Die Zeit ist abgelaufen

Aus, Schluss und vorbei. Die Kurzzeitkennzeichen sind jetzt abgelaufen. Damit ist jetzt erst mal wieder Stillstand angeordnet.

So ein paar Kilometer habe ich übers Wochenende aber noch abgerissen. Im wesentlichen am Freitag und am Sonntag.

Am Freitag hatte ich vormittags noch einen Termin und gegen Mittag bin ich einfach mal zu meinem Reifenhändler nach Lüneburg gefahren. Vielleicht hat der ja Zeit für eine ganz spontane Achsvermessung. Hatte er leider nicht und so habe ich das schöne Wetter genutzt und habe mich noch weiter in östliche Richtung begeben.

Mal abgesehen davon, dass man hier wo ich mich gerade befinde, mit dem Auto eigentlich gar nicht hin darf, war mein kurzfristig angepeiltes Ziel dann auch noch wegen Hochwassers überhaupt nicht erreichbar.

So blieb mir nur ein Blick aus der Ferne auf einen original Filmschauplatz vergangener Tage.

An der Absperrung mit dem „Durchfahrt verboten“ Schild wurde die Anfangsszene aus dem Filmklassiker „Im Lauf der Zeit“ von Wim Wenders gedreht. Hier wurde damals ein VW Käfer in Selbstmordabsicht in der Elbe versenkt. Ein etwas skurriler, aber gleichwohl faszinierender Film. Und wenn ich das sage, der noch nie einen Videorekorder und gerade mal seit drei Jahren einen DVD-Player sein eigen nannte, hat das schon was zu bedeuten. Mal gucken ob ich daraus noch mal eine ganze Tour zusammenstelle und ob man noch weitere Orte aus dem Film wiederfinden kann.

Aber ich schweife ab. Zur Info aber noch, dass ich mich hier eine ganze Ecke hinter Dannenberg befand. Auf der gegenüberliegenden Seite ist Dömitz in Mecklenburg-Vorpommern zu sehen.

Einigen ist sicher die alte Eisenbahnbrücke ein Begriff, die im zweiten Weltkrieg zerstört wurde und auf Grund der dann entstandenen Zonengrenze nicht wieder aufgebaut wurde.

Mich zog es danach immer weiter nach Osten. Erst ein ganzes Stück hinter Gorleben habe ich mir ein lauschiges Plätzchen für die Mittagspause ausgesucht.

Hier an der Fähre von Pevestorf nach Lenzen war der Wendepunkt meiner Freitagstour. Pevestorf kennt Ihr nicht? Das ist wohl keine Bildungslücke, ich war hier vorher auch noch nie.

Ich denke mal, dass auch ohne Corona um diese Jahreszeit nicht viel mehr im Lindenkrug los sein würde. Das ist schon eine ganz schön abgelegene Ecke Deutschlands.

Viel Neuerungen aus technischer Sicht gab es nicht zu vermelden. Das Warmstartproblem ist nach wie vor vorhanden, die Kühlwasserkontrollleuchte blinkt etwas seltener, aber dafür geht die Öldruckkontrolle beim Einschalten der Zündung plötzlich nicht mehr an.

Auf dem Rückweg nach Hamburg löste der Mond dann irgendwann die Sonne ab und als ich wieder in Hamburg war zeigte der Tageskilometerzähler 529 km an.

Am Samstag war das Wetter leider nicht so schön und ich konnte mich irgendwie nicht zu einer neuen Tour aufraffen. Allerdings entwickelte sich am Samstag ganz kurzfristig ein Ziel für Sonntag. Lars, aka Watt´n Schrauber, meinte bei ihm scheint die Sonne und so habe ich mich am Sonntag Mittag mit ihm auf einen Rastplatz bei Tornesch auf der A23 verabredet.

Zuvor ging es aber noch eben an die Tankstelle, damit ich für den Rest des Tages versorgt bin. Für die bisherigen 529 Kilometer genehmigte sich der GT gerade Mal 45,45 Liter Super Plus. Das erachte ich als wirklich sparsam.

Auf dem Weg durch den Elbtunnel durfte ich dann feststellen, dass es hier schon mal kein DAB+ gibt.

Irgendwie ist das nichts Halbes und nichts Ganzes.

Lars hatte vormittags in Hamburg zu tun und gemeinsam fuhren wir dann im Konvoi zu ihm nach Hause.

Im Itzehoe sah es dann auch wirklich so aus, als sollte die versprochene Sonne hier oben wirklich raus kommen.

Gemeinsam machten wir uns zunächst in meinem GT auf eine kleine Rundtour durch Dithmarschen.

Leider war es mit der Sonne dann aber auch bald wieder vorbei. Dichter Hochnebel an der Westküste trübte die Weitsicht doch ganz erheblich.

Dafür konnte Lars mich überreden, dass er mal ein Foto von mir und meinem neuen Schmuckstück macht.

Warum eigentlich auch nicht?

Nachdem wir die kleine Tour beendet hatten, wechselten wir den fahrbaren Untersatz. Jetzt war Lars dran.

Er holte seinen Buckelvolvo, seine Elsa, aus der Garage und dann drehten wir damit auch noch eine Runde zum Deich.

Da merkt man schon rein optisch die fast dreißig Jahre Unterschied zu meinem GT. Aber vom Fahrkomfort war ich angenehm überrascht. Kein Scheppern, kein Klappern und die Sitze sind besser als in meinem 74er Passat.

Immerhin 68 PS werkeln da unter Haube und bringen den Buckelvolvo über ein geradverzahntes 3-Gang-Getriebe doch überraschend flott in Fahrt. Das Getriebe, ist aufgrund seiner Bauart, dann allerdings doch deutlich zu vernehmen.

Damit war dieser gesellige Nachmittag leider auch schon wieder rum und für mich ging es wieder nach Hamburg.

Es wurde dann die erste Nacht- und Nebelfahrt. Alles in Allem aber weiterhin ohne nennenswerte Probleme.

Nach gut 870 Kilometer ist damit jetzt vorerst wieder Pause.

Um die ganze Kleinigkeiten kümmere ich mich dann mal in der nächsten Zeit. Vorerst bin ich mal happy, dass die ersten Fahrten so problemlos abliefen. Das Fahrgefühl ist wirklich sehr angenehm.

Mal gucken ob unter der Motorhaube noch alles an seinem Platz sitzt. Der letzte der, da mal reingeguckt hatte, war Alex bei der Abnahme am Mittwoch.

9 Comments

  1. Dirk Marks

    Trebel, Gartow, Pevesdorf, Elbfähre, Lenzen…
    Da muss man doch lang! Zumindest mit dem Fahrrad auf direktem Weg vom Harz über Rügen nach Schweden, so wie ich das 1991 gemacht habe.
    Bin ich aber tatsächlich auch mit dem Auto schon längs…

    Gruß,
    Dirk

    Reply
    1. OST (Post author)

      Tatsächlich, so gesehen wird diese Strecke natürlich unweigerlich zu einer Magistrale.

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  2. AL

    Die ohne Anlass blinkende Warnleuchte ist beim 32b ein häufiger Fehler. Soweit ich mich erinnere hat es mit Kontaktproblemen entweder im Kombiinstrument oder der ZE zu tun. Leider ist das bei mir schon gut 10 Jahre her, dass ich es bei mir repariert habe und ich kann mich an Details nicht erinnern. Aber falls Du im Forum dazu nichts finden kannst, könnte ich nach Notitzen von damals suchen- sag Bescheid.

    Reply
    1. Markus

      Ich hatte vor Kurzem das selbe Problem mit der Kontrollleuchte in meinem 1981er GLS. Sie hat immer wieder unkontrolliert geblinkt. Am Ende war es eine lockere Mutter auf der Rückseite des KI an dem Kontaktstift für die Anzeige. Einmal angezogen und das Ding hat wieder im Sinne des Erfinders funktioniert. Vielleicht ist es bei deinem GT auch nur eine ähnlich kleine Ursache?!

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  3. Eve H

    Interessante Tour und ein sparsames Auto. 🙂 Dass da hier noch keiner wegen Corona und deinem Besuch gemeckert hat? 😀

    Reply
    1. OST (Post author)

      Möchtest Du das Meckern hiermit übernehmen oder warum wirfst Du das Thema in die Runde?
      Eine Person trifft eine andere Person. Somit alles den Regeln entsprechend.

      Reply
      1. Andreas

        Genau, alle Regeln beachtet! Super schönes Auto! Mensch, habe ich mich über das Ergebnis gefreut.

        An dieser Stelle ein großes Kompliment und ein herzliches Dankeschön für die vielen tollen Berichte. Ja, der Blog ist wirklich sehr lehrreich, aber auch unterhaltsam.

        Beste Grüße aus dem bayerischen Wald, unbekannterweise (uns verbindet aber der „alte“ Passat 32 + 32B)
        Andreas

        Reply
      2. Eve H

        Um Himmels willen NEIN! Nur ist es inzwischen leider so, dass da ständig jemand deswegen meckert. Und ja, du hast alles richtig gemacht. Das war von mir absolut ironisch gemeint.
        Entschuldige bitte, wenn ich dir dabei auf den Schlips getreten bin, das war nicht meine Absicht.

        Reply
        1. Kai

          Ich habe ja schon viel gesehen, aber Olaf mit Schlips kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen 😜

          Reply

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