London und Corona sind schuld

Es ist ja nicht so, dass ich Zwischendurch nicht mehr wusste was ich abarbeiten konnte. Es gab ja noch genug offene Baustellen. Geplant hatte ich allerdings ein etwas andere Reihenfolge.

Es mangelte mir jedoch an der Strukturfolie für die Säulen, Türen und Heckklappe.

Auf die Suche nach einer passenden Folie habe ich mich schon sehr frühzeitig gemacht. Schon seit letztem Jahr habe ich mir diverse Musterstücke aus unterschiedlichsten Quellen besorgt. Nur etwas wirklich passendes war nie dabei. Entweder die Struktur passte nicht, die Folie war viel zu dick oder die Folie war nicht in der Größe erhältlich, wie ich sie für die Teilstücke auf der Heckklappe benötigte.

Ein erklärtes Ziel während der Bremen Classic Motorshow im Februar war es daher mal den persönlichen Kontakt zum Volkswagen Classic Parts Center aufzunehmen. Man kennt sich ja seit Jahren und der Versuch war dann sogar von Erfolg gekrönt.

Eigentlich wollte ich nur wissen welcher Folienhersteller und Folientyp damals verwendet wurde. Diese Frage kann ich jedoch auch heute noch nicht beantworten.

Aber es kam viel besser. Nach etwas Recherchearbeit von Seiten des CPC, bekam ich Ende Februar eine sehr erfreuliche Nachricht. Sie hätten die passende Folie gefunden und würden mir ein Muster zum Probeverbau kostenlos zur Verfügung stellen.

Darüber war ich natürlich mehr als erfreut, musste jedoch erst einmal etwas auf die Bremse treten. Anfang März war ich für eine Woche in London und ich bat darum, den Versand erst in die Wege zu leiten, wenn ich wieder in Hamburg bin.

Und dann kam Corona, Volkswagen Classic Parts war plötzlich im Home Office und die Folie lag dort in Wolfsburg auf dem Schreibtisch.

Vor gut zwei Wochen waren dann vereinzelt Mitarbeiter mal wieder dort im Büro und brachten die Folie auf Weg.

Daher auf diesem Wege noch einmal ganz herzlichen Dank an das Classic Parts Center für die Hilfe und die kostenlose Überlassung.

Jetzt kam es losgehen mit dem Folieren von Säulen und Türen und damit dann auch mit dem Einbau der Verglasung.

Von der Anfertigung der Schablonen hatte ich ja neulich schon berichtet.

Die dienten jetzt als Schnittmuster.

Angefangen bin ich mit den beiden Folien für die C-Säulen. Die Folie habe ich vorm Ausschneiden zusammengeklappt. So konnte ich beide Stücke ein einem Schritt anfertigen.

Einmal das Original und einmal das Spiegelbild für die Beifahrerseite.

Die Vorlagen stammten vom Variant. Sie waren also oben ein Stück zu lang.

Die benötigte Schnittlinie habe ich mir mit Klebeband gekennzeichnet.

Nachdem das dann passte ging es los. Unten angesetzt und dann das Schutzpapier langsam unter der Folie herausgezogen.

Die Folie ließ sich gut verarbeiten und bis auf ein paar ganz kleine Macken im Türausschnitt sitzt sie wirklich gut.

In die Türausschnitte kommt aber jeweils noch ein separater, ca. 1,5 cm breiter Streifen, der das später kaschiert. Bei der Entfernung der alten Folie war mir überhaupt nicht aufgefallen, dass es sich hier um zwei einzelne Folienstücke handelt.

Jetzt die andere Seite? Nö, irgendwie fand ich es viel spannender endlich das Seitenfenster einzusetzen.

Eine neue Dichtung konnte ich nur für die andere Seite auftreiben.

Es verging also noch einiges an Zeit, bis ich diese Dichtung wieder auf Vordermann gebracht hatte. Schlussendlich aber mit Erfolg.

Dichtung auf die Scheibe, Schnur in die Dichtung und Scheibe in den Ausschnitt.

Solche kleinen Scheiben einzusetzen dauert echt keine fünf Minuten.

Diese kleine Scheibe ist für den weiteren Innenausbau so wichtig. Erst jetzt können die Kofferraumverkleidungen und der Himmel wieder rein. Zumindest wenn man es sich nicht unnötig kompliziert mit dem Scheibeneinbau machen will.

Jetzt aber auf die andere Seite.

Wie immer geht das im zweiten Anlauf gleich doppelt so schnell.

Vielleicht lag es aber auch nur am meinem Outfit.

Eine Scheibendichtung brauchte ich hier auch nicht lange auffrischen. Die gab es noch neu beim CPC.

Auch wenn ich mich wiederhole, das sind jetzt die Arbeiten die optisch richtig etwas her machen. Gerade die schwarzen Akzente auf dem Marsrot sind echt klasse.

3 Comments

  1. Jens-Peter Berthmann

    Sehr geil! Wie Du selbst schreibst, das geht optisch wirklich ein ganzes Stück nach vorn – weiter so!

    Reply
  2. MainzMichel

    Und ist das nun genau die Struktur, die Du wolltest?
    Auf der Rückseite steht doch meist der Folienhersteller drauf.

    Adios
    Michael

    Reply
    1. OST (Post author)

      Die Rückseite ist komplett unbeschrieben. Die Struktur entspricht dem Original von 1984.

      Reply

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