Schlagwort Archiv: Schlauchschelle

Neuer Kühler und andere Kapriolen

Bis gestern Nachmittag habe ich mit dem Volvo noch über 300 Kilometer mit dem übriggebliebenem Kühlerstutzenstummel und ohne Kühlsystemdeckel abgerissen. Vorsichtshalber hatte ich einen 5 Liter Kanister Wasser, eine Rolle Panzertape und ein paar Schlauchschellen an Bord. Hab ich aber alles nicht gebraucht. Der Schlauch hielt besser als gedacht.

Trotzdem habe ich mir einen neuen Kühler besorgt.

Volvo-940-Kuehler

Ausnahmsweise mal nicht im Internet, sondern bei meinem Kühlerbauer vor Ort. Den kenne ich jetzt bestimmt auch schon über 20 Jahre und preislich hat er mir ein gutes Angebot gemacht. Ich hatte also gar keinen Grund woanders zu gucken. (mehr …)

Restarbeiten abgeschlossen

Nachdem ich am Freitag auf der Suche nach den Klammern für die Bremsbeläge kein Erfolg mehr hatte, ging es Nachts im Internet noch mal etwas auf Teilesuche. Fündig geworden bin ich dann in einem Restpostenmarkt eines VW-Händlers, der eine Filiale in Maschen und eine in Winsen hat. In beiden Betrieben war ausreichend Bestand angegeben. Schnell noch geguckt bis wann die am Samstag geöffnet haben. 13:00 Uhr, das könnte ich gerade so schaffen.
Zehn vor Eins stand ich am Erssatzteiltresen. Mein Gegenüber guckte mich fragend an. Restpostenmarkt? Hat er noch nie was von gehört. Die Klammern hatte er auch nicht auf Lager. Ein Anruf bei seinem Lagerkollegen in Winsen brachte dann wenigstens Aufklärung: „Die Seite sollte schon längst nicht mehr online sein.“

Samstag Mittag, nach 13:00 Uhr. Jetzt gab es nur noch eine Chance: ATU

Die hatten die Teile dann auch sogar auf Lager.

klammern-bremsbelag

Zu den 3,63 Euro pro Satz kann man nicht mal was sagen. (mehr …)

Kann man das Glück eigentlich pachten?

Meine Planungen für den gestrigen Tag sahen eigentlich ganz anders aus. Nur durch ein dummen Zufall bin ich noch mal in die Werkstatt gefahren. Das wollte ich eigentlich heute Morgen machen.
Heute geht es natürlich zum diesjährigen Passat-Treffen nach Drangstedt. Hierfür will ich mal wieder den 74er Passat L nehmen. Im Normalfall bin ich da ja immer recht blauäugig. Was letztes Jahr im Sommer noch gefahren ist, wird auch jetzt noch fahren!

Passat 32 Batterie

Dazu bedarf es natürlich erst mal etwas Strom. Ich hatte nur noch den Rallye-Passat als Spender in der Werkstatt. Die Batterie hing zum Glück die ganze Zeit am Erhaltungsladegerät.
So stand einer langanhaltenden Orgelei nichts mehr im Wege. Der Passat stand seit August letzten Jahres. Logisch, daß da wieder der ganze Sprit wieder verdunstet ist. Die Startprozedur hat aber auch sein Gutes. Bis der Motor anspringt ist die Öldruckleuchte auf jeden Fall schon aus.

Wenn er dann erst Mal läuft, schnurrt er wie eine Nähmaschine. Nachdem der Motor verstanden hat wozu er da ist, läuft er ohne Murren und absolut rund.

Die Freude war dann allerdings schnell getrübt. Die Pfütze war da vorher noch nicht.

Spritverlust Passat L

Das war Kraftstoff. Um endgültige Gewißheit zu erlangen, wo der herkam mußte der Luftfilter runter. War ja klar, der Spritschlauch hat schlapp gemacht.

Kraftstoffschlauch Passat B1

Davon habe ich aber wohlwissend immer was zur Hand. Natürlich wieder den guten Stoffummantelten. Auch wenn es aus technischer Sicht heute sicher bessere Schlauchqualitäten gibt, verbaue ich in all meinen 32ern nur diesen Schlauch. Da bin ich eigen.

Kraftstoffschlauch Passat 32

Ich hab dann auch gleich das Stück auf der Saugseite der Pumpe mitgemacht. So richtig gut war der auch nicht mehr. Zumindest gelang es mir nicht ihn schadlos von dem Stutzen herunterzuziehen.

Saugleitung Passat 32

Möglich, daß das sogar noch der erste Schlauch war. Zumindest die Ohrschellen kommen nach Ersetzung des Schlauches nur selten wieder zum Einsatz. Meistens wurden dann doch Schraubschellen verwendet.

Passat 32 Spritschlauch

Da bin ich dann allerdings auch wieder eigen. Die Ohrschellen kommen da auch wieder ran. Bis auf den Anschluß am Vergaser. Den Schlauch nimmt man minunter dann ja doch mal ab. Hier verbaue ich dann auch eine Schraubschelle. Sieht ja keiner wenn der Luftfilter wieder drauf ist.

Damit war das kleine Malheur dann auch schon beseitigt. Gut, daß mir das gestern passiert ist. Glück muß man haben.

Heute hätte das meinen Zeitplan dann doch etwas durcheinander gebracht.

Schnell noch einen Blick in den Kofferraum. Der war bis auf ein paar Kleinigkeiten soweit leer. Brauche ich heute nur noch meine sieben Sachen einladen und dann geht´s los Richtung Nordseeküste.
So ganz leer war der Kofferraum natürlich nicht. So ein Kofferraum hat doch immer wieder historische Überraschungen parat.

Techno Classica Passat 32

So befand sich da unter anderem ein PKD-Sweatshirt von 2011 und der Aufsteller von der Techno Classica 2004 in den Tiefen. Mein 74er war damals der erste VW Passat der jemals auf der Techno Classica in Essen ausgestellt wurde. Selbst VW hatte es bis zu diesem Zeitpunkt nicht fertig gebracht, dort mal einen alten Passat zu präsentieren. Wenn man nicht alles selber macht. 😉
Jetzt, nach über neun Jahren habe ich den Aufsteller mal aus dem Kofferraum genommen. Der kann demnächst mal eine kahle Stelle in der Werkstatt schmücken.

Passat B1 1974

Jetzt nur noch den Staub der letzten Monate runter und dann kann das Passat-Treffen kommen. Je nach dem wie dort die Mobilfunkverhältnisse sind, werde ich evtentuell mal einen kleinen Zwischenbericht abgeben. Kann ich aber nicht versprechen. Drangstedt liegt doch ziemlich abseits der großen weiten Welt.

Ich glaub ich bin fertig

Gestern folgte der wohl letzte größere Einsatz bevor es zum Lackierer geht. Wenn ich nicht noch irgendwas vergessen haben sollte, bin ich mit den Arbeiten jetzt soweit durch.

Viel Kleinkram stand noch auf dem Programm. Alles irgendwelche Baustellen die mal angefangen aber nie beendet wurden. So zum Beispiel die Tankentlüftung.

Passat TS Tankentlüftung

Hier fehlten mir noch die Ohrschellen um die Schläuche wieder zu befestigen. Die konnte ich letztes Wochenende in Bremen auf der Classic Motorshow ergattern. Abgehakt.

Dann lag da schon seit Wochen die Ansaugkrümmerdichtung in der Werkstatt rum. Die hatte ich gleich bestellt nachdem ich bemerkt hatte, daß sie Nebenluft zog. Nur zum Einbau bin ich irgendwie nie gekommen.

Ich hatte ja eigentlich mit einem schnellen Einbau gerechnet. Ansaugbrücke ab, alte Dichtung raus, neue rein und Ansaugbrücke wieder ran. Davon wurde aber nichts.

Passat TS Ansaugkrümmer

Die sechs Schrauben der Ansaugbrücke waren nicht das Problem. Schnell lag die nebendran. Aber die Dichtung ist in den Jahren irgendwie mit der Ansaugbrücke verwachsen. So sehr gewehrt hat sich bei mir bisher noch keine Dichtung.

Passat TS Ansaugkrümmer Dichtung

Es gab wirklich nicht ein Stück welches sich einfach so abziehen ließ. Versuche mit Messer und Schaber habe ich dann ziemlich schnell atakta gelegt. Keine Chance.

Weiter brachte mich dann wieder der Luftschleifer mit der grünen Bristle Disc.

So wurde praktische die gesamte alte Dichtung zu Staub.

Passat TS Ansaugkrümmer Dichtfläche

Vorteil der Bristle Disc ist dabei auf jeden Fall, daß sie wirklich nur die Dichtung entfernt. Die Dichtfläche selber bleibt völlig intakt.
Zum Einsatz kam wieder eine Dichtung die eigentlich für die Turbodiesel Motoren vorgesehen ist. Hier auf dem Bild liegt sie zur Veranschaulichung noch verkehrt herum.

Passat TS Ansaugkrümmer Dichtung neu

Die auf der Dichtung erkennbaren blauen Bögen, ist zusätzliches Dichtmittel. Die dichten die kritischen Stellen auf der Ansaugbrückenseite zusätzlich ab. Und die sind genau da wo keine Schrauben in der Nachbarschaft sind.

Nachdem die Ansaugbrücke wieder am Kopf montiert war gab es noch neue Kraftstoffschläuche.

Passat TS Kraftstoffschlauch

Da befand sich bis gestern auch nur ein Provisorium aus irgendwelche zusammengesuchten Resten. Ich will meinem Lackierer ja schließlich ein fahrfähigen Wagen vor die Tür stellen. So kann hier nichts mehr passieren.

Apropos Kraftstoffleitungen. Am Fahrzeugboden läuft ja auch noch eine Leitung. Das ist zwar ein Kunstoffrohr und von der Haltbarkeit recht unproblematisch. Aber auch die unterliegen einer gewissen Alterung.

Passat TS Kraftstoffleitung

Die werden mit den Jahren nämlich immer länger. Solche Durchhänger sind dann das Ergebnis.

Passat TS Kraftstoffleitung gezogen

Stück für Stück nach vorne gezogen ergibt sich da schon ein ansprechenderer Anblick.

Der Luftfilter kam danach auch noch wieder rauf und den Kühlerverschluß habe ich auch noch mal getauscht. Irgendwie haute das Unterdruckventil immer noch nicht richtig hin. Während des Abkühlens zogen sich die Schläuhe immer wieder mal zusammen.

Dann steckte immer noch die rechte Rückleuchte im Heckblech. Die verschwand dann auch.

Passat TS Heckleuchte

Endlich wieder Nachschub für die Kisten im Lager. 😉 Irgendwie lege ich in diesen Kisten immer nur was rein. Rausgenommen habe ich hier noch nie eine….

Was störte noch? Na klar die Zierleisten an der Regenrinne.

Passat TS Zierleiste

Die werden auch nicht mehr den Weg zurück am meinen Passat TS finden. Wahrscheinlich durch einen Dachgepäckträger sind die arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Bei den ganzen Teilen die sich im inneren des Wagens befanden, waren aber zwei neue Leisten dabei. Noch original verpackt. Allerdings ist es die neuere Variante aus Kunststoff. Somit werde ich später einen Leistentausch mit meinem GLS durchführen. Der hat die Aluleisten, kriegt von Baujahr her aber die Kustsoffleisten. Damals hatte ich einfach nicht die richtigen Zierleisten zur Hand.

Zum Abschluß des Tages wurde dann zum letzten Mal die Lackierpistole geschwungen. Die Kühlerstütze brauchte nach der Grundierung noch Farbe.

Passat TS Frontmaske lackiert

Die untere Kante der Frontmaske hab ich dann auch gleich mitgemacht. Ich will damit nur vorbeugen, daß die beim Lackierer nicht zu kurz kommt. Wenn der Wagen erst mal wieder auf der Erde steht, sind solche Stellen ja auch wirklich schlecht zu erreichen.

Genauso wie die Innenkante der unteren Schwellerfalz.

Passat TS Schweller lackiert

Damit ist dann auch gleich die Frage beantwortet, ob ich die Schweller später schwarz mache. Natürlich nicht!

Das war´s es wohl. Bis jetzt ist mir nichts mehr eingefallen. Nur noch das ganze Gerümpel aus dem Innenraum holen und dann kann es auf die große Reise gehen.

Wasser marsch!, Feuer frei! und Prost!

passat_32_1976_lüfterblech

Gestern vormittag habe ich endlich meine langersehnte Lieferung erhalten. Das Lüfterblech für den Kühler und die Ölkühlerhalter sind zurück vom Pulverbeschichten.

passat_32_1976_lüfterblech

Damit war meine zunächst angedachte Tagesplanung natürlich sowas von hinfällig. Alles andere abgesagt bzw. verschoben und ab in die Werkstatt zum Endspurt. Endlich Kühlwasser auffüllen und den ersten richtigen Probelauf durchziehen.

Ich habe mich mittlerweile entschloßen den Messingkühler nicht wieder zurück ins Regal zu legen. Vielleicht hat er ja tatsächlich eine etwas bessere Kühlleistung.

passat_32_1976_Kühler

Also die ganzen Kühlerpappen und den Thermoschalter vom alten Kühler umgebaut. Das Lüfterblech mit dem Lüftermotor und dem Gummilappen bestückt und dann beides zusammengeschraubt.

Dann die ganze Einheit ins Fahrzeug. Unten festgeschraubt, Thermoschalter angeschloßen und unteren Kühlerschlauch ran.

passat_32_1976_Kühlerschlauch

Oben und seitlich befestigt, oberen Kühlerschlauch ran und ab zu Teil 1 der Überschrift: Wasser marsch!

passat_32_1976_wasser_marsch

Jetzt stand dem ersten längeren Testlauf nur noch der Stecker des Lüftermotors im Weg. Der alte Kabelbaum und der stärke Lüftermotor wollten nicht so recht zueinander passen.

passat_32_1976_stecker_lüftermotor

Ich hatte jetzt aber keine Lust mehr nach einem passenden Stecker zu suchen und habe die Kabelschuhe aus dem Steckgehäuse herausgeholt und sie erstmal so am Motor angeschloßen.

Jetzt wurde es Zeit für Teil 2 der Überschrift: Feuer frei!

Zunächst zickte er noch ein bisschen. Er ging immer wieder aus und ich mußte den Motor zunächst mit kleinen Gastößen am Leben halten. Wie schon vermutet, habe ich bei dem ganzen Gewurschtelt rund um dem Öldruckgeber, den Verteiler wohl etwas verdreht. Nach einer kleinen Korrektur gings dann aber los.

Noch einmal kurz die Zündung abgeblitzt, den Luftfilterdeckel rauf und dann hieß es: Prost!

Zur Feier des Tages habe ich mir ausnahmsweise wirklich mal ein Bierchen gegönnt. Kommt ja selten vor, aber gestern war mir einfach danach. Verständlich, oder?

Einen kleinen Wehrmutstropfen hatte ich dann aber doch noch zu verzeichen: Vorne an der Kopfdichtung hingen ein paar Öltropfen….

passat_32_1976_ölverlust

Allerdings entpuppte sich die Sache als nicht ganz so tragisch wie zunächst vermutet. Wie auf dem Bild, konnte man es auch in natura zunächst nur sehr schwer Eingrenzen. Das frische Öl erschwerte die Sache. Es kommt aber von weiter oben. Entweder der Nockenwellensimmering oder die Ventildeckeldichtung, die ich noch nicht erneuert hatte, sind schuld.
Wenn das alles ist, kann ich darüber nur lächeln. Daß bei so einem umfangreichen Projekt, irgendwo etwas nachgearbeitet werden muß, hatte ich eingeplant.

Das konnte mir den Tag aber natürlich in keinster Weise vermiesen.

FreshUp für die Elektrik

passat_32_1976_elektrik_motorraum

Noch warte ich auf das Lüfterblech für den Kühler. Das gibt mir dann aber die Zeit sich mit anderen Sachen zu beschäftigen, die sonst gerne mal auf der Strecke bleiben.
Es gab noch so einiges an der Elektrik im Motorraum zu tun.

passat_32_1976_elektrik_motorraum

Besonders die Verkabelung des Verteilers war mir noch ein Dorn im Auge. Das grüne Kabel von Klemme 1 war ja schon immer so vorhanden. Im Zuge der Montage der AccuSpark-Zündanlage ist dann aber noch ein rotes Kabel dazugekommen. Irgendwie beißt sich das ganz gewaltig.

passat_1976_32_elektrik_motorraum

Die Kabellängen waren auch nicht optimal. Hier gab es dringenden Handlungsbedarf. Also alles raus und einen kleinen Kabelbaum konfektioniert.

passat_32_1976_elektrik

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Und warum sie nichts sehen, das werden Sie gleich sehen.

passat_1976_32_motorraum

Der angefertigte Kabelbaum verläuft jetzt unterhalb des Wasserschlauchs zur Zündspule und zum Thermoschalter vorm Vergaser. Von hier habe ich ja die 12 Volt für die AccuSpark abgenommen.

Dieser Kleinkram hält ganz schön auf. Aber irgendwie hasse ich diese bunten Wäscheleinen im Motorraum.

Den nächsten Punkt in der Elektrik habe ich auch schon mal in Angriff genommen. Früher oder später werde ich eine Öltemeratur- und eine Öldruckanzeige nachrüsten. Der Geber für die Temperatur ist schon im Ölfilterhalter eingeschraubt gewesen, als ich ihn bekam. Der Drucksensor suche ich noch. Dafür wollen die mir alle noch viel zu viel Geld haben.
Um für diesen Fall aber schon mal vorbereitet zu sein, habe ich mir noch einen zweiten Kabelbaum angefertigt.

passat_1976_32_kabelbaum

Ich brauche dafür ja lediglich zwei Kabel. Die habe ich in eine Isolierhülle eingezogen und schon mal auf der Motorseite mit den entsprechenden Kabelschuhen ausgestattet.

passat_1976_32_öltemperatursensor

Den Stecker für die Öltemperatur konnte ich schon gleich aufstecken, die Ringöse für den Öldrucksensor wartet noch auf ihren Einsatz.

Da ich gerade in dem Bereich zugange war, habe ich zur Entlastung des Heizungsventil, den Schlauch noch mit einer zusätzlichen Schelle fixiert. Wäre ja nicht das erste Heizungsventil das bricht.
Rechts im Bild ist auch noch die zweipolige Steckverbindung der Verteilerzuleitung zu sehen. Ob dieser Verteiler nämlich am Ende im Motor bleibt ist noch nicht sicher. Durch diese Steckverbindung kann ich ihn jederzeit schnell ausbauen.

Angekommen am Zenith

Ansaugbrücke_passat_32_1976

Nach einer kleinen Schaffenspause, die dem zweitschönsten Männerhobby geopfert wurde, gings gestern weiter mit Komplettierung der Ansaugseite. Die Ansaugbrücke und der „neue“ Vergaser sind jetzt am Motor plaziert.

Ansaugbrücke_passat_32_1976

Die gereinigte Ansaugbrücke aus dem Vergaserpaket war schnell montiert. Es folgte der neue Vergaserdichtflansch und die Wasserschläuche. Den kurzen Schlauch, mit den beiden Thermoschaltern und dem Widerstand für die Startautomatik, habe ich vom 35PDSIT-Vergaser beibehalten. Beim 2B2-Vergaserpaket war nur der einfache Thermoschalter enthalten. Die Absenkung der Spannung durch den Widerstand macht aber Sinn. Sie schont die Heizwicklung der Startautomatik. Im Betrieb ist die Beheizung später sowieso komplett durch das Kühlwasser gewährleistet.
Den Wasserschlauch zum Heizungsventil mußte ich dann wieder vom Vergaserpaket verwenden. Der vom 35PDSIT-Vergaser war hier nicht zu verwenden. Bei sämtlichen Schlauchmontagen habe ich dann auch gleich neue Schlauchschellen aus Edelstahl verwendet.

Jetzt könnte eigentlich der Vergaser drauf. Aber beim letzten Check fiel mir dann noch die gebrochene Feder für die Drosselklappenrückstellung ins Auge.

feder_drosselklappe_passat_32_1976

Das bedeutete noch mal einen kleinen Extraschritt. Aber das muß natürlich in Ordung gebracht werden.

drosselklappenwelle_passat_32_1976

Die Feder spendete ein Schlachtvergaser. Das bedeutete aber natürlich gleich zweimal die Drosselklappe auszubauen um die Welle komplett herausziehen zu können.

vergaser_unterseite_passat_32_1976

Nachdem ich für alle Federn die richtigen Positionen gefunden hatte, war er nun bereit zum Aufbau.

Nicht sicher war ich mir im Vorwege ob ich den gleichen Gaszug wie beim 35PDSIT, auch beim 2B2 verwenden konnte. Die Befestigung am Vergaser ist nämlich grundverschieden.

Es sollte aber zum Glück kein großes Problem werden.

gaszug_passat_32_1976

Ich mußte beim dem Endstück lediglich das Gewinde einmal nachschneiden. Beim alten Vergaser wurde dies mittels einer seitlichen Klemmschraube fixiert. Für den 2B2-Vergaser brauchte ich aber das intakte Gewinde.

gaszug_2b2-vergaser_passat_32_1976

Die Einstellmutter ließ sich danach ohne Probleme aufdrehen. Wieder eine Sorge weniger.

Die heutige Beitragsüberschrift habe ich natürlich nicht ohne Grund gewählt.

zenith_passat_32_1976

Speziell das Bauteil, daß diese sechs Buchstaben beherbergt, wird später hoffentlich für merkbar mehr Vorschub sorgen. Die Unterdruckdose zum Öffnen der zweiten Stufe.

Damit war das Etappenziel erreicht.

2b2-vergaser_passat_32_1976

Fehlt eigentlich nur noch die Elektrik. Die Kabel sind doch zum Teil sehr spröde und die Kabelschutztülle ist auch schon an mehreren Stellen brüchig. Das wird noch mal auf Vordermann gebracht.

Dafür bräuchte allerdings noch mal einen kleinen Tipp: Wo befindet sich normalerweise der Massepunkt für den Vergaserkabelbaum?

Ich würde mich freuen wenn Besitzer von 2B2-/2B5-Vergasermotoren mal eben unter Motorhaube gucken könnten und mir die Lösung verraten würden. Danke.

Bremen Classic Motorshow 2012 – Rückblick

Bremen classic Motorshow 2012

Spätestens wenn in Bremen die Tore der Classic Motorshow wieder geöffnet werden, weiß man: Die Saison ist nicht mehr weit.
Natürlich war ich auch wieder vor Ort. Hauptsächlich eigentlich nur um wieder den Kontakt mit Freunden und Bekannten zu pfelgen. Das kommt in der Winterzeit ja leider immer ein wenig zu kurz. Wenn das dann noch im Rahmen von alten Blech stattfindet und man sogar noch ein paar Teile ergattern kann, ist das natürlich nahezu ideal.

Um den langen Schlangen an den Kassenhäuschen aus dem Weg zu gehen, habe ich mir diesmal mein Ticket bereits online geordert. Das konnte man dann zu Hause selber ausdrucken. Sehr praktisch.
Wenn man das dann sogar bei der Abfahrt noch dabei hätte, wäre das nahezu perfekt…. Leider hatte ich das Ticket zunächst zu Hause liegen lassen. Ich durfte also noch mal umdrehen.
So wurde es nichts mit dem verabredten Treffen um 9:00 Uhr. Um zwanzig nach neun bin ich dann aber auch vor Ort gewesen.

Schon auf der Fahrt durch Bremen hatte ich das Gefühl, daß irgendwie nicht ganz soviel Verkehr ist, wie in den Vorjahren. Ohne Stillstand bin ich bis auf dem Parkplatz durchgekommen.
Und auch das Chaos am Eingang blieb aus.

Bremen classic Motorshow 2012

Wie es hier im Vorjahr aussah, könnt Ihr in meinem Beitrag vom letzten Jahr mal angucken. Überhaupt kein Vergleich.
Mit dem Onlineticket gelangt man auch direkt in die Hallen. Überhaupt kein Warten. Sehr schöne Sache.

In den Hallen habe ich mich dann schnell mit dem Rest zusammentelefoniert und es ging auf Einkaufstour. Nach kurzer Zeit hatten Dirk und ich schon die ersten Kisten zum Stöbern in den Fingern.

Bremen classic Motorshow 2012 Teile

Gefunden haben wir ein ganze Menge. Zwar viel Kleinkram, aber gerade nach dem sucht man oft vergebens.

Nächster Anlaufpunkt war dann ein Teilehändler aus England. Der war letztes Jahr schon da und hat wirklich faire Preise.

Bremen classic Motorshow 2012 accu spark

Hier hatte Dirk letztes Jahr die AccuSpark-Zündanalge gekauft. Nachdem er sie ausprobiert und für gut befunden hatte, habe ich mir die AccuSpark im August bei dem Händler bestellt und in den marinogelben ´76er eingebaut.

Davon wollte ich mir noch eine holen, Dirk hat gleich noch zwei Stück mitgenommen. Ausgeschrieben waren sie mit 27,95 £. Wir haben sie dann für 30,- € bekommen. Sehr fairer Kurs. Aber selbst wenn man die 27,95 £ zum aktuellen Kurs umgerechnet hätte, wären das nur ca. 50% des besten inländischen Angebots.
Trotzdem war mein Portemonnaie dann auch schon fast leer. Dirk mußte mir später sogar noch das Mittagessen sponsern.

Ich habe dann aber zum Glück noch einen Geldautomaten auftreiben können und wieder für etwas Nachschub in der Kasse gesorgt. Somit konnte ich auf dem Rückweg noch mal bei dem Engländer vorbeischauen und habe mir dann noch einen Ölkühler mitgenommen. Auch der kostete hier fast 1/3 weniger, als das günstige ebay-Angebot. Versandkosten hab´ich dann auch gespart.

Auf den Weg durch die Hallen sind wir natürlich auch noch beim Stand des Classic Parts Center vorbeigekommen. Hier gab uns Jörn einen ersten Überblick der Teile, die das CPC bei einer Schatzsuche in Paraguay retten konnte.

Bremen classic Motorshow 2012 CPC

Die Teile stammen vom dortigen Volkswagen Importeur und schlummern dort teilweise seit 1953 in den Regalen. Das Kulissenfoto auf meinem Bild zeigt einen kleinen Einblick in das dortige Lager.
Leider sind nur sehr wenige Teile mit 321er oder artverwandter Teilenummer dabei. Man hat es wirklich nicht leicht, wenn man sich einem alten Passat verschrieben hat.

Einen alten Passat gab es aber immerhin wieder in Bremen zu entdecken. Angeboten wurde er als ´78er Passat. Da es das tolle Indianarot Metallic aber erst ab dem Modelljahr ´79 gab, muß es ein sehr später 78er sein.

Bremen classic Motorshow 2012 passat

Der Vari stand wirklich sehr schön da. So richtig unter die Lupe genommen haben wir ihn aber nicht, denn im Parkhaus war es schweinekalt.

Bremen classic Motorshow 2012 passat variant

Sicher waren einige Stellen schon mal nachlackiert und Kotflügel sind wohl auch schon mal neue draufgekommen, aber insgesamt ein wirklich sehr gepfelgter Zustand. Zumindest von oben.
Von unten sieht man ihm die 34 Jahre dann doch an. Hier wäre noch etwas Handlungsbedarf.

Bremen classic Motorshow 2012 passat motor

Zumindest bei dem geforderten Preis von 5450,- € dürfte man hier meiner Meinung nach etwas mehr erwarten. Erstzualssung soll übrigens erst 1989 gewesen sein. Da muß dann also für´s H-Kennzeichen eine Ausnahme gemacht worden sein.

Schade, daß es so kalt war und man wirklich keine große Lust hatte sich den Wagen etwas näher anzuschauen. Der Besitzer war leider auch nicht vor Ort.
Ich will den Wagen hier aber nicht schlechter machen als er ist. Der Gesamtzustand ist wirklich hervorragend und man kann den Vari sicher so kaufen und losfahren. Seltens Stück. Einen Passat Variant in dieser Farbe ist mir bisher noch nicht untergekommen.

Nebenbei noch mal was ganz anderes. Das sind die neuesten Kreationen auf dem Werkzeug und Zubehörsektor.

Bremen classic Motorshow 2012 schoko

Die Sachen sind alle aus Schokolade! Eine irre Idee! Ich stelle mir vor, ich gehe irgendwo durch die Stadt und lecke genüßlich an einem 24er Maulschlüßel. Ob die Leute wohl etwas verwirrt gucken?

Hier noch mal die ersten Versuche der Fortbewegung mittels Elektrmotor.

Bremen classic Motorshow 2012 audi

Eine Studie von 1976 mit einem Audi 100.

Das ich einen leichten Faible in Richtung Volvo habe, sollte ja mittlerweile bekannt sein. Ein immer wieder schöner Anblick ist der Volvo 780.

Bremen classic Motorshow 2012 volvo 780

Das Coupe des Volvo 760 wurde komplett bei Bertone in Italien gefertigt. In Deutschland war der Wagen nie offiziell erhältlich. Aufgrund des hohen Preises, von damals fast 100.000 DM, zerzichtete man bei Volvo auf den Verkauf in Deutschland. Man sah keine Marktchancen.
Nicht nur deshalb ist der Wagen hierzulande heute sehr gefragt. Obwohl die Teilversorgung extrem schwierig ist. Alles sieht ähnlich aus wie beim Volvo 760, aber so gut wie nichts davon würde hier passen.
Keine Scheinwerfer, keine Stoßstangen, keine Blechteile. Wirklich fast nichts.

Gegen 17.00 Uhr haben wir den Tag dann ausklingen lassen und haben die Heimreise angetreten.

Zu Hause mußte ich jetzt erst mal noch mal gucken, was im Laufe des Tages so alles in meine Tüten und Taschen gewandert ist.

Bremen classic Motorshow 2012 beute

Mein angebliches Luxusproblem des letzten Jahres habe ich wohl erfolgreich bekämpft. 😉

Ein also durchaus gelunger Tag. Vor allem weil man endlich mal wieder ein paar alte Gesichter wiedergesehen hat. Am meisten überrascht waren wir allerdings als uns Manni auf einmal gegenüberstand. Damit hätte ich ja nun nicht im entferntesten gerechnet.
Und entschuldigen muß ich mich noch einmal bei Stephan. Ich habe Deinen Anruf in dem Gewühl nicht mitbekommen. Erst als ich wieder auf dem Heinweg war, habe ich gesehen, daß Du versucht hast mich zu erreichen. Sorry.

13. Original Golf 1-Treffen in Wolfsburg – Rückblick

golf 1 treffen 2011 passat 32

Gestern gings mal wieder nach Wolfsburg. Eine Strecke die ich dieses Jahr bereits zum 3. Mal in Angriff genommen habe. Nachdem bei den ersten beiden Touen der ´74er und der ´76er zum Einsatz kamen, war diesmal der ´77er an der Reihe. Ziel war das Treffen der 1. Original Golf I IG. Die drücken immer ein Auge zu und lassen auch ein paar andere Modelle mit auf den Platz.

golf 1 treffen 2011 passat 32

So hatten Dirk, Michael und ich dann mal wieder unsere Doppelscheinwerfer-Passat alle an einem Ort.

Das Hauptaugenmerk lag, wie sollte es anders sein, aber natürlich bei den Gölfen der ersten Generation. Und davon gab es wirklich reichlich zu sehen. Alles Ausführungen und Baujahre waren vertreten.

Ich kenne leider nicht alle Details der frühen Gölfe, daher bitte ich mir evtentuelle Fehler in meinen Anmerkungen nachzusehen.

golf 1 treffen 2011 1

Dem Nummernschild nach wohl ein ´77er, jedoch hat der wohl eigentlich keine Chromspiegel mehr.

golf 1 treffen 2011 2

Ein knalliger Rabbit mit amtlicher Anreise. Die eigentlich nur für Amerika gedachte Ausführung gelangte wohl in der Schweiz teilweise ganz offiziel in den Handel.

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Vielleicht Zuge von Umweltzonen und hoher Dieselsteuer gelangt dieser GTD nur im Juni und Juli auf die Straße.

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Und noch ein Rabbit. Diesmal ein etwas jüngerer. Tempomat und Klimaanlage sind selbstverständlich an Bord. War wohl mal ein Erprobungsfahrzeug von VW, der es irgendwie aus dem Werk geschafft hat.

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Wirklich sehr schön gemachter ´75er Automatic in seltener Farbe.

golf 1 treffen 2011 6

Ein Golf 1 aus aktueller Produktion. In Südafrika laufen die imme noch vom Band.

golf 1 treffen 2011 7

Sehr skurill und selten dürfte dieser Wagen sein. Ein Biagini Passo. Das ist ein modifiziertes Golf Cabrio auf dem Rahmen eines Golf Country. Zustand ? Nennen wir es mal „Typisch italienisch…“

golf 1 treffen 2011 8

Michael teste schon mal, mit den von Klaus erworbenen Nebelscheinwerfer, die Optik für den nächsten Winter. Ergebnis wurde nicht bekanntgegeben.

golf 1 treffen 2011 9

Klaus legte danach auch noch mal am meinem GLS Hand an. Der war leicht inkontinent und ließ etwas Kühlwasser ab. Ich wollte die Motorhaube für so eine Lappalie ja gar nicht aufmachen, aber Klaus ergriff dann selbst die Initiative. Er besorgte dann sogar Werkzeug um ein paar Schellen nachzuziehen. Danke Klaus, hat wohl bis Hamburg gehalten. Nachgeguckt habe ich aber noch nicht wieder. Wie kann sich eine Schelle nach 4 Jahren lösen? Die Schellen an der Wasserpumpe hatte ich nach dem Zusammenbau nie wieder angerührt. Merkwürdig.

Zum Schluß noch ein schöner Scirocco.

Scirocco TS 75

Ein ´75er TS aus erster Hand. Unrestauriert und wie geleckt. Wirklich schön.

War ein rundum gelungener Tag. Sogar mit reichlich Sonne. Die war ja in den letzten Wochen eher selten zu sehen. Natürlich fehlte auch der obligatorische Besuch beim Italiener auf der gegenüberliegenden Straßenseite nicht. Es gibt so Sachen, die sind einfach Programm.

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