3. ADAC Bremerhaven / Cuxland – Klassik 2019 – Rückblick

Sonntag holte mich mein Wecker doch ziemlich unsanft aus den Federn. Auch wenn´s verdammt schwer fiel, habe ich es geschafft pünktlich um 8.00 Uhr in Bremerhaven zu sein.

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Die Bremerhaven / Cuxland-Klassik wartete auf uns. Für uns eine völlig neue Veranstaltung. Hier waren wir vorher noch nie.

Start und Ziel war mitten in Bremerhaven. Von Anschein her war das wohl mal ein Marinelazarett, welches heute als Dienstleistungszentrum fungiert.

marinelazarett-bremerhaven

Gleich bei der Ankunft gab es eine kurze technische Abnahme. Nichts aufregendes, halt mal eben Licht und Hupe kontrolliert und einen Blick auf die Reifen geworfen und natürlich gab es keinerlei Beanstandungen.

In der Gastronomie gab es dann ein ordentliches Frühstück, die ersten Unterlagen und später dann auch eine kurze Fahrerbesprechung. Wir erhielten übrigens gleich vier Bordkarten, die wir später auch ganz gut gefüllt hatten.

gastronomie-am-blink

Alles war gut durchorganisiert, nirgends gab es lange Warteschlangen. Das fiel, neben dem strahlenden Sonnenschein, sofort sehr positiv auf.

Um 9:30 Uhr gab es für die Startnummer 1 das Bordbuch mit den Aufgaben. Wir mussten und noch 55 Minuten gedulden. Um kurz vor 11 Uhr wurde es dann ernst.

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Mal gucken was uns hier erwartet. Kaffeefahrt oder haben wir unterwegs auch was zu tun?

Gleich fünf Minuten nach dem Start stand bereits die erste Sollzeitprüfung. Das war nur eine kleine Runde übern Parkplatz eines Penny-Marktes. 35 Sekunden war die Vorgabe zwischen Start und Ziel. Lief vom Gefühl her ganz gut. Zumindest kein grober Ausrutscher.

Weiter ging es durchs Stadtgebiet von Bremerhaven. Auch hier gab es schon erste OK´s, die wir auf der Bordkarten zu notieren hatten. Wie in der Vorankündigung bereits beschrieben, ging es nun direkt in den Kaiserhafen. Hier, wo wahrscheinlich mehr Autos rumstehen als Bremerhaven Einwohner hat.

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Gleich in mehreren Etagen warten hier die Neuwagen auf die Verschiffung bzw. auf die Verteilung auf die deutschen Händler. Je nachdem welche Richtung die Karossen hier von den typischen RoRo-Schiffen nehmen bzw. genommen haben. Zwischendrin immer mal wieder kleine Ecken in auch ein paar Klassiker, wohl meistens aus den USA, auf ihre Käufer hier in Deutschland warteten.

zoll-kaiserhafen

Nachdem wir den Kaiserhafen durchfahren hatten, ging es am Zoll wieder raus und von dort raus aufs Land. Unser nördlichster Anlaufpunkt war Misselwarden und praktisch in jeden Dorf auf dem Weg dorthin gab es etwas für uns zu tun.

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Wie hier, die Stempelkontrolle in Weddewarden. Bei Weitem nicht die einzige Stempelkontrolle, die wir mindestens zweimal anfahren mussten. In den einigen Aufgaben waren nämlich Überlappungen von Aufgabenteilen mit eingebaut worden. Also der zweite Aufgabenteil beginnt vor dem Ende des ersten Aufgabenteils.

Die erste Bordkarte mit 17 Einträgen wurde uns dann vor einem Bahnübergang bei Wremen, an einer Durchgangskontrolle abgenommen. Das war ziemlich genau nach der Hälfte des ersten, der beiden drei Stunden Törns.

Im großen Bogen über Sievern, Debstedt und Wehden ging es langsam wieder zurück nach Bremerhaven.

In Sievern blieb es dann nicht bei dieser einen zufälligen Zusammenkunft umherirrender Oldtimerfahrer.

sievern

Schon interessant, wie unterschiedlich ein paar rote Punkte und Striche in einer Landkarte aufgefasst werden können.

Noch verrückter ging es auf einem riesigen Parkplatzareal in Spaden zu.

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An der Stempelkontrolle ging es los und nun galt es den richtigen Weg abzufahren und OK´s und Stempel in der richtigen Reihenfolge auf der Bordkarte zu sammeln. Wir haben das gesamte Gelände vor Beginn der Aufgabe einmal komplett abgefahren, um die Örtlichkeiten mal in Natur anschauen zu können. Auf einer Karte bleiben immer ein paar Fragen offen. Dann nahmen wir uns die Zeit und haben uns unseren Fahrweg ausgearbeitet. Das hat bestimmt zwanzig Minuten gedauert. Dafür konnten wir die Aufgabe dann in einem Rutsch abfahren.

Zurück in Bremerhaven konnten wir dann vom Willy-Brandt-Platz, der normalerweise nicht für den Autoverkehr zugänglich ist, einen Blick auf das Bremerhavener Burj al Arab erhaschen.

Burj al Arab

Vorbei am Klimahaus und am Deutschen Schifffahrtsmuseum ging es jetzt so langsam Richtung Mittagspause.

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Vor der Mittagspause wartete dann aber eben noch die zweite Sollzeitprüfung auf uns.

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Wieder nur ein kurzer Törn, der in 30 Sekunden zu absolvieren war.

Dann war es endlich geschafft. Mit ganz leichter Verspätung trafen wir an der ZK. Auf der zweiten Bordkarte befanden sich zu diesem Zeitpunkt 30 Einträge.
Nun hatten wir knapp eine Stunde Pause.

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Direkt im Fischereihafen wehte ein eisiger Wind. Das hätten gerne ein paar Grad mehr sein dürfen.

Nach der Mittagspause ging es gleich wieder zur Sollzeitprüfung, die wir schon vor dem Mittag absolviert hatten.

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Das gleiche Spiel noch einmal.

Im Fischereihafen blieben wir dann noch ein ganz Weile. Zunächst ging es an die Mole bei der Doppelschleuse.

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Von hier hatten wir einen schönen Blick auf die Skyline Bremerhavens und natürlich gab es hier auch noch eine Stempelkontrolle. Nicht, dass uns langweilig wird.
Davon waren wir allerdings weit entfernt. Wir blieben im Hafen und wir hatten reichlich Begleitung.

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Wieder eine Strich-Punkt-Strich-Aufgabe, die uns mehrfach die Kaianlagen umrunden lies.

Erstaunt war ich übrigens, wie ungehindert man hier im Hafen an die Schiffe ran kam. Zumindest in diesem Teil des Hafens gab es keinerlei Absperrungen. Man fuhr direkt an der Kaimauer entlang. Das gibt es bei uns in Hamburg so gut wie überhaupt nicht mehr. Es wird immer mehr abgesperrt und verrammelt.

Nach weiteren Aufgaben im südlichen Industriegebiet ging es wieder rauf aufs platte Land mit teils abstrusen Strecken und ungewöhnlichen Ansichten einer Autobahnanschlussstelle.

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Der Bereich um Fleeste und Stotel sollte unsere Spielwiese für die nächste Stunde sein. Stotel hatte dabei einen ganz besonderen Knackpunkt. Hier fuhren wir später noch ein zweites Mal durch und dabei galt es dann zu beachten, welche Wege wir vorher bereits in welcher Richtung absolviert hatten. Gegenläufiges Fahren und kreuzen des Weges sind ja bekanntlich nicht erlaubt.

Hier wurden wir dann irgendwann unserer dritten Bordkarte entledigt. Wieder 30 Einträge.

Nach der kleinen Landpartie ging es wieder zurück in den Fischereihafen. Auch hier wieder, die bereits gefahrenen Strecken im Hinterkopf. Das machte dann den einen oder anderen Schlenker notwendig.

Im alten Fischereihafen durften wir dann auch wieder unsere Kreise ziehen. Hin und her, kreuz und quer.

fischereihafen

Bei solchen ausgedehnten Aufgaben bekommt man dann immer mal wieder die anderen Teilnehmer zu Gesicht und hat damit so ungefähr ein Gefühl wo man zeitlich liegt. Das schien bei uns zu passen. Bernd und Gerd-Uwe im TR6 waren elf Minuten vor uns gestartet. Dieses Teiltsück war übrigens Teil der Strecke des Fischereihafensrennens in Bremerhaven.

Nachdem diese Aufgabe auch absolviert war, ging es so langsam Richtung Ziel. Die letzte Sollzeitprüfung fiel leider aus. Anscheinend wurde der Penny-Parkplatz mittlerweile einfach zugeparkt. Schade, aber hilft ja nix.

Um 17.55 Uhr durften wir dann an der Ziele-ZK erscheinen. Diesmal hatten wir noch ein paar Minuten Zeit, die wir kurz vorher mit einer kleinen Pause runter laufen ließen. Da fuhren dann aber so einige vorbei, die schon längst im Ziel sein sollten. 15 Minuten gab es Karenz, danach für jeden Minute Strafpunkte.

ziel

Geschafft. Im wahrsten Sinne des Wortes. Das Ding war wirklich nicht ohne. Bordkarte 4 trug am Ende 32 Einträge. Jetzt mal kurz zusammengerechnet. 17+30+30+32=109
Ich glaube, man kann verstehen, dass uns nicht langweilig wurde.

Hinter uns lagen sechs Fahrstunden und eine Stunde Pause. Nicht schlecht.

Als wir im Ziellokal eintrafen lief bereits ein kurzer Film mit ein paar Szenen des Tages.

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Nette Abwechslung zum nun anstehenden Abendessen.

Durchweg sah man dabei in zufrieden Gesichter, auch wenn man mit der eigenen Leistung vielleicht nicht ganz so zufrieden war. Die Veranstaltung hat wirklich Spaß gemacht. Da wurde richtig was geboten und es war nun wirklich keine Kaffeefahrt, wie Anfangs noch befürchtet. Und bei Teilnehmerzahlen, die bis über die siebzig hinausgingen, kann man wohl nicht davon sprechen, dass solche, etwas anspruchsvolleren Veranstaltungen keine Teilnehmer finden. Jeder Mensch braucht seine Herausforderungen.

Ach so, da war ja noch was: Die Siegerehrung.

Wir bekamen ein tolles Präsent.

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Ein Holzkiste mit einer sehr leckeren Auswahl an Räucherfisch. Für Bremerhaven wirklich passend. Eine wirklich tolle Zugabe.

Diese Kiste haben allerdings nicht alle bekommen. Die war nur den jeweiligen Klassensiegern vorbehalten.

Ja, es ist wirklich Platz 1 geworden. Kein Fehler in der Bordkarte, was übrigens nur zwei Teams geschafft haben und in den drei WP´s hatten wir nur 0,42 Sekunden eingefahren.
Absolut traumhaft. Damit konnte man beim besten Willen nicht rechnen.

Ganz nebenbei war das dann sogar auch noch der Gesamtsieg. Mehr geht nicht!

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Ich freu mich und lasse mir jetzt ein Stück Fisch schmecken.

4 Comments

  1. Michael

    Na dann…Glückwunsch

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  2. Kai

    Astrein 👍. Nun gilt es 2020, den Titel zu verteidigen … 😎

    Reply
  3. MARCO KOCH

    GRATULIERE

    Reply
  4. OST

    Vielen Dank für Eure Glückwünsche

    Reply

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