann noch einen Passat 32B Syncro zugelegt.

Passat Syncro

Hiermit fährt er die Langstreckenläufe vom Deutscher Rallye Cross Verband.

Da geht es dann schon etwas härter zu. Außerdem bedeutet so ein Rennen fast 3 Stunden durchgehend Vollgas.

Passat Syncro Auspuff

Um die nötige Bodenfreiheit zu erhalten, verläuft der Auspuff durch den Innenraum und gelangt dann durch die hintere Tür ins Freie.

Wenn übrigens einer meint, daß ich immer mit meiner Kamera vor der Nase umherlaufe, der kennt Holli noch nicht….

Abgrillen 2012

Unter einhundert Bildern steckt er den Fotoapparat nicht wieder ein.

Bei dem schönen Wetter kamen eigentlich alle auch mit ihren Schmuckstücken zum Abgrillen.

passat

Selbst der ´73er von Dirk wurde noch mal an die frische Luft gesetzt.

Passat Abgrillen 2012

Den hab ich auch schon etwas länger nicht mehr im Einsatz gesehen.

Solche Zusammenkünfte bieten sich natürlich auch immer wieder an um Sachen auszutauschen, die sich nur schwer verschicken lassen. Für meinen TS brachte Danny mir noch zwei vordere Radhauschalen aus einen geschlachtetem 32B mit und ich brachte Dirk meine Motortraverse mit.

Eine etwas andere Hundehütte gab es dann auch noch zu bestaunen.

Passat Variant Heck

Ich freu mich immer, wenn ich solche Sachen seh. Zeigt es mir doch, daß nicht nur ich einen kleinen Schuß habe. 😉

Noch ein Passat GLI im Dornröschenschlaf

Viele aus der Passat-Szene werden es wahrscheinlich mitbekommen haben. Es stand mal wieder ein Passat GLI zum Verkauf. Inseriert wurde er zuerst im Martplatz der Passat-Kartei-Deutschland. Dort gab es dann den Verweis auf das Inserat bei mobile.de.

Passat GLI Inserat

Ich bin ehrlich: Das Inserat bei habe ich nicht auf Anhieb gefunden. Ist auch etwas tricky…

Trotzdem kam mir der Wagen nur nach dem Durchlesen des Inserats im PKD-Forum schon gleich bekannt vor. Hier fehlte allerdings eine Kontaktangabe und auch eine Standortangabe war nicht vorhanden. Schnell mal mein Outlook durchforstet und ich bin tatsächlich fündig geworden. Die jüngste Mail war von 2009, die ältetste von 2002. Mal sehen ob ich mit meiner Vermutung richtig liege.

Noch bevor ich nach Dänemark gefahren bin, hatte ich eine Antwort. Ich hatte tatsächlich ins Schwarze getroffen. Es ist der Passat GLI von Axel.

Den Wagen und Axel kenne ich schon über 20 Jahre. Es muß 1993 gewesen sein, da war Axel mit dem GLI sogar mal auf dem VW-Forum in Castrop-Rauxel. Axel wohnte zu dieser Zeit noch in unmittelbarer Nachbarschaft zu mir, in Seevetal. Er besitzt den Wagen seit 1988. Allerdings wurde er wegen Rostschäden 1995 abgemeldet. Seitdem hat Axel ihn in verschiedensten Hallen und Scheunen untergestellt gehabt. Irgendwann wollte er ihn wieder fertig machen. Ganz schön viel Ausdauer.

Jetzt ist aber der Zeitpunkt gekommen, wo er sich doch von dem GLI trennen muß.

Bevor er jetzt aus Norddeutschland verschwindet wollte ich mir den Passat GLi aber noch mal selber anschauen. Mein Kaufinteresse war eher gering.

Am Dienstag bin ich dann mal eben mit meinem Passat GLS nach Kiel gedüst. Gemeinsam sind wir dann zu dem Unterstellplatz gefahren.

Da stand er jetzt. Völlig eingestaubt, aber sofort wiederzuerkennen.

Passat GLI

Es sind halt einige typische Merkmale die einem irgendwie im Kopf hängenbleiben. Wie zum Beispiel das Schloß für die Bosch-Alarmanlage unterhalb des Türgriffs.

Passat GLI Front

Natürlich auch die Nebelscheinwerfer und selbst wenn jetzt noch Zweifel wären, das Kennzeichen verrät ihn endgültig.

Bevor jetzt die ersten Nachfragen kommen: Der Passat GLI ist bereits verkauft !

Axel hat wohl doch ein ganze Anzahl von wirklich enrstzunehmenden Interessenten gehabt.

Und ich denke der Wagen ist rettbar. Vor allem ist er bis auf den Fahrersitz wirklich komplett. Alleine das ist ja schon eine Menge Wert.
Natürlich wurde er nicht umsonst 1995 abgemeldet. Die bereits mehrfach geschweissten Hinterachsaufnahmen sind wieder fällig. Schweller und Endspitzen sind auf beiden Seiten fertig. Noch zwei neue Kotflügel und eine neue Hecklappe. Das übliche halt. Wir wissen doch alle, wo die Schwachstellen liegen.
Aber es gibt auch positive Sachen. Das Schiebe-Hubdach läßt sich aufstellen und öffnen. Die vorderen Längsträger sehen auf den ersten Blick noch richtig kernig aus. Das grüne Armaturenbrett ist nicht eingerissen. Verbaut ist ein AT-Motor, der erst 20.000 km gelaufen hat und sich per Hand einwandfrei drehen läßt. Der Tank wurde seinerzeit auch schon mal erneuert.

Ich denke es wäre schade ihn nur zu schlachten. Ich halte einen Aufbau durchaus für möglich.

Eine echt irre Begebenheit brachte die Besichtung dann auch noch ans Tageslicht.
Links unterhalb des Tacho, neben der Lenksäule, klebte so ein kleiner Zettelhalter auf der Verkleidung. „Was steckt da denn noch drin?“ fragte Axel sich und hielt mir dann ein alte Visitenkarte von mir unter die Nase.

Visitenkarte

Die trägt noch eine vierstellige Postleitzahl und noch nicht einmal den Zusatz „W“ und wohnen tue ich da auch schon fünfzehn Jahre nicht mehr.

Die Passat-Welt ist doch wirklich sehr klein.

Zum Schluß gibt es noch einmal einen ganzen Haufen Bilder. Es waren sehr schlechte Lichtverhältnisse. Ohne Blitz ging gar nichts. Ich denke man kann aber alles erkennen.

Containerfund: VW Passat Variant GLI

Passat GLI Container

Viele haben es am Samstag über Facebook mitbekommen. Ich habe immer wieder Fotos von Orten gepostet, die nun wahrlich nicht bei mir um die Ecke sind. Angefangen vom Autohof in Bremen, danach dann vom Ford Entwicklungszentrum in Köln, gefolgt von einem Richtungswegweiser bei Wittlich an der Mosel und dann noch ein Foto vom Nürburgring. Abends um 21.30 Uhr gabs dann noch ein Foto aus der Heimat. Da war ich wieder zu Hause.
Heute folgt die Erklärung für die kleine Deutschlandtour. Bereits Ende letzten Jahres wurde mir ein 33er Passat Variant GLI angeboten. Der steht seit über 10 Jahren in einem Container und muß dort nun verschwinden, da das Grundstück verkauft ist. Viel war dem Anbieter telefonisch nicht zu entlocken. Der Vari sei damals mit Motorschaden auf der A48 liegengeblieben und von dort direkt auf den Schrottplatz gegangen. Von hier hat ihn der Anbieter dann geborgen. Leider ohne jegliche Papiere. Marsrot sei er und er habe ein Schiebedach. Die Kotflügel sind zwar verrostet, aber insgesamt sei der Vari zu schade um ihn endgültig zu verschrotten. Soweit die Aussagen vom Verkäufer. Ach ja, den Motor habe er schon einmal angefangen zu zerlegen, aber irgendwann habe er einfach keine Zeit mehr gehabt.
Nun malt man sich ja so einiges aus. Besser ein Fahrzeug, daß wegen Motorschadens, als wegen starkem Rostbefall auf den Schrott geht. Da könnte die Karosse ja noch ganz brauchbar sein. Und ein Container ist auch nicht der schlechteste Aufbewahrungsort. Klingt also interessant und einen Vari GLI gibt es nun wahrlich nicht mehr an jeder Ecke.
So kam es dann, daß ich am Samstag gemeinsan mit Detlev nach Wittlich gefahren bin. Wir trafen uns in Bremen und von dort hat Detlef mich mitgenommen. Er mußte nach Köln um eine neue Heckklappe für einen 32er zu bergen. Gegen 14.30 Uhr sind wir dann gemeinsam vor Ort gewesen und nach einem kurzen Begrüßungsschnack wurde der Container geöffnet.

Passat GLI Container

Da stand tatsächlich ein GLI drin. Der erste Enthusiasmus ist bei mir jedoch schnell verflogen. Ich muß allerdings dazu sagen, daß meine Erwartungen schon erheblich heruntergeschraubt hatte, nachdem ich das Grundstück gesehen hatte.
Es half aber alles nichts, jetzt waren wir schon mal da, also ran an den Speck.
Das erste was natürlich sofort ins Auge fiel, war der erstklassig konservierte Motor.

Passat GLI motor

Das nächste was sofort ins Auge stach waren die Kotflügel, deren Auflagekanten und der Wasserkasten.

Passat GLI kotflügel

Alles mürbe. Vielleicht gibts ja in der anderen Blickrichtung erfreulicheres.

Passat GLI motorraum

Nicht wirklich. Aber dafür noch mal ein kleines Stileben vom linken Scheinwerfer.

Passat GLI scheinwerfer

„Hella in Rost“, ich habe genug von hier vorne gesehen. Wenden wir und dem Rest des Wagens zu.

Auf dem Weg nach hinten fehlte natürlich nicht der obligatorische Blick unter die Rücksitzbank.

Passat GLI hinterachsaufnahme

Auch schon geschweisst. Aber wie, grausam! Die Arbeit hätte man sich sparen können. Darunter und nebendran blüht es munter weiter. Die rechte Seite sah genauso berrauschend aus.

Passat GLI türen

Natürlich sahen die Türen nicht besser aus. „Das ist aber nur oberflächlich.“, kam da vom Anbieter.

Das es wirklich ein GLI ist konnte man ja schon an den Details im Motorraum erkennen. Trotzdem mußte ich natürlich auch das Typenschild noch mal auf den Chip bekommen.

Passat GLI heckklappe

Auch die Heckklappe hatte schon bessere Tage erlebt.

Schnell wieder raus hier. Aber nicht ohne noch einmal ein Blick auf die Schweller und den Unterboden zu werfen.

Passat GLI schweller

Das sah sogar noch halbwegs passabel aus. Obwohl am Ende auch schon der übliche Flicken sitzt.

Ich sags ganz erlich: „Ich bin raus!“

Das tue ich mir nicht an, das lohnt sich höchstens noch zum Schlachten. Einige Sachen können interessant sein. Wenn er bei mir in der Gegend stehen würde und der Verkäufer von seiner utopischen Preisvorstellung etwas herunterkommen würde, wäre es eine Option. Aber nicht bei einem Rostklumpen der 550 km von mir entfernt steht. Die Preisvorstellung wird dabei allerdings noch das geringste Problem sein. Ich habe vor Ort noch nicht durchblicken lassen, daß ich kein Interesse habe und habe einfach gesagt, daß ich ihm für das Auto nichts geben würde. Keinen Cent!
Er war nicht trotz anfänglich im Raum stehender vierstelliger Summe nicht sonderlich geschockt…

Fairerweise muß man dazu sagen, daß die Summe in Verbindung mit einem großen haufen Ersatzteilen gefordert wurde. Neue Konis, sehr gute Auspuffanlagen , diversen Türen und Innenausttattungsteilen.
Die Konis hat er dann nicht gefunden. Nur den leeren Karton. Die Türen waren soweit man das sehen konnte nicht viel besser, als die verbauten. Teilweise schon geschweisst oder verbeult von der Lagerung.
Die Auspuffanlagen waren unterster Durchschnitt, von GLI-Auspuffeilen habe ich allerdings nichts gesehen.
Das ist allerdings auch nicht weiter verwunderlich, denn das Lagerprinzip glich dem der Ludolfs. Aber schön mal gesehen zu haben.
Ach ja Wasserpumpen habe er auch noch einige und zeigte auf einen großen Haufen mit mindestens 40-50 vergammelten Pumpen. Irre der Typ!!!
Ich fragte ihn, ob er denn davon auch mal as verkauft hatte. „Nein, das habe ich nur für mich gesammelt“, war seine trockene Antwort.

Mitgenommen haben wir schlußendlich nur ein Teil. Und das will schon was heißen, wenn man 550 km für eine Tour unter die Räder nimmt.
„Ich habe hier noch einen nagelneuen Verteiler für einem Passat.“ Ich höre die Worte noch heute. Zum Glück haben wir nichts bezahlt. Zu Hause habe ich die Nummer dann mal überprüft.
VW LT 25 !!! Der wird zwar sicher sehr selten sein, aber ein LT mit Benzinmotor war schon zu Lebzeiten eine Rarität.

War aber trotzdem eine lustige Tour. Auf der Rücktour hat Detlev mir noch mal ein paar Interessanrte Ecken am Nürburgring nähergebracht. Ich bin da bestimmt schon zwanzig mal vorbeigefahren, aber nie wirklich angehalten.
Wir waren beim neu eröffneten historischen Fahrerlager, haben diese tolle Geldvernichtungs-Achterbahn ring°racer kurz angeschaut. Die Nordschleife war leider geschlossen, so haben wir am Rande das Fahrwerk von Detlevs Caddy eine kleinen Belastungsprobe unterzogen.

caddy nordschleife

Zum Abschluß des Tages gab´s in Adenau, bei der zweiten Nordschleifenauffahrt, erst mal was für unsere knurrenden Mägen. Danach gings wieder Richtung Küste. Da wo die Menschen anscheinend nicht so weit ab von der Realität leben, wie an der Mosel.

Auf der Suche nach scharfen Kurven und dem G-Punkt

Passat GLI Motor Nockenwelle

Wenn Ihr jetzt hergekommen seid und nackte Haut erwartet, muß ich Euch leider entäuschen. Der OST-Blog bleibt natürlich beim Thema und beschäftigt sich allerhöchstens mit nacktem Stahl.
Trotzdem ist die Überschrift natürlich nicht gänzlich aus der Luft gegriffen.
Ich hatte die Tage mal etwas Zeit und erste Nockenwellen mal ein wenig unter die Lupe zu nehmen. Neben der mir noch unbekannten Welle, wollte ich doch gleich mal mit einem oft verwendetem Stammtischthema auf dem Grund gehen.

Passat GLI Motor Nockenwelle

Dafür mußte zunächst einmal ein Motor aus einem geschlachtetem Passat GLI dran glauben. Schon seit langen fehlt ihm der Abgaskrümmer und die Aluölwanne, nun mußte auch die Nockenwelle noch dran glauben.
Das Thema ist die sagenumwobene G-Nocke. Die wird immer wieder so hoch angeprießen und nur wenige wissen, was es wirklich mit dieser Nocke auf sich hat. Ich will nicht lange um den heißen Brei herumreden. Die sogenannte G-Nocke ist die Standarnockenwelle aus dem 1,8 Liter GTI-Motor mit Hydrostößeln beim Golf II. Und das G steht weder für den G-Punkt, noch hat es etwas mit G-Lader oder GTI zu tun. Es ist einfach der Buchstabe hinter der VW-Teilenummer: 026 109 101 G. Zu Erkennen ist diese Welle an einem relativ großem, eingegossenen „G“, ohne eine Zahl davor.

Dann gibt es aber noch eine ähnliche Welle die mit 049G gekennzeichnet ist. Diese Welle wurde in den 1,6l-Einspritzern ab 8.79 verbaut, aber auch noch in den ersten 1,8 Ltr 112PS (MKB: DZ). Sicher im GTI (MKB: EG) und im Audi 80 GTE (MKB: YZ), beim Passat GLI (MKB: YS) bin ich mir noch nicht sicher. Diese Welle hat einen Ventilhub von 10,8mm. In meinem Motor war sie leider nicht drin.

Ich habe die Nockenwelle aus meinen Schlachtmotor mal auf dem Prüfstand vermessen.

Nockenwellendiagramm passat GLI ys

Die rote Kurve ist die Welle aus dem GLI-Motor. Und die ist bei 10,3mm Ventilhub am Ende.
Die Welle ist von der Nockenform und vom Ventilhub übrigens völlig identisch mit der Nockewelle aus den ganz normalen 75PS- und 85PS-Motoren. Der Öffnungswinkel beträgt 230° und die Spreizung 10°. Nur der Schlitz für die Fixierung des Nockenwellenrades ist um 1,5° versetzt, was 3° an der Kurbelwelle entspricht. Alle Nocken kommen bei dieser Welle eben 3° später. Das Einlaßventil öffnet z.B. bei 1° vor OT und nicht bei 4° wie bei den leistungsärmeren Varianten.

Das bringt mich auf der Suche nach mehr Leistung für den Motor des ´76ers also nicht weiter. Die 3° könnte ich auch mit den verstellbaren Nockenwellenrad herbeizaubern.

Für die Nockenwelle, die die blaue Kurve symbolisiert habe ich noch keine Herkunft finden können. Von den Öffnungszeiten, würde sie der Welle eines DS-Motors entsprechen. Auch die Kennzeichung mit 049J spricht eigentlich dafür, den die DS-Welle hat die Nummer 049 109 101 J. Die hat aber nach meinen Unterlagen ebenfalls einen Hub von 10,3mm.

Die Gradzahlenangaben sind übrigens auch so ein Thema für sich. Mittlerweile habe ich herausgefunden, daß die Angaben von VW sich auf einen Ventilhub von 1mm beziehen. Das Ventilspiel wird dabei nicht berücksichtigt. Bei den ganzen Tuningwellen werden zur Verkaufsförderung natürlich möglichst große Gradzahlen angegeben. Schrick bietet für die Motoren mit Tassenstößeln z.B. ein Welle mit einen Öffnungswinkel von 276° an.
Diese Werte sind aber überhaupt nicht miteinander zu vergleichen, da sich die Gradangaben bei Schrick auf einen Hub von 0,5mm beziehen. Würden sich die Angaben für die GLI-Welle aus dem Diagramm auch auf 0,5mm beziehen, hätte sie einen Öffnungswinkel von 256° (statt 230° bei 1mm). Damit ist der Unterschied dann schon gar nicht mehr so gewaltig.
Wie bei der heutigen Überschrift: Alles eine Sache der Aufmachung. 😉

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