Watt´n Törn 3.0

Sonntag ging´s mal wieder an die Küste. Na, sagen wir besser mal nach Dithmarschen. Denn etwas Nordsee bekamen wir erst ganz zum Schluss zu sehen.

Lars, aka Watt´n Schrauber, hatte zum Watt´n Törn 3.0 eingeladen. Letztes Jahr war ich erstmals dabei und für mich stand fest, dass ich bei einer Neuauflage wieder dabei bin.

Coronakonform, mit genügend Abstand, reihten wir uns morgens in Meldorf auf.

Zur Genehmigung der Ausfahrt musste Lars beim Amt ein Hygienekonzept vorlegen. Neben den zu einzuhaltenden Abständen, enthielt es auch ein Passus, der bei einigen Eingeladenen für starken Unmut sorgte. Alle Teilnehmer, auch vollständig geimpfte, mussten einen aktuellen Corona-Test mitbringen. Für mich und den Großteil war das auch kein Problem. Die zwei Minuten, die so ein Test dauert, konnte ich leicht am Vortag mit einbauen.

Und man glaubt es kaum, ein Paar wurde am Vortag positiv getestet obwohl sie beide geimpft waren. Leider konnten sie damit nicht teilnehmen. Aber es zeigt auch, dass die Vorgabe von Lars schon einen Sinn hatte.

Die Zeit bis wir vollzählig waren, nutze Jens um von einigen Oldies ein paar Fotos für geplante Onlineartikel zu schießen.

Meinen GT hat er sich dabei auch gleich vorgeknöpft und er war begeistert von dem Aschenbecher.

Nach dem kleinen Shooting, war mein Stellplatz in der Reihe dann belegt. Um jetzt nicht irgendwo, ganz hinten am Ende stehen zu müssen, hab ich mich einfach gegenüber der eigentliche Reihe wieder hingestellt.

Es dauerte aber nicht lange und da kam Olli schon mit seinem 32B und ich hatte gleich den passenden Mitparker.

Oli war dann eigentlich auch der letzte Teilnehmer auf den wir gewartet hatten. Wir bekamen ein paar Instruktionen und es konnte losgehen.

Fragen gab es keine. Obwohl doch, es gab Fragen und zwar gleich einen ganzen Fragenkatalog. Lars hatte sich sich gut 40 Fragen ausgedacht, die während der Fahrt beantwortet werden konnten. Das war aber keine Pflicht. Zum einen zielten die Fragen auf Besonderheiten entlang der Strecke und zum anderen auf die teilnehmenden Fahrzeuge ab.

Ganz entspannt ging es dann, zunächst mit einer kleinen Runde durch Meldorf, auf große Fahrt.

Über Straßen und Wege abseits der Hauptverkehrsströme machten wir uns auf den Weg Richtung Süden. Kurz vorm Nord-Ostsee-Kanal, an der Burger Au, war dann schon der erste Zwischenstopp erreicht.

Pausen waren wichtig, dienten sie doch zur Nahrungsaufnahme und zur Aufrechterhaltung des Zuckerspiegels. Und natürlich zum schnacken, denn das macht den Watt´n Törn ja gerade so interessant. Außerdem musste man ja auch versuchen Informationen zu den gestellten Fahrzeugfragen einzuholen.

Einen kleinen Sticker gab es übrigens auch wieder.

Vom ersten Zwischenhalt ging es dann wieder Richtung Norden.

Die nächste Pause machten wir dann in Albersdorf.

Wenn die Hauben vorne am Auto aufstanden, ging es meistens um reine Fachsimpelei. Standen die Hauben jedoch hinten offen, gab es wieder Leckerlis.

Eine Ausnahme macht Lars dann selber.

Haube vorne auf und auch gleich noch Werkzeug und Gebäck drapiert. Ein kurzer Eingriff im Motorraum war notwendig.

Von Albersdorf steuerten wir dann die Deutsche Zweiradsammlung Walter Thede an.

Ein völlig unscheinbares Holzschild an der Straße war dann das komplette Gegenteil, von dem was einem im Inneren erwartete. Ich habe s ja nicht so mit Zweirädern, aber das war wirklich sehenswert und ich wäre gerne noch länger im Museum geblieben.

An die dreihundert Motorräder, Fahrräder und Artverwandte waren hier zu bestaunen. Corona machte uns das Leben auch hier etwas schwerer. Es durften immer nur vier Leute gleichzeitig in die Ausstellung. So fasste man sich natürlich etwas kürzer, um den nachfolgenden auch noch einen Einblick zu ermöglichen.

Elektromobilität gab es hier auch schon zu begutachten. Allerdings von 1978. Also alles keine so ganz neue Erfindung.

Nach dem Besuch war die Tische an den Autos schon wieder aufgebaut. Aber es gab ja auch noch Antworten auf die Fragen von Lars zu finden.

Wie viele Glasscheiben hat ein Citroen XM?

Um hier die richtige Antwort zu finden, musste man schon genau hingucken oder Glück haben, dass der Kofferraum gerade mal offen stand. Da versteckt sich doch tatsächlich noch eine Scheibe, um Durchzug bei geöffneter Klappe zu verhindern. Die Scheibe liegt normalerweise auf der Hutablage auf und geht beim Öffnen der Klappe nicht mit nach oben. Die Franzosen….

Aus welchen Material die Hecklappe des Volvo Express besteht, konnte man dann auch gleich versuchen heraus zu finden. Auch darauf zielte eine der Fragen ab.

Damit sind wir auch schon bei der letzten Etappe des Törns. Jetzt ging es Richtung Nordsee.

Die Bäume nahmen ab und die Windräder zu. Ein eindeutiges Zeichen für die Küstennähe.

Das Ende der Fahrt nahte.

Wie letztes Jahr endete der Törn wieder am Eidersperrwerk.

Neben dem obligatorischen Fischbrötchen, blieb auch der Blick auf die diesmal hineindrückende Nordsee natürlich nicht aus.

Ein toller Tag mit tollen Leuten, tollen Autos und toller Landschaft. Toll, dass Lars trotz aller Widrigkeiten so konsequent am Ball geblieben ist und den Törn ohne Schiffbruch zum Zielhafen gelotst hat. Alles richtig gemacht.

Mit der Meinung stehe ich sicher nicht alleine, denn irgendwie wollte gar keiner nach Hause fahren. Als ich mich nach über einer Stunde dann so langsam auf dem Heimweg machte, war ich noch längst nicht der Letzte.

Man munkelt übrigens, dass doch noch tatsächlich einige Muffins und anderes Gebäck wieder mit nach Hause genommen werden mussten. 😉

Ich würde mich über eine Neuauflage sehr freuen. DANKE

3 Comments

  1. Hans-Günter Teichmann

    Tolle Olaf-Bilder! Toller Bericht! Danke dafür, dass wir doch noch an der Ausfahrt teilnehmen können!

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  2. Eve H

    Und wo ist nun das Bild vom Aschenbecher? 😀

    Reply
  3. Sandmann

    Ayayay Olaf,
    das hast du schön beschrieben 🙂 Macht Laune, den Tag erst aus Lars‘ Sicht und dann aus deiner zu betrachten. Und ja, ich unterschreibe jeden Satz, vor allem den mit dem Zweiradmuseum. Auch ich hab’s nicht so mit Zweirädern, kam drinnen aber aus dem Staunen nicht mehr raus. Allerdings war ich einer der Letzten (Lukas und ich überbrückten die Wartezeit mit der gewalttätigen Entfernung des 30poligen Diag-Kabels im Fußraum des XM), und so langsam wollte man weiter 😉 Ich glaube also ich muss da nochmal hin.
    Das Bild von deinem vollen Aschenbecher, um Eve’s Frage aufzugreifen, und auch die anderen Bilder von deinem GT im Traumzustand werden beizeiten im Daparto Magazin veröffentlicht. Ich lasse dir natürlich dann unaufgefordert den Link zukommen.
    Rock on, Passatmann. Bis bald.
    Sandmann

    Reply

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